Romane

Buchbesprechungen, News

Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn

Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn verfasst am 18.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Johann Carl von Sothen war in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Wien ein Beispiel für einen Kapitalisten und unbarmherzigen Ausbeuter seiner Arbeiter. Selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, gelang es Sothen, sich durch, wie man annahm, Betrug ein großes Vermögen anzuhäufen, das er auf Kosten der Menschen, die für ihn arbeiteten, skrupellos vermehrte. weiter »


David Krems: Fast ein Wunder

Fast ein Wunder verfasst am 01.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Fast ein Wunder“ ist ein Roman der sich, nahe an der Realität, mit dem Schicksal von Menschen beschäftigt, die als Flüchtlinge zu uns kommen, wie sie bei uns aufgenommen und behandelt, wie sie ausgenutzt werden. weiter »


Paulus Hochgatterer: Fliege fort, fliege fort

Fliege fort, fliege fort verfasst am 23.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Psychiater Raffael Horn und Kommissar Ludwig Kovacs: neun Jahre nach dem letzten Roman mit seinen beiden Hauptdarstellern veröffentlicht Paulus Hochgatterer mit „Fliege fort, fliege fort“ den nunmehr dritten Roman über rätselhafte Ereignisse in Furth, der Stadt am See. weiter »


Georges Simenon: Schlusslichter

Schlusslichter verfasst am 07.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Eheleben von Nancy und Steve Hogan erschöpft sich schon seit längerer Zeit in Gewohnheiten. Jeder neue Tag bringt doch wieder die alten Routinen – ob sie nach der Arbeit gemeinsam nach Hause fahren, ob Nancy wieder länger im Büro bleiben muss, ob Steve sein Heil im heimlichen Trinken sucht. weiter »


Benjamin Stein: Das Alphabet des Rabbi Löw

Das Alphabet des Rabbi Löw verfasst am 28.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Jahr 1995, im Alter von 21 Jahren, veröffentlichte Benjamin Stein seinen ersten Roman mit dem Titel „Das Alphabet des Juda Liva“. Der vorliegende Roman aus dem Jahr 2014 ist eine Komplettüberarbeitung des Erstlings (den ich jedoch nicht gelesen habe – Vergleiche der beiden Versionen kann ich somit ziehen). weiter »


Mark Twain: Ein Yankee an König Artus‘ Hof

Ein Yankee an König Artus' Hof verfasst am 01.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für viele von uns ist es wahrscheinlich ein Traum, für dessen Erfüllung sie alles möglich tun würden: zurück in die Vergangenheit zu reisen, dort ein paar Tage zu verbringen, inmitten der Menschen und Ereignisse zu leben, die wir nur aus den Geschichtsbüchern kennen.

Mark Twain erzählt in „A Yankee in King Arthur’s Court“ genau darüber; wie der Yankee Hank Morgan aus Connecticut aus dem 19. Jahrhundert kommend in der Vergangenheit landet. Genau ist es der 19. Juni 528, wie ihm ein Junge berichtet und es ist England – er ist in Camelot gelandet, am Hof des König Artus. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Der Graf von Saint-German

Der Graf von Saint-German verfasst am 09.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Tagebuch des Philip Branis, sein Leben zwischen den beiden Weltkriegen – was das mit dem „Graf von Saint-German“  zu tun hat, ist unter anderem auch darin zu lesen.

Mein Resumee gleich zu Beginn: auch bei einem so großartigen Erzähler wie Lernet-Holenia kann einmal etwas daneben gehen – für mein Gefühl fällt dieses Buch darunter. weiter »


Jiří Weil: Mendelssohn auf dem Dach

Mendelssohn auf dem Dach verfasst am 06.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Tschechien in den der ersten Hälfte der 1940er Jahre ist ein besetztes Land. Die Deutschen sind die neuen Herren und sie regieren das Land wie eine Kolonie, die den Deutschen, den Herrenmenschen, zu dienen hat, sie nennen es „Protektorat Böhmen und Mähren“. Überall wird ausgebeutet, geraubt, willkürlich gemordet, die Menschen werden wie Sklaven benutzt, sie sidn Sklaven. Überall herrscht die Angst, durch unbedachtes Handeln oder ein unbedachtes Wort der Willkür ausgeliefert zu sein. weiter »


Colson Whitehead: Die Nickel Boys

Die Nickel Boys verfasst am 03.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was hat sich nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der vordergründig die Abschaffung der Sklaverei zum Ziel hatte, geändert? Was bewirkte Martin Luther King? Wie stark ist der (Alltags-)Rassismus heute noch in den Köpfen verankert?

Colson Whitehead ist der literarische Chronist des Schicksales der Menschen mit afrikanischen Wurzeln, die in den USA lebten und leben. Er schreibt über genau diese Fragen und darüber, wie die Welt der Menschen mit dunkler Hautfarbe ist. weiter »


Abbas Khider: Deutsch für alle

Deutsch für alle verfasst am 30.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn schon viele Menschen mit Englisch als Muttersprache darüber klagen, wie kompliziert es wäre, Deutsch zu lernen – wieviel schwieriger muss es dann für jemanden sein, der aus dem arabischen Sprachraum kommt? (oder anders herum: stellen wir uns einmal vor, wir sollten Arabisch lernen …).

Einem Mann wie Abbas Khider, der aus dem Irak kommt, gebührt daher meine außerordentliche Hochachtung, wenn er nun, seit dem Jahr 2000 in Deutschland lebend, Bücher in deutscher Sprache schreibt. weiter »


Reinhard Kaiser-Mühlecker: Enteignung

Enteignung verfasst am 08.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jan ist Journalist. Wenigstens zeitweilig; früher schrieb er für bekannte Publikationen, was ihn später zu einer kleinen Provinzzeitung verschlagen hat, bleibt unerwähnt. Die Provinz, das scheint – immerhin stammnt auch Reinhard Kaiser-Mühlecker von hier, die Gegend in Oberösterreich zwischen Wels, und Kirchdorf/Krems zu sein. Die Erwähnung einer mittelgroßen Stadt (Wels?) mit einem Bürgermeister stramm-rechter Gesinnung deutet jedenfalls darauf hin. weiter »


Martin Horváth: Mein Name ist Judith

Mein Name ist Judith verfasst am 25.03.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, aus vielen Erzählungen zusammen gesetzt. Erzählungen, von denen man oft nicht weiß, ob sie real oder nur geträumt sind. Manche sind wie zusammenhanglos in andere eingebettet, manche erzählen eine fortlaufende Geschichte. weiter »


Bernhard Aichner: Kaschmirgefühl
Ein kleiner Roman über die Liebe

Kaschmirgefühl verfasst am 19.03.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer kleinen, feinen Idee entstand ein kleines, feines Buch. Bernhard Aichner, ansonsten nicht zimperlich im Umgang mit der Verbreitung von Spannung und dem literarischen Ausbreiten von menschlichen Abgründen, bleibt diesmal ganz im kleinen Rahmen: Gottlieb und Marie telefonieren, die ganze Nacht. weiter »


Gabor Laczko: Der Berg, der nie bestiegen wurde

Der Berg, der nie bestiegen wurde verfasst am 14.01.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der mit sanften Farben gestaltete Umschlag des Buches, mit dem Mann auf dem Berg, ist ein Hinweis auf Belas’ Onkel der ihn, als Bela noch ein Kind war, mit auf den Berg genommen. weiter »


Georges Simenon: Fremd im eigenen Haus

Fremd im eigenen Haus verfasst am 08.01.2019 von | 1 Kommentar

Nachdem seine Frau vor 18 Jahren das Haus verließ wurde Anwalt Hector Loursat immer mehr zum Sonderling: Eremit, Säufer, fremd mit der Welt, fremd mit den Menschen. Das große Haus bewohnt er mit seiner Tochter Nicole und der alten Haushälterin Fini – auch mit diesen beiden meidet er jeden Kontakt, wenn immer es möglich ist. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Ich war Jack Mortimer

Ich war Jack Mortimer verfasst am 23.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dem Titel nach könnte er von Agatha Christie oder Arthus Conan Doyle sein; aber es ist Alexander Lernet-Holenia, der im Jahr 1933 diesen beinahe wahnwitzig zu nennenden Krimi schrieb. Wahnwitzig, ein bisschen verrückt und sehr temporeich! weiter »


Philippe Besson: Hör auf zu lügen

Besson: Hör auf zu lügen verfasst am 23.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das ist die tragische Geschichte einer homosexuellen Liebe von zwei Gymnasiasten, einer kurzen Liebe zwischen dem Lehrersohn Philippe und Thomas, dem Sohn eines Winzers. Einer Liebe, die nur im Geheimen gelebt werden kann. weiter »


Mechtild Borrmann: Grenzgänger

Grenzgänger verfasst am 03.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist eines der Markenzeichen von Metchild Borrmann-Romanen: Ereignisse aus der weiteren und Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit bewegen sich aufeinander zu; wie es begonnen hatte und wie sich später alles entwickelt hatte, wird nebeneinander erzählt. Womit wir beim anderen Markenzeichen angelangt sind: diese ungemein dichte, enorme spannungsgeladene Erzählweise, der man sich nicht entziehen kann und sich auch überhaupt nicht entziehen möchte. weiter »


Michal Hvorecky: Troll

Troll verfasst am 01.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vor 15 Jahren hätte ich jeden ausgelacht, der eine beinahe weltumspannenden Renaissance der Nationalisten, der Rechtsextremen vorausgesagt hätte. Heute, im Jahr 2018, steht die Demokratie vor der Herausforderung, die Gegner der Demokratie mit demokratischen Mitteln abzuwehren. Denn genau hier liegt unser Problem: die Gegner bedienen sich ungeniert der demokratischen Mittel um an die Macht zu kommen. weiter »


Wolf Haas: Junger Mann

Junger Mann verfasst am 19.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

So sehr ich mich auf dieses neue Buch von Wolf Haas gefreut habe, so schwer fällt es, mir eine Meinung darüber zu bilden. Denn gegenüber seinem letzten Roman „Die Verteidigung der Missionarsstellung“ – ein wirklich großartiges Buch – fehlt diesem ein wenig das Herausragende. weiter »


Goran Vojnović: Unter dem Feigenbaum

Unter dem Feigenbaum verfasst am 30.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vom Zerfall Jugoslawiens, von zerbrochenen Familien und vielen Schicksalsschlägen  erzählt Goran Vojonovic in seinem Roman. In sehr poetischen Szenen erzählt er die Geschichte von drei Generationen: Jandras, Jandras Eltern und die Großeltern. weiter »


Anne Müller: Sommer in Super 8

Sommer in Super 8 verfasst am 27.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Anne Müller legt hier einen Familienroman vor, der, so glaube ich, sehr nahe an die Wirklichkeit in vielen Familien herankommt. In einer schnörkellosen, leicht lesbaren Sprache erzählt sie vom Leben der Familie von Freya und Roman König, die im Norden Deutschlands, in einem kleinen Ort, nahe der dänischen Grenze leben. weiter »


Eva Rossmann: Im Netz
Ein Mira-Valensky-Krimi

Im Netz verfasst am 26.08.2018 von | 1 Kommentar

Carlo Neuhaus importiert italienische Spezialitäten. Er ist ein sozial engagierter Mensch, womit sich natürlich die Medien gerne schmücken. Doch dann beginnt die Gerüchteküche zu brodeln. Ist er ein Drogenhändler? Ein Schlepper? Schnell wendet sich das Blatt. Neuhaus ist nicht mehr der Liebling der Medien. Eine Hetze beginnt.

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Charles Lewinsky: Der Wille des Volkes

Der Wille des Volkes verfasst am 06.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Schweizer haben es also getan: sie haben die „Eidgenössischen Demokraten“, die Partei des Rechtpopulisten Stefan Wille, an die Regierung gewählt. In wohl bekannter Manier (siehe auch: Deutschland 1933, Polen und Ungarn ganz aktuell) gingen diese mit einem schier unheimlichen Tempo daran, den Staat umzubauen. Und nun, viele Jahre später, ist die Schweiz ein Staat mit einer einzigen Meinung, ein Staat, in dem Abweichung von der vorgegebenen Denk- und Meinungslinie zu fatalen Folgen führen kann. weiter »


Robert Seethaler: Das Feld

Das Feld verfasst am 17.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für eine Vorstellung, was für eine tröstliche Perspektive. Nach dem Ende unseres Lebens bleiben uns noch unsere Gedanken und unsere Erinnerungen und wir blicken auf unser Leben zurück. weiter »


David Schalko: Schwere Knochen

David Schalko: Schwere Knochen verfasst am 16.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Verleitet durch dem Umstand, dass sich „Schwere Knochen“ auf der ORF-Bestenliste im Juni 2018 findet, beschließe ich, ein Buch von David Schalko zu lesen. Was soll denn auch schief gehen, wenn groß hinten auf dem Buchdeckel steht, was Josef Hader über den Autor meint: „David Schalko sieht unbestritten aus wie ein Genie Es spricht aber auch einiges dafür, dass er eins ist.“ weiter »


Sinclair Lewis: Main Street

Main Street verfasst am 08.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine amerikanische Kleinstadt, weit von der nächsten Großstadt entfernt. Die Mainstreet, die Läden, die Männer, die sich selbst als die Bewahrer der Ordnung und des Pioniergeistes betrachten; und die Frauen, die als getreue Vasallinnen ihrer Ehemänner die Tage mit aus ihrer Kleinstadtsicht so ungemein wichtigen Tätigkeiten verbringen.

Ein Blick zurück in die USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ein nostalgischer Blick könnte man meinen. weiter »


Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore Band 2
Eine Metapher wandelt sich

Die Ermordung des Commendatore Band 2 verfasst am 17.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dies ist ein wirklich bemerkenswerter Roman. War Band 1 ein Roman der Hinweise, der lose aneinandergereihten Ereignisse und Erinnerungen, so ist Band 2 nun gewissermaßen die Auflösung. Bis zu einem gewissen Punkt jedenfalls, denn es bleibt, murakami-typisch, vieles unerklärt.

Zusammengefasst jedoch hinterlässt er bei mir einen zweigeteilten Eindruck. weiter »


John Cheever: Die Lichter von Bullet Park

Die Lichter von Bullet Park verfasst am 02.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sonnntag Nachmittag. Alte Filme mit Doris Day, Rock Hudson, Tony Randall. Glückliche Vorstadtidylle in den USA in den 1950er und 1960er Jahren. Im Gegensatz dazu John Cheevers Vorstadtroman aus dem Jahr 1969: auf den ersten Blick wie ein Heile-Welt-Film bevor dann der Blick hinter die Fassaden fällt. weiter »


Jean Cocteau: Thomas der Schwindler

Thomas der Schwindler verfasst am 23.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Guillaume Thomas stammt aus dem Ort Fontenay. Als man ihn einmal fragt, ob er mit dem berühmten General de Fontenay verwandt wäre, nimmt er diese Gelegenheit gerne wahr um fortan als dessen Neffe aufzutreten. Er erdichtet seinen Lebenslauf, der ihn zu einem Soldaten macht, der er nicht ist. Die berühmte Verwandschaft und die Aura des Helden öffnen ihm Tür und Tor und man liebt es, sich mit seiner Gegenwart zu schmücken. weiter »




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