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	<title>Das Literatur Blog</title>
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	<description>Buchbesprechungen von LeserInnen für LeserInnen</description>
	<lastBuildDate>Sat, 06 Jun 2026 04:26:55 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Cay Rademacher: Bedrohliche Alpilles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 01:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Rademacher, Cay]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas' Favoriten 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Capitaine Roger Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Cay Rademacher]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Provence]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Dumont]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit diesem 13. Fall gibt es so etwas wie einen Neustart für die Karriere von Capitaine Roger Blanc: Er wird, niemand ist davon mehr überrascht als er selbst, in eine neue Abteilung versetzt. Unter der Leitung seines alten Vorgesetzten Colonel Nkoulou sollen Cold Cases neu aufgerollt und gelöst werden. Es haben sich zu viele davon [&#8230;]]]></description>
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<p>Mit diesem 13. Fall gibt es so etwas wie einen Neustart für die Karriere von Capitaine Roger Blanc: Er wird, niemand ist davon mehr überrascht als er selbst, in eine neue Abteilung versetzt. Unter der Leitung seines alten Vorgesetzten Colonel Nkoulou sollen Cold Cases neu aufgerollt und gelöst werden. Es haben sich zu viele davon angesammelt, so viel, dass es an der Zeit war, dafür die besten Leute zusammenzuholen und endlich Antworten zu finden.<span id="more-33517"></span></p>
<p>Mit dabei ist ein Teil seinen alten Teams, ergänzt um zwei Neue, die sich schon bald in die Arbeitsweise von Blanc und seinen Leuten integrieren. Mehr Leute, mehr Köpfe, mehr Ideen: reicht das aus, um den ersten Fall der neuen Abteilung zu lösen?</p>
<p>Dieser erste Fall hat sich sechs Jahre zuvor zugetragen. Er betrifft den ungeklärten Mord an einem Ehepaar und einem zufällig am Ort des Geschehens anwesenden Radfahrer. Nur durch Glück überlebte die damals sechsjährige Tochter des Ehepaares schwer verletzt. </p>
<p>Soweit es damals ermittelt werden konnte, wollte das Ehepaar Damian und Ute Mayer, das schon viele Jahre zuvor aus Deutschland in die Provence übersiedelte, eine Wanderung unternehmen, als ein Unbekannter an Ihr Auto trat und mit gezielten Pistolenschüssen durch das geöffnete Fenster zuerst den Ehemann und dann die Ehefrau ermordete. Der zufällig anwesende Radfahrer wurde Zeuge, wollte, so die Annahme, helfen und wurde dabei quasi hingerichtet. Erst dann habe der Täter die Tochter auf dem Rücksitz bemerkt und zuerst auf sie geschossen und dann auf sie eingeschlagen. Hielt er auch sie für tot? </p>
<p>Das ist jedenfalls das Szenario, das die Polizei damals als das wahrscheinlichste annahm und die Ermittlungen danach ausrichtete.</p>
<p>Was der Truppe um Roger Blanc bei der ersten Durchsicht der alten Unterlagen gleich auffällt: alle Beteiligten, alle damals einvernommen Zeuginnen und Zeugen sind in irgendeiner Art und Weise miteinander verbunden. Ob durch ihre Arbeit oder privat, es gab eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten. Und dennoch konnte damals kein Täter ermittelt werden.</p>
<p>Eine Herausforderung für die neue Abteilung der Polizei, nach so langer Zeit zu einer Lösung zu kommen. Wer kann sich noch und wie genau erinnern? Gibt es überhaupt neue Spuren, die damals unentdeckt blieben?  Ist der Mörder weiterhin vor Ort und beobachtet die Arbeit der Polizei?</p>
<p>Beinahe akribisch beschreibt Rademacher wie ein Cold Case neu aufgerollt wird.</p>
<p>Die Handlung und der Fortgang der Ermittlung wirken so glaubhaft und realistisch, es könnte alles auch auf einem tatsächlichen Kriminalfall basieren (was ja auch, wenigstens was die Idee betrifft, der Wahrheit entspricht).</p>
<p>Zudem basiert die Handlung des Romans einerseits auf den örtlichen Gegebenheiten, andererseits basiert vieles auf tatsächlich stattgefundenen Ereignissen (mehr dazu im Nachwort des Buches).</p>
<p>Orte, Straßen, Häuser und die Landschaft sind so detailreich beschrieben, dass man sich richtiggehend h in das südliche Flair der Provence hineinversetzen kann. Wie immer in seinen Romanen hat Cay Rademacher dabei wohl viel von seinen persönlichen Eindrücken aus seiner Wahlheimat im Süden Frankreichs mit verarbeitet.</p>
<p><strong>Zusammengefasst</strong></p>
<p>Mit der Versetzung von Roger Blanc erfährt die Buchreihe so etwas wie einen neuen Schub. Nicht, dass es nach den bisherigen zwölf Krimis langweilig geworden wäre, das hat Cay Rademacher mit immer wieder gut dosiert eingebrachten Wendungen in der Handlung und im Lebensumfeld seiner Protagonisten schon bisher nicht zugelassen. </p>
<p>Mit der neuen Abteilung ändert Rademacher unter anderem auch die Erzählperspektive und den Stil der Ermittlungen. Jetzt geht es nicht mehr darum, rasch Ergebnisse zu erzielen, bevor die Spuren erkalten. Alles dreht sich um das Durchforsten der alten Akten, die Suche nach dem, was damals übersehen wurde und die Inspiration, aus den Erkenntnissen zu neuen Schlüssen zu kommen.</p>
<p>Es lässt sich gewissermaßen hautnah miterleben, wie erst mühselig neue Ansätze gefunden werden müssen, bevor sich ein Erkenntnis-Stück in das nächste fügt. Falsche Spuren sind auch dabei, aber es entsteht ein immer deutlicheres Bild davon, was damals geschah.</p>
<p>Das alles gelingt wirklich perfekt und mit zunehmender Spannung wird die Handlung auch immer interessanter und noch überzeugender.</p>
<p>Für mich macht das in Summe aus dem 13. Fall mit Capitaine Roger Blanc den bisher besten Krimi einer Reihe, die ich auch bisher schon immer mit Freude und Begeisterung gelesen habe.</p>
<p><strong>&#8222;Bedrohliche Alpilles&#8220; gehört für mich zu den Top-Krimis des Jahres 2026!<br /></strong>(Noch mehr als bisher schon freue ich mich auf das nächste Buch der Reihe)</p>
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		<item>
		<title>Emile Gaboriau: Die Affäre Lerouge</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/06/emile-gaboriau-die-affaere-lerouge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 01:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gaboriau, Emile]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Emile Gaboriau]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Flonger]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
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					<description><![CDATA[160 Jahre ist dieser Kriminalroman bereits alt und wirkt mit seiner Grundidee und seinem Spannungsbogen doch moderner als viele Krimis unserer Gegenwart. &#8222;Die Affäre Lerouge&#8220; wird als einer der ersten richtigen Kriminalromane bezeichnet. Der Autor Emile Gaboriau schuf mit seinem Roman eine Art Vorlage für viele weitere Krimiklassiker, die nachfolgten. Eine Figur aus dem Roman [&#8230;]]]></description>
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<p>160 Jahre ist dieser Kriminalroman bereits alt und wirkt mit seiner Grundidee und seinem Spannungsbogen doch moderner als viele Krimis unserer Gegenwart.<span id="more-33494"></span></p>
<p>&#8222;Die Affäre Lerouge&#8220; wird als einer der ersten richtigen Kriminalromane bezeichnet. Der Autor Emile Gaboriau schuf mit seinem Roman eine Art Vorlage für viele weitere Krimiklassiker, die nachfolgten.</p>
<p>Eine Figur aus dem Roman wirkt tatsächlich wie das Urmodell berühmter Ermittler: Monsieur Tabaret ist ein älterer Herr, dem man seine Kombinationsgabe und seinen wachen Geist auf den ersten Blick so gar nicht ansieht. Als er auf Wunsch von Inspektor Lecoq am Ort des Verbrechens erscheint, sind der Kriminalkommissar und der Untersuchungsrichter so gar nicht begeistert. </p>
<p>Denn was soll dieser Mann denn schon zur Auflösung des Falles beitragen?</p>
<p>Der Fall, das ist der Tod der Witwe Lerouge. Die alte Dame wurde in ihrem Haus ermordet. Ein simpler Fall, der sich nach ein paar Fragen in der Nachbarschaft einfach wird lösen lassen? Jedenfalls analysiert Monsieur Tabaret scharfsinnig die Spuren und präsentiert schon bald einen logischen Ablauf des Geschehens. Damit scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Täter dingfest gemacht wird.</p>
<p>Doch ganz so simpel ist es nicht, denn auch Monsieur Tabaret könnte sich irren. Hat er am Ende gar den falschen Mann als Täter identifiziert? Es folgt eine Ermittlung voller Überraschungen und vermeintlich deutlicher Spuren, während der ein Unrecht aus Tageslicht kommt, das schon einige Jahrzehnte zurückliegt. Was jetzt geschehen ist, ist ganz unzweifelhaft die Folge davon &#8211; nur die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen erweist sich als nicht einfach, denn einer der Beteiligten spielt ein überaus raffiniertes Spiel mit falschen Hinweisen.</p>
<p><strong>Der Roman ist für mich eine überaus positive Überraschung.</strong></p>
<p>Da ist einmal die aus dem Jahr 1972 stammende Übersetzung ins Deutsche, die viel von der Atmosphäre, den Umgangsformen und dem Charakter der Polizeiarbeit der 1860er-Jahre vermittelt. Dazu der überaus gelungene Spannungsaufbau, der sich &#8211; wie auch im Nachwort beschrieben &#8211; aus der ursprünglichen Erscheinungsform als Fortsetzungsroman ergibt. Das Ende jedes Kapitels musste die Leserschaft so sehr fesseln, dass sie auch die nächste Ausgabe kaufte. Es ist also nicht nur zum Ende zu, sondern auch von Kapitel zu Kapitel spannend.</p>
<p>Die Story selbst ist raffiniert aufgebaut; auch wenn man selbst versucht, die Lösung zu erahnen, so wird man doch immer wieder schwankend werden, ob es denn nun wirklich so ausgehen könnte. Jede Wendung scheint ganz logisch zu sein, auch wenn sie doch ein anderes Ende erwarten lässt</p>
<p>Zum Schluss noch die Figur des Monsieur Tabaret, in dem man schon Wesenszüge einiger seiner später in die Krimiwelt eintretenden berühmten Detektive wie Sherlock Holmes oder Hercule Poirot erkennen kann.</p>
<p><strong>Zusammengefasst:</strong></p>
<p>Für Fans klassischer Kriminalromane ist &#8222;Die Affäre Leroge&#8220; eine eindeutige Empfehlung wenn nicht sogar ein unbedingtes Muss!</p>
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		<title>Martina Parker: Ausgstochen</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/06/martina-parker-ausgstochen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 01:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Parker, Martina]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Gmeiner Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Klub der Grünen Daumen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier, im Südburgenland, kommen alle Geheimnisse ungeschönt ans Tageslicht &#8230; Martina Parker hat es also schon wieder getan! Nämlich einen Gartenkrimi veröffentlicht, den vierten rund um Vera Horvath. Diesmal ist der Krimi in der Vorweihnachtszeit angesiedelt und enthält südburgenländische Bräuche sowie Gartentipps für den Winter.  Worum geht’s?  Unter dem Weihnachtsbaum des Pannonischen Adventmarkt liegt eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Hier, im Südburgenland, kommen alle Geheimnisse ungeschönt ans Tageslicht &#8230;</strong></p>
<p>Martina Parker hat es also schon wieder getan! Nämlich einen Gartenkrimi veröffentlicht, den vierten rund um Vera Horvath.<span id="more-33364"></span></p>
<p>Diesmal ist der Krimi in der Vorweihnachtszeit angesiedelt und enthält südburgenländische Bräuche sowie Gartentipps für den Winter. </p>
<p>Worum geht’s? </p>
<p>Unter dem Weihnachtsbaum des Pannonischen Adventmarkt liegt eine Leiche. Es ist der Bürgermeister, der mit vielen seiner Mitbürger im Clinch liegt. Sofort wird der Dunkel-Tom verdächtigt, denn der hat kurz zuvor eine mehr als verbale Auseinandersetzung mit dem Dorfchef.  </p>
<p>Vera Horvath, die Lokalreporterin und on/off-Freundin von Tom, beginnt zu recherchieren. Dabei kommen interessante Tatsachen ans Licht. Zum einen verfasst die Witwe des Bürgermeisters erotische Bücher und zum anderen macht ein Zuagroaster aus einer Madonnenstatue Kleinholz. Und wer ist jener Unbekannte, der mit einem Schmuckstück von Haus zu Haus zieht und eigenartige Fragen stellt? </p>
<p>Die Damen des Klubs der grünen Daumen haben es aber nicht nur mit den Spekulationen rund um den toten Bürgermeister zu tun, sondern auch mit dem Backen von Weihnachtskeksen, Aussuchen der Weihnachtsbäume und Tipps für den winterlichen Garten zu tun.   </p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong></p>
<p>Auch der vierte Gartenkrimi ist sehr gut gelungen. Martina Parker versteht es, der dörflichen Gemeinschaft das eine oder andere Geheimnis zu entreißen. Ob es sich dabei um ein Kochrezept oder die Folgen einer vorehelichen Beziehung handelt, ist dabei einerlei. Am Ende kommt alles ans Licht &#8211; ungeschönt. </p>
<p>Wie schon in den Vorgängern wird jedem Kapitel ein Gartentipp vorangestellt. Diesmal gibt es noch Gedanken eines vorerst Unbekannten, die dann im Laufe des Krimis zugeordnet werden können. </p>
<p>Ich bin recht bald hinter das Geheimnis des toten Bürgermeisters gekommen.  </p>
<p>Die Charaktere sind wie immer sehr gut gelungen. Diesmal erhält die schrullige Hilda, Veras Mutter, noch ein bisschen mehr Raum, nervt allerdings nicht ganz so wie sonst. Mit ihrer Art sorgt sie für skurrile Auftritte und zeigt, dass man auch im fortgeschrittenen Alter auf TikTok präsent sein kann.  </p>
<p>Ich mag die Dialektpassagen, die natürlich (in den Fußnoten) ins Hochdeutsche übersetzt werden. </p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Gerne gebe ich diesem Krimi, der mich bestens unterhalten hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Bitte die Reihe unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen und bei Band 1 („Zuagroast“) beginnen. Man brächte sich sonst um ein großes Lesevergnügen. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Deon Meyer: Der Tag des Skorpions</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/deon-meyer-der-tag-des-skorpions/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 01:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Meyer, Deon]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbau Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Deon Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Stefanie Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Rütten & Loening]]></category>
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					<description><![CDATA[Gleich vorweg: &#8222;Der Tag des Skorpions“ ist ein Thriller, der weniger auf spektakuläre Action dafür mehr auf beharrliche Ermittlungsarbeit setzt. Und gerade darin findet sich die Spannung dieses Romans. Denn diesmal stehen Vaughn Cupido und Bennie Griessel gleich vor zwei Fällen, die zunächst kaum greifbar erscheinen: ein Mord und eine Brandstiftung – und in beiden [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gleich vorweg: &#8222;Der Tag des Skorpions“ ist ein Thriller, der weniger auf spektakuläre Action dafür mehr auf beharrliche Ermittlungsarbeit setzt. Und gerade darin findet sich die Spannung dieses Romans. <span id="more-33514"></span></p>
<p>Denn diesmal stehen Vaughn Cupido und Bennie Griessel gleich vor zwei Fällen, die zunächst kaum greifbar erscheinen: ein Mord und eine Brandstiftung – und in beiden Fällen verlieren sich die wenigen vorhandenen Spuren bald im Nichts.</p>
<p>Die Ermittlungen verlaufen deshalb nicht entlang klarer Hinweise oder genialer Geistesblitze, sondern über mühsame Polizeiarbeit. Cupido und Griessel müssen sich durchfragen, an Türen klingeln, Gesprächspartner aufsuchen und immer wieder feststellen, dass sich eine vermeintlich heiße Spur kurz darauf doch wieder als Sackgasse entpuppt. Genau diese zähe, oft frustrierende Suche nach Zusammenhängen macht den Roman glaubwürdig. Meyer zeichnet Polizeiarbeit nicht als glamouröse Jagd, sondern als mühevollen Prozess, bei dem Geduld und Erfahrung wichtiger sind als spektakuläre Methoden.</p>
<p>Dabei gelingt es ihm, die Spannung kontinuierlich zu steigern. Denn im Hintergrund läuft bereits der Countdown zu einem Treffen der BRICS-Staaten in Südafrika. Je näher dieses politische Großereignis rückt, desto größer wird der Druck auf die Ermittler. Ein Hinweis deutet nämlich darauf hin, dass ein Attentat geplant sein könnte. Sobald die internationalen Vertreter zusammentreffen, könnte es zu spät sein. Dadurch erhalten selbst scheinbar belanglose Gespräche und kleine Hinweise plötzlich ein enormes Gewicht; denn was wäre, wenn es während des Treffens tatsächlich zu einem erfolgreichen Attentat kommen würde? </p>
<p>Wie in vielen seiner Romane verbindet Meyer auch diesmal die Kriminalhandlung eng mit der politischen und gesellschaftlichen Situation Südafrikas. Dabei geht es nicht nur um die Themen, die man willkürlich mit Südafrika verbindet, wie Korruption oder Machtstrukturen. Es geht auch um grundsätzliche moralische Fragen.</p>
<p>Der Roman stellt die Überlegung in den Raum, wie weit ein demokratischer Staat in seinen außenpolitischen Beziehungen gehen darf. Ist es angemessen, enge Partnerschaften mit Staaten zu pflegen, in denen Menschenrechte missachtet werden und Gewalt ein selbstverständliches Mittel staatlicher Interessenpolitik darstellt? Betrachtet man die Zusammensetzung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/BRICS">BRICS-Vereinigung</a>, sieht, wer dort am Tisch sitzt, dann wirkt diese Frage alles andere als theoretisch.</p>
<p>Meyer formuliert diese Kritik jedoch nicht belehrend. Vielmehr lässt er unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderprallen und bindet politische Diskussionen organisch in die Handlung ein. Dadurch bleibt der Roman auch dort spannend, wo es um gesellschaftliche und moralische Themen geht.</p>
<p>Ebenso eindringlich ist eine weitere Frage, die mit Fortdauer der Handlung immer deutlicher wird: Wie weit darf jemand gehen, wenn das Rechtssystem versagt? Wann wird aus nachvollziehbarer Wut Selbstjustiz? Und kann persönliches Leid ein Recht auf Rache begründen? Meyer liefert darauf keine einfachen Antworten. Gerade dadurch gewinnen viele Figuren an Tiefe, weil ihre Motive nachvollziehbar bleiben, auch wenn ihre Entscheidungen problematisch sind.</p>
<p>Neben der inhaltlichen Ebene sind natürlich auch die beiden Hauptfiguren Garanten für einen gelungenen Roman. Bennie Griessel wirkt erneut als erfahrener Ermittler mit Ecken und Kanten, während Vaughn Cupido mit seiner direkteren und oft emotionalen Art für Dynamik sorgt. Die Dialoge zwischen den beiden bringen immer wieder trockenen Humor in die Handlung und verhindern insgesamt, dass der Roman zu pessimistisch wirkt.</p>
<p>„Der Tag des Skorpions“ ist also, alles zusammen genommen, mehr als ein klassischer Krimi. Der Roman verbindet die detailgenaue Beschreibung präziser Ermittlungsarbeit mit politischen Fragen und moralischen Grauzonen.</p>
<p>Gerade weil die Fälle zunächst kaum greifbar sind und sich Hinweise immer wieder auflösen, entsteht eine Spannung, die bis zum Ende anhält. &#8222;Der Tag des Skorpions&#8220; ist ein Thriller, der nicht nur fesselt, sondern ein wenig auch zum Nachdenken über Recht, Verantwortung und politische Moral motiviert.<br /><br /><strong>Typisch Deon Meyer eben!</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gabriele Reiterer: Anna Plochl</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/gabriele-reiterer-anna-plochl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 01:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Reiterer, Gabriele]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[Buchreihe: Reihenweise kluge Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriele Reiterer]]></category>
		<category><![CDATA[Habsburger]]></category>
		<category><![CDATA[Molden]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Biografie der Anna von Meran, geborene Plochl ist der 11. Teil der Serie „Reihenweise kluge Frauen“ aus dem Verlag Molden.  Zu Anna Plochl (1804 –1885), die im Alter von 15 Jahren Erzherzog Johann (1782-1852) begegnet ist, gibt es zahlreiche romantische Filme und einige Romane, jedoch bislang kaum als historisch verbürgte Fakten einzustufende Informationen. Fast [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Biografie der Anna von Meran, geborene Plochl ist der 11. Teil der Serie „Reihenweise kluge Frauen“ aus dem Verlag Molden. </p>
<p>Zu Anna Plochl (1804 –1885), die im Alter von 15 Jahren Erzherzog Johann (1782-1852) begegnet ist, gibt es zahlreiche romantische Filme und einige Romane, jedoch bislang kaum als historisch verbürgte Fakten einzustufende Informationen. Fast alles, was über sie geschrieben und erzählt wird (und wurde), endet mit der Hochzeit mit dem Habsburger im Jahr 1829. Über ihren weiteren Lebensweg an der Seite des als Reformer der steirischen Landwirtschaft und Gründer zahlreicher Schulen bekannten Erzherzogs, ist bislang wenig bekannt. Welchen Anteil sie an den Reformen der Landwirtschaft, die Johann zugeschrieben werden, hat, enthüllt die Kunsthistorikerin Gabriele Reiterer in dieser umfassenden Biografie. Dafür hat Reiterer in unzähligen Archiven geforscht und hat erstmals Zugriff auf das Familienarchiv der Familie Meran erhalten.</p>
<p>Wer ist sie nun, diese Anna Plochl, die als kleinbürgerliche Posthalterstochter in eine der mächtigsten Dynastien des 19. Jahrhunderts einheiratet?</p>
<p>Nach dem Intro erfahren wir in zehn Kapiteln sowie einem Epilog bislang Unbekanntes aus dem Leben der Anna Plochl, die Landwirtin, Pionierin und Habsburgerin gewesen ist:</p>
<ul>
<li>1885 Aussee &#8211; Abschied und Neubeginn</li>
<li>Die Dynastie am Abgrund</li>
<li>Das „gamsaugete“ Mädchen</li>
<li>Das ehelose Zusammenleben</li>
<li>Eine andere Art der Ehe</li>
<li>„Ich empfehle dir das Ganze“</li>
<li>Die „persona dubia“ wird Freifrau von Brandhofen</li>
<li>Anna, die Aristokratin</li>
<li>Wetterleuchten</li>
<li>Wende und Abschied</li>
</ul>
<p>Aus den zahlreichen Briefen, Tagebucheintragungen und Dokumenten gewinnt die Autorin ein interessantes Bild der Beziehung zwischen Anna und Johann, die sehr modern anmutet. Johann, der Bruder von Kaiser Franz II./I. (1768-1835), muss nicht für dynastischen Nachwuchs sorgen. Das hat der Kaiser mit 13 Kindern, davon 4 Söhne, selbst erledigt. Daher darf er, nach zehn Jahren des brüderlichen Widerstandes, die nicht standesgemäße Bürgerliche endlich heiraten. Allerdings sind beide zahlreichen Einschränkungen unterworfen. Vor allem zahlreiche Hofschranzen lassen Anna ihre Herkunft spüren, indem man sie herablassend behandelt. Dass Kinder aus einer morganatischen Ehe keinen Herrschaftsanspruch haben, ist spätestens 1918 ohnehin obsolet. Dieses Schicksal teilt ihr Sohn Franz von Meran (1839-1891) mit den Kindern des 1914 in Sarajevo ermordeten Thronfolgerpaares Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Ehefrau Sophie von Hohenberg, geborene Chotek.</p>
<p>In Laufe der Jahre wird Anna Plochl zunächst als Freifrau von Brandhofen und dann als Gräfin von Meran geadelt. Welche Rolle hier der allseits bekannte (und teils verhasste) Fürst Metternich gespielt hat, kann man hier nachlesen.</p>
<p>Anna von Meran wird ihren Mann um 26 Jahre überleben. Letztlich werden Anna und Johann im Mausoleum auf ihrem Südtiroler Anwesen, dem Schloss Schenna, beigesetzt.</p>
<p>Aufgrund der ständigen Abwesenheit ihres Ehemanns „schupft“ die bodenständige Anna die weit verzweigten landwirtschaftlichen Betriebe mit erstaunlicher Wirtschaftskompetenz und ist hoch angesehen. Man hat ja unter anderem Besitzungen in Gußwerk (Brandhof), das Radwerk in Vordernberg, in Stainz (ein Schloss mit 365 Fenstern) sowie ein großes Weingut im heutigen Slowenien. Völlig unüblich für das 19. Jahrhundert kutschiert Anna selbst, lernt schießen und schlachtet das Vieh selbst. Mit Fug und Recht kann Anna von Meran, geborene Plochl, in erster Linie als Landwirtin und Pionierin bezeichnet werden.</p>
<p>Das Buch aus dem Verlag Molden ist, ist wie die anderen Biografien dieser Reihe, als gediegenes Hardcover erschienen und eignet sich daher bestens als Geschenk. Zahlreiche Abbildungen von zeitgenössischen Gemälden, auf denen Anna verewigt ist sowie Fotos von ihren Wohnsitzen, ergänzen diese Biografie.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Gerne gebe ich dieser detaillierten Biografie einer Frau, die bislang nur romantisiert dargestellt worden ist, aber in Wirklichkeit eine Pionierin des Fortschritts gewesen ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Simon Mason: Das kalte Herz von Oxford</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/simon-mason-das-kalte-herz-von-oxford/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 01:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Mason, Simon]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Goldmann Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Mason]]></category>
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					<description><![CDATA[An einem sonnigen Nachmittag verschwindet die 4-jährige Poppy Clarke während ihre Mutter kurz mit der Erzieherin spricht, aus dem Kindergarten. Nachdem Poppys Eltern getrennt leben, steht sofort die Kindesentziehung durch den Vater im Raum, der nur ein eingeschränktes Besuchsrecht hat. Die Suche nach dem Kind verläuft erfolglos und DI Ray Wilkins, der smarte aus Nigeria [&#8230;]]]></description>
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<p>An einem sonnigen Nachmittag verschwindet die 4-jährige Poppy Clarke während ihre Mutter kurz mit der Erzieherin spricht, aus dem Kindergarten. <span id="more-33523"></span>Nachdem Poppys Eltern getrennt leben, steht sofort die Kindesentziehung durch den Vater im Raum, der nur ein eingeschränktes Besuchsrecht hat. Die Suche nach dem Kind verläuft erfolglos und DI Ray Wilkins, der smarte aus Nigeria stammende Ermittler, wird von Presse und Social Media ebenso angefeindet wie die Mutter. Wenig später wird die Leiche des kleinen Mädchens gefunden und der Täter nach wie vor unbekannt.</p>
<p>In einem parallel laufenden zweiten Handlungsstrang richtet Autor Simon Mason den Fokus auf Ray Wilkins‘ Namensvetter Ryan Wilkins, der unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen worden ist, und nun den Lebensunterhalt für sich und seinen kleinen Sohn Ryan jr. als Nachtwächter verdient. Als ein früherer Bekannter ermordet aufgefunden wird, beginnt er zu recherchieren und entdeckt einen möglichen Zusammenhang mit dem Mord an Poppy.</p>
<p>Gleichzeitig läuft ein Verfahren für Ryans Wiederaufnahme in den Polizeidienst. Bis zum Schluss wissen weder Ryan Wilkins noch wir Leser, ob die Wiedereinstellung gelingen wird, oder nicht.</p>
<p>Die Ermittlungen zu Poppys Ermordung sind komplex, denn nicht alles ist so, wie es scheint.</p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt hat mir der erste Band von Wilkins &amp; Wilkins besser gefallen, weil die Ermittler durch ihre höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten sowie ihre verschiedenen Ermittlungsansätze sich gegenseitig ergänzen. Diesmal sind die beiden mehr oder weniger solo unterwegs. Zudem nervt mich Ray Wilkins‘ Ehefrau, die mit Zwillingen schwanger ist, was ihr einige gesundheitliche Probleme bereitet. Aber muss sie, weil er die Schwangerengymnastik, wegen eines dringenden Anrufs verlassen muss, so ein Theater machen? Ich weiß ja nicht, wie es mit der medizinischen Betreuung von Schwangeren in Großbritannien bestellt ist, aber sollte sie, statt Ray zu tyrannisieren, nicht lieber fachliche Hilfe aufsuchen?</p>
<p>Ein interessanter neuer Aspekt dieses zweiten Bandes ergibt sich dadurch, dass Superintendent Dave Wallace sich für eine Wiedereinsetzung von Ryan in den aktiven Dienst bemüht. Leider überlagern die Schilderungen der privaten Probleme Rays mit seiner Frau, das ungewöhnliche Vorhaben von Wallace.</p>
<p>Wenn Kinder Opfer von Verbrechen werden, ist die Empörung groß und Verdächtige schnell bei der Hand. Doch nicht immer sind Beweise vorhanden bzw. leicht zu beschaffen. Für die Öffentlichkeit und Angehörigen sieht es häufig so aus, als ob die Polizei untätig wäre. Simon Mason beschreibt den oft mühsamen Ermittlungen, die auch die Polizisten gehörig fordern und den einen oder anderen an seine Grenzen bringt. Da muss der eine oder andere Ermittler zu unkonventionellen Maßnahmen greifen. Erst als Wilkins &amp; Wilkins inoffiziell, aber gemeinsam auf Tätersuche sind, kehrt Autor Simon Mason zu seiner früheren Form zurück.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Für mich persönlich ist dieser zweite Fall für Ryan Wilkins und Ray Wilkins nicht ganz so fesselnd wie der erste Fall, weshalb es diesmal nur 4 von 5 Sternen gibt.</p>
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		<title>Karen Sander: Die Tiefe &#8211; Verloren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 01:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sander, Karen]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Karen Sander]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Rowohlt]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Spannung und Vorfreude habe ich ihn erwartet, den dritten und letzten Band der “Tiefe”-Trilogie aus der Krimireihe „Engelhardt &#38; Krieger ermitteln“. Nun ist er endlich da und bringt hoffentlich die Auflösung der Serienmorde. „Der Täter hatte inzwischen mindestens sechs Menschen ermordet und seinen Opfern verschlüsselte Briefe geschickt. Die dechiffrierte Botschaft bestand aus einem einzigen [&#8230;]]]></description>
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<p>Mit Spannung und Vorfreude habe ich ihn erwartet, den dritten und letzten Band der “Tiefe”-Trilogie aus der Krimireihe „Engelhardt &amp; Krieger ermitteln“. Nun ist er endlich da und bringt hoffentlich die Auflösung der Serienmorde.<span id="more-33484"></span></p>
<blockquote>
<p>„Der Täter hatte inzwischen mindestens sechs Menschen ermordet und seinen Opfern verschlüsselte Briefe geschickt. Die dechiffrierte Botschaft bestand aus einem einzigen Wort: Zahltag, gefolgt von einer Ziffer. Der Brief an Toms Opfer, eine ganze Familie, die auf ihrer Segeljacht erschossen worden war, trug die Nummer eins, Holgers, eine Ärztin, die zwei. Ein weiteres Opfer war in Teterow gefunden worden, bei ihr zu Hause der Brief Nummer drei. …“</p>
</blockquote>
<p>Der Fall, den das Ermittlerteam um Mascha und Tom Engelhardt lösen muss, ist wirklich kompliziert und herausfordernd. Es scheint keine Verbindung zwischen den Opfern zu geben, Zeugenaussagen widersprechen sich und es gibt weitere Morde. Außerdem drohen die Ermittler auf eine falsche Fährte zu geraten. So steigert sich während des Lesens die Spannung kontinuierlich.</p>
<p>Mascha ermittelt mit sehr viel Geschick, gerät dabei selbst aber immer mehr in Gefahr und am Ende geht es sogar um ihr Leben. Bei ihren Ermittlungen wird sie natürlich wieder von ihrem Freund Tom Engelhardt unterstützt. Die beiden haben nun auch ihre Beziehung gegenüber ihren Arbeitskollegen öffentlich gemacht. Holger, der Stiefbruder von Mascha, ist darüber sehr verärgert. Er kann Tom überhaupt nicht ausstehen und bezeichnet ihn gerne als „Loser aus Berlin“.</p>
<p>Ich hatte auch die Hoffnung, dass Maschas Versuch, etwas über ihre leibliche Mutter zu erfahren endlich Früchte trägt. Noch ist sie nicht am Ziel, aber sie gibt nicht auf und kommt der Sache immer näher.</p>
<p>Obwohl es der letzte Band der Serie ist, endet er mit einem Cliffhanger, für den sich die Autorin sogar in ihrem Nachwort entschuldigt. Immerhin ist damit klar, dass es eine Fortsetzung geben wird und das freut mich sehr. Der Roman ist der Autorin zufolge übrigens in Südamerika entstanden, was man gar nicht glauben mag, da er so realistisch deutsch wirkt.</p>
<p><strong>Mein Fazit:</strong></p>
<p>Der Krimi beginnt recht entspannt. Die Autorin versteht es auch diesmal wieder hervorragend, den/die Leser(in) schnell wieder mit der Story aus den vorangegangenen Bänden vertraut zu machen. Und so machte es gar nichts aus, dass ich zu Beginn das Gefühl hatte, alles vergessen zu haben.</p>
<p>Auch diesmal wusste ich den flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil der Autorin sehr zu schätzen. Die Figuren wirken wieder sehr glaubwürdig und überhaupt ist die ganze Geschichte sehr gut durchdacht und äußerst realitätsnah.</p>
<p>Erst plätschert die Geschichte eher unaufgeregt dahin, aber das Ende hat es wirklich gewaltig in sich. Diesen Mörder hatte ich definitiv nicht auf dem Schirm und auch nicht die wirklich spannende Auflösung, die ganz schön an meinen Nerven gezerrt hat.</p>
<p>Zusammengefasst ist “<em>Die Tiefe: Verloren</em>” ein toller Abschluss der Serie, der für den ein oder anderen Nervenkitzel sorgt und definitiv Lust auf einen weiteren Band</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ingrid Carlberg: Marionetten</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/ingrid-carlberg-marionetten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 01:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Carlberg, Ingrid]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ingrid Carlberg]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Dahmann]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag btb]]></category>
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					<description><![CDATA[»Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche entlarvt wird.« Die schwedische Journalistin Ingrid Carlberg bekommt es in ihrem Beruf sehr häufig mit Lügen und Halbwahrheiten zu tun, als politische Propaganda sowie Desinformationskampagnen verwendet werden und die zahlreiche Politiker wie Marionetten von gefinkelten Strippenziehern wirken lassen. Was liegt daher näher, sich mit dem historischen Ursprung [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>»Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche entlarvt wird.«</strong><span id="more-33431"></span></p>
<p>Die schwedische Journalistin Ingrid Carlberg bekommt es in ihrem Beruf sehr häufig mit Lügen und Halbwahrheiten zu tun, als politische Propaganda sowie Desinformationskampagnen verwendet werden und die zahlreiche Politiker wie Marionetten von gefinkelten Strippenziehern wirken lassen. Was liegt daher näher, sich mit dem historischen Ursprung von Fake News zu beschäftigen?</p>
<p>Gleich vorweg, die Autorin startet ihre Reise in die politische Propaganda mitten im Ersten Weltkrieg, der gleich drei Monarchien ein Ende bereitet, obwohl Propaganda viel älter ist.</p>
<p>Im Mittelpunkt dieses Buches steht ein Mann, dessen Namen die meisten Leserinnen und Leser noch nicht kennen: Willi Münzenberg (1889-1940). Münzenberg, Sohn eines Gastwirtes in Erfurt, ist Sozialist, der in der Schweiz Lenin kennenlernt und sich für die Ideen der russischen Oktoberrevolution begeistert. Wenig später schließt er sich dem Spartakusbund an und gründet 1919 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und errichtet während der Weimarer Republik ein Medienimperium, das vom Gold des ehemaligen Zarenreiches finanziert wird. Hier nimmt uns Ingrid Carlberg auf die verschlungenen Wege, die das zaristische Gold genommen hat, um die Weltrevolution auszulösen, mit. Dabei deckt sie auch die Rolle Schwedens auf, das Goldbarren mit dem zaristischen Adler einschmilzt mit einer neutralen Signatur versieht und über zahlreiche Kanäle nach Deutschland und (natürlich auch) in die Schweiz bringen lässt.</p>
<p>Obwohl Münzenberg nur wenig Schulbildung hat, verfügt über ein großes Talent für meinungsbildende Statements, die für zahlreiche Machthaber wie Lenin und Stalin nützlich sind. Er schafft es, die oft hölzern und wenig mitreißende Sprache der Bolschewiki in eine damals zeitgemäße Sprache zu übersetzen und die Intellektuellen (vor allem in Europa) für den Kommunismus zu gewinnen. Das schützt ihn in seinen späten Jahren nicht, von Stalin und seinen Schergen verfolgt zu werden. Er gilt als Gegner der Nationalsozialisten, fördert aber ein nicht minder brutales Regime. Über seinen Tod im Jahr 1940 wird auch heute noch immer wieder spekuliert. Mord oder Selbstmord? Wenn Mord, wer und in wessen Auftrag? Feinde hat Willi Münzenberg genug. Denn er gilt sowohl im Westen als auch im Osten als Unperson. Im Westen, weil er bis zu seinem Tod ein revolutionärer Sozialist gewesen ist und im Osten, weil er Stalin offen kritisiert hat.</p>
<p>Bei ihren Recherchen steigt Ingrid Carlberg tief in zahlreiche bislang wenig beachtete Archive ein und fördert historische Zahlen, Daten und Fakten zu Tage. Gleichzeitig wirft sie aufschlussreiche Blicke auf die Gegenwart, die zahlreiche Parallelen zu Münzenberg aufweisen. So berichtet sie gleich im ersten Abschnitt über einen französischen Influencer, der 2021 in seinem Podcast einen Videoclip mit gefälschtem Inhalt unter seinen Followern verbreiten soll. Dieser Influencer ist allerdings nicht der einzige, der gegen Bezahlung, Fake New abgeben und die Menschen verunsichern soll.  In Zeiten von sozialen Netzwerken erreichen Nachrichten (egal ob echt oder falsch) ihre Empfänger in Sekundenschnelle und haben einen Multiplikator, bei dem einem schwindlig wird. Hier eröffnet sich wieder jene Frage, die schon zu Münzenbergs Zeiten von Hjalmar Branting gestellt worden ist:</p>
<p><strong>„Und man fragt sich manchmal, wer das alles bezahlt.“ </strong></p>
<p>Die Antwort darauf ist vielschichtig. Zum einen Medienimperien, die dem jeweiligen Agitator nahe stehen, Firmen, die sich Gewinne versprechen, wenn sie den entsprechenden Politiker unterstützen und zum anderen bezahlen jene, die eine andere Meinung haben oder die Machenschaften aufdecken, mit Verleumdung, Verfolgung und mitunter mit ihrem Leben.</p>
<p>Dieses Sachbuch von Ingrid Carlberg ist aufschlussreich, zeigt es doch, dass sich Politiker aller Zeiten der politischen Propaganda bedienen. Selbst die Ziele ähneln einander: Gewinn von Macht und Einfluss. Dass damit auch pekuniäre Vorteile für den einzelnen Strippenzieher einhergehen, ist ein offenes Geheimnis.</p>
<p>Willi Münzenbergs Methoden der politischen Propaganda werden nach wie vor kopiert und angewendet, um Desinformation zu großflächig zu verbreiten. Statt Flugzettel nun Podcast und Videoclips. Kaum jemand kann sich der Propaganda entziehen, auch wenn sie gerne als „PR-Maßnahme“ oder „Marketing“ verkauft wird. Erst kürzlich abgehaltene Wahlen in mehreren westlichen Staaten zeigen deutlich, dass auch Demokratien nicht von Propagandisten verschont werden.</p>
<p>Doch wir sind denen, die Politiker wie Marionetten am Gängelband führen nicht hilflos ausgesetzt. Fundiertes Wissen über die Mechanismen der Propaganda hilft, denn</p>
<p><strong>»Propaganda wirkt nur, solange sie nicht als solche entlarvt wird.«</strong></p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Wer sich mit Propaganda einst und jetzt beschäftigt, ist hier richtig. Ich habe dieses aufschlussreiche Buch sehr gerne gelesen und gebe ihm 5 Sterne sowie eine Leseempfehlung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Antonio Scurati: M. Das Ende und der Anfang</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/antonio-scurati-m-das-ende-und-der-anfang/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 01:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Scurati, Antonio]]></category>
		<category><![CDATA[2.Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas* Favoriten 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Scurati]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Verena von Koskull]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Klett-Cotta]]></category>
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					<description><![CDATA[Der grandiose Abschluss der grandiosen Buchreihe über Aufstieg und Fall von Benito Mussolini. Buch 5 beginnt mit Mussolini Sturz. Was für eine Schmach, als er von seinen ehemaligen Gefolgsleuten verhaften wird. Ohne die Hilfe der Deutschen wäre er im Gefängnis verrottet oder hätte er irgendwo in einem Asyl seine letzten Tage in Bedeutungslosigkeit verbracht. Hitler [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der grandiose Abschluss der grandiosen Buchreihe über Aufstieg und Fall von Benito Mussolini.</p>
<p>Buch 5 beginnt mit Mussolini Sturz. Was für eine Schmach, als er von seinen ehemaligen Gefolgsleuten verhaften wird. Ohne die Hilfe der Deutschen wäre er im Gefängnis verrottet oder hätte er irgendwo in einem Asyl seine letzten Tage in Bedeutungslosigkeit verbracht. Hitler aber braucht ihn für seinen Krieg in Italien, einen Statthalter; so tief ist der Erfinder des Faschismus gefallen.  Die direkte Konsequenz für den &#8222;Duce&#8220; ist, dass er nun auch für alle sichtbar nicht mehr als eine machtlose Marionette von Hitler ist.<span id="more-33520"></span></p>
<p>Der Faschismus ist am Ende, die viele von Mussolinis ehemaligen Getreuen haben die Seite gewechselt oder sind geflohen. Der verbliebene menschliche Abschaum soll, so will es Hitler, mit Mussolini einen neuen faschistischen Staat begründen. Mussolini soll für Ordnung sorgen, während Wehrmacht und SS das Land besetzen.</p>
<p>Der Krieg ist mit dem Jahr 1943 endgültig auf die Apennin Halbinsel zurückgekehrt von wo aus Mussolini ihn in seinem Größenwahn in die Welt hinaus trug. Statt über einem von ihm ausgerufenen wiedererstandenen römischen Imperium zu herrschen, sitzt er jetzt von Hitlers Gnaden weit weg vom Geschehen in einer Villa am Gardasee, während die Alliierten unaufhaltsam nach Norden vorrücken. Jetzt ist er nur mehr kleiner, unbedeutender, kranker Mann, der gänzlich vom Wohlwollen des &#8222;Führers&#8220; abhängig ist. Oder er war es schon lange davor, hatte es nur nicht erkannt.</p>
<p>Obwohl wir von dem, was hier zu lesen ist, wissen, wie es endet, ist es dennoch voller Spannung. Indem Scurati das Geschehen oft aus der direkten Perspektive der Beteiligten schildert, versteht man &#8211; wenigstens zum Teil &#8211; was geschah, wie es geschah und manchmal auch das Warum. Wobei es insgesamt wohl kaum möglich ist, Begründungen für die Taten, die Morde, die Gewalt zu finden, die von Mussolini und seinen Schläger ausging. Was im Geschichtsunterricht fehlt oder vielleicht auch aus Zeitmangel übergangen wird, alle Details über die Hintergründe und die Beweggründe, das macht Scurati zu einem rasenden Trip durch eine Zeit voller Brutalität, Fanatismus und Rache. </p>
<p>Denn Mussolinis Entmachtung ist zugleich auch der Beginn des Terrors der Deutsche, die jetzt ungehindert verschleppen und morden können und der Beginn des Mordens von Italienern an Italienern. Alles noch über das schon während Mussolinis Herrschaftszeit erschreckende Maß hinaus. Wenn es schon keine Chance gibt, die Alliierten bei ihrem Vormarsch nach Norden aufzuhalten, dann töten die Faschisten in wilder Raserei eben bei jeder Gelegenheit die eigenen Landsleute. Ob sie es aus eigene Antrieb tun, oder auf Befehl der Deutschen ist unerheblich, wichtig ist ihnen nur, dass gefoltert und gemordet werden kann.</p>
<p>Mussolini ist nominell zwar der Anführer dieses kaum so zu nennenden Staates, aber er ist nicht der, der entscheidet. Er ergibt sich endlosem Selbstmitleid, während andere wüten und völlig unbeeindruckt von der Realität weiterhin vom faschistischen Staat träumen.</p>
<p>Bei Scurati ist Mussolini immer ein Clown, der es alleine durch seine Fähigkeit, die Massen mit Worten anzutreiben, in eine Position gelangte, ein ganzes Land zu verführen. </p>
<p>Wie Scurati aus den vorhandenen historischen Dokumenten mitreißende und bewegende Szenen entwickelt, beeindruckt. So etwas kann nur gelingen, wenn man sich ganz tief in die Materie hineindenkt und hineinfühlt. Um dann etwas zu Papier zu bringen, das sich so liest, als wäre der Autor dabei gewesen.</p>
<p>Das zeichnet alle fünf Bände der Reihe aus, das Ergebnis von Scuratis Arbeit ist überwältigend, nach meinem Eindruck die wohl beste historische in Romanform gebrachte Dokumentation, der letzten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. </p>
<p>Einerseits ist die Buchreihe ein unvergleichliches Zeugnis der Zeit des faschistischen Italiens, andererseits hat sie natürlich auch einen Bezug zu unserer Gegenwart.</p>
<p><strong>Wie der Faschismus weiterlebt</strong></p>
<p>Die Entwicklung des Faschismus in Italien ist so etwas wie der Prototyp aller autoritären Machtergreifungen. Hitler nahm sich den &#8222;Duce&#8220; zum Vorbild. Heute sind es Leute wie Putin oder Trump die ein Herrschaftssystem dem System der Propaganda und der Wahrheitsverdrehung aufbauen wollen bzw. aufgebaut haben. Lügen, Drohungen, die Staatsmacht gegen Gegner einzusetzen, das hat sein Ursprung im System Mussolini. Andere haben es heute adaptiert und auch dank unserer technischen Möglichkeiten perfektioniert, einige sind untergegangen, andere werden noch untergehen.</p>
<p>Das System Mussolini, das System Faschismus ist gekommen um zu bleiben. Die Methoden, auf denen dieses System aufbaut, sind inzwischen Normalität man könnte beinahe von einem Alltagsfaschismus sprechen, an den sich die Menschen es 21. Jahrhunderts so sehr gewöhnt haben, dass sie ihn gar nicht mehr als solchen wahrnehmen.</p>
<p>Dass Demagogen und Demokratiezerstörer wie Mussolini früher oder später immer ein Blutbad hinterlassen, weil Gewalt und Mord für sie ganz normale Mittel zu Machterhaltung sind, lässt die Menschen den wahren Geist erst erkenne, wenn es (beinahe) schon zu spät ist. </p>
<p>In Ungar hat es 16 Jahre gedauert, einen solchen Demokratiezerstörer loszuwerden, in Deutschland, Österreich werden die geistigen Erben Mussolinis zu einem großen Teil von Leuten gewählt, die sich nichts dabei denken, Gegner der Demokratie in führende Positionen zu hieven. Weil sie glauben, dass ihnen selbst ja nichts geschehen wird, weil die ja nur gegen die anderen vorgehen.</p>
<p>Wie in Scuratis Büchern nachzulesen ist (und natürlich auch in allen anderen Bücher über Faschismus und Nationalsozialismus) kennen die Demokratiezerstörer keine Grenzen &#8211; irgendwann kann jeder und jede zum Feind werden, denn es geht den Demokratiezerstörer nur um Macht und Bereicherung und um sich selbst. </p>
<p><em>PS: Wer die Buchreihe M liest, sollte auch unbedingt Scuratis als Buchausgabe vorliegende Rede aus dem Jahr 2022 &#8222;<a href="https://www.literatur-blog.at/2025/03/antonio-scurati-faschismus-und-populismus/" target="_blank" rel="noopener">Mussolini oggi</a>&#8220; lesen. Darin beschreibt er eindrücklich die Bezüge zur Gegenwart.</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ralf Langroth: Schwarzer Samstag</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/ralf-langroth-schwarzer-samstag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 01:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Langroth, Ralf]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Kalter Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Langroth]]></category>
		<category><![CDATA[Spionage]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Rowohlt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Beginn der 1960er-Jahre: die Welt stand mehrmals am Rand eines neuen Weltkrieges. Kaum war die Krise rund um die Berliner Mauer beendet, wuchs auf der anderen Seite des Globus die sehr reale Gefahr eines Krieges: Auslöser war die Kubakrise. Philipp Gerber ist mittlerweile zum Kriminalrat beim BKA aufgestiegen und ist mit Eva Herden, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Beginn der 1960er-Jahre: die Welt stand mehrmals am Rand eines neuen Weltkrieges. Kaum war die Krise rund um die Berliner Mauer beendet, wuchs auf der anderen Seite des Globus die sehr reale Gefahr eines Krieges: Auslöser war die Kubakrise.<span id="more-33489"></span></p>
<p>Philipp Gerber ist mittlerweile zum Kriminalrat beim BKA aufgestiegen und ist mit Eva Herden, die als Redakteurin für den <em>Spiegel</em> arbeitet, verheiratet. Die beiden finden sich immer wieder im Brennpunkt von gefahrvollen Ereignissen. </p>
<p>Für diesen fünften Band der Thriller-Reihe rund um Phillip Gerber hat Auto Ralf Langroth gleich mehrere historische Ereignisse als Hintergrund für die Story gewählt. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise">Kubakrise</a>, die tief verwurzelten und noch immer aktiven Nazi-Seilschaften, die durchaus als zwielichtig zu bezeichnend Aktivitäten des damaligen Verteidigungsministers <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Josef_Strau%C3%9F">Franz-Josef Strauß</a> samt der vom ihm zu verantwortenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel-Aff%C3%A4re">Besetzung der Redaktion</a> des Magazins Der Spiegel. Dazu viele der prägenden Persönlichkeiten der Zeit, von Adenauer, über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Globke">Globke</a> bis zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Gehlen">Gehlen</a> auf dieser Seite des Atlantiks und JKF, RKF und Fidel Castro auf der anderen Seite. Umrahmt, ergänzt, zusammengehalten, durchdrungen ist alles von den Spionageorganisationen, die von West und Ost im Kalten Krieg immer weiter ausgebaut und perfektioniert werden: in der Wirklichkeit, wie auch hier im Buch.</p>
<p>Philipp und Eva geraten bei ihrer Hochzeitreise zunächst durch Zufall an zwielichtige Gestalten, die sich später als Waffenschieber herausstellen. Mit gefälschten Papiere werden Waffen über Hamburg geschleust, organisiert von vermeintlich honorieren Bürgern der Hansestadt.</p>
<p>Als Gerber den Auftrag bekommt, die Ermittlungen in Hamburg zu leiten trifft er dabei auf diese Typen, deren Bekanntschaft er schon machen musste. Die Spur führt von Hamburg weiter direkt zu einem der Brennpunkte des Weltgeschehens. Eva ist mittendrin im Auftrag ihrer Redaktion soll sie ein Interview führen, gerade als alles auf die Katastrophe zusteuert.</p>
<p>Langroth gelingt es ausgezeichnet, die Handlung tief im realen Geschehen zu verankern. So tief, man könnte manchmal glauben, dass es Philipp Gerber und Eva Herden tatsächlich gegeben hätte. </p>
<p>Das alles zusammen macht aus diesem Roman beinahe eine Chronik des Jahres 1962, die rund sechs Jahrzehnten zurückliegende überaus dramatische Zeit wird durch die Thrillerhandlung, die sich als Klammer über alles legt, lebendig und greifbar. Es ist für geschichtlich Interessierte eine gute Gelegenheit, die Details dazu (ich habe sie oben einzeln verlinkt) nachzulesen.</p>
<p>Einen teilweise sogar beunruhigenden Einblick verschafft Ralf Langroth seinen Leserinnen und Leser auch in die angespannte Atmosphäre, in der die Menschen damals lebten. Wer konnte zu Beginn der Kubakrise wissen, ob am Ende nicht doch ein alles zerstörender Atomkrieg ausbrechen würde? Wie sollte man wissen, ob die Besetzung der Spiegel-Redaktion nicht so etwas wie eine Renaissance eines autoritären Regimes war, ähnlich dem, das erst vor wenigen Jahren untergegangen war? Sollte der Herbst des Jahres 1962 der letzte Herbst der Zivilisation werden?</p>
<p>Wir wissen heute, dass die Menschheit das alles überlebt hat; wie knapp damals alles am Abgrund stand wurde erst Jahre später bekannt. </p>
<p>Diese Verknüpfung mit dem Zeitgeschehen macht aus &#8222;Schwarzer Samstag&#8220; von Beginn an einen Roman, den ich nur schwer zur Seite legen kann. Bemerkenswert und besonders hervorzuheben ist aus meiner Sicht, wie Langroth das alles schon beinahe nahtlos in eine durchgehende Story verarbeitet, als gehörten die Ereignisse doch zusammen.</p>
<p>Bei dieser Dichte an Spannung finde ich es auch gar nicht schlimm, dass mir das, was Phillip und Eva erleben (oder besser: Was mit ihnen widerfährt und was rund um sie geschieht) gelegentlich etwas zu unrealistisch und auch allzu zufallsabhängig erscheint.</p>
<p>Fehlt noch die Erklärung zum Buchtitel: Der &#8222;schwarze Samstag&#8220; war der 27. Oktober 1962. Es war der Tag, an dem die Welt der atomaren Apokalypse so nahe kam wie nie zuvor. </p>
<p>Nach alledem schon etwas atemlos, lese ich die letzten Seiten des Buches und freue mich dort zu erfahren, dass es Anzeichen für eine Fortsetzung gibt!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Andreas Gruber: Die letzte Fahrt der Enora Time</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/andreas-gruber-die-letzte-fahrt-der-enora-time/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 May 2026 01:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruber, Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Gruber]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Goldmann Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Suspense]]></category>
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					<description><![CDATA[Andreas Grubers Kurzgeschichtensammlung „Die letzte Fahrt der Enora Time“ vereint Geschichten aus unterschiedlichen Genres – Science-Fiction, Fantasy und Suspense oder wie man sie einordnen möchte  – und lässt in die schriftstellerische Bandbreite Grubers blicken. Gerade diese abwechslungsreiche Mischung macht den besonderen Reiz der Sammlung aus: Mal futuristisch und fantasievoll, mal dunkel und geheimnisvoll, dann wieder [&#8230;]]]></description>
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<p>Andreas Grubers Kurzgeschichtensammlung „Die letzte Fahrt der Enora Time“ vereint Geschichten aus unterschiedlichen Genres – Science-Fiction, Fantasy und Suspense oder wie man sie einordnen möchte  – und lässt in die schriftstellerische Bandbreite Grubers blicken. <span id="more-33450"></span></p>
<p>Gerade diese abwechslungsreiche Mischung macht den besonderen Reiz der Sammlung aus: Mal futuristisch und fantasievoll, mal dunkel und geheimnisvoll, dann wieder spannend und sogar romantisch.</p>
<p>Besonders hervorzuheben ist jedoch die ungewöhnliche Form der Aufbereitung des Buches. Zwischen den Geschichten gewährt Gruber immer wieder persönliche Einblicke in die Entstehung der Texte. Er erzählt, wann und unter welchen Umständen einzelne Ideen entstanden sind, welche Themen ihn damals beschäftigt haben und welche Bücher, Filme oder Autoren ihn beeinflusst haben. Dadurch entsteht beinahe der Eindruck, nicht nur eine Kurzgeschichtensammlung, sondern zugleich eine literarische Reise durch die kreative Entwicklung des Schriftstellers anzutreten.</p>
<p>Gerade für Leserinnen und Leser, die sich für Science-Fiction begeistern, sind diese Hintergrundinformationen äußerst spannend. Andreas Gruber beschreibt offen, wie sich seine Leidenschaft für das Genre entwickelt hat und welche Inspirationsquellen ihn geprägt haben. Man spürt dabei seine große Begeisterung für fantastische Welten und außergewöhnliche Ideen. Diese persönliche Ebene verleiht dem Buch eine besondere Nähe und Authentizität, die man in klassischen Anthologien selten findet.</p>
<p>Und nebenbei finde ich in seiner Auflistung auch viel Autoren und Bücher aus meiner eigene Lesehistorie. Und weil Andreas Gruber, das dezidiert erwähnt: im Gegensatz zu ihm war ich früher ein absoluter Fan der Perry Rhodan-Heftreihe. Aber auch die Silberbände, die sagen Gruber mehr zu, sind es wert, gelesen zu werden.</p>
<p>Die Geschichten in dieser Sammlung selbst überzeugen durch unterschiedliche Stimmungen und Themen. Manche Texte setzen auf typische futuristische Konzepte und technische Visionen, andere leben stärker von Atmosphäre, Spannung oder überraschenden Wendungen. Dabei zeigt Gruber ein gutes Gespür die  Figuren und kompakte Erzählweise – eben genau das, was es im Kurzgeschichtenformat braucht.</p>
<p>Nicht jede Geschichte ist gleich stark, doch die Vielfalt sorgt dafür, dass die Sammlung niemals eintönig wird. Manches spielt in der fernen Zukunft, manches in der Gegenwart, manches in der Nachbarschaft und manches in den Tiefes des Weltraums. </p>
<p>*„Die letzte Fahrt der Enora Time“* ist nicht nur Lesevergnügen für eingefleischte Fans von Andreas Gruber, sondern auch für alle Leserinnen und Leser, die einen Blick in unkomplizierte fantastische Literatur werfen möchten.</p>
<p>Für mich ist diese Sammlung überhaupt das erste Buch von Gruber das ich lese, den ich dabei als sehr gradlinig erzählenden Autor kennenlerne. Schnörkel oder verwinkelte Sätze sind nicht seines, was zu einem flotten  Lesetempo einlädt.</p>
<p>Besonders gelungen ist hier die Verbindung aus spannenden Geschichten und sehr persönlichen Kommentaren des Autors. Dadurch erhält das Buch fast den Charakter eines literarischen Tagebuchs – eine Mischung aus Unterhaltung, Werkstattbericht und Liebeserklärung an die fantastische Literatur.</p>


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		<title>Stephen Greenblatt: Dunkle Renaissance</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/stephen-greenblatt-dunkle-renaissance/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 01:57:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Greenblatt, Stephen]]></category>
		<category><![CDATA[Biografie]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Greenblatt]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Held]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Siedler]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Buch, das viel mehr als eine Biografie über Christopher Marlowe ist. Es öffnet ein Fenster in das England des späten 16. Jahrhunderts: in eine Zeit die laut, gefährlich, schmutzig, voller religiöser Spannungen, politischer Intrigen und kultureller Umwälzungen war. Eine Zeit, in der ein einzelnes Leben von geringem Wert war, die Scharfrichter verdienten gut und [&#8230;]]]></description>
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<p>Ein Buch, das viel mehr als eine Biografie über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Marlowe">Christopher Marlowe</a> ist. Es öffnet ein Fenster in das England des späten 16. Jahrhunderts: in eine Zeit die laut, gefährlich, schmutzig, voller religiöser Spannungen, politischer Intrigen und kultureller Umwälzungen war.<span id="more-33464"></span></p>
<p>Eine Zeit, in der ein einzelnes Leben von geringem Wert war, die Scharfrichter verdienten gut und die Menschenmassen ergötzten sich an allerlei öffentlich zur Schau gestellten Methoden, einen Menschen meist qualvoll zu Tode zu bringen.</p>
<p>Greenblatt, einem der wichtigsten Renaissance-Forscher der Gegenwart, gelingt etwas Außergewöhnliches: Er macht die historische Wirklichkeit tatsächlich erlebbar und erfahrbar. Man liest nicht nur über die Epoche – man bewegt sich durch ihre Straßen. Was man dabei in einzelnen Szenen des Buches erlebt, das hat schon etwas von Endzeit-Vision, wenn zwischen Rauschschwaden immer wieder die zur Schau gestellten Körper von Hingerichteten auftauchen.</p>
<p>Die Rezensionen im englischsprachigen Raum (aus dem deutschsprachigen Raum gibt es noch wenig, deshalb habe ich mich dort umgesehen, wo das Buch in der Originalfassung bereits einige Monate früher erschien) ) heben genau das immer wieder hervor: wie lebendig und atmosphärisch Greenblatt schreibt. Die <em>Washington Post</em> spricht von einer „brilliant re-creation of the world Marlowe inhabited“, während der <em>Boston Globe</em> betont, das Buch sei „swimming in lush detail“ und tauche die Leser unmittelbar in die soziale Wirklichkeit der Zeit ein.</p>
<p>Das übernimmt auch die deutschsprachige Übersetzung, über die man gleiches sagen kann. </p>
<p>Besonders eindrucksvoll sind jene Passagen, in denen Greenblatt den Alltag des elisabethanischen England schildert. London erscheint nicht als Weltstadt, sondern als ungeordnetes, chaotisches Gebilde voller Gestank und Gewalt. Enge Gassen voller Abfälle, öffentliche Hinrichtungen, religiöse Angst und das Nebeneinander von Elend und geistigem Aufbruch werden überaus bildhaft beschrieben.</p>
<p>Glücklich konnten sich jene nennen, die durch den Reichtum der Familie oder durch ein Stipendium aus dieser Welt der Seuchen und der allgegenwärtigen Gefahren ausbrechen konnten und eine schulische oder sogar eine universitäre Ausbildung genossen. Das Bildungssystem ist ein weiterer Bereich, den Greenblatt überaus anschaulich erklärt. Wodurch man ein Gefühl dafür bekommt, für das, was man unter Bildung verstand. Was wir heute darunter verstehen, mag seine allerersten Wurzeln in dieser alten Zeit haben, ist aber heute unendlich weit davon entfernt.</p>
<p>Was mich zu einem weiteren Aspekt in diesem Buch bringt: Greenblatt beschriebt nicht nur die alte Zeit, er zieht auch immer wieder Vergleiche zum heute, stellt an passenden Stellen die historischen Ereignisse dem gegenüber, was unsere Nachrichten in der Gegenwart sind.</p>
<p>Alle diese detailreichen Schilderungen machen die Lektüre so faszinierend. Greenblatt interessiert sich nicht nur für große historische Ereignisse, sondern für das gelebte Leben: für Wirtshäuser, Theaterhöfe, Straßengeräusche, Spione, Studenten, Prostituierte, Händler und Schauspieler. Dadurch entsteht ein ungewöhnlich plastisches Bild der Renaissance als Alltagserfahrung. Man versteht plötzlich, aus welcher Welt heraus Marlowes Stücke entstanden sind.</p>
<p>Auch Christopher Marlowe selbst wird nicht als der Zeit entrückter Kunstmensch gezeigt, sondern als rastloser, hochbegabter junger Mensch in einer gefährlichen Zeit. Greenblatt zeichnet ihn als Grenzgänger zwischen Universität, Theaterwelt und Geheimdienstmilieu. Die Unsicherheit seiner Existenz – ständig bedroht von religiöser Verfolgung, politischer Kontrolle und persönlichem Absturz – verleiht dem Buch stellenweise die Spannung eines historischen Thrillers. </p>
<p>Beeindruckend ist über allem, wie Greenblatt historische Forschung mit erzählerischer Vorstellungskraft verbindet. Wo Quellen fehlen &#8211; was nicht wundert, liegen doch die beschriebenen Ereignisse mehr als ein halbes Jahrtausend zurück &#8211; entwickelt er plausible Rekonstruktionen des damaligen Lebensalltags.</p>
<p>Nach ein wenig Recherche über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Greenblatt">Greenblatt bei Wikipedia</a> habe ich dazu gefunden, dass er das sehr bewusst und konsequent einsetzt. Es entspricht seinem Ansatz des „New Historicism“, bei dem Literatur immer als Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit verstanden wird. Gerade dadurch entsteht der Eindruck, dass die Renaissance keine abstrakte Epoche war, sondern eine Welt aus konkreten Menschen, Körpern, Gerüchen, Ängsten und Sehnsüchten. </p>
<p><strong>Zusammengefasst</strong>:</p>
<p><em>Dark Renaissance</em> überzeugt nicht nur als reine Marlowe-Biografie sondern vielmehr als großartige udn umfassende Dokumentation einer ganzen Epoche. Greenblatt macht Geschichte fühlbar.</p>
<p>Greenblatts Leistung liegt darin, das Alltagsleben der Renaissance mit solcher Intensität zu schildern, dass man beim Lesen beinahe das Stimmengewirr der Londoner Straßen hört und den Rauch der Wirtshäuser riecht.</p>
<p>Es ist diese Lebendigkeit, die das Buch weit über gewohnte historische Sachliteratur hinaushebt.</p>
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		<title>Margot Kässmann: Die Bibel für Kinder</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/margot-kaessmann-die-bibel-fuer-kinder/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Harald]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 01:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kässmann, Margot]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Carla Manea]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Kässmann]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Herder]]></category>
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					<description><![CDATA[Um es gleich vorweg zu sagen: Ich lese diese Kinderbibel als Erwachsener und als jemand, der die Zielgruppe Kinder nur bedingt im familiären Umfeld hat. Aber ich lese diese Kinderbibel auch als jemand, der daran interessiert ist, die biblischen Inhalte an Kinder weiterzugeben. Margot Käßmann hat in Anlehnung an die englische Kinderbibel The Children’s Bible [&#8230;]]]></description>
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<p>Um es gleich vorweg zu sagen: Ich lese diese Kinderbibel als Erwachsener und als jemand, der die Zielgruppe Kinder nur bedingt im familiären Umfeld hat. Aber ich lese diese Kinderbibel auch als jemand, der daran interessiert ist, die biblischen Inhalte an Kinder weiterzugeben.<span id="more-33511"></span></p>
<p>Margot Käßmann hat in Anlehnung an die englische Kinderbibel The Children’s Bible hundert zentrale Geschichten nacherzählt. Die Auswahl der biblischen Geschichten reicht im Alten Testament vom Schöpfungsbericht über die Vätergeschichten bis hin zu den Erzählungen des Volkes Israel von der Sklaverei in Ägypten und dem heute wieder hochaktuellen Auszug aus Ägypten. Darüber hinaus erzählt Margot Käßmann weitere Geschichten aus dem Alten Testament. Dazu gehören Titel wie „Am Anfang“, „Noah baut eine Arche“, „Der brennende Busch“ oder „Gott vergibt“.</p>
<blockquote>
<p>„Da sagte Gott: ,Es werde Licht!‘ Ein wunderbarer Satz, finde ich! Wer ist denn schon gerne im Dunkeln? Und es wurde hell in all der Dunkelheit.“</p>
</blockquote>
<p>Die Erzählungen des Neuen Testament umfassen die Evangelien und die Apostelgeschichte. Im Zentrum der Geschichten stehen das Leben Jesu und die erste Zeit nach seiner Auferstehung. Die Geschichten tragen Überschriften wie „Das Kind im Stall“, „Jesus wählt Freunde aus“ oder „Jesus heilt ein kleines Mädchen“. Käßmann stellt außerdem weitere wichtige Personen wie „Stephanus“ oder „Paulus“ vor.</p>
<p>Besonderen Wert legt Margot Käßmann darauf, Kindern zu zeigen, dass die Bibel den Menschen Hoffnung und Orientierung geben kann. Sie formuliert einfühlsam und gibt den Kindern immer wieder in kurzen Sätzen Hintergründe und Erklärungen mit. So heißt es zum Beispiel in der Geschichte „Jesus heilt ein kleines Mädchen“: Jesus sagte: „… wach auf, kleines Mädchen!“ Und sie schlug die Augen auf. Jesus lächelte und sagte zu Jairus (dem Vater): „Nun, ich denke, sie hat Hunger!“</p>
<p>Nicht zu vergessen sind die schönen und einfühlsamen Illustrationen. Carla Manea unterstützt die Geschichten sehr schön und kindgerecht.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Auswahl der Geschichten finde ich gelungen. Margot Käßmann nimmt die Kinder mit in die Welt der Bibel, stellt ihnen wichtige Menschen der Bibel vor und bringt ihnen den Glauben anhand der wichtigsten Geschichten näher. Danke an den Herder Verlag, der die Bibel für Kinder nach der Erstauflage im Jahr 2011 im Jahr 2023 erneut aufgelegt hat.</p>
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		<item>
		<title>Andreas Pittler: Kärntner Schatz</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/andreas-pittler-kaerntner-schatz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 01:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Pittler, Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Pittler]]></category>
		<category><![CDATA[Gmeiner Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Kärnten]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der frisch ausgehobenen Erde thronte ein bleicher Totenschädel, der ihn aus leeren Augenhöhlen fixierte. Und  grinste, und grinste und grinste.  Es ist Sommer in Kärnten. Selbst das Verbrechen scheint Ferien zu machen, als bei Chefinspektor Sigisbert Obiltschnig das Diensttelefon läutet und der Fund eines Totenschädels, der bei Aushubarbeiten für einen Pool im Garten des [&#8230;]]]></description>
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<blockquote>
<p>Auf der frisch ausgehobenen Erde thronte ein bleicher Totenschädel, der ihn aus leeren Augenhöhlen fixierte. Und  grinste, und grinste und grinste. </p>
</blockquote>
<p>Es ist Sommer in Kärnten. Selbst das Verbrechen scheint Ferien zu machen, als bei Chefinspektor Sigisbert Obiltschnig das Diensttelefon läutet und der Fund eines Totenschädels, der bei Aushubarbeiten für einen Pool im Garten des Ehepaares Kauder in St. Andrä entdeckt worden ist, gemeldet wird.</p>
<p>Obiltschnig und sein Kollege Ferdinand Popatnig besichtigen gemeinsam mit der Gerichtsmedizinerin den „Tatort“ und stellen fest, dass es sich hier um ein altes Skelett handeln muss. Mindestens aus dem Zweiten Weltkrieg, wenn nicht bedeutend älter, liegt doch St. Andrä in einer historisch bedeutsamen Gegend: Hier sind einst schon die alten Römer durchgezogen.</p>
<p>Das Skelett von St. Andrä wird zur Nebensache, da die beiden Ermittler, die nur zur Hälfte dem Kriminaldienst in der Landeshauptstadt zugeteilt sind, wenig später an die Universität Klagenfurt gerufen werden. Professor Johannes Schrittwieser läge tot in seinem Büro, und keiner hat etwas gesehen oder gehört.</p>
<p>Obiltschnig und Popatnig durchforsten das Leben des Toten und finden &#8211; nichts. Keine Hobbys, kein Privatleben, keinen Streit mit Studenten oder Kollegen, kein Motiv &#8211; einfach nada, nichts, nihil, rien.</p>
<p>Es scheint, als würden alle Bemühungen, den Täter ausfindig zu machen, ins Leere gehen. Neben dem Gefühl eines persönlichen Versagens droht den beiden Polizisten der Entzug der Ermittlungen und die schmachvolle Rückkehr in die Polizeiinspektion von Ferlach. Dass ihr Chef Oberst Dullnig ausgerechnet dem verhassten Plöschberger den Fall übertragen könnte, wurmt sowohl den Sigi als auch den Ferdl, obwohl der angesichts der Mitteilung Vater zu werden, in anderen Sphären schwebt. </p>
<p>Erst der undeutlich hingekritzelte Name in Schrittwiesers Kalender sowie die Nachricht, dass das Skelett in St. Andrä aus der Römerzeit stammt und ein Archäologenteam in unmittelbarer Nähe nach antiken Goldmünzen oder Artefakten graben will, sowie der private Besuch des Ehepaars Obiltschnig des „Meet &amp; Greet der Archäologie“ lässt bei Sigi ein paar weitere Puzzleteile an die richtige Stelle fallen.</p>
<blockquote>
<p>Dort heißt es beim Uschnig, aber die Familie heißt Wieser. So ist das mit den Vulgonamen hierzulande.</p>
</blockquote>
<p>Nun heißt es nur noch, die Eintragung aus dem Kalender richtig zuzuordnen.</p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>In diesem vierten Fall für Sigismund Obiltschnig und Ferdinand Popatnig zieht Autor Andreas Pittler alle Register.</p>
<p>Neben dem Fund des grinsenden Totenschädels erhalten wir Leser in einem zweiten Handlungsstrang Einblick in Ereignisse, die schon Wochen vor den Baggerarbeiten ihren Ausgang genommen haben, zunächst nicht wirklich zuordenbar sind, langsam eskalieren und mit der Ermordung Schrittwiesers einen vorläufigen tragischen Höhepunkt erreichen.</p>
<p>Andreas Pittler, ist ja auch Historiker und kennt die endlosen Diskussionen darüber, dass Bodenfunde ausnahmslos Eigentum der Republik Österreich sind. Grundstückseigentümer haben allerhöchstens Anspruch auf einen Finderlohn, mehr nicht. Also, die Idee, die eigenen Finanzen mit Hilfe eines Goldschatzes oder eines Römerschwertes zu sanieren, wird nicht funktionieren. Einen Fund geheim halten? Möglich, aber nicht wahrscheinlich, denn die Wahrheit kommt garantiert ans Tageslicht, weil entweder jemand aus der Nachbarschaft doch etwas gesehen hat oder weil sich jemand verquatscht.</p>
<p>Jedenfalls lösen Sigismund Obiltschnig und Ferdinand Popatnig den Fall mit vollem Körpereinsatz. Oberst Dullnig muss den beiden Lob zollen und Plöschberger ist der Gelackmeierte, weil er seinen Mund zu voll genommen hat, den Mörder von Schrittwieser im Handumdrehen auszuforschen.</p>
<p>Andreas Pittlers Krimis fesseln durch seinen Schreibstil. In dieser Reihe verwendet er nicht nur autochthone Familiennamen, die für Leser außerhalb Kärntens durchaus ein Herausforderung darstellen können, sondern auch regionale Eigenheiten. So sind in Österreichs südlichstem Bundesland Hofnamen üblich, die mit dem Familiennamen der (aktuellen) Eigentümer rein gar nichts zu tun haben, weil sie untrennbar mit dem Bauernhof verbunden sind und auch bei einem Eigentümerwechsel erhalten bleiben. Diese Vulgonamen sind Relikte aus vergangenen Jahrhunderten und oft ist nicht ganz klar, woher sie stammen. Das Land Kärnten hat vor einigen Jahren ein Projekt gestartet, eine Datenbank mit den Vulgonamen anzulegen, die auch online einsehbar ist.</p>
<p>Mir, als halbe Kärntnerin sind die Vulgonamen, die es auch in Tirol und der Steiermark gibt, natürlich ein Begriff. Andere Leser werden sich freuen, wieder etwas, ohne sich anzustrengen, dazugelernt zu haben. </p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Wo Andreas Pittler draufsteht, sind mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 Prozent fesselnde und sprachlich ausgefeilte Lesestunden zu erwarten. So auch hier im vierten Fall für Sigismund Obiltschnig und Ferdinand Popatnig, der durch seine Komplexität und mehrere Plot-Twists sehr spannend gestaltet ist. Gerne gebe ich diesem Schatz im Krimigenre 5 Sterne.</p>


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			</item>
		<item>
		<title>Martin Walker: Bredouille</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/martin-walker-bredouille/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Harald]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 01:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Walker, Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno-Chef de police]]></category>
		<category><![CDATA[Diogenes Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Walker]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Windgassen]]></category>
		<category><![CDATA[Perigord]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Buch Bredouille legt Martin Walker bereits den 18. Band der Reihe rund um Bruno, Chef de Police im schönen, idyllischen französischen Périgord, vor. Bruno findet an einem Aussichtspunkt im Vézère-Tal die Leiche von Monique – Geschäftsfrau mit Leib und Seele. Ihre Firma kümmert sich um die Immobilien betuchter Bewohner in deren Abwesenheit. Vermietet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit dem Buch Bredouille legt Martin Walker bereits den 18. Band der Reihe rund um Bruno, Chef de Police im schönen, idyllischen französischen Périgord, vor. Bruno findet an einem Aussichtspunkt im Vézère-Tal die Leiche von Monique – Geschäftsfrau mit Leib und Seele. Ihre Firma kümmert sich um die Immobilien betuchter Bewohner in deren Abwesenheit. Vermietet sie auch Feriengäste. Ein sehr einträgliches Geschäft.</p>
<p>Nach dem Auffinden der Leiche deutet alles auf einen Suizid hin. Sorgfältig geplant, mit drei Abschiedsbriefen. Für Bruno ist das eine zu einfache Erklärung. <span id="more-33474"></span>Mit untrüglichem Instinkt untersucht er einzelne Hinweise, wobei er von mehreren Seiten unter Druck gerät. Dabei kursieren in der Stadt Saint-Denis Gerüchte, die ihn seinen Job kosten könnten.</p>
<blockquote>
<p><em>&#8222;Mir kommt es seltsam vor, daß sich niemand ernsthaft Sorgen um sie gemacht hat. War sie so gut darin sich zu verstellen? Oder gab es doch jemanden, dem sie sich ihrer Not anvertraut hat?&#8220;</em></p>
</blockquote>
<p>Im Laufe der Ermittlungen verdichten sich die Hinweise, und es entsteht für Bruno ein stimmiges Bild. Herausgefiltert aus kleinen Details setzt sich für ihn ein vielschichtiges Gesamtbild zusammen. Und führen letztendlich zum Täter.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Bredouille ist ein klassischer Roman von Martin Walker. Er greift verschiedene Themen auf, wie Moral und Loyalität, aber auch gesellschaftliche Konflikte spielen eine Rolle. Bredouille ist kein Reißer, kein Thriller, sondern ein in ruhigem Stil geschriebener Krimi. Selbstverständlich darf bei Martin Walker die Beschreibung der französischen Lebensart nicht fehlen – inklusive der ausführlichen Darstellung der französischen Küche. Am liebsten möchte man sich in seiner Küche an den Tisch setzen und Bruno beim Zubereiten des exklusiven Essens zuschauen. Und natürlich dabei Balzac, seinen Basset, kraulen …</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Rosa Monti: Mord zwischen Pasta und Pedalen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Harald]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 01:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Monti, Rosa]]></category>
		<category><![CDATA[Gardasee]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Rosa Monti]]></category>
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					<description><![CDATA[Der pensionierte Kommissar Heiner Krum und seine Frau erfüllen sich den lang gehegten Traum, mit einem Cabrio, einem BMW Z4, die schöne italienische, idyllische Umgebung zu erkunden. Kurz vor ihrem Ziel stoßen sie mit einem Rennradfahrer zusammen. Er verstirbt am Unfallort. Heiner Krum fallen jedoch diverse Ungereimtheiten im Unfallgeschehen auf. So beginnt er, zusammen mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der pensionierte Kommissar Heiner Krum und seine Frau erfüllen sich den lang gehegten Traum, mit einem Cabrio, einem BMW Z4, die schöne italienische, idyllische Umgebung zu erkunden. Kurz vor ihrem Ziel stoßen sie mit einem Rennradfahrer zusammen. Er verstirbt am Unfallort. Heiner Krum fallen jedoch diverse Ungereimtheiten im Unfallgeschehen auf. So beginnt er, zusammen mit seinen deutschsprachigen italienischen Kollegen, Nachforschungen anzustellen. Sie entdecken ein Netz aus Verstrickungen und Geheimnissen, dessen Entwirrung ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.</p>
<blockquote>
<p><em>„Ich glaube nicht, dass das ein Unfall war. Florian wollte nicht mehr mitmachen, und jetzt ist er tot.“<br />„Bist du sicher? Wer hat das gesagt?“</em></p>
</blockquote>
<p>Bei ihren Ermittlungen werden sie mit vielen persönlichen Konflikten konfrontiert, wodurch bei den in die Handlung verstrickten Protagonisten individuelle Mordmotive zutage treten. Ein zentrales Thema dieses Romans ist der Radsport. Als Leser werden wir in diese Welt hineingenommen und erhalten einen Einblick in die Problematik des Dopings im Radsport. Dies verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Dieser Krimi überzeugt durch die dichte Atmosphäre und die spannende Handlung rund um den Radsport sowie durch die Darstellung der Konflikte von Radsportlern im Zusammenhang mit Doping. Bei einem Roman, der in Italien spielt, darf auch das kulinarische Thema nicht fehlen. Insgesamt ist es ein rundum stimmiger Krimi.</p>


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			</item>
		<item>
		<title>Martina Parker: Hamdraht</title>
		<link>https://www.literatur-blog.at/2026/05/martina-parker-hamdraht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 01:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Parker, Martina]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Gmeiner Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Klub der Grünen Daumen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Schatten der Vergangenheit und ihre Folgen Dieser Krimi beginnt schon recht interessant: Eine Szene auf einem Boot am Wörthersee in Kärnten weit weg vom Südburgenland und dem Club der grünen Daumen. Wie dieser Prolog mit den späteren Ereignissen zusammenhängt, wird nach und nach enthüllt. Zunächst fiebert alles der Eröffnung des „Fia Mi“, einem Wellnesstempel entgegen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Schatten der Vergangenheit und ihre Folgen</strong></p>
<p>Dieser Krimi beginnt schon recht interessant: Eine Szene auf einem Boot am Wörthersee in Kärnten weit weg vom Südburgenland und dem Club der grünen Daumen. <span id="more-33346"></span>Wie dieser Prolog mit den späteren Ereignissen zusammenhängt, wird nach und nach enthüllt. Zunächst fiebert alles der Eröffnung des „Fia Mi“, einem Wellnesstempel entgegen.  </p>
<p>Just während der Eröffnungsfeiern wird Sky Dujmovits, eine bekannte Influencerin, tot in der mit Rotwein gefüllten Badewanne gefunden. Grund genug für Journalistin Vera Horvath, ihre Nase in den Mordfall zu stecken, zumal Markus Ortner, ein Kärntner Kollege, eine diffuse Andeutung über die Vergangenheit des Hotelbetreibers Arno Radeschnig macht und mit einem Enthüllungsbuch droht, plötzlich verschwindet.   </p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong> </p>
<p>Nach „Zuagroast“ ist „Hamdraht“ nun der zweite Krimi von Martina Parker, der unter der Bezeichnung „Garten-Krimi“ im Gmeiner-Verlag erschienen ist.</p>
<p>Wie schon im ersten Fall, beginnt jedes Kapital mit kurzen Fakten, diesmal mehr über das Leben in der Unterwasserwelt als im Garten. Das passt zwar zu den „Gedanken einer Wasserleiche“, die regelmäßig bei mir für Schmunzeln sorgen, passt aber weniger zum „Gartenkrimi“. </p>
<p>„Hamdraht“ beschert uns ein Wiedersehen mit zahlreichen Charakteren aus dem Vorgänger. So darf sich auch Veras Mutter wieder in das Leben ihrer Enkelin einmischen und Veras Erziehungsversuche zunichte machen.</p>
<p>Gartenclubmitglied Mathilde kocht ihre eigenwilligen Kreationen und Vera setzt ihre On-off-Beziehung mit dem Dunkl-Tom, Gin-Brenner und sein bester Kunde, fort.  </p>
<p>Vermisst habe ich die anderen Damen des „Club der grünen Daumen“ und das Garteln an sich. Dieses Abdriften von der ursprünglichen Idee den Gartenkrimis kostet einen Stern.  </p>
<p>Gewohnt humorvoll sind die Wortspenden der Einheimischen, die sie wie immer im breiten südburgenländischen Dialekt von sich geben. Doch keine Angst, es gibt hier eine Übersetzung auf Hochdeutsch. </p>
<p><strong>Fazit:</strong> </p>
<p>Nicht ganz so locker und spritzig wie der erste Fall, daher gibt es diesmal nur 4 Sterne.</p>
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		<title>Benedict Jacka: Haus Ashford &#8211; Eine Frage der Magie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Britta]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 01:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Jacka, Benedict]]></category>
		<category><![CDATA[Benedict Jacka]]></category>
		<category><![CDATA[Michelle Gyo]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag Blanvalet]]></category>
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					<description><![CDATA[Haus Ashford – Eine Frage der Magie“ ist der dritte Band von Benedict Jackas Urban-Fantasy-Reihe um Stephen Oakwood. Die Hauptfigur Stephen Oakwood, die sehr bodenständig herüberkommt, ist mir überaus sympathisch. Er wird nicht als unverwundbarer Held dargestellt, sondern versucht auch in diesem Band eigentlich nur über die Runden zu kommen und Magie zu lernen. Dabei [&#8230;]]]></description>
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<p>Haus Ashford – Eine Frage der Magie“ ist der dritte Band von Benedict Jackas Urban-Fantasy-Reihe um Stephen Oakwood.<span id="more-33400"></span></p>
<p>Die Hauptfigur Stephen Oakwood, die sehr bodenständig herüberkommt, ist mir überaus sympathisch. Er wird nicht als unverwundbarer Held dargestellt, sondern versucht auch in diesem Band eigentlich nur über die Runden zu kommen und Magie zu lernen. Dabei wird er aber in Konflikte hineingezogen, die seine Fähigkeiten übersteigen.</p>
<p>Im dritten Band lernt er seine Familie nun immer besser kennen.</p>
<blockquote>
<p>„Seit ein paar Monaten hatte ich einen Teilzeitjob als Bodyguard von Calhoun Ashford, dem derzeitigen Erben von Haus Ashford und meinem Cousin zweiten Grades, sowie von seiner Verlobten Johanna Meusel. Um ehrlich zu sein, war es etwas weit hergeholt, mich Bodyguard zu nennen &#8211; wenn man diese Begriff hört, denkt man an einen Schrank von einem Kerl und keinen schmalen Einundzwanzigjährigen, der gerade mal eins dreiundsiebzig groß ist.“</p>
</blockquote>
<p>Und er trifft auch endlich auf seinen Vater. Eine große Hilfe ist dieser ihm auf seinem Weg aber nicht. So kämpft er weiter um sein finanzielles Überleben und ist vor allem mit seiner persönlichen Sicherheit beschäftigt. Der letzte Angriff des geheimnisvollen Bundes der „Geflügelten“ steckt ihm noch tief in den Knochen. Er möchte unbedingt mithilfe neuer Sigls stark genug werden, um sich und andere in Zukunft besser schützen zu können. Dabei bekommt er Unterstützung von seinem besten Freund, der mit ihm gemeinsam ein Team zusammenstellt.</p>
<p><strong>Mein Fazit:</strong></p>
<p>Auch diesmal hat mir der Einstieg in das Buch sehr gut gefallen. Die Handlungsabfolge wirkte trotz hohem Tempo nicht chaotisch und bot für meinen Geschmack genau die richtige Mischung aus Action, Magie und politischen Machtspielen.</p>
<p>In der Mitte des Romans flaute die Spannung für mich allerdings etwas ab und ich fragte mich schon, ob dem Autor womöglich die Ideen ausgegangen waren. Zu ruhig und ohne große Aufregungen plätscherte die Geschichte dahin. Das Ende war dann aber wieder richtig spannend und machte definitiv Lust auf die Fortsetzung.</p>
<p>Noch ein Hinweis von mir: Auf den letzten Seiten im Dossier findet man alle wichtigen Begriffe ausführlich erklärt. Als E-Book-Leser habe ich das leider erst am Ende gemerkt.</p>
<p>Zusammengefasst handelt es sich bei „Haus Ashford – Eine Frage der Magie“ um einen unterhaltsamen Urban-Fantasy-Roman mit einem sehr sympathischen Hauptcharakter und spannenden Intrigen, geschrieben in einem flüssigen, leicht verständlichen Stil.</p>
<p>Wann Band 4 erscheinen wird, wurde noch nicht bekanntgegeben.</p>
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		<title>Alex Lèpic: Lacroix und der Flussschiffer von der Seine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Harald]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 01:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Lépic, Alex]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Lépic]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kampa Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Lacroix]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Ausflug einer Schulklasse aus Frankfurt in die Hauptstadt des Nachbarlandes Frankreich wird jäh unterbrochen von der Entdeckung einer Leiche auf dem Oberdeck eines Flussschiffes auf der Seine. Der Pariser Commissaire Lacroix übernimmt diesen Fall. Zusammen mit seiner Kollegin Jade Rio beginnt er zu ermitteln. Die Besatzung des Schiffes behauptet, die Leiche nicht bemerkt zu [&#8230;]]]></description>
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<p>Der Ausflug einer Schulklasse aus Frankfurt in die Hauptstadt des Nachbarlandes Frankreich wird jäh unterbrochen von der Entdeckung einer Leiche auf dem Oberdeck eines Flussschiffes auf der Seine.<span id="more-33457"></span></p>
<p>Der Pariser Commissaire Lacroix übernimmt diesen Fall. Zusammen mit seiner Kollegin Jade Rio beginnt er zu ermitteln. Die Besatzung des Schiffes behauptet, die Leiche nicht bemerkt zu haben, obwohl der Tote schon einige Stunden zuvor verstorben ist und dort liegt. Die Untersuchungen führen die beiden Ermittler entlang der Seine bis in die Region der Normandie. Dort wurde Laurent Poissy von seinem Bruder Sylvain Poissy als vermisst gemeldet. Die Leiche auf dem Flussschiff kann als der vermisst gemeldete Bruder identifiziert werden.</p>
<p>Die beiden Brüder waren ihr Leben lang gemeinsam auf dem Schiff „Romantica“ unterwegs gewesen. Laurent setzte sich dabei sehr für die Sauberkeit der Seine ein, darüber hinaus engagierte er sich stark gegen Drogenhandel, Schmuggel und Korruption auf der Seine. Dieses Engagement brachte ihm viele Feinde ein. Lacroix nimmt deshalb an, dass in dieser Szene der Mörder von Laurent Poissy zu finden ist. Im Laufe der Ermittlungen entdecken die beiden ein Netz aus Korruption und versteckter Kriminalität.</p>
<blockquote>
<p><em>„Seit zwanzig Stunden? Das ist ja …“ Lacroix war selten um Worte verlegen, aber jetzt stotterte er doch, weil ihn dieser Umstand verwunderte. „Und seitdem hat er hier auf dem Schiff gelegen und ist unter zig Brücken durchgefahren, ohne jemandem aufzufallen?“</em></p>
</blockquote>
<p>Lacroix und Jade Rio entdecken einen Zusammenhang zwischen dem Mord und den illegalen Geschäften, die auf der Seine eine unerwartete Größenordnung angenommen haben. Dies und die zwischenmenschlichen Konflikte unter Brüdern auf engem Raum eines Binnenschiffes sind spannend erzählt, wobei die Lösung erst auf den letzten Seiten erfolgt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Dieser kleine und relativ kurze Krimi hat mich von Anfang an an die Maigret-Romane erinnert. Sein ruhiger Stil hat mir sehr gefallen. Der Autor lässt den Leser an der Gedankenwelt des Commissaire und seiner Kollegin nur so weit teilhaben, dass man stets gespannt auf die Lösung des Falles bleibt.</p>
<p>Der Autorenname „Alex Lèpic“ ist das Pseudonym für Alexander Oetker. Der Vielschreiber unter den deutschsprachigen Krimiautoren zeigt keine Ermüdungserscheinungen im Entwickeln spannender Kriminalfälle. Ein Buch, das neugierig auf die acht vorherigen und auf zukünftige Fälle macht.</p>
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		<title>Martina Parker: Aufblattelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gertie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 01:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kriminalromane]]></category>
		<category><![CDATA[Parker, Martina]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Gmeiner Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Klub der Grünen Daumen]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalroman]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Parker]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[„Die Caspari-Hohenfelsen waren eine Patchworkfamilie. Aber eine, die schlecht gequiltet war und bei der an allen Ecken und Enden die Nähte aufzuplatzen schienen.“  Als der adelige Ferdinand Isabella, der Tochter des Dorftrunkenboldes, einen Heiratsantrag macht, gibt es jede Menge Gerede im Ort und die adelige Sippe ist not amused.  Isabella bekommt die gewünschte typisch burgenländische [&#8230;]]]></description>
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<blockquote>
<p>„Die Caspari-Hohenfelsen waren eine Patchworkfamilie. Aber eine, die schlecht gequiltet war und bei der an allen Ecken und Enden die Nähte aufzuplatzen schienen.“ </p>
</blockquote>
<p>Als der adelige Ferdinand Isabella, der Tochter des Dorftrunkenboldes, einen Heiratsantrag macht, gibt es jede Menge Gerede im Ort und die adelige Sippe ist not amused. </p>
<p>Isabella bekommt die gewünschte typisch burgenländische Hochzeit, bei der die Halbschwester des Bräutigams plötzlich tot zusammenbricht. Unfall oder Mord?  </p>
<p>Diese Frage stellen sich nicht nur die Ermittler, sondern auch Journalistin Vera Horvath und ihre Gartenfreundinnen. Vera beginnt zu recherchieren und entdeckt, dass einiges bei der Familie von Hohenfelsen nur eine schlecht getünchte, dafür bröckelige Fassade ist.  </p>
<p>Als dann wenig später noch Ferdinands Halbbruder Fritzgoli, bekannt als „Grapscher“, durch einen Reitunfall zum Pflegefall wird, glaubt niemand mehr an einen Zufall. Und dann, ja dann, wird das Familienoberhaupt noch von einem Armbrustbolzen getroffen, der ausgerechnet dem Chef der umstrittenen Baufirma Pannonia-Bau gehört. Allerdings ergibt die Obduktion einen überraschenden Befund. </p>
<p><strong>Meine Meinung: </strong></p>
<p>Dieser Krimi ist der dritte von Martina Parker und natürlich im Südburgenland angesiedelt. Wieder mit dabei die bereits bekannten Gartenfreundinnen, zu denen nun auch Isabella, der Naturschutz sehr stark am Herzen liegt, sowie Tochter Violetta, die nervtötende Hilda, Veras Mutter, und der Dunkel-Tom.  </p>
<p>Auf die doch recht große Rolle, die Veras Mutter beim Umbau des Hauses spielt, hätte ich gerne verzichten können. Sie ist fast so übergriffig wie Fritzgoli, der Grapscher. </p>
<p>Es werden allerlei Spuren gelegt, die in Sackgassen führen. Trotzdem habe ich recht bald eine vielversprechende Idee gehabt, was das Motiv sein könnte. Und ja, dieses anfangs doch sehr vage Idee hat sich bewahrheitet. </p>
<p>Martina Parkers Schreibstil ist unverwechselbar. Da darf der jüngst Spross von Fritzgoli, ein Baby im falschen Moment „Prost“ sagen, Isabellas Großmutter die Hohenfelsens rumänisch verfluchen und die Gartenfreundinnen im tiefsten südburgenländischen Dialekt ihre Weisheiten verbreiten. Keine Angst, die werden als Fußnote übersetzt.  </p>
<p>Der Standesdünkel ist sehr gut dargestellt. Doch gibt es sie nicht nur bei den Adeligen, sondern auch Hilda kann damit aufwarten, aber hier heißt es Vorurteil.  </p>
<p>Jedes Kapitel hat neben einer Überschrift noch Wissenswertes zum Thema Schädlinge oder Pflanzen vorangestellt.  </p>
<p>Das Cover passt vorzüglich zu den beiden Vorgängern „Zuagroast“ und „Hamdraht“. Es ist möglich, jeden Krimi einzeln zu lesen, allerdings brächte man sich um amüsante Lesestunden.</p>
<p>Frei nach Wilhelm Busch: „Dieser war der dritte Krimi und den vierten liest die Mimi (gleich).“ Der Titel sei hier verraten: &#8222;Ausgstochen&#8220;.</p>
<p><strong>Fazit: </strong></p>
<p>Diesem unterhaltsamen dritten Gartenkrimi gebe ich gerne 5 Sterne.</p>
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