Romane

Buchbesprechungen, News

(409 Beiträge in dieser Rubrik)

Patrick Modiano: Der Horizont

verfasst am 04.12.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieses Buch machte es mir nicht leicht, darüber zu schreiben. Denn während das WAS (was geschieht, wer ist daran beteiligt) noch recht klar ist, grüble ich noch immer an dem WARUM:  gibt es einen zusammenfassenden Gedanken, der über diesem Buch steht?

Zunächst näherte ich mich der gebotenen Ehrfurcht: ein Roman des Literatur-Nobelpreisträgers 2014, von dem ich zuvor noch nie etwas gelesen habe; und, ich muss es gestehen, von dem ich zuvor auch noch nie etwas gehört, bzw. über ihn gelesen habe. weiter »


Alexandre Dumas: Ein Liebesabenteuer

verfasst am 25.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dumas, ein Genussmensch durch und durch. Voll Lust und Leben, der Weiblichkeit sehr zugetan, ein leidenschaftlicher Schriftsteller, ein körperlicher Hüne, schildert in diesem Buch zwei Episoden aus seinem Leben. weiter »


Donna Tartt: Der Distelfink

verfasst am 21.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Je dicker das Buch, desto länger die Rezension – aber das muss nicht sein, wie hier zu aufzuzeigen ist (dazu später).

Wer sich der Lektüre eines Werks, das auf über 1000 Seiten daherkommt, verdingt, der muss davon schon angetan sein, wie der Verfasser dieser Zeilen. Den Titel verdankt das Buch einem mit 1654 datierten Bild des niederländischen Malers und Rembrandt-Schülers Carel Fabritius. weiter »


Vanessa F. Fogel: Hertzmann’s Coffee

verfasst am 11.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman, in dem die Jahrzehnte, die Generationen, das Zurückliegende und das Gegenwärtige zusammen finden; in den Erinnerungen von Yankel Hertzmann, der darin die Lösung für die Probleme in seiner Familie sucht. weiter »


André Aciman: Ruf mich bei deinem Namen

verfasst am 10.11.2014 von | 1 Kommentar

Vielleicht die grösste Schwierigkeit über André Acimans eleganten Roman „Ruf mich bei deinem Namen“ zu reden ist, diesen nicht durch die etwas pauschal klingenden Genres zu erschlagen, in die er sicherlich äusserlich passt. Die Begriffe Sommerromanze oder Gay Lit rufen besonders qualitativ völlig falsche Assoziationen hervor, die jedoch rein formal auf den Roman zutreffen mögen.

„Ruf mich bei deinem Namen“ ist die Geschichte der Liebe des 17 jährigen Eliot und des 24 jährigen Oliver, die Mitte der 80er Jahre einen kurzen gemeinsamen Sommer im Haus von Eliots Eltern an der italienischen Mittelmeerküste verbringen. weiter »


Elisabeth Klar: Wie im Wald

verfasst am 26.10.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Lisa Neuwirth lebt als Pflegekind bei Familie Ludevik. Als sich eine schreckliche Familientragödie ereignet, wird die kleine Lisa in eine betreute Wohngemeinschaft abgeschoben. Karin Ludevik holt sie als Erwachsene zu ihr ins Elternhaus zurück. Ab dann holt ein finsteres Kapitel der gemeinsamen Vergangenheit die Familie wieder ein. weiter »


Peter Rosei: Die Globalisten

verfasst am 05.10.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Schweizer Geschäftemacher Adolphe Weill weiß sich die Welt für seine Import- und Exportdeals sehr zunutze zu machen. Allerdings sind seine Geschäfte eher dubios. Im Café Imperial diskutiert er mit Blaschky angeregt über die Vorteile von Geld. Von jeder Menge Geld! Denn Geld – das vermehrt sich ganz von selbst – zieht man an den „richtigen“ Fäden. weiter »


Yessica Yeti: Aus dem Bauch heraus
Eine Autobabygrafie

verfasst am 25.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Yessica und Lili bekommen ein Kind. Beide haben keine Ahnung, was denn da auf sie nun zukommt. Was ist in der Schwangerschaft erlaubt? Was ist ein absolutes No- Go. Wie soll das Kind heißen? Auf scheinbar banale Fragen finden sich weit hergeholte und witzige Antworten! Ein Lesevergnügen der besonderen Art! weiter »


Kristof Magnusson: Arztroman

verfasst am 13.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gleich zur Klarstellung: Dies ist kein Roman, der im Dunstkreis von Emergency Room oder Greys Anatomy angesiedelt ist; weder  geografisch – der „Arztroman“ spielt in Berlin – noch thematisch: dies ist ein Roman über den Alltag und das Leben der Notärztin Anita Cornelius.

Von Ihrem Ehemann getrennt, der Sohn lebt die überwiegenden Teil der Woche bei seinem Vater und dessen neuer Frau, alleinstehend. Dorthin kommt man, wenn man so viel Zeit für die Arbeit und so viel Emotionen für die Patientinnen und Patienten aufwendet, dass für Freizeit und Privatleben kaum etwas übrig bleibt. weiter »


Lutz Schebesta: Antragsfieber

verfasst am 08.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für Phillip könnte es eigentlich nicht besser laufen. Er ist glücklich in seinem Traumjob in einer Filmproduktion wo er für TV-Beiträge fürs Privatfernsehen erstellt. Er lebt in einer tollen Wohnung, mit seiner Traumfrau Mia, mit der er in jeder Hinsicht, insbesondere der sexuellen, absolut zusammen passt. Um sein Glück perfekt zu machen beschließt er, Mia einen Heiratsantrag zu machen und als Überraschung die Wohnung zu kaufen.

Er hat auch schon die geniale Idee den Antrag in eine seiner Fernsehreportagen zu verpacken. Alles scheint perfekt durchdacht und super romantisch. weiter »


Mechtild Borrmann: Die andere Hälfte der Hoffnung

verfasst am 07.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie viele Mütter und Väter warten gerade in diesem Moment darauf, ein Lebenszeichen ihrer Tochter zu bekommen? Überall auf der Welt verschwinden jeden Tag junge Mädchen und geraten in den gnadenlosen Strudel aus Menschenhandel und Prostitution. Nur selten kann eine entkommen, noch seltener können diese verbrecherischen Netzwerke zerschlagen werden. weiter »


Frans Eemil Sillanpää: Frommes Elend

verfasst am 06.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Schicksal von Jussi, oder Juha, oder Janne wie er auch genannt wurde, zeichnet das Leben und Leiden der bäuerlichen Bevölkerung Finnlands in der zweiten Hälfte des 19enten Jahrhunderts auf.

Als ich das Buch bekam, wirkte der graue Umschlag, mit der düsteren Darstellung einer Kate, ziemlich deprimierend. Nach kurzer Zeit des Lesens stellte ich fest, dass dieser Umschlag genau zum Inhalt des Buches passt. weiter »


Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand

verfasst am 02.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Verwirrspiel zwischen historischer Wahrheit und darum herum gesponnener Phantasie. Während die Freundschaft zwischen Winston Churchill und Charlie Chaplin eine Tatsache ist, sind viele der von Michael Köhlmeier beschriebenen Begegnungen und Gespräche das Ergebnis reiner literarischer Vorstellungskraft.

Im Jahr 1927 standen, rein zufällig, die beiden Männer auf der Terrasse des Hauses von Verlagstycoon Randolph Hearst in Santa Monica. weiter »


Daniel Glattauer: Geschenkt

verfasst am 31.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als Journalist (und auch als Mensch) hat Gerold Plassek keine Ziele mehr. Schreiben um Geld zu verdienen, ja, das möchte/muss er schon noch, aber für mehr reicht seine Ambition als Redakteur für dies und das bei einer Gratiszeitung wirklich nicht mehr aus. Alltägliches erledigt er mit Routine, Tiefergehendem begegnet er eher mit Gleichgültigkeit oder gelegentlichem Zynismus, als sich davon einnehmen zu lassen. Und privat reicht es ihm völlig, wenn er ein Bier in Griffweite weiß. weiter »


Birgit Vanderbeke: Alberta empfängt einen Liebhaber

verfasst am 29.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Liebe überfällt Alberta und Nadan manchmal wie eine Heuschreckenplage, heftig und doch wieder vernichtend. Sie brennen gemeinsam durch um ihr Glück zu finden. Weit kommen die beiden allerdings nicht. Die Geschichte einer Liebe, die „gedacht“ aber nicht gelebt wird.

Alberta lebt mit Jean-Philippe und ihrer gemeinsamen Tochter Cécile zusammen. Jean-Philippe ist Philosoph und arbeitet in Lyon. Alberta hingegen lebt mit ihrer Tochter bei ihrem Schwiegervater in einer kleinen Stadt. Beruflich verwirklicht sie sich als Schriftstellerin und Übersetzerin. weiter »


Lily Brett: Lola Bensky

verfasst am 27.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Lola Bensky, neunzehn Jahre alt, arbeitet Mitte der 1960er für ein australisches Musikmagazin und interviewt in London und New York die Größen der Rockmusik wie Jimi Hendrix, Mick Jagger und Janis Joplin. Die Autorin Lily Bret hat diese Begegnungen und Lolas jüdische Geschichte zu einem faszinierenden und autobiografischen Buch verwoben!

Lola ist 1967 in London und New York für ein australisches Musikmagazin unterwegs. weiter »


Stefanie Gercke: Ich kehre zurück nach Afrika

verfasst am 14.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Afrika – das war für mich während meiner Schulzeit im Gymnasium immer ein Zauberwort, dort wollte ich einmal hin. In den schwarzen Kontinent eintauchen, seine Wunder der Natur einsaugen, Löwen, Elefanten und alle anderen Tiere hautnah bestaunen. Erst später begriff ich, welch unsägliche Qualen Mensch und Tier, hervorgerufen durch die ach so kultivierten Europäer, über eine sehr lange Zeit erleiden mussten. weiter »


Phil Hogan: Die seltsame Berufung des Mr Heming

verfasst am 05.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mr. Heming wurde aus praktischen Gründen Immobilienmakler, denn so kann er seinem eigentlichen Lebensinhalt nachgehen. Er behält die Schlüssel jeder Immobilie, die er vermittelt hat. Das garantiert ihm ungehinderten Zugang zum Leben der Bewohner. weiter »


Robert Seethaler: Ein ganzes Leben

verfasst am 03.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als ob man mit jemandem an einem Tisch sitzt und als ob diese Person über den Andreas Egger zu erzählen beginnt, einen Mann, den sie gekannt hatte. Will man das Leben eines Menschen erzählen, dann wird man nicht Stunden dafür verwenden, man wird das, was einem wichtig erscheint erzählen. Robert Seethaler erzählt genau so; und wie. weiter »


Orhan Pamuk: Das Museum der Unschuld

verfasst am 31.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Museum der Unschuld erzählt uns von der ein halbes Leben andauernden Liebe zwischen Kemal, dem jungen Mann aus gutem Hause, und seiner mehr als zehn Jahre jüngeren entfernten Verwandten, Füsun. Im Istanbul der 70er Jahre trifft der anfangs erst 30 jährige Kemal seine 18 jährige Verwandte zufällig in dem Bekleidungsgeschäft wieder, in dem sie arbeitet. weiter »


Georges Simenon: Sonntag

verfasst am 10.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieser Sonntag ist jener Tag, auf den Émile sich monatelang vorbereitet hat. An diesem Tag sollen sich für ihn alle Probleme, die sein Leben mit Berthe, seiner Ehefrau, mit sich brachte, für immer auflösen. Ab diesem Tag wird er frei sein für alles das, was er sich in der vergangene Jahren versagen musste und er wird allles das hinter sich lassen, was er in den vergangenen Jahren ertragen musste. weiter »


Walter Than: Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt

verfasst am 02.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Welch symbolischer Titel für dieses Buch. Walter Than schildert die letzten Jahre des zweiten Weltkrieges in Wien in eindringlichen Form. Wenn er seinen Protagonisten Georg Manhart – einen Halbjuden – unter der ständigen Belastung auch „entsorgt“ zu werden, durch Wien gehen lässt. Wenn Georg nach der Matura seine Stelle als technischen Zeichner in einem Flugzeugwerk antritt, ohne eine Ahnung von dieser Aufgabe zu haben, dann verlässt einen beim Lesen die bedrückende Atmosphäre der damaligen Zeit kaum mehr.

Zumindest ist es mir so ergangen. Ich war nahe daran, nach einiger Zeit nicht mehr weiter zu lesen. Doch Walter Than versteht es mit seiner Sprache, mit seinen Schilderungen zu fesseln. weiter »


Michael Köhlmeier: Die Abenteuer des Joel Spazierer

verfasst am 30.06.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Joel Spazierer, ein Meister der Manipulation, Mörder, Lügner und Weitgereister, erzählt sein Leben als Ich-Autor. Ein Psychopath, der seine Erlebnisse in der Kindheit dafür verantwortlich macht, was er geworden ist – ein Mensch ohne Moral und Empathie. Eine groteske Geschichte. Hat mir das Buch gefallen? Ich überlege hier mit Joel Spazierers Lieblingsantworten: Ja. Nein. Weiß nicht. weiter »


Susanne Scholl: Emma schweigt

verfasst am 19.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zwei Frauen, deren Lebensgeschichten unterschiedlicher nicht sein können, begegnen sich in Wien. Emma, eine ältere grantelnde Frau, mittlerweile in Pension und Sarema, eine aus Tschetschenien geflüchtete Asylsuchende, verbindet ein Zufall. Ein kurzes Stück gemeinsame Geschichte und doch zwei Welten. Ein berührendes Buch! weiter »


Gudrun Büchler: Unter dem Apfelbaum

verfasst am 18.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Unter dem ApfelbaumEine Familiengeschichte, die sich auf vier Generationen von Frauen konzentriert, die mich erschüttert hat. Gudrun Büchler erzählt, wie die Frauen ausgebeutet wurden, wie sie unterdrückt wurden, wie ihnen nahezu kein Freiraum zur persönlichen Entfaltung gegeben wurde. weiter »


Richard Yates: Eine strahlende Zukunft

verfasst am 16.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine strahlende ZukunftZu Beginn ist es die jugendlichen Leidenschaft, die Michael und Lucy am College miteinander verbindet. Er, der angehende Schriftsteller, dessen Einkommen keinen Luxus zulässt. Sie, die reiche Tochter aus reichem Hause, die ein Leben, in dem man nicht alles bekommt, was man sich wünscht, kaum vorstellen kann. weiter »


Oliver Jungwirth: Sonnenglaster

verfasst am 12.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

SonnenglasterEin Psychothriller, der zu Beginn sehr surreal erscheint. Und doch. Es ist alles möglich. Im Kopf der Menschen und in ihren verwundeten Seelen werden Traumata bildhaft zu wahrhaften Monstergeschichten. Ein tolles Buch über einen jungen Mann, der sich den Tod seiner ehemals großen Liebe Uschi selbst zuschreibt und sich dabei fast in den Wahnsinn treibt. weiter »


Elif Shafak: Ehre

verfasst am 03.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

EhreEhre ist ein wunderbarer, ein berührender Roman. Von der Autorin sehr emotional und wirklichkeitsnahe erzählt. Die traditionsverhaftete Tat des Sohnes der seine Mutter ersticht, um die Schande, die sie über ihre Familie gebracht hat zu rächen. Sie hatte sich in einen Mann verliebt. weiter »


David Safier: 28 Tage lang

verfasst am 25.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein dunkles Kapitel aus dem an dunklen Kapiteln wahrlich nicht armen 20. Jahrhundert. Als die Deutschen in Warschau das Ghetto für hunderttausende Juden aus ganz Europa errichteten in dem unzählige Menschen starben und als sie später die Überlebenden zu den Gaskammern transportierten um sie alle zu ermorden. David Safier beschreibt jene Tage, als die Deutschen begannen das Ghetto zu räumen – er beschreibt den Aufstand einer kleinen Handvoll Juden gegen ihre Deportation in die Vernichtungslager: 28 Tage von April bis Mai 1943. weiter »


Romain Puértolas: Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte

verfasst am 24.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Einen Roman, der gewissermaßen auf der (historisch nicht 100%ig verbürgten) Figur des „Erindyah (*)“, oder auf einem auch nur ähnlichen Charakter basiert, habe ich zuvor noch nicht gelesen.  Aber dazu musste ja einmal kommen. weiter »




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