Romane

Buchbesprechungen, News

(405 Beiträge in dieser Rubrik)

Roberto Bolaño: Die Nöte des wahren Polizisten

verfasst am 15.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Bewusstsein, mich bei den vielen, eingefleischten Bolano-Fans unbeliebt zu machen: dieses Buch ist ausserordentlich entbehrlich! Diese Veröffentlichung von Fragmenten, zusammengefasst in einem Buch, folgt wohl vorrangig dem Wunsch, aus dem seit dem Roman „2666“ entstandenen Kult um Bolano Kapital zu schlagen. weiter »


Jan Kossdorff: Kauft Leute

verfasst am 25.03.2013 von | 1 Kommentar

Kauft LeuteBeginnen muss man mit dem korrekten Lesen des Buchtitels: Nein, „Kauft!Leute!“ ist falsch, so wie es auf dem Cover steht, stimmt es schon. So wie man sagt: „Kauft Autos“ oder „Kauft regionale Produkte“ so kann man auch sagen „Kauft Leute“. Wenn man zuvor die passende Geschäftsidee hatte. Obwohl: so neu ist die gar nicht, fragen Sie zum Beispiel all die Amerikaner mit afrikanischen Vorfahren, fragen Sie Barack Obama. weiter »


Peter Rosei: Madame Stern

verfasst am 11.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es beginnt in Klagenfurt, nahe am Wörthersee mit dem Handelsreisenden Maiernigg. Maiernigg bringt es mit seinen mehr oder weniger dubiosen Geschäften zum Erfolg. Sein Sohn, der schöne Kurt, zieht es vor nach Wien zu gehen ins Finanzministerium. weiter »


Upton Sinclair: Öl!

verfasst am 10.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wieviel von der Welt vor hundert Jahren steckt in unserer Gegenwart? Wie haben sich Menschen und ihre Konstrukte, wie haben sich das Leben und seine Umstände weiter entwickelt? Wenn man ein Buch liest, dessen zentrale Inhalte in den 1910ern/1920ern stattfnden, dann stellt sich diese Frage nicht zwangsläufig. Liest man aber ein Epos wie „Öl!“, in dem sich so viel findet, das geradezu unheimlich vertraut und gegenwärtig wirkt, dann drängt sich ein solcher Vergleich auf. weiter »


Joey Goebel: Ich gegen Osborne

verfasst am 28.02.2013 von | 1 Kommentar

Ich hatte schon nach ein paar Seiten so eine Art Déjà-vu: Erinnerungen an die Fernsehserie „Wunderbare Jahre“ geisterten mir durch den Kopf, ich hörte fast die Stimme des Erzählers. Die inhaltliche Gemeinsamkeit dieses Buches mit der Serie erschöpft sich jedoch in der Highschool als Ort des Geschehens. Eine weitere Gemeinsamkeit stellte sich im Laufe des Lesens heraus : beides hat mir ausnehmend gut gefallen, beides lässt eine vergangene Zeit wieder-erleben! weiter »


Georges Simenon: Der Präsident

verfasst am 02.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit seinem nun so eintönigen Leben kann und will sich der ehemalige Ministerpräsident der Republik nicht abfinden. Mit einem Alltag zwischen Krankheit, Untersuchungen, Spaziergängen; fernab aller Orte, an denen die Entscheidungen für das Land getroffen werden. weiter »


Robert Seethaler: Der Trafikant

verfasst am 01.02.2013 von | 1 Kommentar

Beeindruckend, wie man schon beim Lesen der allerersten Seite den Charakter ganzen Buches vor Augen hat. Nicht was den Inhalt, die Geschichte, die erzählt werden wird betrifft; nein: was den Stil, die Atmosphäre betrifft, was man vom Lesen behalten und woran man sich erinnern wird. Dass man hier etwas liest, das in seiner Sprache aus der Menge der Bücher herausragt, begreift man schon nach ein paar Wörtern. weiter »


Lily Prior: Nektar oder Der Duft der Italienerin

verfasst am 27.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Duft von Ramona Drottoveo verzaubert alle Männer in ihrer Umgebung, und nicht nur das, dieser Duft strahlt  auch weiter über ihr Umfeld, dem Marmorschloss La Casa, hinaus. weiter »


Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende
Ein Bericht

verfasst am 14.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist eines der zentralen Themen der Werke von Joseph Roth: nach dem 1. Weltkrieg, nach dem Ende der Donaumonarchie, stehen Menschen vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Das Fundament, das noch vor wenigen Jahren so unverrücktbar, so unzerstörbar erschien, gibt es nicht mehr und ein neues ist noch nicht errichtet. weiter »


Friedrich Ani: Süden und das heimliche Leben

verfasst am 09.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

SuedenManchmal möchte man einfach verschwinden, möchte das Bisherige hinter sich lassen. Pech hat man dann, wenn es Menschen gibt, die sich sorgen und die dann zu allem Überfluss einen Privatdetektiv wie Tabor Süden engagieren. Gerade den, für den das Auffinden verschwundener Menschen quasi ein Passion ist. weiter »


Hugo Bettauer: Hemmungslos

verfasst am 01.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gerade war mit dem Ende des 1. Weltkrieges auch das Ende der Monarchie gekommen. Die alten Regeln, die alten Verbindungen, die alten Verhältnisse gab es nicht mehr. Und als kleiner Adeliger galt man nichts mehr, alle Privilegien und all das, worauf man seit Jahrhunderten aufbauen konnte, waren verloren. weiter »


Christian Klinger: Das Don Juan Gen

verfasst am 24.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich fange jetzt einmal nicht mit dem Inhalt, sondern mit der Verpackung an: das Cover ist, sagen wir … überraschend! Ist das eine Art menschlicher Hybrid? Was kommt da auf die Leserin/den Leser zu? Einer von diesen gerade so modischen Sado-Maso-Schmökern? Ein schwülstiger Erotikthriller? Knapp daneben; ein kleiner Tipp: lassen Sie sich nicht auf allzu viele Spekulationen in diese Richtung ein und überlegen Sie erst nach der Lektüre, in welche Abteilung sie dieses Buch einreihen wollen! weiter »


Ringsgwandl: Das Leben und Schlimmeres
Hilfreiche Geschichten

verfasst am 11.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dr. Georg Ringsgwandl liefert in seinem Buch „hilfreiche Geschichten“ mit zwinkerndem Auge eine Möglichkeit, die Skurrilität des Lebens an sich leichter verstehen zu können. Eine Anleitung zur Auseinandersetzung mit dem ganz alltäglichen Wahnsinn!

Und das literarisch in köstlich ironischer Umsetzung! weiter »


Tilman Rammstedt: Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

verfasst am 28.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meistens funktioniert es doch so: nach 20,30,40 Seiten hat man herausgefunden worum es geht. Eine Meinung zum Buch hat man auch schon und oft kann man sich vorstellen, wie es weitergeht. Meistens, aber nicht hier. Denn wer hat schon jemals zuvor die Worte „Abenteuer“ und „Bankberater“ in einem Satz gelesen, geschweige denn in einem Atemzug ausgesprochen? Wohl kaum jemand! Buchmäßges Neuland gewissermaßen. weiter »


Marlen Haushofer: Die Wand

verfasst am 18.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Selten habe ich ein Buch mit soviel Begeisterung gelesen.

„Wenn mich jemand nach dem zehn wichtigsten Büchern in meinem Leben fragen würde, dann gehörte ‚Die Wand‘  auf jeden Fall dazu“ – Zitat von Elke Heidenreich, dem ich mich total anschließe. weiter »


Hans Rath: Und Gott sprach: Wir müssen reden!

verfasst am 15.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus dem Titel des Buches kann man sich so viele Geschichten vorstellen, die unter dieses thematische Dach passen würden. Das könnte eine satirische, eine dramatische oder eine visionäre Abrechnung mit unserer Gegenwart sein. Oder mit den Menschen unserer Gegenwart. Oder sonst etwas tolles. Oder es könnte eben auch so wie dieses Buch sein: vergebene Chancen, so weit die Lesebrille reicht. weiter »


Simon Mawer: Die Frau, die vom Himmel fiel

verfasst am 12.11.2012 von | 1 Kommentar

Auch Jahrzehnte nach dem Ende des 2. Weltkrieges gibt es immer noch bislang ungehörte und unerzählte Geschichten über Menschen, die damals ihr Lebens einsetzten, um mitzuhelfen Europa von den Nazis zu befreien.  Viele von ihnen arbeiteten im Geheimen, und ihre Erfolge, ihre Schicksale fanden sich, wenn überhaupt, nur in den Fußnoten der Geschichtsbücher. weiter »


Martin Walker: Schatten an der Wand

verfasst am 01.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman aus der Zeit vor Bruno: Martin Walker verfrachtete seine Charaktere auch schon ins Perigord, bevor er dort seinen „Chef de Police“ erschuf. Vor 10 Jahren im englischen Original erschienen, bringt der Diogenes-Verlag nun erstmals eine deutschsprachige Übersetzung von „The Caves of Périgord“ heraus.  Und da stellt sich die Frage, ob der Verlag damit nur die Erfolgswelle der „Bruno-Reihe“ nützen will, oder ob dieser Roman wirklich lesenswert ist. weiter »


Paul Lukas: Vinyl

verfasst am 27.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vinyl ist die Geschichte eines Bassisten, der mit der Band „Sonntagsmörder“ am Beginn seiner musikalischen Karriere steht. Aufgrund seiner unendlich großen und sich schwierig gestaltenden Liebe zu Nadja kommt er zwischen die Räder und bleibt ohne Band aber auch ohne Nadja auf der Strecke. weiter »


Eduardo Sacheri: In ihren Augen

verfasst am 21.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist das Jahr 1993 in Buenos Aires. Der Justizbeamte Benjamin Miguel Chaparro befindet sich ab sofort im Ruhestand. Drei Wochen Vorbereitung investierten seine Mitarbeiter in die Abschiedsfeier. Doch auf dem  Weg zum Restaurant El Candil beschließt er nicht hinzugehen. Sein Weg führt ihn in den Justizpalast. Zur Richterin Irene Hornos. Chaporro betet die Richterin an, er liebt sie, verzweifelt, ohne ihr seine Gefühle zu gestehen. weiter »


[ Referat ] Patrick Süskind: Das Parfum
Die Geschichte eines Mörders

verfasst am 14.10.2012 von | 1 Kommentar

Jean-Baptist Grenouille wird im 18. Jahrhundert unter unwürdigen Verhältnissen auf einem Fischmarkt in Paris geboren. Seine Mutter wirft ihn zu den Fischabfällen, wie sie es auch bei ihren anderen Kindern gemacht hat. Doch Jean-Baptist, als Mensch geboren und mit einem instinktiven Lebenswillen ausgestattet beginnt zu schreien und gefunden. Der Mutter beschert das Geschrei den Tod. Man hat sie festgenommen und nach einem freiwilligen Geständnis zum Tode verurteilt. weiter »


Joseph Roth: Die Kapuzinergruft

verfasst am 13.10.2012 von | 1 Kommentar

Die Geschichte „der anderen“ Trottas. Die Linie des Helden von Solferino erlosch mit dem Tod Carl Joseph, dem Enkel des Helden, im Jahr 1914 auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriges. Diese andere Linie, deren letzter Vertreter Franz Ferdinand Trotta ist, muss das Ende der Monarchie, das Ende von Adel und Gesellschaft und schlussendlich den Niedergang und das Verschwinden des übrig gebliebenen Staates Österreich im Jahr 1938 erleben. weiter »


[ Referat ] Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther

verfasst am 12.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

1774 erschien die erste Ausgabe dieses Briefromanes unter dem Titel „Die Leiden des jungen Werthers“ und wurde für den damals erst 25-jährigen Goethe zum ersten über die Grenzen der deutschsprachigen Länder hinaus gehenden Erfolg. Mit der Neufassung aus dem Jahr 1787 verlor der Roman sein abschließendes „S“ und wurde unter dem Titel „Die Leiden des jungen Werther“ veröffentlicht. weiter »


Hugo Bettauer: Die Stadt ohne Juden
Ein Roman von übermorgen

verfasst am 11.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer Zeit, in der es alltäglich war, zum guten Ton gehörte, sich niemand etwas dabei dachte. Als die Saat, die der unsägliche Bürgermeister Lueger und all seine Genossen gesät hatten, schon weit aufgegangen war. Als der Hass auf Juden so selbstverständlich war, dass Antisemitismus nicht verpönt sondern gesellschaftlich anerkannt war. Aus  so einer Zeit stammt dieser „Utopische Roman“ von Hugo Bettauer. weiter »


Martin Suter: Die Zeit, die Zeit

verfasst am 07.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie ergeht es einem Mann, dessen Frau hinterrücks, direkt vor der Haustüre erschossen wurde. Sie wurde getötet und es gibt keinen erkennbaren Grund, warum es geschah. Was bewegt ihn, mehr als ein Jahr nach der Tat, die noch immer nicht geklärt wurde. Was treibt ihn an, welche Gedanken beschäftigen ihn. weiter »


Hugo Bettauer: Der Kampf um Wien
Ein Roman vom Tage

verfasst am 01.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bevor es um den Inhalt des Buch geht: schon nach ein paar Seiten war mir, als würde ich in diesem Buch seit langem lesen. Als wäre ich ein guter, langjähriger Freund des Patrick Ralph O’Flanagan. Und als könne die Schilderung jener Zeit, mit meinem guten Freund im Zentrum, noch ewig weiter gehen. weiter »


Suzanne Joinson: Kashgar oder Mit dem Fahrrad durch die Wüste

verfasst am 10.09.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman, angesiedelt zwischen zwei „Welten“.
1923 reisen drei junge Frauen nach Kashgar, einer Stadt an einem wichtigen Knotenpunkt der Seidenstraße im heutigen China. Dort werden sie als Missionarinnen die Muslime zum Christlichen Glauben bekehren.
In der Gegenwart, in London, lebt Frieda. Die junge Frau, ständig auf Reisen, versucht nach einem neuerlichen Aufenthalt in der Fremde ihr Leben zu entschleunigen und zu bleiben und nicht wie gewohnt, in die Ferne zu flüchten. weiter »


Wolf Haas: Verteidigung der Missionarsstellung

verfasst am 06.09.2012 von | 7 Kommentare

Zu diesem Buch habe ich folgendes sagen: 1. fand ich es schlicht und ergreifend genial und 2. habe ich vorerst einmal keine Idee, wie ich Inhalt und Leseerlebnis beschreiben soll. weiter »


John Niven: Kill your friends

verfasst am 03.09.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Steven Stelfox, 27 Jahre alt und erfolgreicher A & P Manager, entscheidet, wer in der Musikbranche erfolgreich ist, und wer mit seiner Musik für immer im Nirvana verschwindet. weiter »


Bernhard Schlink: Der Vorleser

verfasst am 01.09.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nachkriegszeit in Deutschland, die 1950iger. Michael, gerade mal 15 Jahre, ist aufgrund einer Krankheit von der Schule vorübergehend befreit. Eines Tages bricht er auf dem Gehsteig zusammen. Eine Frau bringt ihn nachhause. Als er wieder auf die Beine kommt, will er sie besuchen und sich bei ihr bedanken. weiter »




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