Stichwort: Österreich


Jürgen Benvenuti: Das Lachen der Hyäne
Ein Großstadt-Thriller

Das Lachen der Hyäne verfasst am 06.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Krimis von Jürgen Benvenuti beginnen in gewisser Weise alle sehr ähnlich: ein kaputter Typ, im Grunde seines Herzens aber ein guter Mensch; dann ein paar sinistre Gestalten, ein paar hard-boiled Szenarien, Sex & Drugs. Alles also recht gemütlich bis zu dem Moment, an dem die Post abgeht! weiter »


Leo Perutz: Der Judas des Leonardo

Der Judas des Leonardo verfasst am 03.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gehen wir in der Zeit zurück ins Mailand am Ende des 15. Jahrhunderts: in die Welt von Leonardo da Vinci, der gerade zu dieser Zeit im Auftrag des Herzogs von Mailand am berühmt gewordenen Gemälde „Das Abendmahl“ arbeitet. weiter »


Alex Beer: Der dunkle Bote
Ein Fall für August Emmerich - Band 3

Der dunkle Bote verfasst am 12.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien ist der Schauplatz dieses dritten Krimis mit August Emmerich. Ein Wien, das jene, die die Stadt heute kennen oder hier wohnen, wohl kaum wieder erkennen würden. Denn zu Beginn der 1920er-Jahre gab es zwar meistens die selben Namen für Straßen und Plätze, aber es sah dort ganz anders aus als heute, das Verhalten der Menschen und die Atmosphäre der Stadt schienen nichts als den kommenden Untergang anzukündigen. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Der Graf von Saint-German

Der Graf von Saint-German verfasst am 09.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Tagebuch des Philip Branis, sein Leben zwischen den beiden Weltkriegen – was das mit dem „Graf von Saint-German“  zu tun hat, ist unter anderem auch darin zu lesen.

Mein Resumee gleich zu Beginn: auch bei einem so großartigen Erzähler wie Lernet-Holenia kann einmal etwas daneben gehen – für mein Gefühl fällt dieses Buch darunter. weiter »


Thomas Fatzinek: Der letzte Weg

Der letzte Weg verfasst am 23.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Immer wieder muss man sich verdeutlichen, dass Ereignisse, wie sie in „Der letzte Weg“ beschrieben werden, Tatsachen sind. Dass es so geschah, dass sich hier bei uns und an Orten, die wir heute in wenigen Stunden erreichen können, genau das ereignete, was uns jetzt so unwirklich, so undenkbar erscheint. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen

Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen verfasst am 14.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als sich der sehr junge Leutnant Keller nach einer fehlgeschlagenen Kavallerieattacke, nun ohne Pferd, hinter den russischen Linien wiederfindet, scheint sein Schicksal besiegelt. Was tun, so alleine, abgeschnitten von den Truppen des Kaisers, ausgeliefert den Häschern des Zaren? weiter »


Reinhard Kaiser-Mühlecker: Enteignung

Enteignung verfasst am 08.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jan ist Journalist. Wenigstens zeitweilig; früher schrieb er für bekannte Publikationen, was ihn später zu einer kleinen Provinzzeitung verschlagen hat, bleibt unerwähnt. Die Provinz, das scheint – immerhin stammnt auch Reinhard Kaiser-Mühlecker von hier, die Gegend in Oberösterreich zwischen Wels, und Kirchdorf/Krems zu sein. Die Erwähnung einer mittelgroßen Stadt (Wels?) mit einem Bürgermeister stramm-rechter Gesinnung deutet jedenfalls darauf hin. weiter »


Ernest Nybørg: Lena Halberg – der Cellist

Der Cellist verfasst am 02.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für mich ist das, was von einem weltweiten Journalisten-Netzwerk an Geldwäsche und Steuerbetrug aufgedeckt wurde und als „Panama-Papers“ bekannt wurde, so etwas wie ein vergessener Skandal. Nur hin und wieder liest man etwas , es wurde jemand angeklagt, verurteilt, jemand trat zurück.

Zeit wurde es also, dass die „Panama-Papers“ zum Thema eines Thrillers werden! weiter »


Andreas Pittler: Bronstein
Sein vergessener Fall

Bronstein verfasst am 26.04.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 1936: in Österreich regieren die Christlich-Sozialen, Schuschnigg ist Kanzler und gibt sich als gläubiger Christ, kniet jeden Sonntag drinnen in der Kirche während er draußen diktatorische Macht ausübt, in überhaupt nicht christlichem Geist. Die Nazis, obwohl verboten, drängen immer unverhohlener an die Macht und verstecken sich nicht; ihre Anhänger sind überall zu finden, sie durchdringen die Strukturen des Staates. weiter »


Martin Horváth: Mein Name ist Judith

Mein Name ist Judith verfasst am 25.03.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, aus vielen Erzählungen zusammen gesetzt. Erzählungen, von denen man oft nicht weiß, ob sie real oder nur geträumt sind. Manche sind wie zusammenhanglos in andere eingebettet, manche erzählen eine fortlaufende Geschichte. weiter »


Lena Avanzini: Am Ende nur ein kalter Hauch
Ein Fall für Carla Bukowski

Am Ende nur ein kalter Hauch verfasst am 22.03.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Tod der Großmutter, von dem Carla Bukowski nur durch Zufall erfährt. Es gäbe sonst für sie keinen Grund, für ein paar Tage in ihren Heimatort in Tirol zurück zu kehren. Nichts verbindet sie mit ihrer Familie außer dunkle Erinnerungen an Ablehnung, Lieblosigkeit und Erniedrigung. weiter »


Bernhard Aichner: Kaschmirgefühl
Ein kleiner Roman über die Liebe

Kaschmirgefühl verfasst am 19.03.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer kleinen, feinen Idee entstand ein kleines, feines Buch. Bernhard Aichner, ansonsten nicht zimperlich im Umgang mit der Verbreitung von Spannung und dem literarischen Ausbreiten von menschlichen Abgründen, bleibt diesmal ganz im kleinen Rahmen: Gottlieb und Marie telefonieren, die ganze Nacht. weiter »


Clemens Sedmak: Das Land, in dem die Wörter wohnen

Das Land, in dem die Wörter wohnen verfasst am 22.02.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vielleicht ist ein Märchen wirklich der beste Weg, um über die derzeit bestimmenden Formen des Zusammenlebens und der Kommunikation zu schreiben. In einer Zeit, in der eine andere Meinung viel zu oft umgehend als schlecht, falsch, dumm, extremistisch bezeichnet wird, in der Argumente der anderen immer weniger gehört werden, bringt uns vielleicht ein Märchen dazu, wieder zuzuhören. weiter »


Doron Rabinovici, Florian Klenk: „Alles kann passieren!“
Ein Polittheater

"Alles kann passieren!" verfasst am 01.02.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Untertitel „Ein Polittheater“ ist eine schon fast fahrlässige Verharmlosung des Inhaltes: denn ein Polittheater ist es nicht, von dem man hier lesen kann, sondern von einen wirklichen und ernsthaften Angriff der Rechtsaußen-Kräfte gegen unsere Demokratie. weiter »


Alma Johanna Koenig: Schibes

Schibes verfasst am 03.01.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schibes ist der Hund von Pawel, dem Schmied. Den kleinen Welpen hatte er geschenkt bekommen und nun waren sie schon drei Jahre lang durch gegenseitiges Vertrauen verbunden. Drei Jahre, bis eine fremde Frau vor der Hütte des Schmieds auftauchte. weiter »


Martin Moser: Hoamatroas
Zu Fuß durch Oberösterreich. Auf dem Weg zu Bekanntem, Vergessenem und b'sondere Leit

Hoamatroas verfasst am 06.12.2018 von | 1 Kommentar

Eine Erwanderung Öberösterreichs. Für alle Nicht-OberösterreicherInnen: „Heimatreise“!

Als Wahl-Oberösterreicher habe ich in den vergangenen Jahren einiges vom Land mit Mountainbike oder zu Fuß erkundet; damit bin ich natürlich Teil der Zielgruppe dieses Buches. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Ich war Jack Mortimer

Ich war Jack Mortimer verfasst am 23.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dem Titel nach könnte er von Agatha Christie oder Arthus Conan Doyle sein; aber es ist Alexander Lernet-Holenia, der im Jahr 1933 diesen beinahe wahnwitzig zu nennenden Krimi schrieb. Wahnwitzig, ein bisschen verrückt und sehr temporeich! weiter »


Manfred Flügge: Stadt ohne Seele
Wien 1938

Stadt ohne Seele verfasst am 21.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Untertitel dieses Buches kann etwas in die Irre führen. Denn nicht nur das Wien im Jahr 1938 ist das Thema, nicht nur die Ereignisse rund um den „Anschluß“ und das Verhalten der Österreicherinnen und Österreicher an diesen verhängnisvollen Tagen stehen im Mittelpunkt. Der Bogen spannt sich von der Zeit der Monarchie bis nach dem Ende der Naziherrschaft. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Der Baron Bagge

Der Baron Bagge verfasst am 12.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 1915, die Front im Osten. Baron Bagge ist Leutnant einer Reiterschwadron, steht unter dem Kommando des Rittmeisters Semler. Der Auftrag lautet, die Region in den Karpaten zu erkunden, herauszufinden, wo der Feind steht. Der Aufbruch der Truppe ist der Aufbruch in ein, in jeder Beziehung, unbekanntes Land. weiter »


Bernhard Aichner: Bösland

Bernhard Aichner: Bösland verfasst am 05.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Felix Kux und Ben. Die besten Freunde. Auf dem Dachboden, auf dem sich Bens Vater erhängte, ist ihr geheimes Reich. Früher wurde Ben hier, im Bösland, von seinem Vater geschlagen, jetzt ist es der Ort, an dem die beiden ihre Geheimnisse teilen, von dem aus sie auf die Welt da draussen blicken können. weiter »


Daniel Glattauer: Vier Stern Stunden

Vier Stern Stunden verfasst am 21.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kein Zweifel: das kann er, der Glattauer. Eine Komödie so reif für die Bühne zu schreiben, dass man beinahe kein Theater, keine Schauspieler braucht, weil die Bilder, die Bühne, das Publikum und das Stück schon beim Lesen direkt Bilder im Kopf erzeugen. weiter »


Wolf Haas: Junger Mann

Junger Mann verfasst am 19.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

So sehr ich mich auf dieses neue Buch von Wolf Haas gefreut habe, so schwer fällt es, mir eine Meinung darüber zu bilden. Denn gegenüber seinem letzten Roman „Die Verteidigung der Missionarsstellung“ – ein wirklich großartiges Buch – fehlt diesem ein wenig das Herausragende. weiter »


Eva Rossmann: Im Netz
Ein Mira-Valensky-Krimi

Im Netz verfasst am 26.08.2018 von | 1 Kommentar

Carlo Neuhaus importiert italienische Spezialitäten. Er ist ein sozial engagierter Mensch, womit sich natürlich die Medien gerne schmücken. Doch dann beginnt die Gerüchteküche zu brodeln. Ist er ein Drogenhändler? Ein Schlepper? Schnell wendet sich das Blatt. Neuhaus ist nicht mehr der Liebling der Medien. Eine Hetze beginnt.

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Alex Beer: Die rote Frau

Die rote Frau verfasst am 19.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Österreich im Jahr 1920: ein Staat, an dem von allen Seiten gezerrt wird. Nationalisten und Kommunisten versuchen, die Gewalt an sich zu reißen, der Kaiser sitzt im Exil und könnte jederzeit wieder in die Hofburg zurück wollen, Teile der Republik „Deutsch-Österreich“  versuchen sich von diesem armseligen Rest der einst mächtigen Monarchie abzuspalten. Und die Unruhen und  Umsturzversuche in den Nachbarstaaten sorgen für zusätzliche Unruhe weiter »


Alex Beer: Der zweite Reiter
Ein Fall für August Emmerich

Der zweite Reiter verfasst am 01.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kriminalromane, die in historischem Umfeld spielen, mag ich einfach. Denn da kommt zur Spannung auch noch das Gefühl für die Lebensumstände in der Vergangenheit hinzu; wenn es gut gemacht ist – zum Beispiel so wie in „Der zweite Reiter“.

Es ist das Jahr 1919, das Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges, das Jahr nach dem Ende der Habsburger-Herrschaft, nach dem Ende der K.u.K. Monarchie. In Wien herrscht das Elend vor, unter Hunger und Kälte leidet der Großteil der Bevölkerung. weiter »


Robert Seethaler: Das Feld

Das Feld verfasst am 17.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für eine Vorstellung, was für eine tröstliche Perspektive. Nach dem Ende unseres Lebens bleiben uns noch unsere Gedanken und unsere Erinnerungen und wir blicken auf unser Leben zurück. weiter »


Hannes Leidinger, Verena Moritz, Berndt Schippler: Schwarzbuch der Habsburger
Die unrühmliche Geschichte eines Herrscherhauses

Schwarzbuch der Habsburger verfasst am 14.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kontroversen vorprogrammiert: das wird wohl die häufigste Meldung gewesen sein, als dieses Buch im Jahr 2003 erschien. Denn hier geht es um nichts weniger, als den Mythos Habsburgs nachhaltig zurecht zu rücken. Zu zerstören mag ich nicht schreiben, denn im Titel steht ja „Schwarzbuch“; folgerichtig findet man überwiegend die negativen, die stillschweigend verdrängten Informationen aus den Jahrhunderten, in denen die Habsburger die Geschichte Europas (mit) bestimmten. weiter »


David Schalko: Schwere Knochen

David Schalko: Schwere Knochen verfasst am 16.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Verleitet durch dem Umstand, dass sich „Schwere Knochen“ auf der ORF-Bestenliste im Juni 2018 findet, beschließe ich, ein Buch von David Schalko zu lesen. Was soll denn auch schief gehen, wenn groß hinten auf dem Buchdeckel steht, was Josef Hader über den Autor meint: „David Schalko sieht unbestritten aus wie ein Genie Es spricht aber auch einiges dafür, dass er eins ist.“ weiter »


Éric Vuillard: Die Tagesordnung

Die Tagesordnung verfasst am 10.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Geschichte, anders und viel weitergehend erzählt. Éric Vuillard beobachtet diejenigen, die Hitler und Göring begegneten. Die Ja-Sager, die Beschwichtiger, die Angstvollen.

Der Rahmen der Ereignisse beginnt kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichkanzler, zu Beginn des Jahres 1933. Als 24 deutsche Industriekapitäne durch ihre bereitwilligen Spenden  den weiteren Aufstieg der Nazipartei kräftig unterstützten, wenn nicht gar erst ermöglichten. weiter »


Manfred Wieninger: Aasplatz
Eine Unschuldsvermutung

Aasplatz verfasst am 03.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch über einen (noch immer!) oft verdrängten Abschnitt der jüngeren österreichischen Geschichte, eine romanhafte Aufarbeitung der vermeintlichen Opferrolle Österreichs im Dritten Reich, eine Dokumentation über Opfer, denen die Verhältnisse nach dem Krieg viel zu oft ihr Recht auf Gerechtigkeit raubten und über Täter, die sich nie ihrer Veranwortung stellen mussten. weiter »



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