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	<title>Das Literatur Blog</title>
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	<description>Buchbesprechungen von LeserInnen für LeserInnen</description>
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	<item>
		<title>Christoffer Carlsson: Hinter dem Nebel</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/christoffer-carlsson-hinter-dem-nebel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 01:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Carlsson, Christoffer]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Christoffer Carlsson]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Ulla Ackermann]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Rowohlt]]></category>
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					<description><![CDATA[Was im Nebel ist, verbirgt sich so lange, bis man direkt davor steht. In Christoffer Carlssons Roman ist das nicht meteorologisch zu verstehen, sondern als bildhafte Beschreibung einer Folge von Ereignissen, deren Ursprung viele Jahrzehnte zurückliegt. Es begann alles in den 1950er-Jahren, als der Kalte Krieg seinen Höhepunkt erreichte. In der Gegenwart sind es zwei [&#8230;]]]></description>
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<p>Was im Nebel ist, verbirgt sich so lange, bis man direkt davor steht. In Christoffer Carlssons Roman ist das nicht meteorologisch zu verstehen, sondern als bildhafte Beschreibung einer Folge von Ereignissen, deren Ursprung viele Jahrzehnte zurückliegt.<span id="more-33275"></span></p>
<p>Es begann alles in den 1950er-Jahren, als der Kalte Krieg seinen Höhepunkt erreichte.</p>
<p>In der Gegenwart sind es zwei Todesfälle, die zeitlich beinahe zusammenfallen, bis auf ein Detail aber nicht miteinander nichts miteinander zu tun zu haben scheinen: der Selbstmord des Schriftstellers Johan Oskarsson und der Tod der Schriftstellerin Ingrid Klinga. Dieses Detail ist der Umstand, dass Johan an einem Buch über Ingrid Klinga arbeitete und dass es dafür auch schon zu einem Treffen der beiden gekommen war.</p>
<p>Ganz und gar nicht vom Selbstmord überzeugt ist der namenlose Ich-Erzähler des Romanes, ein enger Freund Johans, wenn nicht überhaupt sein einziger, der viele Hinweise auf einen Mord sieht. Warum aber ein Mord? Eine Reihe von möglichen Auslösern dafür findet der Freund, selbst auch Schriftsteller, als er sich vornimmt, Johans Arbeit an der Klinga-Biografie weiterzuführen und zu vollenden. Genau das führt siebzig Jahre zurück.</p>
<p>Es geht um Liebe, Verrat, Intrige. Etwas liegt in Ingrid Klingas frühen Lebensjahren verborgen, das anscheinend nach Jahrzehnten im Nebel entdeckt worden war. Zuerst entdeckt von Johan und nun folgt der Autor diese Spur weiter.</p>
<p>Als Kriminalroman im eigentlichen Sinn kann man diesen Roman nicht bezeichnen (auch wenn Kriminalroman auf dem Cover steht).  Auf einen dafür benötigten Spannungsbogen verzichtet Christoffer Carlsson weitgehend, ja, es kommen zwar Menschen unter verschiedenen Umständen ums Leben, aber im Kern dreht sich die Handlungen um Menschen, die in verwirrenden und verworrenen Zeiten allzu leicht falsche Entscheidungen treffen &#8211; als damals in der Frühzeit des kalten Krieges blinder Enthusiasmus für vermeintliche Ideale einige dazu brachte, blindlings die Ideologie jenseits des eisernen Vorhangs zu verklären.</p>
<p>In zögernden, wortreichen Schritten näher sich der Roman dem Kern der Geschichte. Carlsson mäandert seine Geschichte um die Spur herum, auf die sich der namenlose Freund ersetzt hat. Dass es dabei meistens zu viel Worte und zu wenig Fortschritt in der Erzählung gibt, ist wohl meiner sehr subjektiven Einschätzung zuzuschreiben.</p>
<p>Aber so ist es: Ich verstehe oft nicht, wofür diese oder jene Abschweifung im Text sein muss, wo es doch auch geradliniger und vor allem klarere und griffigere Alternativen gäbe.</p>
<p>Weil ich &#8222;Wenn die Nacht endet&#8220;, den zuletzt gelesenen Roman von Carlsson als stilistische und dramaturgische Vorlage für diesen Roman erwartet habe, habe ich stellenweise gehörige Schwierigkeiten mich auf den Text in diesem Buch einzustellen. Das geht so weit, dass ich mehrmals knapp davor bin, nicht weiter zu lesen. Knapp davor, aber dann lese ich doch weiter</p>
<p>Dass ich nicht aufhöre, liegt daran, dass mich die Texte in den kurzen Kapiteln (insgesamt sind es 114 auf 464 Seiten) mit ihrer Sprache und Wirkung und der Charakterisierung der Protagonisten beeindrucken.</p>
<p>Nur im Ganzen, wenn ich alles zusammen als einen ganzen Roman sehe, dann fehlt mir der Zusammenhang, dann gibt für meinen Geschmack zu viele Brüche zwischen den Kapiteln. Die vielen Wendungen, die abrupten Zeitsprünge und Szenenwechsel und die inhaltlichen Einschübe verhindern, dass es schlussendlich ein positives Leseerlebnis ist.</p>
<p>Ganz generell und unabhängig von der subjektiven Einschätzung: &#8222;Hinter dem Nebel&#8220; ist ein Roman, der bei seinen Leserinnen und Lesern ein hohes Maß an Konzentration, Zuwendung und Geduld erfordert.</p>
<p>So finde ich am Ende kein wirkliches Resümee, weil ich nicht richtig weiß, was ich von diesem Roman halten soll und enthalte mich einer Bewertung.</p>
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		<item>
		<title>Sabina Naber: Marathonduell</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/sabina-naber-marathonduell/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 01:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Naber, Sabina]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Marathonthriller]]></category>
		<category><![CDATA[Sabina Naber]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[42 km, 40.000 Teilnehmer, zwei Läufer mit Glatze &#8211; einer ist ein Mörder, ein anderer Kriminalbeamter Besser hätte das Timing gar sein können: Am Sonntag, 19. April 2026 findet der Vienna City Marathon zum 43. Mal statt. Just dieses Event, das jedes Jahr rund 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Hundertausende Zuseherinnen und Zuseher an der [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>42 km, 40.000 Teilnehmer, zwei Läufer mit Glatze &#8211; einer ist ein Mörder, ein anderer Kriminalbeamter</strong></p>
<p><span id="more-33380"></span>Besser hätte das Timing gar sein können: Am Sonntag, 19. April 2026 findet der Vienna City Marathon zum 43. Mal statt. Just dieses Event, das jedes Jahr rund 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Hundertausende Zuseherinnen und Zuseher an der Strecke und den Fernsehgeräten im Bann hält, ist die Kulisse des 2013 erschienen Reihenauftakt von Sabina Naber.</p>
<p>„Marathonduell“ ist der erste Band der Reihe „Mayer &amp; Katz“. Während der Vienna City Marathons, an dem auch Chefinspektor Karl Maria Katz teilnimmt, wird eine vermögende junge Frau in ihrer Wohnung, die an der Laufstrecke liegt, ermordet. Als eine der ersten ist Gruppeninspektorin Daniela Katz, die wegen des Marathons außerhalb ihres angestammten Reviers tätig ist, am Tatort. Wenig später erscheint der abgekämpfte Chefinspektor Karl Maria Katz, der mit Mayer das Verbrechen aufklären soll. Die beiden Ermittler könnten unterschiedlicher nicht sein. Katz um die fünfzig, sportlich und wortkarg sowie Mayer, die es eher gemütlich haben will und gerade mit ihrer Lebensgefährtin Schluss gemacht hat.</p>
<p>Recht schnell hat Katz Andreas Niederle, den Verlobten der Toten, in Verdacht, obwohl der eigentlich ein bombenfestes Alibi hätte: Er ist in derselben Startnummerngruppe wie Katz den Marathon gelaufen. Bei den Ermittlungen im Umkreis der Toten stellt sich zum einen heraus, dass auch deren Bruder ein Motiv haben könnte, und zum anderen, dass der Verlobte schon früher einige reiche Frauen durch Unfälle verloren hat und ein Gasthaus namens <em>Blaubart</em> betreibt. Nomen est Omen?</p>
<p>Mayer und Katz setzen alle Hebel in Bewegung, Niederle als Täter zu überführen. Wird es ihnen gelingen?</p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>Dieser Krimi, der vor dem Hintergrund des Wien-Marathons in Szene gesetzt ist, ist fesselnd bis zu letzten Seite. Obwohl wir Leser sicher sein können, den Mörder zu kennen, bleibt noch ein winzig kleiner Rest Unsicherheit, ob Niederle oder der Bruder der Täter ist und ob die beiden gemeinsame Sache gemacht haben.</p>
<p> </p>
<p>Sabine Naber hält uns mit ihrem flüssigen und auch humorigen Schreibstil von Anfang an in Atem. Wir laufen zum einen mit dem Täter und zum anderen mit dem Polizisten den Marathon und erhalten einen Eindruck dieser Massenveranstaltung.</p>
<p>Ich habe mich beim Lesen ein wenig an Steven Spielbergs Film „Das Duell“ erinnert gefühlt, wenn ich den Gedanken der beiden glatzköpfigen Läufer gefolgt bin.</p>
<p>Schmunzeln muss ich über das Ermittler-Duo, das eher zufällig zusammengewürfelt wird. Karl Maria Katz um die fünfzig, sportlich und wortkarg sowie Daniela Mayer, die es eher gemütlich haben will und gerade mit ihrer Lebensgefährtin Schluss gemacht hat. Beide sind kauzige und etwas schrullige Charaktere, die sich erst einmal aneinander gewöhnen müssen. Als homosexuelle Frau hat es Mayer in der von Männern dominierten Welt der Polizei nicht leicht, doch sie versteht sich durchzusetzen. Dass ihre Stammdienststelle im 15. Bezirk von Wien liegt, der einen sehr hohen Anteil an Zuwanderern aus dem ehemaligen Jugoslawien hat, hat sie die Sprachen des Balkans erlernen lassen, deren Kenntnis nicht nur Verdächtige, sondern auch Kollegen zum Staunen bringt.</p>
<p>Sabina Naber lässt uns auch an der Polizeiarbeit teilhaben. So dürfen bei der Sichtung der Videoaufnahmen des Marathons den Ermittlern stundenlang über die Schultern schauen.</p>
<p>Wie schon häufig, habe ich auch diese Krimi-Reihe nicht mit dem ersten Band, sondern mittendrin (Caddielove) zu lesen begonnen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Gerne gebe ich diesem Wien-Krimi, der vor dem Hintergrund des Vienna City Marathons, stattfindet, 5 Sterne.</p>
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		<title>Dimitré Dinev: Zeit der Mutigen</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/dimitre-dinev-zeit-der-mutigen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 01:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dinev, Dimitre]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[Dimitrè Dinev]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Österreichischer Buchpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Kein & Aber]]></category>
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					<description><![CDATA[Panta Rhei &#8211; alles fließt! Dieser Roman von Dimitré Dinev hat den Österreichischen Buchpreis 2025 erhalten. Zunächst war ich so gar nicht von diesem 1.152 Seiten Schmöker angetan, weil ich einen anderen Autor als Preisträger bevorzugt hätte. Außerdem mache ich um gehypte Bücher lieber einen Umweg, denn nicht immer verspricht der Inhalt eines Werkes, dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Panta Rhei &#8211; alles fließt!</strong></p>
<p>Dieser Roman von Dimitré Dinev hat den Österreichischen Buchpreis 2025 erhalten. Zunächst war ich so gar nicht von diesem 1.152 Seiten Schmöker angetan, weil ich einen anderen Autor als Preisträger bevorzugt hätte. <span id="more-33373"></span>Außerdem mache ich um gehypte Bücher lieber einen Umweg, denn nicht immer verspricht der Inhalt eines Werkes, dem Marketingbudget eines Verlages. Doch nach den ersten Seiten hat mich das Werk dann doch gepackt und ich muss hier Abbitte leisten. Wie meine Freundin immer sagt: „Umwege fördern die Ortskenntnis!“. In diesem Fall habe ich ein interessantes Buch lesen können.</p>
<p>Dimitré Dinev spannt in seinem Roman, der mit Eva, die am Vorabend des Ersten Weltkrieges in der Donau Selbstmord begehen will, beginnt, einen Bogen, der rund hundert Jahren umfasst, und wieder mit einer Eva endet, auf. Dazwischen liegen zwei Weltkriege, zwei Haupthandlungsstränge, einer in einem kleinen Ort in Österreich, der an der Donau liegt, die eine wichtige Rolle spielt, und ein anderer in Bulgarien. Daneben gibt es weitere Erzählstränge, die die Hauptstränge wie die Knoten in einem Fischernetz, an manchen Stellen treffen.  </p>
<p>Der Erzählstrang, der in Österreich spielt, lässt sich leicht nachvollziehen: Armut, Erster Weltkrieg, Ende der Monarchie, Ständestaat, Nazi-Diktatur, Zweiter Weltkrieg, Besatzung und deren Ende 1955 mit dem Staatsvertrag, Aufschwung, Demokratie, Ungarnaufstand 1956, Prager Frühling 1968 und den Fall des Eisernen Vorhangs 1989. </p>
<p>Über das Schicksal der Menschen, die nach dem Zerfall der Donaumonarchie und vor allem nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in die Hemisphäre des Kommunismus geraten sind, ist, außer politischer Willkür, Gulag, Mangel an allem und jedem, Profiteure in den Politkadern sowie Spitzelwesen, wenig bekannt. Wie der Staat, hier Bulgarien, mit seinem Volk umgeht, wird hier an Hand von einzelnen Schicksalen stellvertretend für viele, erzählt. </p>
<p>Bindeglied zwischen den beiden Welten ist Meto, ein Österreicher, der von den Sowjets hingerichtet werden sollte, aber mit einer Kugel im Kopf, überlebt. Er wird von einer bulgarischen Schafhirtin gefunden und gesund gepflegt. Die im Schädel steckende Kugel ist inoperabel und hat ihm sein Gedächtnis geraubt. Mit einem halb verbrannten Ausweis auf den Namen Helmut Nagorny tritt er Jahre später die Reise ins besetzte Österreich an, ohne zu wissen wer er eigentlich ist. Nur manchmal, manchmal scheint er einzelne Worte im Tiroler Dialekt zu sprechen. </p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong></p>
<p>Nach der Lektüre dieses Romans bin ich mit der Entscheidung der Jury, den Österreichischen Buchpreis 2025 an dieses Buch zu vergeben, einverstanden. (Es würde auch nichts nützen, wenn ich nicht einverstanden wäre. Die Jury wird schon entsprechende Kriterien der Bewertung haben.  </p>
<p>In jedem Kapitel, in jedem der Handlungsstränge sind es vor allem die Frauen, sich mutig den Herausforderungen des Lebens stellen. Dabei finden sie sich selbst gar nicht mutig. Was getan werden muss, wird einfach getan. Oft wird ihnen die Entscheidung ohnehin abgenommen.  </p>
<p>Eine bewusste und mutige Entscheidung ist, den Mann mit der Kugel im Kopf, der Meto genannt werden will, als Helmut Nagorny anzunehmen, obwohl doch der unausgesprochene Zweifel an seiner Identität besteht.  </p>
<p>Die Charaktere sind außergewöhnlich lebendig. Wir dürfen mit ihnen nicht nur an der großen Weltgeschichte teilnehmen, sondern erleben auch ihre inneren Konflikte, wenn es um persönlichen Freiraum oder um das Wohl der Gemeinschaft wie z. B. des Roma-Clans geht. </p>
<p>Das eine oder andere aus der Geschichte Bulgariens habe ich nachgelesen, weil es mir nicht so bekannt war. </p>
<p>Das blaue Band, das sich auf dem weißen Cover dahin schlängelt, habe ich als Donau interpretiert, die in diesem Buch in beiden Hemisphären eine Rolle spielt. </p>
<p>Eine kleine Anmerkung habe ich für den Verlag für eine Neuauflage: Man möge doch bitte generell die starke Beugung der Verben verwenden. Wenn ich<strong><em> melkte</em></strong> statt<strong> molk</strong>, oder<strong><em> flechtete</em></strong> statt<strong> flocht</strong>, lese, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Wenig später treffe ich dann allerdings auf <strong><em>buk</em></strong>, was mich einerseits ein wenig versöhnt, andererseits hat mir das meine Volksschullehrerin, ebenso wie <strong><em>frug</em></strong>, schon 1966 als antiquiert in <strong>backte</strong> bzw. <strong>fragte </strong>korrigiert.  </p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>„Die Zeit der Mutigen“ ist ein Roman, der lange nachhallt und den ich bestimmt wieder lesen werden. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Martina Parker: Zuagroast</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/martina-parker-zuagroast/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 04:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Parker, Martina]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Gmeiner Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Klub der Grünen Daumen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Über Nacktschnecken und andere lästige Mitbewohner Gleich vorweg, aufgrund des Covers ist dieser Krimi nicht ganz einfach als solcher zu identifizieren, was aber der Spannung während des Lesens keinen Abbruch tut.   Worum geht`s?  Nachdem Journalistin Vera Horvath ihren Job verloren hat, ist sie gemeinsam mit ihrer pubertierenden Tochter Violetta, zu deren Leidwesen, aus der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Über Nacktschnecken und andere lästige Mitbewohner</strong></p>
<p>Gleich vorweg, aufgrund des Covers ist dieser Krimi nicht ganz einfach als solcher zu identifizieren, was aber der Spannung während des Lesens keinen Abbruch tut.   <span id="more-33336"></span></p>
<p>Worum geht`s? </p>
<p>Nachdem Journalistin Vera Horvath ihren Job verloren hat, ist sie gemeinsam mit ihrer pubertierenden Tochter Violetta, zu deren Leidwesen, aus der lauten Großstadt in das Haus ihrer Großmutter im Südburgenland zurückgekehrt. Nun kämpft Vera gegen die Invasion von Nacktschnecken und ähnlichem Getier. Um Abhilfe zu schaffen, tritt sie dem neu gegründeten Gartenstammtisch bei und lernt dort die ebenfalls zuagroaste Eva kennen, die großes Interesse an Pflanzen und deren Verarbeitung zeigt.</p>
<p>Doch die scheinbare Idylle des Dorfes trügt. Neben Nacktschnecken und anderem Getier im Garten tun sich hinter den geschlossenen Vorhängen wahre Abgründe auf.  </p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong> </p>
<p>Autorin Martina Parker legt hier ein schwarzhumoriges Krimi-Debüt vor, dessen Spannungsbogen sich langsam entwickelt. Lustvoll beschreibt sie die dörfliche Idylle, die so gemütlich gar nicht ist. Zum einen liegt es an den Männern, die gerne dem Alkohol zusprechen oder wie Evas Mann veritable Haustyrannen sind &#8211; selbstgefällige Machos eben. </p>
<p>Herrlich ist der „Klub der grünen Daumen“ &#8211; hier erfahren Mitspielerinnen und Leser alles über das Räuchern, Blumen, Sträucher, Kräuterlimonaden und auch den Nutzen der Inkaerde Terrapreta. Einige der neu gewonnenen Erkenntnisse werden von Eva gleich einmal angewendet. </p>
<p>Gut gefällt mir, wie Land und Leute in den Krimi verquickt sind. Neugierige Nachbarn und Lästermäuler gibt es überall, doch hier sind sie gelungen auf die Spitze getrieben. Herrlich auch, wie der Dialekt eingebunden ist und für Nicht-Südburgenländer in Fußnoten übersetzt wird. </p>
<p>Eine sehr nette Idee ist auch, jedem Kapitel ist Wissenswertes über Flora und Fauna voranzustellen.  </p>
<p>Der Krimi war trotz seiner 480 Seiten viel zu schnell gelesen. Wie es mit Vera, Violetta und den anderen Klub-Mitgliedern weitergeht, kann in der Fortsetzung „Hamdraht“ gelesen werden. . </p>
<p><strong>Fazit:</strong> </p>
<p>Wer Freude an Regionalkrimis hat, sollte hier unbedingt zugreifen, weil man neben der Krimihandlung, auch viel über das Südburgenland erfährt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne</p>
<p>PS:</p>
<p>Dieser Krimi ist verfilmt worden, weshalb es nun ein „Buch zum Film“ gibt, in dem uns Martina Parker mit Anekdoten vom Set unterhält und die durch zahlreiche Fotos ergänzt werden.  ISBN 9783839280928</p>
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			</item>
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		<title>Michael Jensen: Totenreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 01:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jensen, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jensen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachkriegszeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Endlich ist der Zweite Weltkrieg zu Ende. Die Siegermächte beginnen mit dem großen Aufräumen und versuchen der zahlreichen Nazi-Verbrecher habhaft zu werden. Durch eine gezielte Intrige gerät Jens Druwe auf die Liste der Kriegsverbrecher und wird inhaftiert. Es sieht so aus, als ob ihm niemand helfen könnte. Weder Freundin Eva noch deren Bruder, der Kommunist, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Endlich ist der Zweite Weltkrieg zu Ende. Die Siegermächte beginnen mit dem großen Aufräumen und versuchen der zahlreichen Nazi-Verbrecher habhaft zu werden. Durch eine gezielte Intrige gerät Jens Druwe auf die Liste der Kriegsverbrecher und wird inhaftiert.<span id="more-33035"></span></p>
<p>Es sieht so aus, als ob ihm niemand helfen könnte. Weder Freundin Eva noch deren Bruder, der Kommunist, der desillusioniert einen Schnaps nach dem anderen in sich hineinkippt. Druwe wird zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Dann eröffnet sich eine kleine Chance: Er soll hier im Zuchthaus für den britischen Geheimdienst arbeiten, um untergetauchte Nazis ausfindig zu machen. Der Not gehorchend, nimmt er den gefährlichen Auftrag an.</p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>In diesem dritten Krimi nimmt sich Autor Michael Jensen eines schwierigen Themas an. Die Siegermächte sind ob der Gräueltaten des NS-Regimes teilweise überfordert. Sie sind bei der Jagd nach den NS-Schergen natürlich Aussagen und Listen angewiesen.</p>
<p>Viele Nazis benützen das, um entweder mit falschem Namen unterzutauchen oder sich selbst in besserem Licht darzustellen. Einige nützen ihr altes Netzwerk, um sich bei den neuen Machthabern anzubiedern, und führen ihre alten Gewohnheiten, nämlich ihnen unliebsame Menschen ans Messer zu liefern, munter weiter. Vor allem die Amerikaner gehen ihnen in die Falle. Zudem zeigt sich, dass die Allianz der Siegermächte eine sehr fragil ist und bald auseinander bricht. Die Briten sind mit ihrem internen Kleinkriegen beschäftigt. Während die Russen als Reparationsleistung Maschinen und Menschen abtransportieren, sind die Amerikaner mehr an den Wissenschaftlern interessiert und sehen bei einigen sehr großzügig über deren NS-Vergangenheit weg. Denn den Amerikanern sind ehemalige Nazis lieber, als Kommunisten &#8230;.</p>
<p>Als sich dann die Westmächte zusammenschließen, um in den zuvor verbündeten Russen den neuen (alten) Feind zu sehen, freuen sich zahlreiche Nazis über deren laxe Entnazifizierungsmaßnahmen.</p>
<p>In genau diesem Spannungsfeld befindet sich Jens Druwe. Nur mit viel Glück und zahlreichen Klimmzügen gelingt es ihm, seine Haft zu überleben.</p>
<p>In dieser Zeit will jeder nur nach vorne sehen. Die Vergangenheit vergessen. Egal ob jemand Opfer, Täter, Mitläufer oder nur jemand, der schweigend weggeschaut hat, war.</p>
<p>Autor Michael Jensen hat einen sehr fesselnden dritten Teil geschrieben. Die eigentlichen Ermittlungen, wie wir es von einem Krimi gewöhnt sind, tritt zu Gunsten der Zeitgeschichte in den Hintergrund.</p>
<p>Diese Zeit, unmittelbar nach dem Ende des Krieges, in dem das Alte nicht mehr gilt und das Neue noch nicht etabliert ist, finde ich, ist äußerst spannend erzählt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Penibel recherchiert und spannend erzählt, ein fesselnder Krimi über die Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Martina Parker, Manfred Stallmajer: Hotel Rock &#8217;n&#8216; Roll</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/martina-parker-manfred-stallmajer-hotel-rock-n-roll/</link>
					<comments>https://www.literatur-blog.at/2026/04/martina-parker-manfred-stallmajer-hotel-rock-n-roll/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 01:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Parker, Martina]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Stallmajer]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Schultz & Schirm]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[Leben im Hotel &#8211; als Manager, nicht als Gast In diesem Buch erinnert sich Manfred Stallmajer an seine Anfänge als Hotelmanager. Er gibt einen Einblick in sein Leben als Gastgeber, das er völlig unbedarft und ohne jede fundierte Ausbildung begonnen hat. Der Hotelier berichtet über spontane, ziemlich feucht fröhliche Aftershow-Partys seiner Gäste, die manchmal viel [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Leben im Hotel &#8211; als Manager, nicht als Gast</strong></p>
<p>In diesem Buch erinnert sich Manfred Stallmajer an seine Anfänge als Hotelmanager. Er gibt einen Einblick in sein Leben als Gastgeber, das er völlig unbedarft und ohne jede fundierte Ausbildung begonnen hat. </p>
<p>Der Hotelier berichtet über spontane, ziemlich feucht fröhliche Aftershow-Partys seiner Gäste, die manchmal viel weniger exzentrisch sind als ihr Ruf. Wir Leser erhalten einen dezenten Einblick in die illustre Gästeschar, der neben Musikgrößen, Filmstars auch zahlreiche Größen aus Schauspielhäusern sowie solche aus Politik und Wirtschaft angehör(t)en. </p>
<p>Wir tauchen ein in eine leider längst vergangene Welt, in der das stadtbekannte Original Waluliso (Wald-Luft-Licht-Sonne) in der Wiener Innenstadt anzutreffen war. </p>
<p>Ergänzt wird Stallmajers Rückschau, die Krimi-Autorin Martina Parker aufgezeichnet hat, durch zahlreiche private Fotos sowie Auszügen aus den Gästebüchern seiner Hotels sowie mit Interviews von einigen Wegbegleitern. </p>
<p>Zahlreiche Lokale und so mancher Promi, die diese Zeit geprägt haben, weilen nicht mehr unter uns. Das stimmt ein wenig traurig, ist aber der Lauf der Zeit. </p>
<p>Das Buch ist mit viel Herzblut im Verlag Schultz &amp; Schirm erschienen. In seiner gediegenen Aufmachung als Hardcover mit Lesebändchen ist es ein tolles Geschenk an alle jene, die diese Zeit selbst erlebt haben und jene, die gerne einen neugierigen Blick durch das Schlüsselloch von Hotelzimmern linsen, in denen Berühmtheiten abgestiegen sind. Tja, in Zeiten der Schlüsselkarten ist selbst das „Durch-das-Schlüsselloch-schauen“ Nostalgie. </p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Mit diesem Buch habe ich mich in die 1980er und 1990er Jahre zurückversetzt gefühlt. Gerne gebe ich dieser gelungenen Rückschau 5 Sterne.</p>
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		<title>Maria Grund: Krakenkind</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/maria-grund-krakenkind/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 01:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grund, Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Grund]]></category>
		<category><![CDATA[Penguin Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Thiele]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit „Krakenkind“ setzt Maria Grund ihre düstere Skandinavien-Thrillerreihe fort und entführt die Leser erneut in die Abgründe einer scheinbar idyllischen schwedischen Kleinstadt. Auch im vierten Band bleibt sie ihrem Stil mit der Schaffung einer beklemmenden Atmosphäre, dunklen Geheimnissen und komplexen Figuren treu. Es ist August 1996 in Småland. In dem kleinen Ort Kalmar scheint zunächst [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit „Krakenkind“ setzt Maria Grund ihre düstere Skandinavien-Thrillerreihe fort und entführt die Leser erneut in die Abgründe einer scheinbar idyllischen schwedischen Kleinstadt. Auch im vierten Band bleibt sie ihrem Stil mit der Schaffung einer beklemmenden Atmosphäre, dunklen Geheimnissen und komplexen Figuren treu.<span id="more-33144"></span></p>
<p>Es ist August 1996 in Småland. In dem kleinen Ort Kalmar scheint zunächst alles friedlich, doch der Schein trügt. Die Polizistin Sanna Berling steht eigentlich kurz davor, ein neues Leben zu beginnen. Sie möchte der Liebe wegen nach Gotland zurückkehren. Doch als sich ein grausiger Fall von Vergewaltigung ereignet und eine Hundeleiche gefunden wird, ändert sie ihre Pläne.</p>
<blockquote>
<p>„Wie im Flug sind die Jahre vergangen. Vor zehn Jahren hat sie als Polizeianwärterin angefangen, zwar auf einem anderen Revier in Småland, aber trotzdem. Vor zehn Jahre hat sie ihren ersten Fall gelöst und wurde hierher versetzt, nach Kalmar. Doch es kommt ihr schon wie ein ganzes Leben vor, wenn sie an alles denkt, was seither passiert ist.“</p>
</blockquote>
<p>Die Ermittlungen verlaufen schleppend, Hinweise sind rar. Je tiefer Sanna gräbt, desto deutlicher wird, dass viele etwas zu verbergen haben.</p>
<p>Und es bleibt auch nicht bei nur einem Opfer. Ein Netz aus Lügen, Schuld und verdrängter Vergangenheit beginnt sich immer enger zuzuziehen.</p>
<p><strong>Mein Fazit:</strong></p>
<p>Auch den vierten Band der „Berling-Pedersen-Reihe” habe ich mit einigem Unbehagen gelesen. Alle Figuren darin scheinen auf die eine oder andere Weise mit dem Leben zu kämpfen. Als Hundebesitzerin machte mir am meisten der tote Hund zu schaffen.</p>
<p>Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und beinhalten flotte Szenenwechsel. Es hat etwas Zeit gebraucht, bis sich bei mir ein guter Lesefluss eingestellt hat.</p>
<p>Meiner Ansicht nach ist es ein düsterer, schwerer und bedrückender Krimi. Jetzt im Frühling war es für mich in Ordnung, ihn zu lesen, aber in einer dunklen Jahreszeit ist er sicher schwerer verdaulich. Obwohl der Erzählstil der Autorin ruhig ist, baut er unterschwellig immer mehr Spannung auf. Das diffuse Gefühl, dass etwas nicht stimmt, begleitet einen durch das gesamte Buch. Im Nachwort sind sogar mehrere Notfall-Telefonnummern für Betroffene von Gewalt und Menschen in Krisensituationen aufgelistet. <br />Zusammengefasst ein Krimi mit eher ruhigem Erzählstil, also nicht geeignet für Leser, die viel Action erwarten.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Alexander Lernet-Holenia: Die Inseln unter dem Winde</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/alexander-lernet-holenia-die-inseln-unter-dem-winde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2026 01:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lernet-Holenia, Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Lernet-Holenia]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Who is Who?Nicht im Sinne irgendeiner Klatschgeschichte, sondern im eigentlichen Sinn: Wer ist wer? Das wäre ein passender Untertitel zu diesem Roman aus dem Jahr 1952, dessen Inhalt in Wahrheit von Anfang bis Ende diffus und unübersichtlich bleibt. Womit Inhalt, Stil und Hintergrund in jeder Beziehung passend zusammenfinden. Vielleicht kann man diesen Roman am besten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Who is Who?<br />Nicht im Sinne irgendeiner Klatschgeschichte, sondern im eigentlichen Sinn: Wer ist wer?<span id="more-25667"></span></p>
<p>Das wäre ein passender Untertitel zu diesem Roman aus dem Jahr 1952, dessen Inhalt in Wahrheit von Anfang bis Ende diffus und unübersichtlich bleibt. Womit Inhalt, Stil und Hintergrund in jeder Beziehung passend zusammenfinden.</p>
<p>Vielleicht kann man diesen Roman am besten als &#8222;Suspense-Thriller“ bezeichnen. Ein Begriff, der zwar zur Zeit des Erscheinens nicht erfunden war, heute aber passt. </p>
<p>Es beginnt damit, dass <span class="Formatted">Madeleine Farago</span> ganz entgegen dem Willen ihrer Familie, einen Herrn namens Spangenberg in zweiter Ehe heiratet. Wer ist denn dieser Herr, was weiß man von ihm, welcher Profession geht er nach? Das nicht zu wissen, ist die Basis für diesen Roman.</p>
<p>Das Ehepaar plant, sich in Paris anzusiedeln, ein Haus wird gekauft und renoviert. Die Eheleute reisen aus verschiedenen Richtungen an, um einzuziehen, Madelaine trifft schon vor Spangenberg ein. Auf der Suche nach ihrem Ehemann trifft sie einen anderen Mann, der sich ebenfalls Spangenberg nennt, der sogar vorgibt am selben Tag wie ihr Ehemann geboren zu sein.</p>
<p>Madelaine erfährt von einer gänzlich ungeheuerlichen Begebenheit, die sie unsicher macht, unsicher machen muss, wer den nun der richtige ist. Ob es am Ende überhaupt zu einer Auflösung kommt und falls ja, ob diese dann die wahre ist &#8211; Lernet-Holenia lässt es offen.</p>
<p>Ein nicht allzu langer Roman, der vor allem aus weit ausholenden Erzählungen besteht. Dieses weite Ausholen ist hier jedoch nicht besonders erbaulich, denn ganz anderes als sonst, verliert sich Lernet-Holenia allzu sehr in Nebensätzen und zu vielen Worten.</p>
<p>Dazu trägt leider auch seine geschliffene Sprache bei, die meine Ungeduld noch verstärkt, die sich langsam steigert, weil außer vielen Worten so gar nicht weitergeht. Obwohl ich Lernet-Holenias Roman ansonsten mit Freude und Begeisterung lese, legen ich diesen nach dem letzten Kapitel zur Seite, ohne dass er einen bleibenden Eindruck hinterlässt.</p>
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		<title>Michael Jensen: Totenwelt</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/michael-jensen-totenwelt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 01:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jensen, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jensen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachkriegszeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun will keiner dabei gewesen sein &#8230; Dieser Krimi ist die Fortsetzung von „Totenland“ und folgt in knapper zeitlichen Abfolge. Es sind die Tage rund um den 8. Mai 1945 und die Regierung unter Admiral Dönitz sitzt in Flensburg und glaubt, sich mit den Briten und Amerikanern arrangieren zu können. Es geht so ziemlich alles [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Nun will keiner dabei gewesen sein &#8230;</strong></p>
<p>Dieser Krimi ist die Fortsetzung von „Totenland“ und folgt in knapper zeitlichen Abfolge. Es sind die Tage rund um den 8. Mai 1945 und die Regierung unter Admiral Dönitz sitzt in Flensburg und glaubt, sich mit den Briten und Amerikanern arrangieren zu können. <span id="more-33026"></span></p>
<p>Es geht so ziemlich alles drunter und drüber. Niemand will nun dem verbrecherischen Regime angehört haben. Selbst die dicksten Nazis versuchen ihre Uniformen, Orden (auch wenn es schwerfällt) und sonstige verdächtige Insignien loszuwerden. Es werden einerseits Dokumente und Akten vernichtet und andererseits werden für die alten Nazis neue Pässe und Urkunden ausgestellt. Man rafft, was man an Wertsachen an sich raffen kann und versucht über dunkle Kanäle Deutschland zu verlassen. Denn langsam wird auch den Dümmsten klar, dass die Verbrechen des Regimes nicht unbemerkt geblieben sind und die Alliierten zur Jagd auf die Nazis blasen werden. </p>
<p>Inspektor Jens Druwe, selbst im Besitz einer Liste hochrangiger Nazis und ihrer neuen Existenzen, wird aufgefordert, eine Polizei aus unbelasteten Männern zu bilden. Doch das scheint beinahe ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. </p>
<p>Dennoch bemüht sich der zerrissene Ermittler, der seit jeher mit Regime gehadert hat, was ihm die Versetzung in ein Strafbataillon und den Verlust der rechten Hand eingebracht hat, einige seiner früheren Kollegen ausfindig zu machen.</p>
<p>Doch dann gerät er zwischen die Mahlsteine von konkurrierenden britischen Diensten &#8230;</p>
<p>Damit ist die Brücke zum ersten Band vollends gelungen. Wem kann er noch trauen? Unerwartete Hilfe erhält er durch Regimekritiker, die mit Müh‘ und Not sowie noch mehr Glück, überlebt haben. </p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>Michael Jensen ist wieder ein äußerst fesselnder Krimi gelungen. Seine Darstellung dieser Übergangszeit, wo ein paar Tage lang das Recht des Stärkeren geherrscht hat, ist sehr gut beschrieben. Ich kenne das aus anderen Büchern. Da wird nichts geschönt und die Zerrissenheit von Jens Druwe wird hier greifbar. Er muss sich selbst die Frage stellen, welchen Anteil er selbst zu Nazi-Deutschland beigetragen hat. Die Antworten, die anklingen sind nicht immer angenehm.</p>
<p>Der Schreibstil ist wieder präzise, doch hin und wieder verzettelt sich der Autor in seinen Beschreibungen, daher wirkt der Fortgang der Handlung ein wenig gebremst. In mehreren kurzen Rückblenden erfahren auch die Quereinsteiger in diese Reihe, was zuvor passiert ist.</p>
<p>Jedem Kapitel ist eine Strophe aus einem Lied oder Gedicht, die aus den diversen Konzentrationslagern stammen, vorangestellt. Eine sehr eindrucksvolle Beschäftigung mit dem Thema. </p>
<p><strong>Fazit:</strong> </p>
<p>Eine gelungene Fortsetzung, die auf einen dritten Fall hoffen lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.</p>
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		<title>Roman Sandgruber: Habsburg</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/roman-sandgruber-habsburg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 01:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sandgruber, Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Donaumonarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Habsburger]]></category>
		<category><![CDATA[Molden]]></category>
		<category><![CDATA[Molden Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Sandgruber]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie würde es bei uns in Österreich wohl aussehen, hätte es die Habsburger nicht gegeben? Abgesehen von Schlössern und Repräsentationsbauten würde uns ein ordentlicher Teil unseres Selbstverständnisses als Nation und natürlich ein scheinbar ewig wirksamer Tourismusmagnet fehlen. Ganz unabhängig davon, was man von der Herrscherfamilie hält, die über sechs Jahrhunderte Österreichs Geschichte bestimmte ist klar, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie würde es bei uns in Österreich wohl aussehen, hätte es die Habsburger nicht gegeben? Abgesehen von Schlössern und Repräsentationsbauten würde uns ein ordentlicher Teil unseres Selbstverständnisses als Nation und natürlich ein scheinbar ewig wirksamer Tourismusmagnet fehlen. <span id="more-32643"></span></p>
<p>Ganz unabhängig davon, was man von der Herrscherfamilie hält, die über sechs Jahrhunderte Österreichs Geschichte bestimmte ist klar, dass wir auch heute noch vom Erbe dieser Vergangenheit zehren.</p>
<p>Roman Sandgruber stellte mit diesem Band eine Übersicht über die Ära Habsbrug zusammen, die zwar keine neuen Erkenntnisse beinhaltet, aber einen sehr kompakten Überblick über die Eckpunkte dieser Ära ermöglicht. Ein &#8222;Best of&#8220; gewissermaßen.</p>
<p>Eine Sammlung auch noch von kurzen Biografien der nur regierenden Mitglieder der Familie Habsburg würde jede Dimension für ein einzelnes Buch sprengen, so vielköpfig war diese Dynastiue über die Jahrhunderte. In der Auswahl in diesem Buch finden sich deshalb nur jene Persönlichkeiten, die entweder durch ihre Leistungen oder durch ihre Absonderlichkeit herausragen. Es ist also keine vollständige Chronik, jedoch werden in der kurzen Form der Beschreibung (nur wenige Bieten pro Biografie) viele Verbindungen und Chronologien deutlich. </p>
<p>Alles begann mit Rudolf I zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als es ihm, dem kleinen Grafen mit ausgeprägtem Willen zur Macht gelang, zum Deutschen König gewählt zu werden. Rudolf schuf damit die Grundlage für die Ausbreitung der Machtbasis seiner Nachkommen, die rund drei Jahrhunderte später ihre Herrschaft über einen großen Teil Europas ausgedehnt hatten. Aus der Zeit von Rudolf bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts wählte <em>Roman Sandgruber</em> nur die aus vielerlei Gründen bemerkenswertesten Herrscher (nicht alle waren auch Kaiser) aus der österreichischen und spanischen Linie der Habsburger aus.</p>
<p>Die chronologisch durchgehende Auflistung der Herrscherinnen und Herrscher beginnt dann mit Karl VI, dem Vater von Maria Theresia, zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Das ist zugleich jener Zeitraum von rund zweihundert Jahren, der den augenscheinlichsten und bis heute nachwirkenden Abdruck in unserem Land hinterlassen hat.</p>
<p>Es entstanden heutige Tourismusmagnete wie Schönbrunn, die Wiener Ringstraße, es war die Zeit stetiger politischer und militärischer Rückschläge und Erfolge. Zum Wechsel vom 18. zum 19. Jahrhundert wurde das tausend Jahre alte römische-deutsche Kaiserreich von dem Habsburger Franz II. zu Grabe getragen und zugleich erschuf er als Franz I das neue Habsburger-Kaiserreich. Es folgte die Zeit des Biedermeier, die Revolutionsjahre um 1848 und dann die heute verklärende Sisi-Romantik und die Erzählung vom guten alten Kaiser Franz Joseph. Am Ende dieser zweihundert Jahre stand der verhängnisvolle Erste Weltkrieg und der darauf resultieren Untergang Österreich-Ungarns.</p>
<p>Das letzte Kapitel ist Otto Habsburg-Lothringen gewidmet, dem Sohn von Karl I. Er war der letzte Habsburger, der noch als Thronfolger geboren wurde. Als er später mehrere Jahrzehnte als gewählter Abgeordneter im Europaparlament saß, war er nicht nur der erste auf einer großen politischen Bühne demokratisch legitimierte Habsburger, sondern arbeitete in gewisser Weise auch daran mit, das untergegangenen Projekt seiner Vorfahren neu zu beleben: ein vereinigtes Europa, in dem Nationen unter einem gemeinsamen Dach leben. </p>
<p>Roman Sandgruber sammelte für &#8222;Habsburg&#8220; das Wissen aus einer Vielzahl an Publikation und Dokumenten und brachte es in eine gut lesbare und übersichtliche Form. </p>
<p>Jene, die sich in die Geschichte der Habsburger einlesen wollen, gewinnen mit diesem Buch sehr kompakt einen ersten Überblick.  Wer sich schon länger mit der Geschichte der Habsburger beschäftigt, bekommt einen kompakten Überblick über die Highlights aus sieben Jahrhunderten.</p>
<p><em>PS: Weniger gelungen finde ich hingegen die vom Verlag gewählte Aufmachung: In meiner ausgab aus der zweiten Auflage passen Papier und die Druckqualität von Schrift, Schriftfarbe und Bildmaterial nicht optimal zusammen. Ich hätte mir, auch angesichts des Preises von rd. € 40,-, eine bessere Ausführung gewünscht, denn in meiner Ausgabe wirkt alles düster und wenig kontrastreich.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>John Grisham: Das Vermächtnis</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/04/john-grisham-das-vermaechtnis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 01:39:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grisham, John]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Bea Reiter]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsdrama]]></category>
		<category><![CDATA[Imke Walsh-Araya]]></category>
		<category><![CDATA[John Grisham]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Heyne]]></category>
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					<description><![CDATA[Das beschauliche Treiben mittelmäßiger Rechtsanwälte in einer US-amerikanischen Kleinstadt. So kann man die ersten zweihundert Seiten dieses Thrillers beschreiben. Es geschieht nicht viel, man versucht mehr zu scheinen als man ist und kommt mehr schlecht als recht über die Runden. Simon F. Latch ist einer dieser mittelmäßigen Anwälte, der sich mit Standard-Schriftsätzen und entätigen Fällen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das beschauliche Treiben mittelmäßiger Rechtsanwälte in einer US-amerikanischen Kleinstadt. So kann man die ersten zweihundert Seiten dieses Thrillers beschreiben. Es geschieht nicht viel, man versucht mehr zu scheinen als man ist und kommt mehr schlecht als recht über die Runden.<span id="more-33290"></span></p>
<p>Simon F. Latch ist einer dieser mittelmäßigen Anwälte, der sich mit Standard-Schriftsätzen und entätigen Fällen über Wasser hält. Sein Konto ist immer im Minus, was zum einen an seiner Wettleidenschaft (Wettsucht würde er es nie nennen) liegt, zum anderen an dem Umstand, dass seine Ehe vor dem Aus steht und von der Bank kann er auch keine weitere Kredite erwarten.</p>
<p>Da betritt eines Tages eine ältere Dame seine Kanzlei. Eleanor Barnett hat erst kurz zuvor ihr Testament bei einem Konkurrenten gleich vis-a-vis von Latchs Büro aufsetzten lassen, und n aber ein schlechtes Gefühl, was die Rechtschaffenheit dieses Anwaltes betrifft. Ob Simon ihr vielleicht helfen kann? Er kann und denkt zunächst nur an sein Standardhonorar von 250 Dollar.</p>
<p>Als Eleanor aber von ihren Aktiendepots berichtet und von den hunderttausenden Dollars, die sie jedes Jahr aus Gewinnausschüttungen zur Seite legen kann, steigt sein Interesse merklich an. Jetzt gilt es, ein neues Testament zu erstellen, dass ihm einen gehörigen Anteil an dem millionenschweren Vermögen sichern soll. Da ihm Mrs. Barnett aber gelegentlich verwirrt erscheint, versucht er doch noch zu prüfen, ob ihre Angaben tatsächlich stimmen; was umso bedeutsamer wird, als Mrs. Barnett ihn mehr und mehr in Beschlag nimmt und erst recht als sich herausstellt, dass sie zwar Auto und Führerschein besitzt, aber eine ganze Menge an Anzeigen wegen Fehlverhaltens im Straßenverkehr angehäuft hat. Kritisch wird es, als sie einen Unfall verursacht, bei dem sie selbst verletzt wird. Obwohl im Krankenhaus alle überzeugt sich, dass sie sich bald erholen wird, stirbt Eleonor Barnett kurze Zeit später.</p>
<p>Doch wie konnte das geschehen?<br />Es sei eine Lungenentzündung schuld daran, erfährt Simon von den Ärzten.<br />Das von ihm geschickt aufgebaute Konstrukt rund um das Testament kann also zu wirken beginnen und seine finanziellen Sorgen sind für immer vorbei.</p>
<p>Es kommt anders: Eine anonyme Anzeige bei der Polizei bringt Simon unter Verdacht, aus Habgier hinter dem Tod der alten Dame zu stecken. So richtig in Bedrängnis kommt er, als die Obduktion ergibt, dass Eleonor vergiftet wurde.</p>
<p>So beschaulich die Story auf den 200 Seiten zu Beginn ist, so rasant wird sie danach. Es ist ein abrupter Tempowechsel, der einsetzt, als Simon unter Mordverdacht verhaftet wird. Dass es nach dem etwas ereignislosen Beginn später weitaus abwechslungsreicher und interessanter wird, sollte man wissen &#8211; ich habe einige Meinungen zu diesem Buch gelesen, nach denen Leserinnen und Leser zu früh aufgegeben und das Buch nicht zu Ende gelesen haben.</p>
<p>Denn was jetzt folgt, ist sozusagen ein Grisham-Heimspiel: die Vorbereitung des Prozesses, die Spurensuche nach den wahren Hintergründen des Verbrechens, die Aussagen im Gerichtssaal. Heimspiel deshalb, weil Grisham sich bei Gerichtsszenen und Ermittlungen auf dem Terrain bewegt, dass er als Anwalt und routinierter Autor wirklich beherrscht.</p>
<p>Wie in den meisten seiner Bücher liest man wie Anwälte agieren, wie sie die Geschworenen im Auge behalten um deren Reaktionen abschätzen zu können und wie Zeugen befragt werden, um aus ihnen das für den eigenen Mandanten wichtige herauszuholen. Grisham schreibt aber auch darüber, wie fehleranfällig das Geschworenen-System in den USA ist, wie leicht sich die zufällig für die Jury ausgewählten zwölf Personen von Nebensächlichkeiten oder vorgefassten Meinungen von den vorgelegten Fakten ablenken lassen können und unerwartete Urteile fällen.</p>
<p>Auch wenn &#8222;Das Vermächtnis&#8220; vielleicht nicht Grishams bester Roman ist: Die Story bleibt so realistisch, dass es sich auch um einen True-Crime-Roman handeln könnte; und weil sich alles ab Seite 200 zu einem richtigen Pageturner entwickelt, ist der Roman für Fans von Grisham oder Gerichtsdramen im Allgemeinen eine ganz klare Empfehlung!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>José Luis Munuera, H.G. Wells: Der Mann, der Wunder vollbringen konnte</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/03/jose-luis-munuera-der-mann-der-wunder-vollbringen-konnte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 01:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Comic & Graphic Novels]]></category>
		<category><![CDATA[Munuera, José Luis]]></category>
		<category><![CDATA[Comic & Graphic Novel]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[H G Wells]]></category>
		<category><![CDATA[José Luis Munuera]]></category>
		<category><![CDATA[Splitter Verlag]]></category>
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					<description><![CDATA[Es wird wohl kein Zufall sein, dass diese gezeichnete Version von H.G. Wells&#8216; Kurzgeschichte &#8222;The Man Who Could Work Miracles&#8220; aus dem Jahr 1898, gerade jetzt, im Jahr 2026, erscheint. Das Original habe ich nicht gelesen, laut dem einleitenden Text beinhaltet die Story in dieser Ausgabe nur ein Teil des Originals. Das aber reicht schon [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es wird wohl kein Zufall sein, dass diese gezeichnete Version von H.G. Wells&#8216; Kurzgeschichte &#8222;The Man Who Could Work Miracles&#8220; aus dem Jahr 1898, gerade jetzt, im Jahr 2026, erscheint.<span id="more-33178"></span></p>
<p>Das Original habe ich nicht gelesen, laut dem einleitenden Text beinhaltet die Story in dieser Ausgabe nur ein Teil des Originals. Das aber reicht schon aus, um den zugrunde liegenden Gedanken zu verdeutlichen.</p>
<p>Durch einen Zufall stellt Mr. Fotheringay fest, dass er alleine durch seine Gedanken etwas realisieren kann. Tatsächlich möchte er einigen Leuten beweisen, dass Wunder ein Hirngespinst sind. Dass aber just in diesem Moment zum ersten Mal nach seinem Wunsch etwas geschieht, das muss dann wohl doch ein Wunder sein. Zunächst als Zufall abgetan, auch von Mr. Fotheringay selbst, lässt er es sich doch nicht nehmen, schon wenig später noch einen Versuch zu unternehmen, der ebenso wieder gelingt. Wem aber soll er von seiner neuen Kraft berichten, es glaubt ihm  ja doch niemand.</p>
<p>Bis er endlich bereit ist, dem Pastor Maydig ein Beispiel zu geben. Natürlich ist der Mann der Kirche bald überzeugt, der Glaube an Wunder gehört ja zu seinem Job, und sieht schon genau vor sich, was man alles vollbringen kann mit so einem Mann wie Fotheringay an der Seite. </p>
<p>Dem aber wird seine eigene Kraft bald unheimlich, weil er erkennen muss, dass ein Wunder nicht immer etwas Nützliches sein muss, sondern es mehr und mehr Leute und Gelegenheiten gibt, rein selbstsüchtige Wunder zu fordern. Dafür will sich Fotheringay aber nicht hergeben.</p>
<p>Aus einem einfachen Mann wird in dieser Geschichte einer, der ganz plötzlich allmächtig ist. Wie soll das einen Menschen nicht verführen? Nun, Mr. Fotheringay erkennt die Gefahr diese Allmacht und beendet sie, bevor ein großes Unglück geschehen kann. Sein letzter Wunsch ist, keine Wunder mehr vollbringen zu können.</p>
<p>Damit unterscheidet er sich sehr deutlich von denen, die sich gerade jetzt (damit meine ich die Gegenwart des 21. Jahrhunderts) allmächtig fühlen und völlig skrupellos und ausschließlich zu Befriedigung eigener Bereicherung agieren. Wer das ist? Ein Blick in die täglichen Nachrichten reicht, um die Namen zu finden. Zu hoffen, dass einer dieser Männer solche Einsicht zeigt wie Mr. Fotheringay, ist aber fern jeder Realität.</p>
<p>Im Stil spiegelt diese Graphic Novel ganz wunderbar (!) die Zeit des späten 19. Jahrhunderts wider, wie den Menschen sich kleideten, wie die Straßen aussahen, wie man sich miteinander unterhielt. Immer mit dabei ist ein satirischer Einschlag, voller witziger Szenen in denen der Held der Story alles versucht, um herauszufinden, warum gerade er Wunder vollbringen kann, ob er es wirklich kann oder ob es sich doch um eine Form von Illusion oder gar Wahnvorstellungen handelt.</p>
<p>Es ist eine rundum gelungene Umsetzung von Wells&#8216; Erzählung, die sich dabei als zeitloses Spiegelbild der Menschen erweist.</p>
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		<title>Arno Strobel: Ungelöst – Die erste Zeugin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 02:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Strobel, Arno]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Arno Strobel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer Verlag]]></category>
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					<description><![CDATA[Luisa Menkoff ist zwar erst 22 Jahre alt, doch schon weit gekommen. Ihre fotografisches Gedächtnis hat ihr geholfen die Schule frühzeitig abzuschließen und im Medizinstudium schneller als die meisten anderen voranzukommen. Ein Leben voller Erfolge scheint möglich &#8211;  dass es in ihrer Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis gab, spielt in ihrem Alltag kaum noch eine Rolle. [&#8230;]]]></description>
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<p>Luisa Menkoff ist zwar erst 22 Jahre alt, doch schon weit gekommen. Ihre fotografisches Gedächtnis hat ihr geholfen die Schule frühzeitig abzuschließen und im Medizinstudium schneller als die meisten anderen voranzukommen.<span id="more-33149"></span></p>
<p>Ein Leben voller Erfolge scheint möglich &#8211;  dass es in ihrer Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis gab, spielt in ihrem Alltag kaum noch eine Rolle. Das ändert sich, als sie meint von einer unbekannten Person  verfolgt zu werden und als Flugblätter rund um die Universität auftauchen, auf denen nach einer Frau gesucht wird, die Luisa von genau jenem Erlebnis her kennt.</p>
<p>Dass sie auf den jungen Hauptkommissar Ramin Brunner trifft, als sie den Fall bei der Polizei melden möchte ist ein Glücksfall. Jemand anderes hätte ihre Befürchtungen nicht ernst genommen und wahrscheinlich nichts unternommen. Brunner aber spürt, das sich hinter Luisas Geschichte mehr verbringt. Ihre Glaubwürdigkeit wächst einerseits durch ihr perfektes Gedächtnis, das ihr hilft alles genau wiederzugeben; und andererseits auch der Umstand, dass ihr verstorbener Vater ebenfalls Kommissar bei der Polizei war.</p>
<p>Alles dreht sich um einen kaltblütigen Mörder, der vierzehn Jahre zuvor Luisa entführt hatte und den Luisas Vater letztendlich überführte und vor Gericht brachte. Als sich herausstellt, dass der Mann nach einem positiven psychiatrischen Gutachten gerade erst frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden war, bekommt das Flugblatt mit der verschwundenen Frau besondere Brisanz. Ihr Name ist Nicole Klement iudn sie war die Geliebte des Entführers, dann die Geliebte von Luisas Vater und letztendlich auch diejenige, die Luisa aus den Händen des Entführers rettete.</p>
<p>Das alles bringt jetzt neue Ereignisse ins Rollen.</p>
<p>Arno Strobel ist ein erfahrener, routinierter und erfolgreicher Thrillerautor. Das merkt man vom ersten Satz an, mit dem der Spannungsbogen beginnt, der erst zum Schluss endet. Bis dahin türmen sich die mysteriösen Vorgänge und dramatischen Ereignisse zu einem bedrohlichen Szenario auf, das Luise zu verschlingen droht.</p>
<p>Ohne es übermäßig auszuschmücken, schafft es Strobl seinen beiden Hauptdarstellern einen unverwechselbaren Charakter auf den Leib zu schreiben. Zwei Figuren, die sich zwar durch ein paar besondere Eigenheiten aus der Masse hervorstechen, dabei aber durchaus realistisch gezeichnet sind. An die beiden kann man sich gewöhnen, was ja auch ganz im Sinn des Autors ist, der mit diesem Roman eine neue Thriller-Reihe mit Luisa Menkoff &amp; Ramin Brunner startet.</p>
<p>&#8222;Ungelöst &#8211; Die erste Zeugin&#8220; ist der erste Roman von Arno Strobel, den ich lese &#8211; und er überzeugt mich durch seine durchdachte Konstruktion, seine glaubwürdigen Figuren und seine gleichbleibend hohe Spannung.</p>
<p>Das kombiniert mit der klaren, präzisen Sprache und dem hohen Erzähltempo macht in Summe eine Empfehlung für alle, die sich gerne mit einem Thriller aufs Sofa zurückziehen und das Buch dann in einem Zug durchlesen wollen!</p>
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		<title>Ingrid Davis: Aachener Narren</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/03/ingrid-davis-aachener-narren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Harald]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 02:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Davis, Ingrid]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Ingrid Davis]]></category>
		<category><![CDATA[KBV Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Veranstaltung kennen viele aus dem Fernsehen: die Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“. Mittendrin, während dieser Veranstaltung, wird der stadtbekannte Neurochirurg Edgar Kathe vergiftet. Der Saal ist voll, und jeder der Besucher ist dementsprechend ein Verdächtiger. Die Privatermittlerin Britta Sander stürzt sich zusammen mit der Polizei in die Arbeit. Im Laufe der Ermittlungen [&#8230;]]]></description>
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<p>Diese Veranstaltung kennen viele aus dem Fernsehen: die Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“. Mittendrin, während dieser Veranstaltung, wird der stadtbekannte Neurochirurg Edgar Kathe vergiftet. Der Saal ist voll, und jeder der Besucher ist dementsprechend ein Verdächtiger.</p>
<p>Die Privatermittlerin Britta Sander stürzt sich zusammen mit der Polizei in die Arbeit. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Ermordete vielen in seiner Umgebung Grund gegeben hat, ihn zu ermorden – sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.</p>
<p>Britta Sander taucht tief in die Vergangenheit von Edgar Kathe ein und trifft auf immer mehr Geheimnisse. Eines der zentralen Themen ist dabei: Schein und Wirklichkeit. Edgar Kathe ist es wichtig, den äußeren Schein zu wahren.</p>
<blockquote>
<p>„Aber hatten Täter oder Täterin bewusst den Todesfall auf der Festsitzung inszeniert, oder war die Hoffnung gewesen, Kathe möge nie auf der Veranstaltung eintreffen?“</p>
</blockquote>
<p>Kathe verbarg hinter seiner Fassade zahlreiche Konflikte. Diese sorgten dafür, dass einige Menschen ein Motiv hatten. Im Aufbau der Geschichte werden viele Figuren eingeführt, um unterschiedliche Handlungsstränge darzustellen.</p>
<p>Im Grunde genommen werden zwei Geschichten erzählt: Zum einen der Kriminalfall rund um Britta Sander. Die Figuren der zweiten Geschichte sind eine sozial schwache Familie, die in einem sozialen Brennpunkt wohnt. Die sozialen Schwierigkeiten werden sehr intensiv beschrieben – an manchen Stellen möchte man helfend eingreifen. Erst zum Schluss des Buches, bei der Aufklärung, verweben sich beide Erzählstränge.</p>
<p>Ich empfand diese Geschichte als sehr gut erzählt. Der Leser bekommt einen Einblick hinter die Kulissen des Karnevals. Ich empfehle dieses Buch sehr und freue mich schon auf den 12. Fall von Britta Sander.</p>
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		<title>Arnd Henze: Mit Gott gegen die Demokratie</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/03/arnd-henze-mit-gott-gegen-die-demokratie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 02:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Henze, Arnd]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Arnd Henze]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gütersloher Verlagshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[Es wäre zum Lachen, wäre es nicht so absurd und bedrohlich: Eine mehr und mehr von christlichen Fundamentalisten infiltrierte Supermacht (USA), im Verein mit einem Land (Israel), das stark unter dem Einfluss religiöser Fundamentalisten steht, beginnt einen Krieg gegen einen religiös-fundamentalistischen Staat (Iran) wegen dessen Fundamentalismus. Sieht man sich die MAGA-Sekte und die Evangelikalen Fundamentalisten [&#8230;]]]></description>
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<p>Es wäre zum Lachen, wäre es nicht so absurd und bedrohlich: Eine mehr und mehr von christlichen Fundamentalisten infiltrierte Supermacht (USA), im Verein mit einem Land (Israel), das stark unter dem Einfluss religiöser Fundamentalisten steht, beginnt einen Krieg gegen einen religiös-fundamentalistischen Staat (Iran) wegen dessen Fundamentalismus.<span id="more-33242"></span></p>
<p>Sieht man sich die MAGA-Sekte und die Evangelikalen Fundamentalisten in den USA an, dann wird man, es war zu erwarten, viele Gemeinsamkeiten finden: die tiefgreifende Korruption ihrer Anführer (Trump und sein Familienklan bereichern sich in einer Art und Weise, die man davor nur von Warlords in Failed States kannte und die fanatischen Hetzprediger, die sich auf Kosten ihrer Gemeinden ein Luxusleben ungeheuren Ausmaßes verschaffen). Kaum zu unterscheiden sind auch die Anhänger der beiden Gruppen, die sich nicht stören, dass ihrer Anführer nicht zum Wohl aller, sondern nur für das eigene Bankkonto agieren, genauso wie die Verleugnung jeder Realität, die nicht ins eigene Weltbild passt; was wohl beides mit deren geringer Bildung zu tun hat.</p>
<p>Abseits des politischen Irrsinns, der der Welt aus dem Weißen Haus täglich geliefert wird, gibt es noch den Fundamentalismus, der mit der Wahl Trumps antrat, um das Land für eigene Interessen umzubauen, aus einer zuvor führenden Demokratie einen Gottesstaat zu formen.</p>
<p>Wie das unter der sichtbaren Ebene aussieht und welche Ziele hinter den Aktivitäten stehen, damit setzt sich der Journalist Arnd Henze in diesem Buch auseinander. Arnd Henze ist selbst ein führendes Mitglied der protestantischen Kirche in Deutschland und somit auch inhaltlich berufen, die Irrwege und den Irrsinn einer &#8222;christlichen&#8220; Kirche, als die sich die Evangelikalen wohl noch immer bezeichnen, zu recherchieren, sie auch für Außenstehende verständlich zu beschreiben und deren Aktivitäten zu bewerten. Die überwiegende Zahl der anderen bzw. wirklich christlichen Kirchen, das beschreibt Henze ausführlich, beteiligt sich nicht an dem religiösen Wahn, folgt nicht dem &#8222;Christlichen Nationalismus&#8220;, dem so viele Evangelikale Gemeinden verfallen sind.</p>
<p>Die Details über die Umgestaltung in so komprimierter Form zu lesen, verursacht mir tatsächlich extremes Unwohlsein.</p>
<p>Es ist eine Sache, die täglichen Trump-Exzesse und Lügen aus den Nachrichten zu erfahren. Doch so richtig brutal und beängstigend wird es, hier Hintergründe und Querverweise nachzulesen, für die im Tagesgeschehen zu wenig Zeit bleibt.</p>
<p>Die Beschreibung des Backgrounds der wichtigsten Protagonisten des MAGA-Kults erklärt ihre Vorgangsweise und vor allem ihre Agenda. Setzt sich durch, was diese Männer geplant haben und seit der Amtseinführung Trumps konsequent umsetzen, dann bedeutet es, dass aus den USA eine Fundamentalistische Theokratie unter der Diktatur weißer Männer wurde. (Siehe ganz oben).</p>
<p><strong>Vergleiche Trump-USA mit NS-Diktatur?</strong></p>
<p>Arnd Henze nimmt sich auch der Frage an, ob Vergleiche zwischen dem Nationalsozialismus in den 1930ern und dem sich immer deutlicher abzeichnenden faschistischen System Trumps zulässig oder gerechtfertigt sind. Der Schluss ist, dass es sehr wohl einige Parallelen in Zielsetzung und Vorgangsweise gibt. Trumps USA sind zwar kein NS-Staat, jedoch sind einige Elemente des Planes, der unter seiner Führung umgesetzt wird, ganz deutlich mit Hitlers Umbau Deutschlands in eine Diktatur vergleichbar.</p>
<p>Eine Polizeiorganisation (ICE) wurde zu einem der Gestapo ähnlichen Instrument umgebaut, Gegner werden mit der gleichgeschalteten Justiz verfolgt, die Geschichte des Landes wird umgeschrieben, Wahlrechte werden eingeschränkt, Druck wird auf die Medien ausgeübt, die unerwünschtes berichten,  Kirchen spielen eine zentrale Rolle bei der Mobilisierung und Fanatisierung der Anhänger, Medien (wie Fox News), die als Sprachrohr des Faschismus dienen &#8230;</p>
<p><strong>Wie es enden wird?</strong></p>
<p>&#8222;<em>Mit Gott gegen die Demokratie</em>&#8220; ist kein Buch über Trump. Es ist ein Buch über religiösen Fanatismus, den es in den USA immer schon gab. Ohne Trump wäre es aber diesen Extremisten (die, wie Henze beschreibt, nur eine kleine Minderheit der Bevölkerung sind) nicht möglich gewesen, das Projekt Staatsumbau in Angriff zu nehmen (Angriff ist hier das passende Wort). Der derzeitige US-Präsident ist in seiner Hybris, seiner Überheblichkeit, seiner Ignoranz, seiner Beeinflussbarkeit und seiner Bewunderung für Diktatoren der genau passende Schirmherr für das, was gerade geschieht.</p>
<p>Arnd Henze entwirft, quasi als Resümee all dessen, was er zuvor beschrieben hat, zwei Szenarien für die Zukunft der USA (Dass er dabei auch die Entwicklungen in Europa meint, die zwar noch lange nicht so fortgeschritten ist wie in den USA, liegt auf der Hand und zeigt sich auch in einigen Verweisen im Buch).</p>
<ul>
<li>Worst Case-Szenario: Wie die USA zum Gottesstaat werden</li>
<li>Best Case Szenario: Wie die Demokratie gerettet werden kann</li>
</ul>
<p>Der Ausgang bleibt offen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Agatha Christie: Das fehlende Glied in der Kette</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2026 02:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christie, Agatha]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Agatha Christie]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Hastings]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Hercule Poirot]]></category>
		<category><![CDATA[Inspektor Japp]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Schindler]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist der Krimi, der für zwei berühmte Persönlichkeiten den Start in eine Weltkarriere bedeutete: Agatha Christie und Hercule Poirot. Christie schrieb diesen Roman im Jahr 1916, mitten im 1. Weltkrieg, erstmals veröffentlicht wurde er erst fünf Jahre später, im Jahr 1920 in den USA. Das erklärt, warum immer wieder Verweise auf die Lebensumstände in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es ist der Krimi, der für zwei berühmte Persönlichkeiten den Start in eine Weltkarriere bedeutete: Agatha Christie und Hercule Poirot.<span id="more-32637"></span></p>
<p>Christie schrieb diesen Roman im Jahr 1916, mitten im 1. Weltkrieg, erstmals veröffentlicht wurde er erst fünf Jahre später, im Jahr 1920 in den USA. Das erklärt, warum immer wieder Verweise auf die Lebensumstände in England zu dieser Zeit nachzulesen sind. Bemerkenswert übrigens, wie deutlich dabei wird, dass der Erste Weltkrieg beim weitem weniger Nachhall im Königreich erzeugt, als wenige Jahrzehnte später der 2. Weltkrieg mit Bomben- und Raketengriffe, die bis weit hinein ins Land Tod und Zerstörung brachten. </p>
<p>Hercule Poirot ist mit belgischen Landsleuten in der Nähe von Gut Styles einquartiert. Die Gruppe fand Asyl in England, nachdem Belgien zum Schlachtfeld geworden war. Was liegt also näher, als den Detektiv um seine Mithilfe zu bitten, als die Herrin des Gutes, Mrs. Emily Inglethorp, ermordet wird. </p>
<p>Die Idee, Poirot zu engagieren, hatte Lieutenant Arthur Hastings, der sich nach einer Verwundung für einige Zeit auf dem Gut aufhält. Auch Hastings wird in späteren Romanen wieder dabei sein. Und auch Inspector Japp von Scotland Yard beteiligt sich an der Ermittlung. </p>
<p>Gleich in diesem ersten Fall für Poirot bringt Agatha Christie das meiste von dem ein, was den Meisterdetektiv ausmacht: seine Liebe für die Details, sein Interesse für vermeintliche Nebensächlichkeiten, seine Geheimniskrämerei bis zum finalen Showdown, die er selbst gegenüber seinen Freunden nicht aufgibt.</p>
<p>Mehrmals ändert sich die Richtung der Ermittlung, jedenfalls für alle, die nicht Poirot heißen. Dabei hätten alle nur genau auf das hören sollen, was er sagt. Dann hätte man sich einige Spekulationen in falsche Richtungen sparen können.</p>
<p>So entwickelt sich alles zu einer Auflösung hin, die nicht nur für Hastings und Japp, sondern wahrscheinlich auch für die meisten Leserinnen und Leser überraschend ist. Überraschend zwar, aber keineswegs unlogisch, sondern im Gegenteil, lässt man alles Revue passieren, völlig eindeutig.</p>
<p>Ein großartiger Beginn einer großartigen Schriftstellerin!</p>
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		<title>Mechtild Borrmann: Lebensbande</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/03/mechtild-borrmann-lebensbande/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 02:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Borrmann, Mechtild]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas' Favoriten 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Mechtild Borrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Droemer Knaur]]></category>
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					<description><![CDATA[Mechtild Borrmanns Roman „Lebensbande“ ist ein stilles, eindringliches Buch, das sich erst nach und nach entfaltet und seine volle Wirkung oft erst im Nachklang entfaltet. Es ist kein lauter Roman, keiner, der mit dramatischen Wendungen oder spektakulären Ereignissen arbeitet. Stattdessen erzählt er leise, konzentriert und mit großer Klarheit von Schicksalen, die untrennbar miteinander verbunden sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mechtild Borrmanns Roman <em>„Lebensbande“</em> ist ein stilles, eindringliches Buch, das sich erst nach und nach entfaltet und seine volle Wirkung oft erst im Nachklang entfaltet. Es ist kein lauter Roman, keiner, der mit dramatischen Wendungen oder spektakulären Ereignissen arbeitet. <span id="more-32847"></span>Stattdessen erzählt er leise, konzentriert und mit großer Klarheit von Schicksalen, die untrennbar miteinander verbunden sind – über Generationen hinweg und unter dem Einfluss historischer Umstände, die sich dem Zugriff der einzelnen Figuren entziehen.</p>
<p>Es sind die Erinnerungen an sechzig Jahre, in denen sich die Welt und damit die Lebensverhältnisse mehrmals von Grund auf änderten.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Handlung stehen mehrere Figuren, deren Lebenswege zunächst nur lose miteinander verknüpft erscheinen. Nach und nach wird jedoch deutlich, wie eng sie durch Ereignisse miteinander verbunden sind, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.</p>
<p>Es ist die Zeit des Nationalsozialismus und die unmittelbare Nachkriegszeit, die für alle Beteiligten entscheidende Wendungen in ihrem Leben mit sich bringt. Die Autorin zeigt, wie Entscheidungen – oder auch das Ausbleiben von Entscheidungen – aus dieser Zeit bis in die Gegenwart hineinwirken und das Leben der nachfolgenden Generationen prägen.</p>
<p>Ein zentrales Element des Romans ist die Suche nach Herkunft und Identität. Die Erzählerin begibt sich auf die Spur ihrer eigenen Geschichte, oft ausgelöst durch Zufälle in ihrem gegenwärtigen Leben oder durch scheinbar nebensächliche Ereignisse. Sie entdeckt verdrängte Geheimnisse wieder, verdrängte Wahrheiten und Lebensgeschichten, die von Verlust, Schuld und Überleben geprägt sind. Besonders eindrücklich gelingt es Borrmann, die emotionale Spannung dieser Suche darzustellen: das Zögern, das Nicht-Wissen-Wollen, aber auch die Unausweichlichkeit, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.</p>
<p>Die Figuren sind dabei allesamt keine Heldinnen und Helden im klassischen Sinne. Es sind Menschen, die mit den Umständen leben müssen, in die sie hineingeboren wurden oder in die sie durch äußere Ereignisse geraten sind. Gerade darin liegt eine große Stärke des Romans: Er zeigt, wie sehr Menschen von Geschehnissen geprägt und gesteuert werden, die sie selbst weder gewählt noch beeinflusst haben. Entscheidungen erscheinen oft nicht als freie Wahl, sondern als Reaktionen auf Angst oder äußere Zwänge. Diese Perspektive macht die Figuren sehr menschlich und nachvollziehbar. Man spürt beim Lesen immer wieder, dass es in vielen Situationen kein einfaches „richtig“ oder „falsch“ gibt, sondern nur die Wahl zwischen Möglichkeiten, die sich in diesen Momenten ergeben.</p>
<h3>Gefangen in den Zuständen der Zeit</h3>
<p>Besonders eindrucksvoll ist die Art und Weise, wie der Roman die historische Dimension mit der persönlichen Ebene verknüpft. Die großen Ereignisse der Geschichte – Krieg, Gewalt, Verfolgung, gesellschaftlicher Umbruch – bleiben nicht abstrakt, sondern werden in ihren Auswirkungen auf einzelne Leben sichtbar. Borrmann beschreibt unglaublich wirkungsvoll, wie tiefgreifend diese Ereignisse in Biografien eingreifen, wie sie Beziehungen zerstören, neue Verbindungen schaffen und ganze Lebensläufe in eine Richtung lenken, die niemand vorhersehen konnte oder einschlagen wollte. Dabei vermeidet sie jede Form von Pathos oder Überdramatisierung. Gerade durch die zurückhaltende Darstellung wird die Wucht der Ereignisse umso spürbarer.</p>
<p>Auch die gesellschaftliche Dimension des Romans ist bemerkenswert. <em>„Lebensbande“</em> macht deutlich, wie eng das Handeln Einzelner und gesellschaftliche Rahmenbedingungen miteinander vernetzt sind. Die Figuren agieren nicht im luftleeren Raum, sondern innerhalb von Strukturen, die ihnen Grenzen setzen. Diese Strukturen – politische Systeme, gesellschaftliche Erwartungen, historische Umstände – sind  allgegenwärtig. Der Roman zeigt eindrücklich, wie Menschen sich anpassen, wie sie versuchen zu überleben, und wie sie dabei manchmal Entscheidungen treffen, deren Folgen sie selbst nicht überblicken können.</p>
<h3>Die richtige Sprache</h3>
<p>Die Sprache des Romans ist dabei bewusst schlicht und ruhig gehalten. Borrmann verzichtet auf ausschweifende Beschreibungen oder komplizierte Satzkonstruktionen. Stattdessen schreibt sie klar, präzise und unaufgeregt. Es ist gerade diese Klarheit, die dem Text eine besondere Wirkung verleiht. Borrmann lässt den Ereignissen und den Figuren Raum, für sich selbst zu wirken, Gefühle werden nicht breit ausformuliert, sondern oft nur angedeutet – und dadurch umso eindringlicher. Man liest zwischen den Zeilen, ergänzt das Ungeschriebene und stellt fest, wie langsam eine große Nähe zu den Figuren entsteht.</p>
<p>Diese ruhige Erzählweise passt hervorragend zum Thema des Romans. Sie unterstreicht die Unausweichlichkeit der Ereignisse und die Tragik vieler Lebensläufe. Nichts wirkt konstruiert oder künstlich zugespitzt; vielmehr entsteht der Eindruck, dass sich alles genau so zugetragen haben könnte.</p>
<p>Dass sich vieles in ähnlicher Form tatsächlich derart zugetragen hat, beschreibt die Autorin im Nachwort. Diese Authentizität trägt wesentlich dazu bei, dass das Gelesene lange nachwirkt.</p>
<p>Am Ende bleibt ein starkes Gefühl von Verbundenheit – nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Titel <em>„Lebensbande“</em> ist dabei als äußerst treffend: Die Bande, die Menschen miteinander verbinden, sind oft unsichtbar, aber sie sind von dauerhafter Kraft. Sie bestehen aus Erinnerungen, aus Schuld, aus Liebe, aus Verlust – und sie lassen sich nicht einfach lösen.</p>
<h3>Mein Resümee</h3>
<p>Mechtild Borrmann gelang ein Roman, der still beginnt, der lange im Gedächtnis bleibt. Besonders beeindruckend ist, wie klar sie zeigt, dass Menschen in vielen Situationen nicht frei handeln können, sondern von äußeren Umständen geprägt und gelenkt werden.</p>
<p>Diese Einsicht ergibt sich ganz selbstverständlich aus den Geschichten der Figuren. Gerade deshalb wirkt sie so nachhaltig. <em>„Lebensbande“</em> ist ein Buch, das nicht nur während der Lektüre berührt, sondern bei mir noch lange danach nachhallt – leise, aber eindringlich.</p>
<p><strong>Nach der letzten Seite lege ich das Buch zur Seite und nehme mir erst einmal eine Pause um durchzuatmen.  </strong><br /><strong>Denn dieser Roman ist wirklich überwältigend.</strong></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Michael Jensen: Bluthunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 02:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jensen, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Die Brüder Sass]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jensen]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenkriegszeit:]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein raffinierter historischer Krimi aus dem Berlin der Zwischenkriegszeit Mit diesem 5. und letzten Band endet die Reihe rund um die Gebrüder Sass und ihr Syndikat. Man trägt sich schon länger mit dem Gedanken, sich zur Ruhe zu setzen, denn die Polizei, die unter Ernst Gennat einen Modernisierungsschub erlebt hat, ist ihnen auf den Fersen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ein raffinierter historischer Krimi aus dem Berlin der Zwischenkriegszeit</strong></p>
<p>Mit diesem 5. und letzten Band endet die Reihe rund um die Gebrüder Sass und ihr Syndikat. Man trägt sich schon länger mit dem Gedanken, sich zur Ruhe zu setzen, denn die Polizei, die unter Ernst Gennat einen Modernisierungsschub erlebt hat, ist ihnen auf den Fersen. Vor allem der Polizist Max Fabich hat sich zu seiner Lebensaufgabe gemacht, den Brüdern Sass das sprichwörtliche Handwerk zu legen. Da hilft es wenig, dass Paul Konter, Kriminalbeamter und Lebensgefährte von Antonia Sass, den einen oder anderen Tipp gibt, einen Bruch zu unterlassen.</p>
<p>Einen letzten Coup wollen Franz und Max Sass landen: Sie wollen in die Disconto-Bank einbrechen, in der die NSDAP ihr Schwarzgeld in Millionenhöhe in Schließfächern gelagert hat. Doch damit legen sie sich mit einem Gegner an, bei dem sie nur verlieren können: Joseph Goebbels. Der ist zwar Ende der 1920er-Jahre noch nicht auf dem Zenith seiner Macht, doch die Bluthunde der SA terrorisieren neben Juden und Sozialisten auch alle jene, die ihrer Weltanschauung entgegenstehen. Das bekommt auch Georg Sass, der bei einer Roma-Familie lebt, schmerzhaft zu spüren.</p>
<p>Ob der Coup gelingt, müsst ihr schon selbst lesen!</p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>Michael Jensen ist es wieder sehr gut gelungen Fakten und Fiktion zu verbinden. Historische Personen wie die Brüder Sass, Max Fabich, Ernst Gennat und Joseph Goebbels werden durch fiktive Charaktere in ihren Handlungen unterstützt. Die gelungene Mischung aus historischer und kriminalistischer Spannung macht die Geschichte fesselnd und interessant. Damit lässt der Autor das Berlin der Zwischenkriegszeit lebendig auferstehen. Der Tanz auf dem Vulkan beginnt. In wenigen Jahren wird Adolf Hitler die Macht sich reißen und Deutschland innerhalb weniger Wochen nach seinen Vorstellungen umgestalten.</p>
<p>Ich kenne alle Teile dieser Reihe sowie auch jene Serie, in der Jens Druwe, der hier als Assistent von Paul Konter seine Karriere bei der Berliner Kripo beginnt, die Hauptrolle verkörpert. Ob wir demnächst Kriminalroman lesen werden, die diese beiden Reihen verbinden? Interessant wäre dies schon!</p>
<p>Wie wir es von Michael Jensen gewöhnt sind, ist auch dieser Krimi hier penibel recherchiert und fesselnd erzählt. Die Figuren sind vielschichtig und authentisch in ihren Handlungen.</p>
<p>Die gewählte Perspektive, nämlich jene des Syndicats, gibt einen sehr guten Einblick in die Welt des Verbrechens. Dabei ist die Familie Sass eine ganz normale Familie, Meinungsverschiedenheiten inklusive. Wer hätte gedacht, dass sich auch Panzerknacker bei Kollegen weiterbilden?</p>
<p>Im Anhang berichtet Michael Jensen über das weitere Schicksal der Brüder Sass. Das wirkliche Leben von Franz und Erich Sass wird im März 1940 im KZ Sachsenhausen gewaltsam beendet.</p>
<p>Der Familienname Sass wird in Flüsterwitzen weiterleben. Zwei Beispiele gefällig?<br />„Frage: „Wie buchstabiert man Deutschlands bekannteste Verbrecher?“ Anwort: „S-A-S-S““<br />„Frage:“ Wer hat den Reichstag angezündet?“ Anwort: “Die Gebrüder SASS!“ (= SA und SS)“</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Wer einen fesselnden, historischen Krimi während einer politisch brisanten Zeit lesen will, ist hier genau richtig. Gerne gebe ich diesem raffiniert konstruierter Krimi über Mut, Gier und Loyalität, der auf wahren Ereignissen beruht, 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.</p>
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		<title>Günter Neuwirth: Reigen in Triest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 02:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuwirth, Günter]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<category><![CDATA[Donaumonarchie]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Gmeiner Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Neuwirth]]></category>
		<category><![CDATA[Inspector Bruno Zabini]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Triest]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Wort &#8222;Reigen&#8220; im Titel ist ein gar nicht zweideutiger Hinweis auf Arthur Schnitzlers &#8222;Reigen&#8220;. Von Beginn an zeichnet sich ab, dass Buch Nr. 6 mit Inspector Bruno Zabaini ein Roman der etwas unmoralischen Art werden könnte. Die Szenerie erinnert mich zunächst an gleich mehrere Schauplätze aus Büchern, Filmen und TV-Serien. Die herrlich gelegenen Villa [&#8230;]]]></description>
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<p>Das Wort &#8222;Reigen&#8220; im Titel ist ein gar nicht zweideutiger Hinweis auf Arthur Schnitzlers &#8222;Reigen&#8220;. Von Beginn an zeichnet sich ab, dass Buch Nr. 6 mit Inspector Bruno Zabaini ein Roman der etwas unmoralischen Art werden könnte.<span id="more-33139"></span></p>
<p>Die Szenerie erinnert mich zunächst an gleich mehrere Schauplätze aus Büchern, Filmen und TV-Serien. Die herrlich gelegenen Villa der Baronin Luise von Callenberg in der Nähe von Triest, in der sich drei befreundete Paare für ein entspanntes Wochenende einfinden. Die Beschreibung der Protagonisten, der Anreise und der Örtlichkeit würde auch zu bekannten Schiffs- und Hotelromanen und -serien passen, die ganze Atmosphäre hat ein wenig von englischer Romanze auf Cornwall.</p>
<p>Günter Neuwirth lässt es sehr heftig knistern, Liebe, Freundschaft, Romantik und Leidenschaft liegen in der Luft. Lange dachte ich, dass das quasi das Vorspiel zum Krimiteil ist, musste aber lesen, dass es den (Krimiteil) in Wahrheit gar nicht gibt. Im Gegenteil: aus Andeutungen wird Erotik, die sich auch nicht scheut, manchmal ins Pornografische abzudriften. Der Inhalt entfernt sich zunehmend von &#8222;Love Boat&#8220; oder &#8222;Hotel&#8220; zu &#8222;50 Shades of &#8230; &#8222;. Im Gegensatz zu Arthur Schnitzler nimmt sich Günter Neuwirth bei seinen Beschreibungen kein Blatt vor den Mund.</p>
<p>Durchsetzt ist alles mit Erzählungen aus dem Leben der sechs Menschen, die sich in der Villa zusammengefunden haben, womit Günter Neuwirth zugleich auch die geltenden Konventionen und gesellschaftlichen Regeln zur Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert streift. </p>
<p>Während sich drinnen schön langsam so etwas wie eine orgiastische Atmosphäre à la Fellini entwickelt, schleichen rund um die Villa dunkle Gestalten. Das wilde Treiben der drei Paare ist durch die hell erleuchteten Fenster oft sehr deutlich sichtbar und auch der in der Villa vorhandene Reichtum ist der Unterwelt nicht verborgenen geblieben. Das alles lockt unerwünschte Besucher an.</p>
<p>Ein klein wenig Krimianteil ist am Ende also doch noch dabei, im Wesentlichen bleibt Neuwirts <em>Reigen</em> aber eine erotische Geschichte, mehr erregend als aufregend.</p>
<p>Zwar hat Günter Neuwirt seinem Hauptdarsteller Bruno Zabaini schon immer ein recht intensives Liebesleben auf den Leib geschrieben &#8211; diesmal aber ist es mir einfach zu viel davon.</p>
<p>Für Freunde des Erotik-Genres wird dies wohl ein gelungener Roman sein. Da ich aber nach den ersten fünf Romanen der Reihe mit völlig anderen Erwartungen eingestiegen bin und mich auf einen historischen Krimi gefreut habe, ist meine Begeisterung stark eingeschränkt.</p>
<p>Erwartung und Ergebnis haben für mich diesmal einfach nicht zusammengepasst (Zudem lese ich keine Erotikromane &#8211; und werde nach diesem auch nicht damit weitermachen).</p>
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		<title>Appollo &#038; Brüno: Lucky Luke &#8211; Dakota 1880</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 02:37:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Appollo]]></category>
		<category><![CDATA[Comic & Graphic Novels]]></category>
		<category><![CDATA[Brüno]]></category>
		<category><![CDATA[Egmont Comic Collection]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Jöken]]></category>
		<category><![CDATA[Lucky Luke]]></category>
		<category><![CDATA[Western]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war auch an der Zeit: endlich wird der Frage nachgegangen, ob es Lucky Luke wirklich gab. Es gab natürlich eine Zeit, als der &#8222;Lonesome Cowboy&#8220; noch nicht einsam auf dem Rücken von Jolly Jumper durch die Prärien zog. Damals, als er noch dabei war, seinen Ruf als &#8222;Der Mann, der schneller zieht als sein [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Es war auch an der Zeit: endlich wird der Frage nachgegangen, ob es Lucky Luke wirklich gab.</strong><span id="more-33110"></span></p>
<p>Es gab natürlich eine Zeit, als der &#8222;Lonesome Cowboy&#8220; noch nicht einsam auf dem Rücken von Jolly Jumper durch die Prärien zog. Damals, als er noch dabei war, seinen Ruf als &#8222;Der Mann, der schneller zieht als sein Schatten&#8220; zu erlangen, hatte Lucky Luke einen Job Begleiter von Postkutschen. Quasi Kutschen-Security, weil der Wilde Westen war ja bekanntlich überaus wild.</p>
<p>Zu jeder Jahreszeit, an weit entfernte Orte: so kam Luke, das &#8222;Lucky&#8220; kam erst später dazu, im Land herum und sein Name wurde immer bekannter. Natürlich traf er dabei auf viele Menschen, manche rechtschaffen, manche weniger und manche berühmt oder auf dem Weg, berühmt zu werden. </p>
<p>Diese 7. Lucky-Luke-Hommage wurde von Appollo getextet und von Brüno gezeichnet und ist durch einen ganz eigenen Stil charakterisiert. Zum einen wird alles aus der Perspektive eines Begleiters erzählt, der lange Zeit mit dem Helden unterwegs war. Zum anderen sind die Zeichnungen in einem Stil verfasst, der beinahe daran glauben lässt, es wären Momentaufnahmen der damaligen Ereignisse &#8211; Film gab es ja noch nicht. Das passt alles wunderbar zusammen!</p>
<p>Endlich sind sie also nachzulesen, diese 7 Geschichten aus Lucky Lukes frühen Jahren und sie sind alle genauso wahr, wie es hier nachzulesen ist. Ebenso wahr ist, dass er alle diese Menschen traf, die in diesen Geschichten eine Rolle spielen und ebenso wahr ist, dass die Wissenschaft den echten Lucky Luke natürlich auch schon aufgespürt hat.</p>
<p><strong>Aber auch falls das alles nicht doch wahr sein sollte: </strong><br /><strong>Dann ist es gut erfunden und überaus unterhaltsam!</strong></p>
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