Romane

Buchbesprechungen, News

(402 Beiträge in dieser Rubrik)

Jan Weiler: Drachensaat

verfasst am 26.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bernhard Schade macht eine Karriere als Architekt. Diese nimmt ein jähes Ende, nachdem er Udo, seinen Sohn, der mit dem Down-Syndrom zur Welt kommt, zu seinem 18. Geburtstag in ein Bordell einlädt, um seine Unschuld zu verlieren. Nach der Scheidung zerbricht seine Welt und er wird zum Alkoholiker. Dem Leben überdrüssig plant Bernhard einen Suizid. weiter »


Henning, Peter: Die Ängstlichen

verfasst am 15.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Schauplatz dieses Romans, um nicht zu sagen das Schlachtfeld, befindet sich im deutschen Städtchen Hanau, der Heimat der weltberühmten Märchenerzähler Gebrüder Grimm. Den Gefallen eines Märchens erweist uns Peter Henning allerdings nicht, vielmehr begegnet man dem schieren Gegenteil. weiter »


Roberto Bolaño: Stern in der Ferne

verfasst am 13.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

1973, das Jahr der Machergreifung durch die Militärs, das Jahr, in den Allende starb, das Jahr, in dem Chile für viele Jahre hinter einem Vorhang aus Terror, Mord, Diktatur verschwand. Roberto Bolano ist ein literarischer Chronist dieser Zeit,  „Stern in der Ferne“ ist eine der Chroniken und sie beginnt in diesem Jahr. weiter »


Benjamin Stein: Die Leinwand

verfasst am 07.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es sind (mindestens) zwei Wege, die zum selben Anfang führen. Zuerst las ich den Weg von Jan Wechsler, seine Erzählung, die mich genauso verwirrte wie ihn selbst. Dann wendete ich und las die Geschichte von Amnon Zichroni. weiter »


Thomas Pynchon: V

verfasst am 25.05.2011 von | 1 Kommentar

Im Jahr 1963 erschien nach einigen publizierten Kurzgeschichten mit „V“ der erste Roman des damals 24-jährigen Thomas Pynchon und so manch‘ Literaturkritiker bezeichnet ihn als das beste Erstlingswerk der Literaturgeschichte. Dieses Urteil kann ich weder bestätigen, noch bin ich in der Lage es zu widerlegen, was ich allerdings vermelden kann ist, dass es sich bei „V“ über weite Strecken um ein grandioses und nicht zu knappes Stück Literatur handelt, für das der Autor mit dem Preis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet wurde. weiter »


E.L. Doctorow: Homer & Langley

verfasst am 20.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein paar Stunden lang saßen wir beisammen: Homer Collyer erzählte und ich hörte zu. Doch seine Stimme wurde mit der Zeit immer leiser und am Ende verstummte sie. weiter »


Herta Müller: Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel

verfasst am 13.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Der Bogen von einem Kind, das Kühe hütet im Tal, bis hierher ins Stadthaus von Stockholm ist bizarr. Ich stehe (wie so oft) auch hier neben mir selbst“, sagte Herta Müller in ihrer Tischrede anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur. Und die vielfach ausgezeichnete Autorin lässt uns in der Reden- und Essaysammlung „Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel“ an dieser langen, an Entbehrungen, Angst und Worthunger reichen Reise entlang dieses Bogens teilhaben. weiter »


Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein

verfasst am 11.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Herbst 1946 schrieb Hans Fallada in unfassbaren knapp vier Wochen dieses monumentale Werk des deutschen Widerstandes im NS-Regime. Manche von uns werden vielleicht bereits für die Lektüre der knapp 700 Seiten länger benötigen. Kurz nach Beendigung der Arbeit segnete er das Zeitliche als Folge eines Herzinfarktes, den sich der manische Vielschreiber durch jahrelangen exzessiven Alkohol-, Morphium-, Nikotin-, Schlaftabletten- und Kokaingenuss redlich erworben hat. weiter »


Heinrich Steinfest: Wo die Löwen weinen

verfasst am 02.05.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Zusammenfassung gleich zu Beginn: beides – die Sprache und die Geschichte – sind grandios und genial (damit wäre eigentlich schon alles gesagt/geschrieben, aber ein paar Details zum Buch können ja nicht schaden…) weiter »


Gustav Ernst: Beste Beziehungen

verfasst am 27.04.2011 von | 1 Kommentar

Die Menschheit ist nicht gut. Soviel ist sicher. Und noch schlechter sind einzelne ihrer Mitglieder. Aber so richtig schlecht wird einem dann bei der Lektüre des vorliegenden Werkes. „Nur bei der Erwähnung des Namens seiner Tochter und der Schilderung ihres Todes, so der Polizeibeamte, sei der Tatverdächtige hemmungslos in Tränen ausgebrochen.“, lautet der letzte erschütternde Satz in einem in seiner Gesamtheit äußerst betroffen machenden Romans. weiter »


Brigitte Schwaiger: Wie kommt das Salz ins Meer

verfasst am 26.04.2011 von | 1 Kommentar

Eine gutbürgerliche Familie, das ist das Wichtigste. Dieser Meinung sind die Eltern und die Großmutter einer jungen Frau. So heiratet sie Rolf, einen Diplomingenieur, der genau ein solches Leben verspricht. Er vertritt gutbürgerliche Werte, hat einen angesehen Beruf und anständig ist er auch noch. Die junge Frau, die ihre Ehe eher als Flucht aus ihrer spießigen und ach doch so gutbürgerlichen Familie sieht, schlägt bald brutal auf dem Boden der Realität auf. weiter »


Michaela Schwarz: Meine Nacht mit Anna

verfasst am 25.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jasper der Große, ein zotteliger Hund, träumt von dem „Großen weißen Knochen“, von dem schon seine Vorfahren immer berichtet haben. Wer diesen findet, hat nie mehr Hunger zu leiden. Er kämpft wie ein Wahnsinniger gegen seine Rivalen und buddelt und buddelt….

Da wird Jasper von seiner Freundin Anna geweckt. Sie fühlt sich äußerst unwohl und bittet Jasper, die Nacht bei ihm zu wachen und ihm Geschichten zu erzählen. weiter »


Max Frisch: Homo Faber

verfasst am 14.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Anlässlich der 100. Geburtstagswiederkehr (um nicht den 20. Todestag als Vorwand nehmen zu müssen) von Max Frisch schien es mir angeraten, ein Werk des eidgenössischen Schriftstellers aus der Schublade „Standardwerke zur Matura“ zu holen und aufmerksam zu studieren. Meine Wahl fiel auf „Homo Faber – Ein Bericht“ aus dem Jahr 1957, da dieser Roman nach der Atomkatastrophe von Fukushima vor allem im Themenbereich „Technik versus Natur“ aktueller denn je erscheint. weiter »


Thomas Pynchon: Die Versteigerung von No 49

verfasst am 07.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Bedürfnis des Menschen Zusammenhänge zu erkennen bzw. zu konstruieren steht im Mittelpunkt dieses Frühwerks des mysteriösen Schriftstellers. Neben Erkenntnis und Orientierung kann dies aber auch schnurstracks in eine ausgewachsene Paranoia führen, wie die Hauptperson dieses Romans Oedipa Maas am eigenen Leib verspürt. Und damit wären wir wieder im Universum von Thomas Pynchon angelangt. weiter »


Douglas Coupland: Shampoo Planet

verfasst am 05.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Und munter geht es weiter in der Reihe der amerikanischen Klassiker bzw. mit einem Werk, das dafür gehalten wird. Douglas Coupland verfasste mit „Generation X“ ein Kultbuch, namensgebend und stilbildend für eine ganze Generation von amerikanischen Jugendlichen. weiter »


Philip Roth: Jedermann

verfasst am 29.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Er sank hinunter, fühlte sich aber alles andere als besiegt, ganz und gar nicht dem Untergang geweiht, nur darauf aus, wieder Erfüllung zu erleben, und dennoch wachte er nicht mehr auf. Herzstillstand. Er war nicht mehr, befreit vom Sein, ging er ins Nichts, ohne es auch nur zu merken. Wie er es befürchtet hatte von Anbeginn.“ weiter »


Jakob Arjouni: Cherryman jagt Mister White

verfasst am 16.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Rick Fischer schreibt an Doktor Layton. Rick, der sich vor Gericht für eine schreckliche Tat verantworten muss und Doktor Layton, der Gerichtspsychologe, der die Hintergründe für diese Tat erforschen soll. weiter »


Philip Roth: Amerikanisches Idyll

verfasst am 10.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nathan Zuckerman, alter Ego des Schriftstellers Philip Roth trifft in „Amerikanisches Idyll“ auf ein Idol seiner Jugend, den überragenden Sportler Seymour Levov, wegen seines Aussehens und seiner Abstammung auch der Schwede genannt. Der Schwede bittet ihn einen Nachruf auf seinen verstorbenen Vater Lou Levov, einen erfolgreichen Handschuhfabrikanten zu verfassen. weiter »


Thomas Glavinic: Lisa

verfasst am 04.03.2011 von | 3 Kommentare

Ein Mann zieht sich mit einem Sohn in eine einsame Hütte zurück und möchte, dass dies geheim bleibt. Denn er hat Angst vor Lisa. Lisa, eine Mörderin, die quer über den Globus eine Spur der Verwüstung gezogen hat. Sie soll ihn keinesfalls finden. Seine einzige Verbindung zur Außenwelt sind seine Mitteilungen und Erzählungen, gerichtet an „imaginäre“ ZuhörInnen via Internetradio. weiter »


Linus Reichlin: Er

verfasst am 03.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Hauptfigur heisst wieder Hannes Jensen, die Geliebte, die ihn verlassen hat heisst Annick und ist blind. Mehr findet sich nicht an Gemeinsamkeiten mit den beiden Büchern, die Linus Reichlin zum einem Stern am Krimihimmel werden ließen. weiter »


Bora Cosić: Im Ministerium für Mamas Angelegenheiten

verfasst am 02.03.2011 von | 1 Kommentar

„Opa unternahm den Versuch, Butter aus Steinkohle zu machen, nach den Anleitungen der deutschen Militärzeitschrift „Signal“. Hinterher stellte sich heraus, dass diese Anleitung ein Betrug war, wie alles andere auch. Alles in allem scheiterten die meisten Künste, die wir in diesen Jahren zu vollbringen versuchten, schon von Anfang an.“ weiter »


Ludwig Laher: Verfahren

verfasst am 27.02.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jelena Savicevic wird in ihrem Heimatland von Albanern mehrfach vergewaltigt. Als Serbin würde sie das Land beleidigen und entehren. Damit finden die Täter ihre Rechtfertigung für die Schändung der jungen Frau, die drei Tage und Nächte andauert. Ein Bauer, der mit seinem alten Traktor ins nächste Dorf unterwegs ist,  findet Jelena zusammengekrümmt im Straßengraben liegen, leise wimmernd.  weiter »


Paul Murray: Skippy stirbt

verfasst am 24.02.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Pubertät, jenes Entwicklungsstadium, das unweigerlich jeden Menschen mehr oder minder hemmungslos heimsucht, sowie Spuren im Herzen und manchmal auch im Gesicht hinterlässt, steht im Mittelpunkt dieses bemerkenswerten Romans des jungen Iren Paul Murray. Die Pubertät als Himmel und Hölle für die Betroffenen, ausschließlich Hölle für die Angehörigen zeitigt in „Skippy stirbt“, wie der Titel schon suggeriert, jedoch letale Auswirkungen. weiter »


David Foster Wallace: Der Besen im System

verfasst am 09.02.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eines der Merkmale der sogenannter postmodernen Literatur ist, dass die Sprache im Mittelpunkt steht und die Handlung soweit überhaupt vorhanden, eigentlich nur eine Nebenrolle spielt. So auch bei David Foster Wallace von Rezensenten umjubelten Debüt „Der Besen im System“. weiter »


Haruki Murakami: Sputnik Sweetheart

verfasst am 06.02.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Erotisch (fast) ohne Erotik, romantisch  ohne wirkliche Romantik. Der Lehrer, die junge Frau Sumire und die begehrenswerte Miu. Drei Menschen, die einander umkreisen wie ein Satellit die Erde in seiner weit entfernten Umlaufbahn. weiter »


Joseph Zoderer: Die Farben der Grausamkeit

verfasst am 05.02.2011 von | 1 Kommentar

Die Handlung, die in den Jahren rund um die Wende 1989 spielt, tritt in den Hintergrund, denn das Innenleben von Richard, dem zwischen zwei Frauen immer mehr Zerreissenden, überdeckt alles. weiter »


Tina Tanzer: Typenlee(h)re

verfasst am 04.02.2011 von | 1 Kommentar

Spätestens seit Sex and the City ist bekannt, dass Frauen eigene Bedürfnisse haben, die neben Shopping vor allem auf eines gerichtet sind: auf Männer. Kein Wunder, dass bereits seit geraumer Zeit genau diese Zielgruppe bedient wird. weiter »


Jonathan Franzen: Die Korrekturen

verfasst am 03.02.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mehr als drei Millionen Mal ging dieses Buch bereits über die Verkaufspulte der Buchhandlungen oder durch die Auslieferungsstellen der Internetanbieter und machte aus Jonathan Franzen schlagartig einen literarischen Weltstar. Vor dem Erscheinen seines neuen Bestsellers „Freiheit“ im vergangenen Jahr zierte sein Konterfei gar die Titelseite des Time-Magazins und auch Präsident Obama war hellauf begeistert. weiter »


Alfred J.Noll: Kannitz

verfasst am 02.02.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Auf den ersten Blick sticht sofort die elegante Aufmachung des Buches ins Auge: gänzlich in rot gehalten, Autor und Titel mit weißer Schrift und hervorragende Qualität des Papiers, praktisch Ästethik pur. weiter »


Thomas Pynchon: Vineland

verfasst am 21.01.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vineland gilt allgemein als zugänglichstes Werk von Thomas Pynchon und der Titel geht auf den Namen zurück, den die wahren Entdecker Amerikas – die Wickinger – dem Kontinent gegeben haben: Vinland. Zugänglich bedeutet bei diesem Autor allerdings nicht, dass sie sich durch die knapp 500 Seiten durchfräsen, so wie sagen wir durch einen Simmel oder Konsalik. weiter »




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