Romane

Buchbesprechungen, News

Paul Auster: Unsichtbar

verfasst am 12.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das zufällig Zusammentreffen mit Professer Rudolf Born bei einem Studentenabend wird für Adam Walker zu einem lebensbestimmenden Moment. Vom ersten Treffen bleiben widersprüchliche Gefühle: einerseits Abneigung, andererseits Interesse am undurchsichtigen Wesen dieses Mannes.


Ken Follett: Sturz der Titanen

verfasst am 05.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Europa und die Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine Zeit, in der einander alte Traditionen und neue Gedanken meist unversöhnlich und verständnislos gegenüber stehen. Auf der einen Seite der Adel und die Priviligierten, deren Weltordnung  sich langsam aber sicher dem Ende zu neigt. Auf der anderen die unüberschaubare Masse der Bauern, Arbeitern, die langsam […]


Joey Goebel: Freaks

verfasst am 24.09.2010 von | 1 Kommentar

Alles in nur fünf  Personen, alles war eine Gesellschaft hergibt: alt und jung, weiß und schwarz, gesund und behindert, verrückt. Diese 5, das sind die Freaks, so heißt nicht nur ihre Band, genau so werden sie von jedermann/frau gesehen: Aussenseiter, nicht Angepasste, Fremdartige, Aussergewöhnliche.


Paul Auster: Mann im Dunkel

verfasst am 22.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vier Jahre Bürgerkrieg in den USA, Millionen Tote. Nach den Präsidentenwahlen im Jahr 2000 ist eine neue Realität entstanden, in der nicht Bin Laden oder fundamentalistische Terroristen die Bedrohung sind, sondern in der Amerikaner gegen Amerikaner kämpfen.


Monika Helfer: Bevor ich schlafen kann

verfasst am 25.08.2010 von | 1 Kommentar

Dr. Josefine Bartok ist Psychiaterin im Wiener Otto Wagner-Spital. Ihr Mann Tomas betreibt ein Fitnessstudio.  Josis berufliches Spezialgebiet ist die Betreuung von Anorexie-PatientInnen. Deren Seele betreut sie mit einer ausgeprägten Nüchternheit. Bei einer Routine-Mammographie wird bei Josi Brustkrebs festgestellt. Und nebenbei verlässt sie ihr Mann nach zwanzig Jahren Ehe auch noch wegen Edgar. Sie hat […]


Roberto Bolaño: Chilenisches Nachtstück

verfasst am 23.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus den Gedanken des sterbenden Literaturkritikers entsteht ein subjektiver, von Selbstrechtfertigung triefender, ausschweifender Blick zurück auf sein Leben. Voll von den nebensächlichen Details, an die er sich erinnern möchte um sich sein eigenes Lebensbild zu erhalten, voll von Auslassungen, die dieses Bild stören.


Alessandro Baricco: Seide

verfasst am 20.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Obgleich sein Vater eine glänzende Militärlaufbahn für ihn ins Auge gefasst hatte, bestritt Herve Joncour seinen Lebensunterhalt schließlich mit einem ungewöhnlichen Beruf, dem ironischerweise zudem ein so liebenswerter Zug anhaftete, dass er eine unbestimmte weibliche Färbung verriet. Für seinen Lebensunterhalt kaufte und verkaufte Herve Joncour Seidenraupen.“


Shalom Auslander: Eine Vorhaut klagt an

verfasst am 18.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Shalom Auslander und seine Frau Orli erwarten ein Baby, einen Sohn. Während das Kind im Bauch von Orli heranwächst holt Shalom die von Angst besetzte Vergangenheit  ein.  Seine Kindheit verbrachte er in New York. Diese war geprägt von der strengen Erziehung der ultraorthodoxen Juden und den Rabbis. Er musste sich den göttlichen Gesetzen und der […]


Wilfried Steiner: Bacons Finsternis

verfasst am 12.08.2010 von | 1 Kommentar

Am letzten Abend eines Urlaubs in Kreta eröffnet Isabel Valentin ihrem Ehemann Arthur, dass sie sich unmittelbar nach der Rückkehr nach 15 Jahren von ihm trennen wird. Arthur fällt in ein tiefes Loch, verbarrikadiert sich in der ehemals gemeinsamen Wohnung, beginnt zu trinken und kultiviert seinen Schmerz mittels Tagträumen und Wahnvorstellungen.


Ilija Trojanow: Die Welt ist groß und Rettung lauert überall

verfasst am 11.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vasko Luxow lebt am Rande Europas, in Bulgarien. Dort wird auch sein Sohn Alex geboren, den seine Großmutter Slatka heiß liebt. Eines Tages  erträgt Vasko das Leben in seinem diktatorischen Heimatland nicht länger und flüchtet mit seiner Frau Jana und Alex in ein vermeintlich besseres Land. Sie landen in Italien, im Flüchtlingslager Pelferino. Dort zeigt […]


Steve Toltz: Vatermord und andere Familienvergnügen

verfasst am 10.08.2010 von | 1 Kommentar

Gleich zu Beginn möchte ich an die Rezension von Andreas über den neuen John Irving anknüpfen, den Spieß aber einfach umdrehen und ihnen mitteilen, dass es bei „Vatermord und andere Familienvergnügen“ von Steve Toltz äußerst schade gewesen wäre, hätte ich es nicht gelesen.


John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

verfasst am 23.07.2010 von | 1 Kommentar

Fünfzig Jahre Familiengeschichte,die keinen Eindruck hinterlassen haben. Auch auf die Gefahr hin, daß ich es mir mit den vielen Irving-Fans verscherze: hätte ich dieses Buch nicht gelesen, wäre es auch nicht schade gewesen.


Pete Dexter: God’s Pocket

verfasst am 14.06.2010 von | 2 Kommentare

In God’s Pocket, der „Jackentasche Gottes“, einem Stadtteil im Süden Philadelphias ist es ziemlich finster. Kein wirklich gemütlicher Ort zum Leben für die „Kleinen Leute“, wie man/frau sie so gerne nennt. Sie müssen täglich sehr hart für ihre Brötchen arbeiten und haben keine Zukunft zu Beginn der Reaganära in den frühen Achtzigern des letzten Jahrhunderts.


Roberto Bolaño: 2666

verfasst am 25.05.2010 von | 2 Kommentare

Die Suche nach Benno von Archimboldi, dem verschollenen deutschen Schriftsteller, dessen Werk sie sich verschrieben haben, führt vier europäische Literaturwissenschaftler nach Mexiko, ins Grenzgebiet zur USA. Es ist jene Region in der seit Jahren unzählige Frau ermordet wurden.


Rafael Yglesias: Glückliche Ehe

verfasst am 04.05.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn man/frau die Klassiker der Weltliteratur betrachtet, gibt es nur zwei Themen die regelmäßig auftauchen und wirklich von Bedeutung sind: Die Liebe und der Tod! Keine anderen Themen rufen derart intensive Emotionen hervor – sie werden diese Erfahrung wahrscheinlich auch schon am eigenen Leib verspürt haben.


Katharina Münk: Die Insassen

verfasst am 20.04.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

In Zeiten der weltweit grassierenden Finanz- und Wirtschaftskrise haben viele viel Geld, so mancher die Nerven, aber einige noch viel mehr, nämlich zusätzlich auch noch ihren Verstand verloren. Den drei Protagonisten im Roman „ Die Insassen“, Dr. Wilhelm Löhring, Keith Winter und einem Mann namens Wienkamp passierte leider Letzteres. Und da hilft nur mehr eine […]


Ian McEwan: Am Strand

verfasst am 17.04.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das frisch verheiratete Ehepaar Edward und Florence heiraten im Jahr 1962 und verbringen ihre Flitterwochen am Strand von Checil Beach. Beide sind unterschiedlich erzogen, haben verschiedene Vergangenheiten, sind eigentlich ganz unterschiedlicher familiärer Herkunft. Die Hochzeitsnacht steht bevor, und das ist das Schlimmste für Florence. Es ekelt ihr nicht von Edward als Person, aber vor dem […]


Victor L. Wooten: Music Lesson

verfasst am 13.04.2010 von | 4 Kommentare

Nicht selten passiert es, dass durchaus erfolgreiche Musiker das Metier wechseln und sich ebenso erfolgreich als Romancier versuchen. Sven Regener oder Nick Cave sind da wohl nur ein kleines Segment aus diesem Kreis. Aber was erwartet einen, wenn einer der talentiertesten Musiker unserer Zeit einen Roman schreibt, der ein Lehrbuch ist?


Don DeLillo: Der Omega-Punkt

Der Omega-Punkt verfasst am 20.03.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nun, einfach wird das jetzt nicht. Nicht einfach darüber zu schreiben, weil es schon beim Lesen nicht einfach war.  Meine Annahme dazu: ohne Wissen über frühere Werke, ohne ergänzende Worte von DeLillo selbst bleibt man am Ende mit der Frage über:  „was habe ich jetzt nicht verstanden und warum?“


Herta Müller: Atemschaukel

verfasst am 05.03.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Alles, was ich habe, trage ich bei mir.“ Mit diesem schlichten Satz beginnt eines der atemberaubendsten Sprachkunstwerke der zeitgenössischen deutschen Literatur. Nach der Lektüre von „Atemschaukel“ war mir restlos klar, warum Herta Müller im Dezember des vergangenen Jahres den Literaturnobelpreis verliehen bekam. Schlicht und einfach, so wie ihre Sprache, weil sie ihn sich verdient hat […]


Kristof Magnusson: Das war ich nicht

verfasst am 14.02.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meike ist Übersetzerin, Jasper ist Banker und Henry ist Schriftsteller – drei Menschen, die eines gemeinsam haben: Probleme. Zuerst jede/r für sich alleine dann aber mehr und mehr alle drei  gemeinsam. Da ist es nebensächlich, dass zu Beginn weder räumliche noch persönliche Bindungen zwischen ihnen bestehen, denn nach Nachrichten, Wirtschaft und Terror werden nun eben […]


Yiyun Li: Die Sterblichen

verfasst am 09.02.2010 von | 1 Kommentar

Eigentlich könnte ich es mir leicht machen und das vorliegende Werk in einem Satz beschreiben: „Die Sterblichen“ ist ganz ganz große Literatur, schlicht und einfach Weltliteratur! Lesen sie es selbst und tauchen sie ein in die absolute Düsternis aus der es kein Entrinnen gibt.


Martin Suter: Der Koch

verfasst am 29.01.2010 von | 1 Kommentar

Das Buch ist fertig gelesen, aber am Ende weiß ich nicht so recht, was davon zu halten ist. Zuerst einmal das, was ausser Zweifel steht: im Zentrum der Geschichte steht Maravan, Tamile und Asylwerber in der Schweiz. Sein Beruf und seine Berufung ist Kochen, doch weiter als bis zum Küchengehilfen in einem der angesagten Restaurants […]


Patrick Süskind: Das Parfum
Die Geschichte eines Mörders

verfasst am 26.01.2010 von | 1 Kommentar

Bin wieder da! (Copyright by J. Haider). In Zeiten wie diesen kein Beitrag zu welch Thema auch immer ohne kleine politische Anmerkung. Beinahe zeitgleich mit dem Aufstieg des inzwischen verblichenen Kärntner Gottmenschen begann sich der Geruch des Parfums auf der Bühne der Weltliteratur auszubreiten. Unfassbare 316 Wochen stand das Buch auf der Bestsellerliste des „Spiegel“, […]


Daniel Glattauer: Der Weihnachtshund

verfasst am 08.12.2009 von | 2 Kommentare

Max ist 34, ein Single aus Überzeugung und leidet unter einer Weihnachtsphobie. Sein Brot verdient Max als Journalist und hat den wahrscheinlich schönsten Job, der im Printbereich zu vergeben ist: Er verfasst die Texte unter den spärlich bis nicht bekleideten „Seite 5 Mädchen“. „Carla (19) hat zwar eine sehr empfindliche Haut, aber sie kann stundenlang […]


Gerard Donovan: Winter in Maine

verfasst am 03.12.2009 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gleich zu Beginn: Winter in Maine, das ist ein Titel, der in die Irre führt, genau so wie das Cover des Buches. Romantik im Schnee, Wanderungen durch den Winterwald, knisterndes Kaminfeuer – schön, aber darum geht es ganz und gar nicht.


Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto

verfasst am 28.11.2009 von | 1 Kommentar

Lorenz Mohn, Pornodarsteller am Scheideweg, ist nach 20 Jahren in der Branche von seinem Leben nicht mehr ausgefüllt. Mitten im Dreh lässt er also alles liegen und stehen und macht sich auf, ab nun Strickwaren zu verkaufen. (wenn ich jetzt weiter so schreibe, wird es …na ja) Seine Inspiration kommt aus dem Anblick einer seiner […]


Thomas Stangl: Was kommt

verfasst am 20.11.2009 von | verfassen Sie einen Kommentar

Cybille Kramer, eine Rezensentin der „Frankfurter Rundschau“ bezeichnete den 1966 in Wien geborenen und lebenden Thomas Stangl als würdigen Erben von Thomas Bernhard und Robert Musil. Da die beiden nicht unbedingt zu den Nebenfiguren der österreichischen Literaturgeschichte zählen, verhieß die Lektüre eine spannende Angelegenheit zu werden. Um es gleich vorwegzunehmen: Es ist ein grandioser Roman, […]


Jan Weiler: Maria ihm schmeckts nicht

verfasst am 17.11.2009 von | 1 Kommentar

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul meint der Volksmund, aber ich musste es trotzdem tun, da ich dieses Buch zum Geburtstag bekommen habe. Unter normalen Umständen gerät ein Buch mit dem Titel „Maria, ihm schmeckts nicht!“ eher selten in den Bereich meines Bücherradars. Vielleicht sollte ich bei den Frequenzen nachjustieren, weil nach anfänglichen […]


Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues

verfasst am 21.08.2009 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Wir sehen Menschen leben, denen der Schädel fehlt; wir sehen Soldaten laufen, denen beide Füße weggefetzt sind; sie stolpern auf den splitternden Stümpfen bis zum nächsten Loch; ein Gefreiter kriecht zwei Kilometer weit auf den Händen und schleppt die zerschmetterten Knie hinter sich her; ein anderer geht zur Verbandsstelle, und über seine festhaltenden Hände quellen […]



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