Romane

Buchbesprechungen, News

(429 Beiträge in dieser Rubrik)

Klaus Oppitz: Die Hinrichtung des Martin P.

Klaus Oppitz: Die Hinrichtung des Martin P. verfasst am 22.09.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Reden wir über Hass im Netz. Reden wir darüber, wie viele Menschen es gibt, die sich hinter der vermeintlichen Anonymität verstecken, um zu pöbeln und zu drohen.

Wer sind diese Leute? Erkennt man sie, wenn man ihnen auf der Straße begegnet, haben sie ein weithin sichtbares Mal, einen unverwechselbaren Gesichtsausdruck? weiter »


Yoko Ogawa: Insel der verlorenen Erinnerung

Yoko Ogawa: Insel der verlorenen Erinnerung verfasst am 07.09.2020 von | 2 Kommentare

Ein Roman aus dem Jahr 1994 der erst über den Umweg seiner englischen Übersetzung auch zu uns kam. Die englischsprachige Ausgabe mit dem Titel „The Memory Police“ stand auf der Shortlist des International Booker Price 2020 und nun erscheint das Buch im Verlag Liebeskind erstmals in deutscher Übersetzung.

„Insel der verlorenen Erinnerung“ ist ein Roman, der, ähnlich wie Orwells „1984“, eine Welt beschreibt, in der die Einzelnen ganz der Willkür der – nicht weiter im Detail beschriebenen – Staatsmacht ausgeliefert sind. weiter »


Clemens Berger: Der Präsident

Clemens Berger: Der Präsident verfasst am 01.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es wäre auch der Buchtitel „Der Mann, der Ronald Reagan war“ passend, denn Jay Immer IST bis zu einem gewissen Grad Ronald Reagan – äußerlich auf jeden Fall!

Als Nachkomme von aus dem Burgenland emigrierten Österreichern trägt er den Namen Julius Imre, was es seinen Mitbürgerinnen in den USA aber fast unmöglich macht, seinen Namen korrekt auszusprechen. weiter »


Roberto Bolaño: Monsieur Pain

Roberto Bolaño: Monsieur Pain verfasst am 09.07.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der frühe Tod Bolaños im Jahr 2003 brachte es mit sich, dass viele seiner Werke noch unveröffentlicht waren, als er starb. So ist es möglich, dass noch immer Romane neu erscheinen, teilweise sind es aber auch nur erste Ausgaben in deutscher Sprache. Nachdem er Weltruhm erst posthum mit der Veröffentlichung von „2666“ erlangte, wurde jede weitere Neuveröffentlichung von der wachsenden Fangemeinde mit Ungeduld erwartet. weiter »


Davide Ferrario: Römisches Maskenspiel

Davide Ferrario – Römisches Maskenspiel verfasst am 20.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Durch Zufall fand ich dieses Buch in meiner umfangreichen Büchersammlung. Ein Buch mit, für meine Begriffe, total verrücktem Inhalt. Es ist das Jahr 1947. Der berühmte Schauspieler Orson Welles kommt nach Rom um einen Film zu drehen. Ein Hüne von einem Mann , mit seiner Körpergröße von 1,90 m und einer nicht unerheblichen Leibesfülle. weiter »


Laura van den Berg: Das dritte Hotel

Laura van den Berg: Das dritte Hotel verfasst am 15.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Taxifahrer hält an zwei Hotels, jedoch die Adressen stimmen nicht mit Clares Notiz überein. Erst das dritte Hotel hat dann die Reservierung für ihr Zimmer vorliegen. weiter »


Leo Perutz: Wohin rollst du, Äpfelchen …

Wohin rollst du, Äpfelchen ... verfasst am 11.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Manche kommen aus dem Krieg zurück und finden in ihr normales Leben zurück. Manche kehren zurück, bleiben aber für immer im Krieg und seinen Schrecken gefangen.

Im Kriegsgefangenenlager in Sibirien schwören die fünf Kameraden einen heiligen Eid, sich nach dem Krieg an dem brutalen Lagerkommandanten Seljukow zu rächen. An dem Mann, der für Tod, Krankheit und Leid der Gefangenen verantwortlich ist. weiter »


F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby verfasst am 07.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist wie eine Zeitreise: zurück in die 1920er, als die Herren weißen Anzüge trugen und Gamaschen an den Schuhe, als die Damen die Haar kurz und die Zigarettenspitzen lang trugen, als die Cabrios mit Weißwandreifen unterwegs waren, als die Schwarze Freitag noch in weiter Ferne war. weiter »


William Melvin Kelley: Ein anderer Takt

William Melvin Kelley: Ein anderer Takt verfasst am 01.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn man die Frage stellt, ob die Sklaverei abgeschafft wurde, dann wird wohl jede und jeder dies uneingeschränkt bejahen. Für die Vereinigten Staaten würde das bedeuten, dass mit dem Ende des Bürgerkrieges im Jahr 1865 auch das Ende der Sklaverei im „Land of the free and home of the brave“ gekommen wäre.

Als der junge Autor William Melvin Kelley im Jahr 1962, also fast einhundert Jahre später, seinen Debütroman „A Different Drummer/Ein anderer Takt“ veröffentlichte, war die Sklaverei  als Form der Leibeigenschaft zwar verschwunden, in den Köpfen und auf den Straßen aber war sie genauso präsent wie eh und je. weiter »


Fernando J. Múñez: Die Köchin von Castamar. Claras Geheimnis

Fernando J. Múñez: Die Köchin von Castamar. Claras Geheimnis verfasst am 24.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Clara Belmonte wächst zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts in Spanien, in einer gutbürgerlichen Familie auf. Ihr Vater ist Arzt, ihre Mutter eine begnadete Köchin, die beim Kardinal  Albertoni, einem ehemaligen Minister von König Philipp V, kochte. weiter »


Anne Enright: Die Schauspielerin

Die Schauspielerin verfasst am 14.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Katherine O’Dell wuchs in Irland auf, ihre Eltern waren Wander-Schauspieler, Katherine ihr einziges Kind. Katherine tritt in die Fußstapfen der Eltern, schafft es aber aus der Enge der irischen Volksbühnen bis nach Hollywood, wurde eine berühmte, gefeierte Schauspielerin, schön, talentiert, exzentrisch und für die Kunst lebend. weiter »


Leo Perutz: Der schwedische Reiter

Leo Perutz: Der schwedische Reiter verfasst am 12.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Edelmann und der Dieb: ein Märchen, Gleichnis, Liebesroman, historischer Roman. Angesiedelt in der Mitte des 18. Jahrhunderts, geschrieben in ungewohnter Sprache, die wohl unterstreichen soll, dass dies eine Erzählung über Ereignisse ist, die ein paar Jahrhunderte zurück liegen.

Kein Roman, in den man sich gleich verlieben wird, dazu ist er zu spröde, zu verwunden. weiter »


Martín Caparrós: Väterland

Martín Caparrós: Väterland verfasst am 22.04.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Raquel Gleizer ist eine Frau, die auf den ersten Blick vielleicht sogar dem Musical „Cararet“ entsprungen sein könnte. Sehr attraktiv, trägt die Haare glatt gegeelt und gerne Herrenanzüge. Nur, dass sie nicht im Berlin der 1920er sondern im Buenos Aires der 1930er lebt. Von ihr weiß man wenig, auch Andrés Rivarola wüsste nicht mehr von ihr zu erzähen, als sie selbst preisgeben möchte. weiter »


Jeremy Tiang: Das Gewicht der Zeit

Jeremy Tiang: Das Gewicht der Zeit verfasst am 10.04.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jason fristet in einem Krankenhaus die letzten Tage seines Lebens. Die einzige Verbindung zwischen seinem früheren und jetzigem Leben ist seine Tochter Janet, die in jeden Tag besucht – wohl mehr aus Pflichtgefühl, denn aus Liebe. Janet hat eine angesehene Stelle im öffentlichen Dienst und auch ihr Mann ist als Minister eine Person des öffentlichen Lebens – was würden wohl die Menschen in ihrem Umfeld denken, wenn sie ihrer Tochter-Pflicht nicht nachkäme. weiter »


Paolo Rumiz: Der unendliche Faden
Reise zu den Benediktinern, den Erbauern Europas

Der unendliche Faden verfasst am 31.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Der unendliche Faden“ ist, das gleich vorne weg, ein bemerkenswertes Buch, mit viel Informationen über die italienische Landschaft, über geschichtliche Ereignisse und über die Benediktiner-Klöster. Rumiz lässt darin seine Leserinnen teilhaben an seinen Gedanken über Gegenwart und Zukunft Europas – es sind stark von Pessismus geprägte Gedanken. weiter »


Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage

Julia Holbe: Unsere glücklichen Tage verfasst am 16.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Drei Freundinnen verbringen seit ihrer Schulzeit die Ferien an der französischen Atlantikküste. Es sind unbeschwerte, ausgelassene Tage. Eines Tages treffen sie auf Lenica, die in dem Ferienort daheim ist. Lenica wird sofort in den Kreis der Freundinnen aufgenommen. weiter »


Markus Thiele: Echo des Schweigens

Markus Thiele: Echo des Schweigens verfasst am 11.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der reale Hintergrund dieses Romanes ist der gewaltsame Tod eines Flüchtlings in einem Polizeiarrest – Oury Jalloh aus Sierra Leone verbrannte im Jänner 2005 in einer Zelle im Polizeiarrest in Dessau. Die Umstände seines Todes wurden bis heute nicht endgültig gerichtlich geklärt. weiter »


Eric-Emmanuel Schmitt: Felix und die Quelle des Lebens

Eric-Emmanuel Schmitt: Felix und die Quelle des Lebens verfasst am 09.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Welch ein  Lesevergnügen ist dieses Buch! Nachdem ich von dem Autor schon sein Buch „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ mit großer Freude gelesen habe, war es nun nicht schwer, „Felix und die Quelle des Lebens“ zügig zu lesen. weiter »


Theres Essmann: Federico Temperini

Theres Essmann: Federico Temperini verfasst am 07.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Warum es Jürgen Krause ist, den der Anruf erreicht, das weiß man zunächst gar nicht so genau. Jedenfalls meldet sich am anderen Ende eine Stimme, die einem älteren Herren zu gehören scheint, der sich als „Federico Temperini“ vorstellt. weiter »


Sofia Lundberg: Ein halbes Herz

Sofia Lundberg: Ein halbes Herz verfasst am 05.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Elin lebt in New York, gemeinsam mit ihrem Mann Sam und ihrer Tochter Alice. Sie ist eine sehr erfolgreiche Fotografin und widmet ihrer Leidenschaft viel mehr Zeit als es ihrem Familienleben gut tut. Trotz Ihrer Berühmtheit, trotz ihres Erfolges vermittelt sie nicht den Eindruck einer glücklichen Frau. weiter »


Rosa Liksom: Die Frau des Obersts

Die Frau des Obersts verfasst am 27.02.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

“Die Frau des Obersts“ ist ein sehr dramatischer Roman.

Die Protagonistin blickt als alte Frau auf ihr Leben zurück. Als Ich-Erzählerin führt sie durch ihr aufregendes, teilweise unmenschliches Leben. Ihren Namen lernen wir nicht kennen. weiter »


Jonathan Coe: Middle England

Jonathan Coe: Middle England verfasst am 15.02.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wann begann es eigentlich, dieses Auseinanderdriften von Teilen unserer Gesellschaft? Was war der Anlass dafür, dass quer durch Familien, Freundeskreise, Nachbarschaften auf einmal Risse sichtbar wurden, die früher doch scheinbar gar nicht vorhanden waren? Gab es einen konkreten Moment? weiter »


Joachim Zelter: Imperia

Joachim Zelter: Imperia verfasst am 12.02.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als (unsichtbarer) Beobachter sitze ich mit am Tisch, als der Schauspieler Gregor Schamoni zum ersten Mal mit der schillernden Iphigenie de la Tour zusammen trifft. Schamoni, der ewig in Geldnöten lebende Schauspieler, wie immer auf der Suche nach einer Nebentätgkeit; de la Tour, Professorin der Anthropologie in Konstanz, auf der Suche nach – ja, wonach eigentlich? Jemanden, den sie fördern kann, bewundern kann, vereinnahmen kann? weiter »


Lorenz Langenegger: Jahr ohne Winter

Lorenz Langenegger: Jahr ohne Winter verfasst am 01.02.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Welchen Grund kann man haben, nach Australien zu reisen? Ein neues Land kennen zu lernen; andere Sterne am Himmel sehen; für immer dort zu bleiben. Jakob Walter hat keinen persönlichen Grund, er ist auf der Suche nach seiner Ex-Frau und er ist unterwegs, ohne dass er es selbst gewollt hätte. weiter »


Edward St Aubyn: Dunbar und seine Töchter

Edward St Aubyn: Dunbar und seine Töchter verfasst am 13.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der alte, einst mächtige Mann hat drei Töchter: Florence, die jüngste, die er verstoßen und enterbt hat, weil sie ihren eigenen Weg gehen wollte; Florence, die ihn trotzdem noch immer liebt. Und Abby und Megan, denen er sein Vermögen vermachte und nun die dabei sind, ihn abzuschieben und um jeden – wirklich jeden – Preis zu entmachten. weiter »


Leo Perutz: Der Meister des Jüngsten Tages

Leo Perutz: Der Meister des Jüngsten Tages verfasst am 04.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein mehrfach verschlungenes Verwirrspiel: würde Leo Perutz‘ Roman heute veröffentlicht werden, so müsste man ihn irgendwo zwischen Mystery, Suspense und Psychothriller einordnen. Und vor allem in einem Genre, das man „Leser-Irreführung“ nennen könnte. Denn das Führen in die Irre ist der vorrangige  Anspruch dieses Romanes, der erstmals im jahr 1923 erschien. weiter »


Andreas Pittler: Wiener Himmelfahrt

Andreas Pittler: Wiener Himmelfahrt verfasst am 19.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nun liegt er also endlich vor, der von vielen Fans erwartete dritte Teil der Wiener Familiensaga, anhand dessen der anerkannte und einfühlsame Chronist Pittler einen Abriss des letzten Jahrhunderts aus dem Blickwinkel von drei unterschiedlichen Familien, deren Schicksale jedoch zusehends verwoben werden, liefert. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Die Standarte

Die Standarte verfasst am 04.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman über die Vergänglichkeit, über eine untergegangene Epoche, mit der verschwand, was über Jahrhunderte hinweg als festes und ewiges Fundament der Gesellschaft erschien. Als die Donaumonarchie im Jahr 1918 zerbrach und die aus ihren Teilen entstandenen Staaten eigene Wege gingen, stellte sich für viele Menschen ein neues Gefühl der Freiheit ein; etwas, das sich in den folgenden Jahren aber für die meisten als sehr trügerische Hoffnung heraus stellte. weiter »


Leo Perutz: Zwischen neun und neun

Zwischen neun und neun verfasst am 19.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Stanislaus Demba ist Hypochonder und Aufschneider, er ist Lügner und Poet, er ist aufbrausend und unterwürfig, er ist angsteinflößend und bemitleidenswert. „Zwischen neun und neun“ hetzt er durch Wien, denn er muss – er MUSS! – den nötigen Betrag zusammen bekommen um die Reise mit Sonja nach Venedig bezahlen zu können. weiter »


Elin Olofsson: Die Hoffnung zwischen den Zeilen

Elin Olofsson: Die Hoffnung zwischen den Zeilen verfasst am 13.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Laut Klappentext war dieses Buch in Schweden monatelang auf der Bestsellerliste. Das soll so sein, aber auf meiner Bestsellerliste steht dieses Buch nicht.  Das Thema – Schicksale  nach dem zweiten Weltkrieg – würde  mehr hergeben. Die Autorin schildert die beiden Hauptdarstellerinnen ohne Empathie, ohne Mitgefühl, ihr Schreibstil sagt mir überhaupt nicht zu; er erscheint mir in der Beschreibung und dem Tun der beiden Frauen doch eher oberflächlich. weiter »




Top