Stichwort: Österreich


Buchbesprechungen, News

(402 Beiträge in dieser Rubrik)

Günther Peer: Der Himmel der Hölle

verfasst am 14.02.2016 von | 1 Kommentar

Ich bewundere den Autor für den Mut, sich diesem Thema zu widmen: Homosexualität hinter Klostermauern! Leider war die Umsetzung nicht ganz nach meinem Geschmack.

Ein Buch mit einer Geschichte in der Geschichte. weiter »


Hugo Portisch: Aufregend war es immer

verfasst am 26.01.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Hugo Portisch ist der Chronist der 2. Republik. Geboren im Jahr 1927, fallen das Ende des 2. Weltkrieges und damit die Geburtsstunde des Staates Österreich, so wie wir ihn heute kennen, mit seinen ersten Schritten in Richtung Journalismus zusammen.

Damit begann ein Lebensweg, der Portisch sowohl zu den allermeisten Brennpunkte der Weltgeschichte führte als auch mit vielen der prägenden Menschen des 20. Jahrhunderts zusammen brachte. weiter »


J. J. Preyer: Mörderseele
Wolfs erster Fall

verfasst am 07.01.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wolf steht kurz vor seiner Pensionierung. Als Journalist ist er allerdings noch vor seinem Antritt in den Ruhestand plötzlich mit einem Brandanschlag konfrontiert, bei dem ein Taxifahrer und seine Frau ums Leben kommen. Der Polizist Grimm zieht seinen Freund Wolf in die Ermittlungen ein. weiter »


Werner Stanzl: Hintermänner

verfasst am 01.01.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das ist ein gelungener „Wurf“ von Werner Stranzl. Er siedelt seinen Krimi in Gorizia an. Klagenfurt spielt aber auch eine nicht unbedeutende Rolle. Ebenso Triest und die slowenische Seite von Gorizia. Die Wiener Obergscheiterln tummeln sich fallweise auch in dem Geschehen. weiter »


Tatjana Kruse: Bei Zugabe Mord!
Eine Diva ermittelt im Salzburger Festspielhaus

verfasst am 21.12.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zig schräge Typen tummeln sich in diesem „Krimi“, der für mich eher eine Persiflage auf das Genre Krimi ist … oder auch tatsächlich von der Autorin so gemeint ist?

Das ist mein erstes Buch von Tatjana Kruse und was mir dabei vorrangig ins Auge sticht: es tummeln sich in diesem Roman vor dem Hintergrund der Salzburger Festspiele sehr, sehr viele verkorkste Typen. weiter »


Wolff Greinert: Hans Weigel „Ich war einmal…“
Eine Biografie

verfasst am 12.12.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als nicht sehr fundierte Kennerin von Hans Weigel habe ich dieses Buch mit großem Interesse gelesen. Greinert versteht es mit seinen zu Buch gebrachten Recherchen einen Mann vorzustellen, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wohl eine herausragende, literarische Instanz war. Eine meine Erinnerungen an Hans Weigel ist sein weißer Rollkragenpullover, mit dem man ihn oft gesehen hat. weiter »


Koytek & Stein: Wien kann sehr kalt sein

verfasst am 10.12.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

In den letzten Monaten hatte ich einige Bücher über das Burgtheater in der Hand: über seine Geschichte oder mit Geschichten, die dort spielen. Jetzt ist auch Conrad Orsini dort gelandet – undercover, im Auftrag der Polizei. weiter »


Alfred Komarek: Alt, aber Polt

verfasst am 15.11.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Alfred Komarek versteht es meisterhaft seine Schilderungen über die Kellergasse, das Weinviertel, über Simon Polt mit einem Hauch von Poesie zu unterlegen. Die Schilderungen der einzelnen Protagonisten, ihrer Eigenheiten, ihrer Verschrobenheiten machen das Buch zu einem lustvollen Lesevergnügen. weiter »


Michael Köhlmeier: Das Lied von den Riesen

verfasst am 23.10.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Sage, eine Legende, ein Märchen, Fantasy. Ein Gedicht, eine Parabel, für Kinder, für Erwachsene. Alles das und noch mehr in einem, vor allem aber ein Fest der Worte. weiter »


Helmut Andics: Luegerzeit
Das Schwarze Wien bis 1918

verfasst am 25.09.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die drei Jahrzehnte vor dem 1. Weltkrieg: das Wien jener Zeit und die Rolle und Bedeutung der Stadt für die Habsburger-Monarchie und die Bedeutung der Habsburger für die Stadt. Es ist eine Zeit voller Umbrüche und Weichenstellungen für das 20. Jahrhundert. Da sind einerseits die beharrenden Kräfte, die möglichst wenig an Veränderung zulassen wollen, während andererseits der Fortschritt (jedenfalls das, was man damals für Fortschritt hielt) nicht aufhaltbar ist. weiter »


Verena Mermer: die stimme über den dächern

verfasst am 16.09.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

ein bisschen ungewohnt erschien mir die Kleinschreibung und die Seitengestaltung dieses Buches. Soweit zu Äußerlichkeiten.

Verena Mermer ist eine junge Autorin aus Nieder-Österreich. Sie ist eine der vielen Talente der österr. Literaturszene und hat mit diesem Buch einen wunderbaren Beweis für ihr schriftstellerisches Talent abgeliefert. weiter »


Eva Rossmann: Fadenkreuz
Ein Mira-Valensky-Krimi

verfasst am 14.09.2015 von | 1 Kommentar

Der Titel schon ist sehr passend für dieses Buch, handelt es doch um eine spannende Geschichte über die Ausbeutung der Textilindustrie in Asien. Als in Wien die Besitzerin eines vietnamesischen Restaurants erschossen wird, stolpert das bewährte Duo Mira Valensky und ihre Freundin Vesna Krajner in einen Mordfall, der beide bis nach Vietnam führt. weiter »


Ulrike Schmitzer: Die gestohlene Erinnerung

verfasst am 11.09.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Über die unendlich vielen katastrophalen Ereignisse in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt es sicher noch unendlich viele Geschichten zu erzählen, gilt es noch Wahrheiten zu ergründen und Fakten aufzuschreiben. Ulrike Schmitzer stellt für „Die gestohlene Erinnerung“ ein kleines Kapitel dieser Zeit(geschichte) in den Mittelpunkt: das Leben und Schicksal der Donauschwaben. weiter »


Bernhard Aichner: Totenhaus

verfasst am 01.09.2015 von | 1 Kommentar

Wirklich spannend!
Streckenweise etwas konstruiert, trotzdem gut zu lesen!

… und nun zur etwas ausführlicheren Buchbesprechung … weiter »


Hellmut Andics: Ringstrassenwelt
Wien 1867-1887, Luegers Aufstieg

verfasst am 26.08.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der zweite Band von Andics‘ Reihe über die Entwicklung Wiens und der Donaumonarchie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat die Jahre zwischen 1867 und 1887 zum Inhalt. An der Ringstraße wird noch immer gebaut, rundherum entstehen gerade die Gebäude, die das Bild Wiens noch heute prägen und in Wissenschaft, Kunst und Architektur prägen Namen die Zeit, deren Ruhm und Vermächtnis im kollektiven Gedächtnis Österreichs noch für lange Zeit verankert bleiben werden. weiter »


Harald Darer: Herzkörper

verfasst am 21.08.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Maria Satori ist Juristin, kommt aus der Sozialarbeit und wird zur Rektorin an der Fachhochschule für Sozialberufe gewählt. Dieser Umstand ist interessant genug um, von Simone Remschnik für ihre Zeitung interviewt zu werden. Während des Interviews trifft Maria Satori diese Aussage: “Mitleid keine juristische und schon gar keine sozialarbeiterische Kategorie ist. Genausowenig wie Hoffnung, Glück oder Gerechtigkeit.” weiter »


Hellmut Andics: Gründerzeit
Das schwarzgelbe Wien bis 1867

verfasst am 14.08.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bereits im Jahr 1981 erschienen und derzeit leider vergriffen: Hellmuth Andics‘ 3-bändige Geschichte Wiens (und der Donaumonarchie) in der Zeit zwischen 1848 und 1914. Der erste Band „Gründerzeit“ befasst sich mit den Jahren bis 1867, dem Vorabend zu den größten Veränderung Wiens in 1.000 Jahren. weiter »


Oliver Jungwirth: Gehorsam
Eine Christoph Friedberg Akte

verfasst am 18.07.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Walter betreibt mit einer Freundin die Detektei „LAW“. Ob sein Einbruch in der Plattenfirma Motion Records etwas mit einem Auftrag zu tun hat, kann er niemandem mitteilen. Bei seinem unerlaubten Eindringen in die heiligen Hallen des reichen Musikproduzenten Strack wird Walter angeschossen und ins Koma befördert. Doch hat er tatsächlich einen Mord begangen? weiter »


Ernest Nyborg: Lena Halberg – Paris ’97

verfasst am 08.07.2015 von | 2 Kommentare

Ich oute mich jetzt: ich bin ein Fan dieser Verschwörungsthriller, bei denen hinter einer wahren Begebenheit ein ganzes Netzwerk an Intrigen und Bösewichten auftaucht und bei denen nicht weniger als die ganze Welt bedroht wird.

Davon ausgehend hört sich ein Thriller, dessen Ausgangpunkt der Tod von Lady Diana in Paris im Jahr 1997 ist, doch sehr gut an! weiter »


Erika Urban: Emma Roth und die fremde Hand
Ein Wien-Krimi

verfasst am 10.06.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Na so was, da taucht plötzlich die abgetrennte Hand, ausgefranst abgetrennt, auf, die so gar nicht zu den bereits vorhandenen, eher fachmännisch abgetrennten Händen passt, die die Polizei schon gefunden hat.

So weit so gut über die Gruseligkeit dieses Wien-Krimis. Bedauerlicherweise kommt Wien in dem Buch ein bisschen zu kurz. Langatmige Szenarien anderer, über viele Seiten sich erstreckende Schilderungen nehmen meiner Meinung nach zu viel Raum in diesem, trotzdem doch recht spannenden Krimi, mit guter Beschreibung der handelnden Personen, ein. weiter »


Christian Klinger: Bühnentod
Marco Martins dritter Fall

verfasst am 03.06.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Ort, an dem das Leben eines einzelnen Menschen gleich mehrmals am berühmten seidenen Faden hängt, so ein Ort muss etwas zu verbergen haben. Bad Blumenbach heißt dieser Ort und liegt im niederösterreichischen Waldviertel. Der Mensch, der einige Male gerade noch mit dem Leben davon kommt heißt Martin, Marco Martin, und ist Privatdetektiv.

Es ist eine Gegend der dunklen Geheimnisse und der verborgenen Intrigen, die sich da dem uneingeweihten Besucher wie ein Idyll präsentiert. Wäre es ein Film, dann würde (vielleicht mit Beethovens Pastorale als Untermalung) die Kamera über Wiesen, Felder, Häuser, den Dorfplatz, die Kirche schwenken um dann – mit Bremsgeräusch unterlegt – abrupt anzuhalten und ein Stück zurück zu fahren. weiter »


Wilhelm Kuehs: Der letzte Rock hat keine Taschen
Ein Kärnten-Krimi

verfasst am 27.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wilhelm Kuehs ist mit diesem Buch eine ätzende Politsatire auf das Kärntner System gelungen. In Hüttenberg soll ein buddhistisches Zentrum errichtet werden. In der Nähe des Heinrich Harrer Museum.. Tschabuschnig, Ernst Krametter, der Bürgermeister von Hüttenberg, und noch etliche Andere, alles Vasallen des Kärntner Landeshauptmann (seinen Namen erfahren wir nicht !!), machen sich gemeinsam mit dem LH stark für dieses Zentrum. 68,0 Mio sollen investiert werden. weiter »


Alfred Polgar: Marlene
Bild einer berühmten Zeitgenossin

verfasst am 18.05.2015 von | 1 Kommentar

Im Jahr 1926 begann Alfred Polgars immerwährende Zuneigung zu Marlene Dietrich. Auf der Bühne der Wiener Kammerspiele sah und hörte er sie zum ersten Mal; sie, die eine noch vielerorts unbekannte Schauspielerin war, deren weltweiter Ruhm mit dem Film „Der Blaue Engel“ noch ein paar Jahre in der Zukunft lag. weiter »


Ursula Poznanski: Fünf

verfasst am 17.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Bauer findet im Salzburger Land eine tote Frau auf einer Kuhweide. Sichtlich getötet. Auf ihren Fußsohlen sind Zahlen und Buchstaben tätowiert. Es braucht ein wenig Zeit, bis die Ermittlerin Beatrice Kaspary weiß, worum es sich dabei handelt: Koordinaten. Bea und ihr Partner Florin auf der Jagd in einem höchst blutigen Spiel. weiter »


Thomas Raab: Still
Chronik eines Mörders

verfasst am 16.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Karl Heidemann leidet Qualen unter Lärm. Schon als Kind hat er unter Schreikrämpfen gelitten, doch die Ursache dafür scheint niemand verstanden zu haben. Nur eines kann ihm helfen, diese Unerträglichkeit zu beenden: sein eigener Tod. Dann ist es still. Endlich. Ein außergewöhnliches Buch!

Karl Heidemann zieht, bevor er von dieser Welt geht, eine brutale Spur in seinem Wohnort.
Doch wo nimmt diese Brutalität seinen Ausgang? weiter »


Cornelia Pichler: Wenn der Wind sich dreht

verfasst am 11.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meine Empfehlung zu diesem Buch – mitnehmen in den Urlaub, am besten auf die Insel Rhodos. „Wenn der Wind sich dreht“ ist ein lebensnahes Buch, ohne großartiger stilistischer Abenteuer, leicht zu lesen, sympathisch. Für mich eine Lektüre, wie ich sie mir für warme Sommertage wünsche. Das Buch hat Charme, versteht es in manchen Passagen zu fesseln, zu berühren, auf die Tränendrüse zu drücken, Freude am Leben zu vermitteln. weiter »


Edith Kneifl (Hrsg): Tatort Naschmarkt
13 Kriminalgeschichten aus Wien

verfasst am 03.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für mich die bislang wienerischte aller Falter-Tatort-Anthologien. Aus den 13 Geschichten konnte ich richtig die Freude spüren, mit der die Autorinnen ans Werk gegangen sind. Gleich so, als ob es sie nach einem Eindrucks-vollen und Sinne-belebenden Streifzug durch den Naschmarkt direkt an die Schreibtisch gezogen hätte, um schnell die soeben aufgesogenen Ideen zu Papier zu bringen. weiter »


Andreas Pittler: Goodbye
Inspektor Bronsteins Abschied

verfasst am 20.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

1955, ein paar Monate bevor der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet werden soll, wird Ex-Polizeichef Vinzenz Seiser tot aufgefunden. Die Boulevardpresse schreibt je nach Zielpublikum und politischer Färbung von Suizid oder Selbstmord. David Bronstein hat noch einmal einen großen Auftritt.

Ende der Besatzungszeit in Wien. In der Schwarzenberg-Alle liegt die Leiche von Ex-Polizeichef Vinzenz Seiser. Er soll der KPÖ sehr nahe gestanden sein, gefunden wird der Tote allerdings im amerikanischen Sektor. Das mag den Schluss nahe legen, dass ihn die Amerikaner auf dem Gewissen haben. Die Sowjets hätten ja nicht unbemerkt in die Amerikanische Zone gelangen können. Oder haben ihn etwa doch die Sowjets auf dem Gewissen? weiter »


Peter Wehle: Mord heilt alle Wunden
Ein Wien-Krimi

verfasst am 16.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jetzt bin ich ein echter Peter Wehle Fan. Hat mich Teufelskoller schon sehr gut unterhalten, gelingt es Wehle mit „ Mord heilt alle Wunden“ wieder. Nicht nur der absonderliche Schauplatz – ein Wiener Kunstmuseum – auch der Anlass für das Morden schildert der Autor mit einem Augenzwinkern.

Seltsame Dinge ereignen sich zu später Stunde. Da gibt es doch tatsächlich ein sprechendes Gemälde. Und der Museumswärter Andreas Kandler wird durch dieses seltsame Gemälde bis zu einer Herzattacke getrieben. Was soll das alles, was ist der Hintergrund für diesen gespentischen Vorgang. weiter »


Robert Streibel: April in Stein

verfasst am 13.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieses Buch hat mich sehr betroffen gemacht. Robert Streibel setzt sich mit einem Teil der Geschichte in der Zeit des Nazigewaltregimes in Krems auseinander. So deutlich wie in diesem Buch wurde – für mich jedenfalls – noch in keinem Buch der ehrgeizige Fanatismus, die reglementierte Grausamkeit, die menschenverachtende Perversion. weiter »




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