Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 709 Beiträge:

Robert Seethaler: Das Feld

Das Feld verfasst am 17.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für eine Vorstellung, was für eine tröstliche Perspektive. Nach dem Ende unseres Lebens bleiben uns noch unsere Gedanken und unsere Erinnerungen und wir blicken auf unser Leben zurück. weiter »


Hannes Leidinger, Verena Moritz, Berndt Schippler: Schwarzbuch der Habsburger

Schwarzbuch der Habsburger verfasst am 14.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kontroversen vorprogrammiert: das wird wohl die häufigste Meldung gewesen sein, als dieses Buch im Jahr 2003 erschien. Denn hier geht es um nichts weniger, als den Mythos Habsburgs nachhaltig zurecht zu rücken. Zu zerstören mag ich nicht schreiben, denn im Titel steht ja “Schwarzbuch”; folgerichtig findet man überwiegend die negativen, die stillschweigend verdrängten Informationen aus den Jahrhunderten, in denen die Habsburger die Geschichte Europas (mit) bestimmten. weiter »


Wolfgang Burger: Die linke Hand des Bösen

Die linke Hand des Bösen verfasst am 10.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wirklich sehr spannend! Im jetzt schon 14. Krimi aus der Alexander-Gerlach-Reihe kommt es zu einer Art Neustart: ein wenig härter und viel rasanter als die Vorgänger-Romane. weiter »


Alice Munro: Himmel und Hölle

Himmel und Hölle verfasst am 04.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Neun Erzählungen. 50, 80 Seiten lang, aber jede für sich fühlt sich an wie ein ganzer Roman. Alice Munro schreibt über Lebensabschnitte: sie steigt ein, als schon alles im Gange ist, verbleibt eine Weile und verlässt die Menschen, die Orte wieder, obwohl die Geschichte vielleicht noch gar nicht zu Ende ist. Es bleibt immer Raum, sich ein Davor und ein Danach selbst vorzustellen. weiter »


Sebastian Kretz: Unkraut

Unkraut verfasst am 02.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für jeden Tag ein Kapitel. Mit Datum, damit dieser Eindruck entsteht, nach dem man meint, dass da beinhart ermittelt wird. 20,30 Seiten pro Tag und dabei geht – nicht viel  weiter; jedenfalls lange nichts, das den Aufdruck “Kriminalroman” auf dem Cover rechtfertigen würde. weiter »


Ta-Nehisi Coates: We were eight years in power

We were eight years in power verfasst am 22.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was haben Barack und Michelle Obama ihrem eigenen Land gebracht und hinterlassen? Und welchen Einfluss hatten und haben sie auf den Rest der Welt? Zwei Fragen auf die es vollkommen gegensätzliche Antworten geben muss. Wenn Ta-Nehisi Coates in “We were eight years in power” auf die Präsidentschaft des ersten afro-amerikanischen Präsidenten zurück blickt, dann sieht er etwas anderes als wir hier in Europa, die in Obama den Botschafter eines weltoffenen, nach vorne blickenden Landes sehen. Ta-Nehisi Coates sieht in den acht Obama-Jahren den kurzen Ausblick auf eine bessere Welt, die aus den dunklen Jahren davor und danach heraus ragen. weiter »


Cay Rademacher: Gefährliche Côte Bleue

verfasst am 22.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit Band 4 der Capitaine Roger Blanc-Krimis habe ich mich an den in die Provinz verbannten Polizisten gewöhnt. Aus Paris versetzt, weil er mit seinen Korruptionsermittlungen einigen Leute in Politik und Wirtschaft zu nahe gekommen war, fällt ihm rein zufällig ein neuer Fall in den Schoß, der ihn genau dorthin zu führen scheint: Korruption, Politik, Wirtschaft. weiter »


David Schalko: Schwere Knochen

David Schalko: Schwere Knochen verfasst am 16.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Verleitet durch dem Umstand, dass sich “Schwere Knochen” auf der ORF-Bestenliste im Juni 2018 findet, beschließe ich, ein Buch von David Schalko zu lesen. Was soll denn auch schief gehen, wenn groß hinten auf dem Buchdeckel steht, was Josef Hader über den Autor meint: “David Schalko sieht unbestritten aus wie ein Genie Es spricht aber auch einiges dafür, dass er eins ist.” weiter »


Bill Clinton, James Patterson: The President Is Missing

The President Is Missing verfasst am 12.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Präsident und der Bestsellerautor: wenns gut gemacht ist, dann kann aus dieser Kombination ein spannender Thriller entstehen. Es ist also keine Frage, dass “The President is missing” gelesen werden muss. Wie wird das wohl werden?

Schon bald wird klar, wer in diesem Roman wofür zuständig ist: Clinton bringt sein Wissen um die Vorgänge im Weissen Haus ein und und liefert dazu auch ein paar Details aus seiner eigenen Biographie. weiter »


Éric Vuillard: Die Tagesordnung

Die Tagesordnung verfasst am 10.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Geschichte, anders und viel weitergehend erzählt. Éric Vuillard beobachtet diejenigen, die Hitler und Göring begegneten. Die Ja-Sager, die Beschwichtiger, die Angstvollen.

Der Rahmen der Ereignisse beginnt kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichkanzler, zu Beginn des Jahres 1933. Als 24 deutsche Industriekapitäne durch ihre bereitwilligen Spenden  den weiteren Aufstieg der Nazipartei kräftig unterstützten, wenn nicht gar erst ermöglichten. weiter »


Sinclair Lewis: Main Street

Main Street verfasst am 08.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine amerikanische Kleinstadt, weit von der nächsten Großstadt entfernt. Die Mainstreet, die Läden, die Männer, die sich selbst als die Bewahrer der Ordnung und des Pioniergeistes betrachten; und die Frauen, die als getreue Vasallinnen ihrer Ehemänner die Tage mit aus ihrer Kleinstadtsicht so ungemein wichtigen Tätigkeiten verbringen.

Ein Blick zurück in die USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ein nostalgischer Blick könnte man meinen. weiter »


Phillip Roth gestorben

Phillip Roth verfasst am 23.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie verschiedene Medien berichten, ist Phillip Roth gestern im Alter von 85 Jahren gestorben. Mit “Nemesis” veröffentlichte Roth im Jahr 2010 seinen letzten Roman, im Jahr 2012 kündigte er an, sich als Schriftsteller aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.  weiter »


Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore Band 2

Die Ermordung des Commendatore Band 2 verfasst am 17.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dies ist ein wirklich bemerkenswerter Roman. War Band 1 ein Roman der Hinweise, der lose aneinandergereihten Ereignisse und Erinnerungen, so ist Band 2 nun gewissermaßen die Auflösung. Bis zu einem gewissen Punkt jedenfalls, denn es bleibt, murakami-typisch, vieles unerklärt.

Zusammengefasst jedoch hinterlässt er bei mir einen zweigeteilten Eindruck. weiter »


Klaus Brinkbäumer: Nachruf auf Amerika

Nachruf auf Amerika verfasst am 11.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Viele Blicke ins Innere einer Nation, die uns mit jedem Tag fremder und unverständlicher wird. Klaus Brinkbäumer lebte viele Jahre in den USA und seine Arbeit als Auslandskorrespondent (zB. für den SPIEGEL) öffnete ihm viele Türen und verschaffte ihm mehr und tiefere Einblicke in Menschen und Kultur, als es Europäern wohl ansonsten möglich wäre. weiter »


Henrik Siebold: Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder

Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder verfasst am 07.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Japaner in Hamburg. Inspektor Takeda ist quasi ausgeliehen von der Polizei in Tokio. In Hamburg soll er etwas über die Methoden seiner deutschen Kolleginnen und Kollegen lernen. Und bringt dabei auch zugleich eine gehörige Portion Fernöstliches in die Ermittlungen ein. weiter »


John Cheever: Die Lichter von Bullet Park

Die Lichter von Bullet Park verfasst am 02.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sonnntag Nachmittag. Alte Filme mit Doris Day, Rock Hudson, Tony Randall. Glückliche Vorstadtidylle in den USA in den 1950er und 1960er Jahren. Im Gegensatz dazu John Cheevers Vorstadtroman aus dem Jahr 1969: auf den ersten Blick wie ein Heile-Welt-Film bevor dann der Blick hinter die Fassaden fällt. weiter »


Joaquim Maria Machado de Assis: Das babylonische Wörterbuch

Das babylonische Wörterbuch verfasst am 01.05.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Schriftsteller, der mir bisher völlig unbekannt war; und einer, der bei uns in Europa überhaupt weitgehend unbekannt ist. Joaquim Maria Machado de Assis, Brasilianer, Nachkomme freigelassener Sklaven, lebte von 1839 bis 1908. Neben einigen Romanen schrieb er vor allem Erzählungen. Einige davon sind in diesem Buch veröffentlicht. weiter »


Haruki Murakami: Schlaf

Schlaf verfasst am 25.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie es ist, wenn man nicht schlafen kann (nicht aus der Sicht der Wissenschaft, die uns erklärt, dass wir Menschen das nicht lange erleben würden). Aus der Sicht der Literatur ist Haruki Murakami genau der richtige, sich damit zu befassen. weiter »


Edgar Rai, Hans Rath: Bullenbrüder.Tote haben kalte Füße

Bullenbrüder - Tote haben kalte Füße verfasst am 24.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von seiner Chefin wird Kriminalkommisar Holger Brinks dringend gebeten, sich auf die Suche nach Victoria Sommer zu machen: eine von drei Schwester, die gerade einen hippe Smoothie-Vertrieb aufbauen und gute Freundin der Chefin. Wie soll Brinks da ablehnen – auch wenn der bei der Mordkommission ist und nicht in der Abteilung für Vermisstenfälle. weiter »


Jean Cocteau: Thomas der Schwindler

Thomas der Schwindler verfasst am 23.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Guillaume Thomas stammt aus dem Ort Fontenay. Als man ihn einmal fragt, ob er mit dem berühmten General de Fontenay verwandt wäre, nimmt er diese Gelegenheit gerne wahr um fortan als dessen Neffe aufzutreten. Er erdichtet seinen Lebenslauf, der ihn zu einem Soldaten macht, der er nicht ist. Die berühmte Verwandschaft und die Aura des Helden öffnen ihm Tür und Tor und man liebt es, sich mit seiner Gegenwart zu schmücken. weiter »


Manfred Wieninger: Aasplatz

Aasplatz verfasst am 03.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch über einen (noch immer!) oft verdrängten Abschnitt der jüngeren österreichischen Geschichte, eine romanhafte Aufarbeitung der vermeintlichen Opferrolle Österreichs im Dritten Reich, eine Dokumentation über Opfer, denen die Verhältnisse nach dem Krieg viel zu oft ihr Recht auf Gerechtigkeit raubten und über Täter, die sich nie ihrer Veranwortung stellen mussten. weiter »


Pieter M. Judson: Habsburg

Habsburg verfasst am 01.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man könnte beinahe  das Fazit ziehen, dass es die gute, alte Zeit in einem gewissen Rahmen doch gab – nämlich damals, als Österreich noch eine Großmacht war, als wir alle Untertanen im Reich der Habsburger waren.

Diesen vereinfachten Schluß könnte man ziehen, wenn man Judsons Buch über die Donaumonarchie liest, ohne sie den wissenschaftlichen Erkenntnissen anderer Historiker gegenüber zu stellen. Erst in einer solchen Gesamtsicht wird das komplette, differenzierte Bild erkennbar. weiter »


Deon Meyer: Die Amerikanerin

Die Amerikanerin verfasst am 20.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man glaubt schon an einen Irrtum, wenn das Buch ankommt: so dünn, so klein und schon ein Deon Meyer? Doch ein Blick hinein und auf das Nachwort liefern die Erklärung dafür und man ist sicher: ja das ist ein richtiger Roman von Deon Meyer, einer aus der Bennie Griessel-Reihe: weiter »


Jan-Christoph Nüse: Operation Bird Dog

Operation Bird Dog verfasst am 18.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 2018 ist das Jahr vieler Gedenktage und Jubiläen. Eines der Jubiläen ist die Währungsreform im Jahr 1948, als in Deutschland vor 70 Jahren die alte Reichsmark durch die D-Mark abgelöst wurde.

Drei Jahre nach dem Ende Nazideutschlands liegt das Land noch immer in weiten Teilen in Trümmern. Die Versorgung ist mangelhaft und die Schwarzmarkthändler werden reich. Es wird Zeit, eine neue Basis für die Entwicklung des Landes zu legen und unter der Federführung der Amerikaner wird im Geheimen die Währungsreform vorbereitet.  weiter »


Rüdiger Schaper: Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt verfasst am 12.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Biographie über den MENSCHEN Alexander von Humboldt; zu verstehen im Gegensatz zum ENTDECKER und WISSENSCHAFTLER Humboldt. Eine Biographie, die mehr ein Roman ist als eine Chronik.

Rüdiger Schaper hastet dabei literarisch durch Humboldts Leben, ganz so wie der Porträtierte selbst ein rastloser Geist war, immer auf der Suche nach Entdeckungen und Erkenntnissen. So viel soll in diesen biographischen Roman gepackt werden, dass es oftmals zur Inhalts-Überdosis kommt und man als Leser/in ein wenig ins Schleudern gerät. weiter »


Haruki Murakami: Die unheimliche Bibliothek

Die unheimliche Bibliothek verfasst am 05.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Erst dem Weg in die Bibliothek kommt ihm dieser Wunsch in den Sinn. Der Junge gibt die ausgeliehenen Bücher zurück und erkundigt sich, ob es denn möglich wäre, ein Buch zu einem ganz bestimmten Thema zu suchen. Ja, das ginge natürlich, wird ihm beschieden; dazu soll er nur ins Untergeschoß, in Zimmer 107, gehen. weiter »


Franz Werfel: Der Tod des Kleinbürgers

Der Tod des Kleinbürgers verfasst am 03.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien im Jahr 1925. Es ist erst wenige Jahre her, da war Karl Fiala ein respektabler Beamter in der Finanzlandesdirektion seiner Majestät. Geachten, streng, unbestechlich – eine Respektsperson. Sein Stolz ist die Fotografie, die ihn inmitten der hohen Beamten des Amtes zeigt, er, Karl Fiala, in der Uniform des Portiers unter den wichtigen Herren. weiter »


Haruki Murakami: Birthday Girl

Birthday Girl verfasst am 01.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist ihr 20. Geburtstag. An diesem besonderen Tag ist jedoch nichts besonderes geplant. Arbeiten wollte sie nicht, eigentlich mit ihrer Kollegin tauschen, die aber krank wurde. Die junge Frau steht also nun wieder als Kellnerin im Restaurant. weiter »


Luca D’Andrea: Das Böse, es bleibt

Das Böse, es bleibt verfasst am 26.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Marlene verlässt ihren Mann. In einer Welt, in der es nichts Böses gibt, wäre das keine erwähnenswerte Sache. In der Welt von Herrn Wegener – des verlassenen Ehemannes – verlässt ihn keine Frau. Sie nimmt nichts aus dem Safe mit, sie hintergeht ihren Mann nicht. In dieser Welt von Herrn Wegener muss die Ehefrau, die ihn verlässt, sterben.

Marlene weiß, dass sie ihre Spuren verwischen muss, um zu überleben. Alles ist vorbereitet, der Ablauf ihrer Flucht genau geplant. weiter »


Franz Werfel: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig verfasst am 20.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vater-Sohn Konflikt. Darum geht es in Werfels Novelle. Ein ewiges Thema der Literatur und sicher auch in der Psychoanalyse. Im Jahr 1920 schrieb Franz Werfel sein Gedanken zu diesem Thema in einer etwas über 100 Seiten langen Novelle nieder. weiter »


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