Romane

Buchbesprechungen, News

(425 Beiträge in dieser Rubrik)

John Cheever: Ach, dieses Paradies

verfasst am 12.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im ersten Abschnitt entstand für mich das Bild einer Szene, wie aus einem kurzen Film: Kameraschwenk über eine traumhaft schöne Landschaft, Menschen genießen die Natur (fröhliche Musik). Dann: Stopp, kurz wackelt das Bild (der Sound hört sich an, als ob etwas reißt) – und dann ist da anstatt des Sees, der Menschen, der Natur nur noch aufgetürmter Müll. weiter »


Daniel Woodrell: In Almas Augen

verfasst am 10.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

In Almas AugenEnde der 20iger Jahre  ereignete sich in einer Kleinstadt im Bundesstaat Missouri eine Katastrophe. Eine Explosion  zerstört die Dance Hall, in der sich zu diesem Zeitpunkt  viele Menschen aufhielten. Es sollte ein unbeschwertes, sommerliches Tanzvergnügen werden.  weiter »


Ludwig Laher: Bitter

verfasst am 07.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Fritz Bitter ist ein Kriegsverbrecher der gemeinsten Sorte. Bei der Gestapo in Wiener Neustart startet er seine grausame Karriere als Verantwortlicher vieler hunderttausende toter Menschen. Eiskalt und berechnend schafft er es, nach Ende des 2. Weltkrieges ausgerechnet vom jüdischen Rechtsanwalt Dr. Stern „nur“ für Hochverrat kurz inhaftiert zu werden. weiter »


Sam Byers: Idiopathie
Ein Roman über Liebe, Narzissmus und kranke Kühe

verfasst am 04.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Cover des Buches zeigt drei Personen, allesamt mit dem Kopf einer Kuh ausgestattet. Der Titel „Idiopathie“ lässt auf den ersten Blick den Schluss zu, hier handle es sich um eine Metapher von BSE. Das Krankheitsbild der Idiopathie also als Ausdruck davon, wie absurd so manche Lebensentwürfe wirken. Eine bitterböse Geschichte über Selbstfindungsprobleme in einer von Ängsten geplagten Gesellschaft. weiter »


Günter Neuwirth: Der blinde Spiegel

verfasst am 29.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nach einem Rundumblick auf das derzeitige Angebot an PolitikerInnen ist man schnell verleitet sich den Kaiser zurück wünschen, ohne dabei als ewiggestriger Monarchist gelten zu müssen. So ein bisserl kaiserlicher Glanz anstatt sesselklebender Langeweiler: das wäre doch etwas.. weiter »


Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

verfasst am 18.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es traf ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es war im zweiten Jahr seinens Studiums an der Universität in Tokio, als er seine Geborgenheit, seine Zugehörigkeit verlor. Seine vier Freunde brachen jeden Kontakt zu ihm ab; warum, welchen Grund es dafür gab, warum sie von heute auf morgen nicht einmal mehr mit ihm sprechen wollten, ihn nicht sehen wollten, jede Begegnung mit ihm strikt ablehnten, das hatte Tsukuru Tazaki nie erfahren und hatte auch nie danach geforscht. weiter »


Jana Revedin: Frau hinter Hecken

verfasst am 16.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Frau hinter HeckenSylvie Vaughan erhält von Isolde Schwartz, eine der Öffentlichkeit bekannten und sehr erfolgreichen  Philosophin, einen Anruf. Verwundert, dass diese Frau, die Sylvie erst kürzlich in München auf einem Symposium zum Thema „Ethik der Macht“ getroffen hat ihre Telefonnummer weiß. Zwei Frauen nehmen sich eine Auszeit. Ist ihre Motivation für Ruhe unterschiedlich, so verbindet sie neben dem gewählten Ort ihr Schicksal. weiter »


Laura Lee Smith: Palmherzen

verfasst am 10.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Blitzblaues Meer, unendliche, von Palmen gesäumte Strandpromenaden; schöne, strahlend gut gelaunte Baywatchmenschen auf Rollerskates – so mein bisheriges Bild von Florida. Und – zu meiner Verteidigung – auch jenes von Google Bilder… weiter »


Lisa O’Donnell: Bienensterben

verfasst am 06.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Buch handelt von den Schwestern Marnie, 15 Jahre alt, und Nelly, 12 Jahre alt, sowie deren älteren, etwas seltsamen, homosexuellen Nachbarn Lennie. Die beiden Mädchen wachsen in sehr schwierigen Verhältnissen auf. weiter »


Georges Simenon: Der Buchhändler von Archangelsk

verfasst am 05.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wozu den Titel ändern? „Der kleine Mann aus Archangelsk“, so die direkte Übersetzung des Original-Titels und auch der deutschsprachigen Erstauflage aus dem Jahr 1978, würde es besser treffen. Umso mehr, als der Buchhändler auch ein Briefmarkenhändler ist. Das ist meine einzige Beschwerde über dieses Buch und Simenon hat damit gar nichts zu tun. weiter »


John Williams: Stoner

verfasst am 26.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

StonerWilliam Stoner kann den Moment, an dem sich sein eigener Lebensweg von den Wünschen seiner Eltern löste, für den Rest seines Lebens wohl jederzeit benennen. Im zweiten Jahr auf dem College, als er sich, warum, das konnte er zunächst nicht so genau begründen, zu einem Literaturseminar anmeldete. Es geschieht während eines dieser Seminare und Auslöser ist ein Sonett von Shakespeare. Bald danach beendet er seine Studien der Landwirtschaft und wendet sich der Sprache und der Literatur zu. weiter »


Timur Vermes: Er ist wieder da

verfasst am 21.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Adolf Hitler erwacht 2011 in Berlin am Boden liegend. Zuerst noch orientierungs- und planlos macht er sich auf die Suche nach dem Führerbunker und ist verwundert, wie „krank“ die Gesellschaft ist. Zudem attestiert er den amtierenden deutschen PolitikerInnen absolute Unfähigkeit, das Volk zu führen. Hitler sieht einen klaren Auftrag: er muss sich politisch dem Land wieder zur Verfügung stellen. Eine Satire? Ja. Allerdings eine bitterböse. weiter »


Philip Roth: Empörung

verfasst am 13.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

EmpörungEin für Philip Roth beinahe typisches Szenario: der jüdische Junge, gerade 18 Jahre alt, der aus der Enge seiner Heimat Newark ausbricht. Sein Studienbeginn am College markiert zugleich seine Abnabelung von seinem Vater; und er markiert den Beginn der Verzweiflung und Ratlosigkeit und Angst, die diese Veränderung bei Vater und Mutter auslöst. weiter »


Georges Simenon: Die Witwe Couderc

verfasst am 10.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Witwe Tati Cuderc: 45 Jahre ist sie alt, lebt mit dem Vater ihres verstorbenen Mannes in dessen Haus. Der Alte, krank, verwirrt, lebt nur noch vor sich hin, zu einer Beschäftigung reicht es bei ihm nicht mehr. Seine Tage verbringt er mit Essen, Schlafen, bei den Kühen und, wenn ihm danach ist, im Bett der Witwe oder er stellt den Mädchen nach. weiter »


Patrick Flanery: Absolution

verfasst am 09.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

AbsolutionSam Leroux kommt nach Jahren seines Studiums in Amerika zurück in seine Heimat Südafrika. Er soll Clare Wald, die große alte Dame der südafrikanischen Literatur interviewen, und ihre Biografie schreiben. weiter »


Erich Kästner: Der kleine Grenzverkehr
oder Georg und die Zwischenfälle

verfasst am 27.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, das zwei Zeitalter umspannt: im ersten Zeitalter, in dem Kästner diese kleine Geschichte schrieb, gab es bei Salzburg eine Grenze zu Deutschland. Im zweiten Zeitalter, als dieses Buch erschien, hatte sich diese Grenze unter dem „Heim ins Reich“-Jubel der Österreicherinnen und Österreicher geöffnet und aus Österreich war die Ostmark geworden. Dazwischen lang nicht einmal ein Jahr. weiter »


Philip Roth: Nemesis

verfasst am 07.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

NemesisDer Sommer 1944: ein Sommer wie so viele andere zuvor und doch ein Sommer, der so ganz anders ist als sonst. Es regiert die  Sommerhitze an der Ostküste der USA, in der die Eltern, die es sich leisten können, ihre Kinder in Feriencamps aufs Land schicken, während die Kinder der weniger gut situierten in der Stadt bleiben und ihre Zeit auf den Spielplätzen und den Strassen unter sengender Sonne verbringen. weiter »


Philip Roth: Verschwörung gegen Amerika

verfasst am 14.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bis zum Juni 1940 verläuft die Weltgeschichte so, wie wir sie kennen. Franklin D. Roosevelt hat die USA aus der Rezession geführt und die Nazis haben in Deutschland die Macht übernommen. Philip Roths alternativer Ablauf der nun folgenden Ereignisse basiert auf den Sieg der Isolationisten in den USA und der Wahl von Charles Lindbergh zum US-Präsidenten. weiter »


Peter Henisch: Mortimer & Miss Molly

verfasst am 10.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mortimer & Miss MollyEs ist das Jahr 1944. Italien  leidet unter der deutschen Besatzung. Da  beginnt die Romanze zwischen Mortimer und Miss Molly. Genau genommen ist es der Fall des amerikanischen Kampffliegers Mortimer vom Himmel. Seine Maschine wurde von den Deutschen abgeschossen. weiter »


Hugo Bettauer: Das blaue Mal

verfasst am 07.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Amerika, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: der Wiener Biologe Dr. Rudolf Zeller ist auf Studienreise in den USA unterwegs. Eine Erbschaft ermöglichte es ihm, seine Tätigkeit als Professor für längere Zeit zu unterbrechen. Nun ist er auf dem Weg nach Georgia um einen Bekannten zu besuchen und für eine Weile dort zu bleiben. Für Zeller ist es der Weg in eine fremde Welt der Vorurteile und des Rassenhasses. weiter »


Karen Riefflin: Ehrlich? Gefährlich?
Der Roman Deiner Entscheidungen

verfasst am 05.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jetzt habe ich das Buch schon 4 mal zu Ende gelesen und habe immer noch das Gefühl die wahre Geschichte nicht gefunden zu haben…… wie das sein kann? Nun, es ist so, dass man bei bestimmten Kapiteln die Wahl hat, wie die Geschichte weitergehen soll. Und je nachdem, verläuft sie dann eben mehr oder weniger verschieden. weiter »


John Cheever: Willkommen in Falconer

verfasst am 29.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Falconer ist ein Gefängnis. Und schon im Titel der deutschsprachigen Ausgabe des Romans „Willkommen in Falconer“ schwingt eine ganze Menge über den Inhalt mit: ein wenig Traurigkeit, ein wenig Ironie, ein wenig Rückblick und ein wenig Neuanfang. Falconer, das ist Endpunkt und Startpunkt zugleich. weiter »


Nathanael West: Der Tag der Heuschrecke

verfasst am 25.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

HeuschreckeHeutzutage ist „Hollywood“ ja mehr ein Prädikat, das ganz allgemein für Orte verwendet wird, die Filme produzieren und an denen sich Filmstars und – sternchen tummeln. Solche Orte gibt es in der Gegenwart deshalb verstreut über den ganzen Globus; ein Land, das sich etwas auf seine Filmindustrie einbildet, das schafft sich auch sein eigenes Hollywood. Damals aber, in den 1930ern, gab es nur einen Ort, der sich so nennen konnte. Damals war ganz klar, wo Glanz und Glamour hingehören: Nach Hollywood in Kalifornien. weiter »


Joël Dicker: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

verfasst am 15.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Hat der gefeierte Autor Harry Quebert vor mehr als 30 Jahren die damals 15-jährige Nola Kellergan ermordet?

Der Roman zu dieser Frage beginnt bemerkenwertswert, steigert sich zu großartig und endet grandios:  ein wirklich tolles Buch, für mich bislang die absolute Nummer 1 des Literatur-Jahres 2013. weiter »


Jamaica Kincaid: Damals, jetzt und überhaupt

verfasst am 13.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Neuengland – in einer kleinen Stadt lebt Familie Sweets – Mutter, Vater und 2 Kinder.

Mrs. Sweet kam vor vielen Jahren mit einem Bananendampfer von einer Karibikinsel. Mr. Sweet verbrachte seine Kindheit in New York, in einer gutbürgerlichern Familie. Er wandte sich der Musik zu, wurde aber nur ein wenig erfolgreicher Komponist. weiter »


Edith Wharton: Dämmerschlaf

verfasst am 12.09.2013 von | 1 Kommentar

1927: noch zwei Jahre bis zum Schwarzen Freitag. Die New Yorker Gesellschaft hat sich schon längst ihre ganze eigene Welt gebaut. Das Leben der „Oberen Zehntausend“ ist zwar schon lange in ewig gleichen Vergnügungen erstarrt, doch innerhalb dieser Welt merkt man es nicht. Genauso wie man nicht merkt, was ausserhalb vor sich geht. weiter »


Yoko Ogawa: Schwimmen mit Elefanten

verfasst am 01.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schwimmen mit ElefantenEin Roman aus der Gedankenwelt eines Kindes, eines heranwachsenden Jungen. Voller Fantasien, voller Geschichten, die in ihm ganz von alleine entstehen. Oder Geschichten, deren Anfang ihm die wirkliche Welt erzählt und die er in seinen Gedanken weiter erlebt. weiter »


Ulrike Kolb: Die Schlaflosen

verfasst am 28.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die SchlaflosenGut Sezkow –  weit außerhalb Berlins, in der ehemaligen DDR gelegen –  ist der Schauplatz  dieses mehr oder weniger depressiven Romans. Eine Gruppe von Menschen, die nachts nicht schlafen können, oder nur wenige Stunden, trifft sich in dem zum Hotel umgebauten Gut zu einem Schlaf-Seminar. Ein Schlafpapst soll ihnen helfen, ihre Schlaflosigkeit zu überwinden. weiter »


Julian Barnes: Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln

verfasst am 20.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Die Arche Noah: wie ein Zeitzeuge alles erlebte“ wäre ein passender Untertitel und würde schon viel über den Inhalt verraten.  Julian Barnes hat es mit diesem Buch – unter anderem – auf sich genommen, die wahre Geschichte der Arche und Noahs zu erzählen. Nichts weniger, als den Ursprung vieler Erkenntnisse, Mythen und Weiheiten zu enthüllen. Das gelingt ihm großartig amüsant und erhellend zugleich in der Geschichte mit dem Titel Der Blinde Passsagier. weiter »


James Meek: Liebe und andere Parasiten

verfasst am 19.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nur keine Angst: wer nach den ersten Seiten fürchtet, hier in die Buchform der Home-Storys mit alternden Rockstars (Ozzy Osbourne, Gene Simmons, etc.) geraten zu sein, kann das Buch beruhigt weiter lesen. Ja, es ist eine Familengeschichte, ja, der frühere  Rockstar ist die Hauptperson – aber das war es auch schon  mit Gemeinsamkeiten. Denn „Liebe und andere Parasiten“  ist ungeheuer lesenswert. weiter »




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