Romane

Buchbesprechungen, News

Pete Dexter: Deadwood

verfasst am 05.09.2011 von | 1 Kommentar

Einige Kritiker, unter anderen auch jener der Washington Post meinten, DEADWOOD sei “wahrscheinlich der beste Western, der je geschrieben wurde.“ Bezüglich dieser Aussage wage ich es nicht, mir ein Urteil anzumaßen, da meine Kenntnisse der Westernliteratur nicht über Karl May und G.F.Unger (ich meine die Heftchenromane) hinausreichen. Was ich aber mit Fug und Recht behaupten […]


Magne Hovden: Scheiß-Rentiere

verfasst am 01.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Roy und Lef angeln gerne an einem See in der Nähe von Kirkenes, im Norden Norwegens. Dort überlegen die beiden Postler auch spontan, wie sie möglichst schnell zu möglichst viel Geld kommen könnten. Und das – jawohl – auf ganz legale Art und Weise. Die beiden Männer sind sicher ihrer genialen Ideen immer sehr sicher. […]


Wolfe, Thomas: Die Party bei den Jacks

verfasst am 30.08.2011 von | 1 Kommentar

„Er mag von uns allen am meisten Talent gehabt haben, er hätte der größte amerikanische Schriftsteller gewesen sein können, wenn er bloß länger gelebt hätte…“, meinte kein Geringerer als William Faulkner 1952 über Thomas Wolfe. Und nach der Lektüre von „Die Party bei den Jacks“ mag man diesem schwärmerischen Rückblick auf den 1938, während der […]


Maja Haderlap: Engel des Vergessens

verfasst am 23.08.2011 von | 1 Kommentar

„Der Engel des Vergessens dürfte vergessen haben, die Spuren der Vergangenheit aus meinem Gedächtnis zu tilgen.“, schreibt Maja Haderlap am Ende ihres preisgekrönten ersten Prosawerkes. Gott sei Dank sind diese Himmelswesen auch nur Menschen, sonst wäre uns diese berührende, eindringlich-sensible, aber auch tieftraurige Lebens- Familien- und Volksgruppengeschichte aus dem Kärntner Grenzland „erspart“ geblieben. Und dies […]


Bernhard Aichner: Schnee kommt

verfasst am 15.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bevor Bernhard Aichner begann, die phänomenalen Krimis rund um Max Broll, den Totengräber, zu erschaffen, schrieb er ganz „normale“ Romane. Aus dem Jahr 2009 stammt „Schnee kommt“, ein Roman, ein Thriller, ein Buch über Abgründe, über Schmerz, über Hoffnungen, über Beziehungen, über Menschen in extremen Lebenssituationen.


E.L. Doctorow: Billy Bathgate

verfasst am 14.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie man es so kennt (aus Film, Funk und Fernsehen):  New York in den 1930er Jahren, ein Gangster, ein Kübel mit Zement um seine Füße, der East River…  nun, den Rest darf ich wohl als bekannt voraus setzen. Mit dabei ist Billy Bathgate, der einzige der vielen Jungs aus seiner Strasse in der Bronx, der […]


Mario Vargas Llosa: Tod in den Anden

verfasst am 13.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Land, zwei Welten. Durch Peru zieht sich eine unsichtbare Grenze zwischen Menschen. Auf der einen Seite die aus den Städten, von der Küste, auf der anderen Seite die, die oben leben in den Anden, die hinter sich jahrtausendealte Geschichte wissen, die immer schon hier waren. Die beiden Welten vernischen sich miteinander, ohne einander zu […]


Monika Helfer: Oskar und Lilli

verfasst am 07.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Oskar und Lilli, zwei kleine Kinder im Alter von sieben und neun Jahren, kommen als „Fürsorgekinder“ zu Pflegeeltern. Die Mutter, Alleinerzieherin, mehr dem Alkohol zugeneigt als ihren Kindern und psychisch völlig mit der Erziehung überfordert, landet in der Schweiz in einer psychiatrischen Klinik. Das Jugendamt schaltet sich ein und trennt die Geschwister, indem die beiden […]


Peter Henisch: Morrisons Versteck

verfasst am 06.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kürzlich gab es leider durch Amy Winehouse wieder Zuwachs im legendären „Klub der 27-jährigen“, jenem exklusiven Zirkel von früh verstorbenen Musiklegenden, dem bereits Kapazunder wie Janis Joplin, Jimmy Hendrix, Brian Jones oder Curt Cobain angehören.


Julya Rabinowich: Spaltkopf

verfasst am 03.08.2011 von | 2 Kommentare

Mischka wächst in Leningrad auf, in einem großen russisch-jüdischen Familienverband. Eines Tages findet ein großes Abschiedsfest statt, die ganze Verwandtschaft hat sich versammelt. Es gibt „Hering im Pelz“, Schüsseln mit rotem und schwarzem Kaviar zieren den Festtagstisch, ebenso Karaffen mit Wein und eisig beschlagene Wodkaflaschen. Ein Samowar verbreitet den Duft russischen Tees.


Jan Faktor: Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag

verfasst am 29.07.2011 von | 2 Kommentare

Normalerweise bin ich so veranlagt, mich beinahe immer und überall dem Lesevergnügen hingeben zu können. Ob Zug, PKW oder Arztpraxis, völlig egal – meines Erachtens sollten alle Spitzenpolitiker, die während Dienstreisen nicht fähig sind ihre Akten zu lesen, schleunigst freiwillig zurücktreten. Das wäre ein Karl! Doch so einfach war es diesmal auch für mich nicht, […]


Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren

verfasst am 14.07.2011 von | 2 Kommentare

Wenn man sich die Mühe macht verschiedene Literaturführer zu studieren, wird man zur Auffassung gelangen, dass die Entwicklung dieser Kunstgattung im 19. Jahrhundert irgendwie stehen geblieben ist. Alles was danach publiziert wurde, ist ein mehr oder weniger gutes oder schlechtes Verwalten des Status Quo, aber im Grunde genommen „still more of the same“. Und dann […]


Leonardo Padura: Der Mann, der Hunde liebte

verfasst am 03.07.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Um es gleich am Beginn zu betonen: „Der Mann, der Hunde liebte“ gehört dringend in den Katalog der (erlaubten) Suchtmittel aufgenommen und ich warne sie eindringlich vor der Lektüre. Als ich dieses Werk erstmals in Händen hielt, sank mein Arm gleich um mehrere Zentimeter ab und ich dachte mir nur, was für ein Ziegel von […]


Walter Wippersberg: Ein nützlicher Idiot

verfasst am 28.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Axel, ein 25jähriger Studienabbrecher und erfolgloser Saxophonist, träumt von einer großen Musikerkarriere. Ein großer Gig ist geplant und quasi schon vertragsreif. Ein Auftritt mit seiner Band im Vorprogramm der Simple Minds steht an. Doch bevor es auf Tournee geht, muss sich Axel mit einem Job als Chauffeur noch finanziell über Wasser halten.


Jan Weiler: Drachensaat

verfasst am 26.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bernhard Schade macht eine Karriere als Architekt. Diese nimmt ein jähes Ende, nachdem er Udo, seinen Sohn, der mit dem Down-Syndrom zur Welt kommt, zu seinem 18. Geburtstag in ein Bordell einlädt, um seine Unschuld zu verlieren. Nach der Scheidung zerbricht seine Welt und er wird zum Alkoholiker. Dem Leben überdrüssig plant Bernhard einen Suizid.


Henning, Peter: Die Ängstlichen

verfasst am 15.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Schauplatz dieses Romans, um nicht zu sagen das Schlachtfeld, befindet sich im deutschen Städtchen Hanau, der Heimat der weltberühmten Märchenerzähler Gebrüder Grimm. Den Gefallen eines Märchens erweist uns Peter Henning allerdings nicht, vielmehr begegnet man dem schieren Gegenteil.


Roberto Bolaño: Stern in der Ferne

verfasst am 13.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

1973, das Jahr der Machergreifung durch die Militärs, das Jahr, in den Allende starb, das Jahr, in dem Chile für viele Jahre hinter einem Vorhang aus Terror, Mord, Diktatur verschwand. Roberto Bolano ist ein literarischer Chronist dieser Zeit,  „Stern in der Ferne“ ist eine der Chroniken und sie beginnt in diesem Jahr.


Stein, Benjamin: Die Leinwand

verfasst am 07.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es sind (mindestens) zwei Wege, die zum selben Anfang führen. Zuerst las ich den Weg von Jan Wechsler, seine Erzählung, die mich genauso verwirrte wie ihn selbst. Dann wendete ich und las die Geschichte von Amnon Zichroni.


Thomas Pynchon: V

verfasst am 25.05.2011 von | 1 Kommentar

Im Jahr 1963 erschien nach einigen publizierten Kurzgeschichten mit „V“ der erste Roman des damals 24-jährigen Thomas Pynchon und so manch‘ Literaturkritiker bezeichnet ihn als das beste Erstlingswerk der Literaturgeschichte. Dieses Urteil kann ich weder bestätigen, noch bin ich in der Lage es zu widerlegen, was ich allerdings vermelden kann ist, dass es sich bei […]


E.L. Doctorow: Homer & Langley

verfasst am 20.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein paar Stunden lang saßen wir beisammen: Homer Collyer erzählte und ich hörte zu. Doch seine Stimme wurde mit der Zeit immer leiser und am Ende verstummte sie.


Herta Müller: Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel

verfasst am 13.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Der Bogen von einem Kind, das Kühe hütet im Tal, bis hierher ins Stadthaus von Stockholm ist bizarr. Ich stehe (wie so oft) auch hier neben mir selbst“, sagte Herta Müller in ihrer Tischrede anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur. Und die vielfach ausgezeichnete Autorin lässt uns in der Reden- und Essaysammlung „Immer derselbe […]


Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein

verfasst am 11.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Herbst 1946 schrieb Hans Fallada in unfassbaren knapp vier Wochen dieses monumentale Werk des deutschen Widerstandes im NS-Regime. Manche von uns werden vielleicht bereits für die Lektüre der knapp 700 Seiten länger benötigen. Kurz nach Beendigung der Arbeit segnete er das Zeitliche als Folge eines Herzinfarktes, den sich der manische Vielschreiber durch jahrelangen exzessiven […]


Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen

verfasst am 02.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Zusammenfassung gleich zu Beginn: beides – die Sprache und die Geschichte – sind grandios und genial (damit wäre eigentlich schon alles gesagt/geschrieben, aber ein paar Details zum Buch können ja nicht schaden…)


Gustav Ernst: Beste Beziehungen

verfasst am 27.04.2011 von | 1 Kommentar

Die Menschheit ist nicht gut. Soviel ist sicher. Und noch schlechter sind einzelne ihrer Mitglieder. Aber so richtig schlecht wird einem dann bei der Lektüre des vorliegenden Werkes. „Nur bei der Erwähnung des Namens seiner Tochter und der Schilderung ihres Todes, so der Polizeibeamte, sei der Tatverdächtige hemmungslos in Tränen ausgebrochen.“, lautet der letzte erschütternde […]


Brigitte Schwaiger: Wie kommt das Salz ins Meer

verfasst am 26.04.2011 von | 1 Kommentar

Eine gutbürgerliche Familie, das ist das Wichtigste. Dieser Meinung sind die Eltern und die Großmutter einer jungen Frau. So heiratet sie Rolf, einen Diplomingenieur, der genau ein solches Leben verspricht. Er vertritt gutbürgerliche Werte, hat einen angesehen Beruf und anständig ist er auch noch. Die junge Frau, die ihre Ehe eher als Flucht aus ihrer […]


Michaela Schwarz: Meine Nacht mit Anna

verfasst am 25.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jasper der Große, ein zotteliger Hund, träumt von dem „Großen weißen Knochen“, von dem schon seine Vorfahren immer berichtet haben. Wer diesen findet, hat nie mehr Hunger zu leiden. Er kämpft wie ein Wahnsinniger gegen seine Rivalen und buddelt und buddelt…. Da wird Jasper von seiner Freundin Anna geweckt. Sie fühlt sich äußerst unwohl und […]


Max Frisch: Homo Faber

verfasst am 14.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Anlässlich der 100. Geburtstagswiederkehr (um nicht den 20. Todestag als Vorwand nehmen zu müssen) von Max Frisch schien es mir angeraten, ein Werk des eidgenössischen Schriftstellers aus der Schublade „Standardwerke zur Matura“ zu holen und aufmerksam zu studieren. Meine Wahl fiel auf „Homo Faber – Ein Bericht“ aus dem Jahr 1957, da dieser Roman nach […]


Thomas Pynchon: Die Versteigerung von No 49

verfasst am 07.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Bedürfnis des Menschen Zusammenhänge zu erkennen bzw. zu konstruieren steht im Mittelpunkt dieses Frühwerks des mysteriösen Schriftstellers. Neben Erkenntnis und Orientierung kann dies aber auch schnurstracks in eine ausgewachsene Paranoia führen, wie die Hauptperson dieses Romans Oedipa Maas am eigenen Leib verspürt. Und damit wären wir wieder im Universum von Thomas Pynchon angelangt.


Douglas Coupland: Shampoo Planet

verfasst am 05.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Und munter geht es weiter in der Reihe der amerikanischen Klassiker bzw. mit einem Werk, das dafür gehalten wird. Douglas Coupland verfasste mit „Generation X“ ein Kultbuch, namensgebend und stilbildend für eine ganze Generation von amerikanischen Jugendlichen.


Philip Roth: Jedermann

verfasst am 29.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Er sank hinunter, fühlte sich aber alles andere als besiegt, ganz und gar nicht dem Untergang geweiht, nur darauf aus, wieder Erfüllung zu erleben, und dennoch wachte er nicht mehr auf. Herzstillstand. Er war nicht mehr, befreit vom Sein, ging er ins Nichts, ohne es auch nur zu merken. Wie er es befürchtet hatte von […]



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