Romane

Buchbesprechungen, News

Janne Teller: Nichts

verfasst am 16.11.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein neues Schuljahr beginnt, die Schüler und Schülerinnen der 7A beenden ihre Ferien. Eskildsen, der Klassenlehrer einer dänischen Schule eröffnet mit einer Rede das neue Schuljahr. Doch der Schüler Pierre Anthon verlässt die Klasse mit dem Statement „Nichts bedeutet irgendetwas, das habe ich herausgefunden, es lohnt sich deshalb nicht, irgendetwas zu tun.“ Und weg ist er. Alle andere SchulkollegInnen sind entrüstet, aus ihnen sollte doch alle etwas werden, das heißt „Jemand“ werden. Doch insgeheim befürchten sie, dass Pierre Anthon Recht hat. weiter »


Alfred Komarek: Doppelblick

verfasst am 01.11.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Heinz ist tot. Er steht am Grab seines Bruders und erkennt, wie sehr er ihn vermisst. Hamburg ist einsam. Nach der Rückkehr aus Graz fehlt ihm Sabine, die gerade irgendwo in Europa Schafe fotografiert. Für Daniel Käfer beginnt das Jahr wahrhaft nicht freudigen Ereignissen. weiter »


Ricardo Piglia: Ins Weiße zielen

verfasst am 23.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Argentinien. Argentina. Allein die Nennung dieses Namens erweckt so manche Erinnerung: An die legendäre Fußballschlacht von Cordoba. An General Peron und seine glamouröse Frau Evita. An den Krieg um die Falkland-Inseln, Tennisgaucho Guillermo Vilas und natürlich an den elegantesten aller Tänze, den Tango. weiter »


Dimitrè Dinev: Engelszungen

verfasst am 21.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Engelszungen“, eine Biographie zweier junger Männer, geboren um 1967.

30.12.2001, Svetljo. Zwischen Weihnachten und Neujahr trägt so manch trauriges, einsames Individuum Gedanken des Selbstmordes mit sich herum. Auch Svetljo erfasst in dieser Zeit eine tiefe Depression, doch anstatt seinen Selbstmordgedanken nachzugeben, trägt er die Verzweiflung mit sich herum. weiter »


Tom Rachman: Die Unperfekten

verfasst am 16.10.2010 von | 1 Kommentar

»Dieser Roman von Tom Rachman ist so gut, dass ich ihn zweimal lesen musste – einfach, um zu begreifen, wie er das hingekriegt hat, wie einer, der gerade mal fünfunddreißig ist, ein derartiges Gespür für Menschen und ihre Schwächen haben kann.« Derart euphorisch reagierte ein Literaturredakteur der New York Times nach der Lektüre von „Die Unperfekten“ und dies steigerte natürlich meine Spannung.Mit großen Erwartungen stürzte ich mich in die knapp 400 Seiten. weiter »


Paul Auster: Unsichtbar

verfasst am 12.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das zufällig Zusammentreffen mit Professer Rudolf Born bei einem Studentenabend wird für Adam Walker zu einem lebensbestimmenden Moment. Vom ersten Treffen bleiben widersprüchliche Gefühle: einerseits Abneigung, andererseits Interesse am undurchsichtigen Wesen dieses Mannes. weiter »


Ken Follett: Sturz der Titanen

verfasst am 05.10.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Europa und die Welt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine Zeit, in der einander alte Traditionen und neue Gedanken meist unversöhnlich und verständnislos gegenüber stehen. Auf der einen Seite der Adel und die Priviligierten, deren Weltordnung  sich langsam aber sicher dem Ende zu neigt. Auf der anderen die unüberschaubare Masse der Bauern, Arbeitern, die langsam beginnen an dem alten Weltbild zu rütteln. Und über allem die aufkommende Gefahr eines Weltkrieges. weiter »


Joey Goebel: Freaks

verfasst am 24.09.2010 von | 1 Kommentar

Alles in nur fünf  Personen, alles war eine Gesellschaft hergibt: alt und jung, weiß und schwarz, gesund und behindert, verrückt. Diese 5, das sind die Freaks, so heißt nicht nur ihre Band, genau so werden sie von jedermann/frau gesehen: Aussenseiter, nicht Angepasste, Fremdartige, Aussergewöhnliche. weiter »


Paul Auster: Mann im Dunkel

verfasst am 22.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vier Jahre Bürgerkrieg in den USA, Millionen Tote. Nach den Präsidentenwahlen im Jahr 2000 ist eine neue Realität entstanden, in der nicht Bin Laden oder fundamentalistische Terroristen die Bedrohung sind, sondern in der Amerikaner gegen Amerikaner kämpfen. weiter »


Monika Helfer: Bevor ich schlafen kann

verfasst am 25.08.2010 von | 1 Kommentar

Dr. Josefine Bartok ist Psychiaterin im Wiener Otto Wagner-Spital. Ihr Mann Tomas betreibt ein Fitnessstudio.  Josis berufliches Spezialgebiet ist die Betreuung von Anorexie-PatientInnen. Deren Seele betreut sie mit einer ausgeprägten Nüchternheit. Bei einer Routine-Mammographie wird bei Josi Brustkrebs festgestellt. Und nebenbei verlässt sie ihr Mann nach zwanzig Jahren Ehe auch noch wegen Edgar. Sie hat Krebs. Ihr Mann ist schwul. Josis Welt bricht zusammen. weiter »


Roberto Bolaño: Chilenisches Nachtstück

verfasst am 23.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus den Gedanken des sterbenden Literaturkritikers entsteht ein subjektiver, von Selbstrechtfertigung triefender, ausschweifender Blick zurück auf sein Leben. Voll von den nebensächlichen Details, an die er sich erinnern möchte um sich sein eigenes Lebensbild zu erhalten, voll von Auslassungen, die dieses Bild stören. weiter »


Alessandro Baricco: Seide

verfasst am 20.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Obgleich sein Vater eine glänzende Militärlaufbahn für ihn ins Auge gefasst hatte, bestritt Herve Joncour seinen Lebensunterhalt schließlich mit einem ungewöhnlichen Beruf, dem ironischerweise zudem ein so liebenswerter Zug anhaftete, dass er eine unbestimmte weibliche Färbung verriet. Für seinen Lebensunterhalt kaufte und verkaufte Herve Joncour Seidenraupen.“ weiter »


Shalom Auslander: Eine Vorhaut klagt an

verfasst am 18.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Shalom Auslander und seine Frau Orli erwarten ein Baby, einen Sohn. Während das Kind im Bauch von Orli heranwächst holt Shalom die von Angst besetzte Vergangenheit  ein.  Seine Kindheit verbrachte er in New York. Diese war geprägt von der strengen Erziehung der ultraorthodoxen Juden und den Rabbis. Er musste sich den göttlichen Gesetzen und der strengen Einhaltung der Traditionen und vor allem seinem Vater  unterordnen. weiter »


Wilfried Steiner: Bacons Finsternis

verfasst am 12.08.2010 von | 1 Kommentar

Am letzten Abend eines Urlaubs in Kreta eröffnet Isabel Valentin ihrem Ehemann Arthur, dass sie sich unmittelbar nach der Rückkehr nach 15 Jahren von ihm trennen wird. Arthur fällt in ein tiefes Loch, verbarrikadiert sich in der ehemals gemeinsamen Wohnung, beginnt zu trinken und kultiviert seinen Schmerz mittels Tagträumen und Wahnvorstellungen. weiter »


Ilija Trojanow: Die Welt ist groß und Rettung lauert überall

verfasst am 11.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vasko Luxow lebt am Rande Europas, in Bulgarien. Dort wird auch sein Sohn Alex geboren, den seine Großmutter Slatka heiß liebt. Eines Tages  erträgt Vasko das Leben in seinem diktatorischen Heimatland nicht länger und flüchtet mit seiner Frau Jana und Alex in ein vermeintlich besseres Land. Sie landen in Italien, im Flüchtlingslager Pelferino. Dort zeigt sich schon bald, dass zwischen Traum und Wirklichkeit Welten liegen. weiter »


Steve Toltz: Vatermord und andere Familienvergnügen

verfasst am 10.08.2010 von | 1 Kommentar

Gleich zu Beginn möchte ich an die Rezension von Andreas über den neuen John Irving anknüpfen, den Spieß aber einfach umdrehen und ihnen mitteilen, dass es bei „Vatermord und andere Familienvergnügen“ von Steve Toltz äußerst schade gewesen wäre, hätte ich es nicht gelesen. weiter »


John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

verfasst am 23.07.2010 von | 1 Kommentar

Fünfzig Jahre Familiengeschichte,die keinen Eindruck hinterlassen haben. Auch auf die Gefahr hin, daß ich es mir mit den vielen Irving-Fans verscherze: hätte ich dieses Buch nicht gelesen, wäre es auch nicht schade gewesen. weiter »


Pete Dexter: God’s Pocket

verfasst am 14.06.2010 von | 2 Kommentare

In God’s Pocket, der „Jackentasche Gottes“, einem Stadtteil im Süden Philadelphias ist es ziemlich finster. Kein wirklich gemütlicher Ort zum Leben für die „Kleinen Leute“, wie man/frau sie so gerne nennt. Sie müssen täglich sehr hart für ihre Brötchen arbeiten und haben keine Zukunft zu Beginn der Reaganära in den frühen Achtzigern des letzten Jahrhunderts. weiter »


Roberto Bolaño: 2666

verfasst am 25.05.2010 von | 2 Kommentare

Die Suche nach Benno von Archimboldi, dem verschollenen deutschen Schriftsteller, dessen Werk sie sich verschrieben haben, führt vier europäische Literaturwissenschaftler nach Mexiko, ins Grenzgebiet zur USA. Es ist jene Region in der seit Jahren unzählige Frau ermordet wurden. weiter »


Rafael Yglesias: Glückliche Ehe

verfasst am 04.05.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn man/frau die Klassiker der Weltliteratur betrachtet, gibt es nur zwei Themen die regelmäßig auftauchen und wirklich von Bedeutung sind: Die Liebe und der Tod! Keine anderen Themen rufen derart intensive Emotionen hervor – sie werden diese Erfahrung wahrscheinlich auch schon am eigenen Leib verspürt haben. weiter »


Katharina Münk: Die Insassen

verfasst am 20.04.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

In Zeiten der weltweit grassierenden Finanz- und Wirtschaftskrise haben viele viel Geld, so mancher die Nerven, aber einige noch viel mehr, nämlich zusätzlich auch noch ihren Verstand verloren. Den drei Protagonisten im Roman „ Die Insassen“, Dr. Wilhelm Löhring, Keith Winter und einem Mann namens Wienkamp passierte leider Letzteres. Und da hilft nur mehr eine Behandlung in der Nobelnervenklinik St. Ägidius bei Frankfurt. weiter »


Ian McEwan: Am Strand

verfasst am 17.04.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das frisch verheiratete Ehepaar Edward und Florence heiraten im Jahr 1962 und verbringen ihre Flitterwochen am Strand von Checil Beach. Beide sind unterschiedlich erzogen, haben verschiedene Vergangenheiten, sind eigentlich ganz unterschiedlicher familiärer Herkunft. Die Hochzeitsnacht steht bevor, und das ist das Schlimmste für Florence. Es ekelt ihr nicht von Edward als Person, aber vor dem bevorstehenden Zungenkuss und dem ehelichen Beischlaf. Der körperliche Widerwillen der jungen Frau stellt insgesamt die Beziehung zu Edward gewaltig auf eine harte Probe. weiter »


Victor L. Wooten: Music Lesson

verfasst am 13.04.2010 von | 4 Kommentare

Nicht selten passiert es, dass durchaus erfolgreiche Musiker das Metier wechseln und sich ebenso erfolgreich als Romancier versuchen. Sven Regener oder Nick Cave sind da wohl nur ein kleines Segment aus diesem Kreis. Aber was erwartet einen, wenn einer der talentiertesten Musiker unserer Zeit einen Roman schreibt, der ein Lehrbuch ist? weiter »


Don DeLillo: Der Omega-Punkt

Der Omega-Punkt verfasst am 20.03.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Omega-PunktNun, einfach wird das jetzt nicht. Nicht einfach darüber zu schreiben, weil es schon beim Lesen nicht einfach war.  Meine Annahme dazu: ohne Wissen über frühere Werke, ohne ergänzende Worte von DeLillo selbst bleibt man am Ende mit der Frage über:  „was habe ich jetzt nicht verstanden und warum?“ weiter »


Herta Müller: Atemschaukel

verfasst am 05.03.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Alles, was ich habe, trage ich bei mir.“ Mit diesem schlichten Satz beginnt eines der atemberaubendsten Sprachkunstwerke der zeitgenössischen deutschen Literatur. Nach der Lektüre von „Atemschaukel“ war mir restlos klar, warum Herta Müller im Dezember des vergangenen Jahres den Literaturnobelpreis verliehen bekam. Schlicht und einfach, so wie ihre Sprache, weil sie ihn sich verdient hat und ein Werk von derartiger sprachlicher Intensität seinesgleichen sucht und wahrscheinlich nur schwer oder gar nicht zu finden sein wird. weiter »


Kristof Magnusson: Das war ich nicht

verfasst am 14.02.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meike ist Übersetzerin, Jasper ist Banker und Henry ist Schriftsteller – drei Menschen, die eines gemeinsam haben: Probleme. Zuerst jede/r für sich alleine dann aber mehr und mehr alle drei  gemeinsam. Da ist es nebensächlich, dass zu Beginn weder räumliche noch persönliche Bindungen zwischen ihnen bestehen, denn nach Nachrichten, Wirtschaft und Terror werden nun eben auch Einzelschicksale ver-globalisiert weiter »


Yiyun Li: Die Sterblichen

verfasst am 09.02.2010 von | 1 Kommentar

Eigentlich könnte ich es mir leicht machen und das vorliegende Werk in einem Satz beschreiben: „Die Sterblichen“ ist ganz ganz große Literatur, schlicht und einfach Weltliteratur! Lesen sie es selbst und tauchen sie ein in die absolute Düsternis aus der es kein Entrinnen gibt. weiter »


Martin Suter: Der Koch

verfasst am 29.01.2010 von | 1 Kommentar

Das Buch ist fertig gelesen, aber am Ende weiß ich nicht so recht, was davon zu halten ist. Zuerst einmal das, was ausser Zweifel steht: im Zentrum der Geschichte steht Maravan, Tamile und Asylwerber in der Schweiz.

Sein Beruf und seine Berufung ist Kochen, doch weiter als bis zum Küchengehilfen in einem der angesagten Restaurants der Stadt lässt ihn sein Status als Asylwerber nicht kommen.  Seine Arbeitsstelle  hätte er wahrscheinlich noch lange behalten können, wäre da nicht Andrea in sein Leben geplatzt, die im Service des selben Restaurants arbeitet und allen Angestellten der Kopf verdreht. weiter »


Patrick Süskind: Das Parfum
Die Geschichte eines Mörders

verfasst am 26.01.2010 von | 1 Kommentar

Bin wieder da! (Copyright by J. Haider).

In Zeiten wie diesen kein Beitrag zu welch Thema auch immer ohne kleine politische Anmerkung. Beinahe zeitgleich mit dem Aufstieg des inzwischen verblichenen Kärntner Gottmenschen begann sich der Geruch des Parfums auf der Bühne der Weltliteratur auszubreiten. Unfassbare 316 Wochen stand das Buch auf der Bestsellerliste des „Spiegel“, wurde in 46 Sprachen übersetzt und erreichte bisher eine Auflage von 15 Millionen. weiter »


Daniel Glattauer: Der Weihnachtshund

verfasst am 08.12.2009 von | 2 Kommentare

Der WeihnachshundMax ist 34, ein Single aus Überzeugung und leidet unter einer Weihnachtsphobie. Sein Brot verdient Max als Journalist und hat den wahrscheinlich schönsten Job, der im Printbereich zu vergeben ist: Er verfasst die Texte unter den spärlich bis nicht bekleideten „Seite 5 Mädchen“. „Carla (19) hat zwar eine sehr empfindliche Haut, aber sie kann stundenlang am Strand laufen, ohne sich von der Sonne die Zehen verbrennen zu lassen. ‚Ich werfe mir meinen Schatten selbst’, sagt die Schöne selbstbewusst.“ weiter »




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