Stichwort: Österreich


Manfred Flügge: Stadt ohne Seele

Stadt ohne Seele verfasst am 21.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Untertitel dieses Buches kann etwas in die Irre führen. Denn nicht nur das Wien im Jahr 1938 ist das Thema, nicht nur die Ereignisse rund um den “Anschluß” und das Verhalten der Österreicherinnen und Österreicher an diesen verhängnisvollen Tagen stehen im Mittelpunkt. Der Bogen spannt sich von der Zeit der Monarchie bis nach dem Ende der Naziherrschaft. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Der Baron Bagge

Der Baron Bagge verfasst am 12.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 1915, die Front im Osten. Baron Bagge ist Leutnant einer Reiterschwadron, steht unter dem Kommando des Rittmeisters Semler. Der Auftrag lautet, die Region in den Karpaten zu erkunden, herauszufinden, wo der Feind steht. Der Aufbruch der Truppe ist der Aufbruch in ein, in jeder Beziehung, unbekanntes Land. weiter »


Bernhard Aichner: Bösland

Bernhard Aichner: Bösland verfasst am 05.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Felix Kux und Ben. Die besten Freunde. Auf dem Dachboden, auf dem sich Bens Vater erhängte, ist ihr geheimes Reich. Früher wurde Ben hier, im Bösland, von seinem Vater geschlagen, jetzt ist es der Ort, an dem die beiden ihre Geheimnisse teilen, von dem aus sie auf die Welt da draussen blicken können. weiter »


Daniel Glattauer: Vier Stern Stunden

Vier Stern Stunden verfasst am 21.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kein Zweifel: das kann er, der Glattauer. Eine Komödie so reif für die Bühne zu schreiben, dass man beinahe kein Theater, keine Schauspieler braucht, weil die Bilder, die Bühne, das Publikum und das Stück schon beim Lesen direkt Bilder im Kopf erzeugen. weiter »


Wolf Haas: Junger Mann

Junger Mann verfasst am 19.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

So sehr ich mich auf dieses neue Buch von Wolf Haas gefreut habe, so schwer fällt es, mir eine Meinung darüber zu bilden. Denn gegenüber seinem letzten Roman “Die Verteidigung der Missionarsstellung” – ein wirklich großartiges Buch – fehlt diesem ein wenig das Herausragende. weiter »


Eva Rossmann: Im Netz

Im Netz verfasst am 26.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Carlo Neuhaus importiert italienische Spezialitäten. Er ist ein sozial engagierter Mensch, womit sich natürlich die Medien gerne schmücken. Doch dann beginnt die Gerüchteküche zu brodeln. Ist er ein Drogenhändler? Ein Schlepper? Schnell wendet sich das Blatt. Neuhaus ist nicht mehr der Liebling der Medien. Eine Hetze beginnt.

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Alex Beer: Die rote Frau

Die rote Frau verfasst am 19.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Österreich im Jahr 1920: ein Staat, an dem von allen Seiten gezerrt wird. Nationalisten und Kommunisten versuchen, die Gewalt an sich zu reißen, der Kaiser sitzt im Exil und könnte jederzeit wieder in die Hofburg zurück wollen, Teile der Republik “Deutsch-Österreich”  versuchen sich von diesem armseligen Rest der einst mächtigen Monarchie abzuspalten. Und die Unruhen und  Umsturzversuche in den Nachbarstaaten sorgen für zusätzliche Unruhe weiter »


Alex Beer: Der zweite Reiter

Der zweite Reiter verfasst am 01.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kriminalromane, die in historischem Umfeld spielen, mag ich einfach. Denn da kommt zur Spannung auch noch das Gefühl für die Lebensumstände in der Vergangenheit hinzu; wenn es gut gemacht ist – zum Beispiel so wie in “Der zweite Reiter”.

Es ist das Jahr 1919, das Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges, das Jahr nach dem Ende der Habsburger-Herrschaft, nach dem Ende der K.u.K. Monarchie. In Wien herrscht das Elend vor, unter Hunger und Kälte leidet der Großteil der Bevölkerung. weiter »


Robert Seethaler: Das Feld

Das Feld verfasst am 17.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für eine Vorstellung, was für eine tröstliche Perspektive. Nach dem Ende unseres Lebens bleiben uns noch unsere Gedanken und unsere Erinnerungen und wir blicken auf unser Leben zurück. weiter »


Hannes Leidinger, Verena Moritz, Berndt Schippler: Schwarzbuch der Habsburger

Schwarzbuch der Habsburger verfasst am 14.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kontroversen vorprogrammiert: das wird wohl die häufigste Meldung gewesen sein, als dieses Buch im Jahr 2003 erschien. Denn hier geht es um nichts weniger, als den Mythos Habsburgs nachhaltig zurecht zu rücken. Zu zerstören mag ich nicht schreiben, denn im Titel steht ja “Schwarzbuch”; folgerichtig findet man überwiegend die negativen, die stillschweigend verdrängten Informationen aus den Jahrhunderten, in denen die Habsburger die Geschichte Europas (mit) bestimmten. weiter »


David Schalko: Schwere Knochen

David Schalko: Schwere Knochen verfasst am 16.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Verleitet durch dem Umstand, dass sich “Schwere Knochen” auf der ORF-Bestenliste im Juni 2018 findet, beschließe ich, ein Buch von David Schalko zu lesen. Was soll denn auch schief gehen, wenn groß hinten auf dem Buchdeckel steht, was Josef Hader über den Autor meint: “David Schalko sieht unbestritten aus wie ein Genie Es spricht aber auch einiges dafür, dass er eins ist.” weiter »


Éric Vuillard: Die Tagesordnung

Die Tagesordnung verfasst am 10.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Geschichte, anders und viel weitergehend erzählt. Éric Vuillard beobachtet diejenigen, die Hitler und Göring begegneten. Die Ja-Sager, die Beschwichtiger, die Angstvollen.

Der Rahmen der Ereignisse beginnt kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichkanzler, zu Beginn des Jahres 1933. Als 24 deutsche Industriekapitäne durch ihre bereitwilligen Spenden  den weiteren Aufstieg der Nazipartei kräftig unterstützten, wenn nicht gar erst ermöglichten. weiter »


Manfred Wieninger: Aasplatz

Aasplatz verfasst am 03.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch über einen (noch immer!) oft verdrängten Abschnitt der jüngeren österreichischen Geschichte, eine romanhafte Aufarbeitung der vermeintlichen Opferrolle Österreichs im Dritten Reich, eine Dokumentation über Opfer, denen die Verhältnisse nach dem Krieg viel zu oft ihr Recht auf Gerechtigkeit raubten und über Täter, die sich nie ihrer Veranwortung stellen mussten. weiter »


Pieter M. Judson: Habsburg

Habsburg verfasst am 01.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man könnte beinahe  das Fazit ziehen, dass es die gute, alte Zeit in einem gewissen Rahmen doch gab – nämlich damals, als Österreich noch eine Großmacht war, als wir alle Untertanen im Reich der Habsburger waren.

Diesen vereinfachten Schluß könnte man ziehen, wenn man Judsons Buch über die Donaumonarchie liest, ohne sie den wissenschaftlichen Erkenntnissen anderer Historiker gegenüber zu stellen. Erst in einer solchen Gesamtsicht wird das komplette, differenzierte Bild erkennbar. weiter »


Herbert Dutzler: Am Ende bist du still

Am Ende bist du still verfasst am 27.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das ist nicht mein erstes Dutzler-Buch. Ich oute jetzt mich als Fan dieses Autors. Seine Altaussee-Krimis, die mit dem unvergleichlichen Dorfpolizisten Gasperlmaier, habe ich mit viel Freude gelesen. “Am Ende bis du still” ist jedoch mit den Altaussee Krimis nicht zu vergleichen. Hier geht es nicht um Grausamkeiten, die von außen kommen, sondern um die innere Grausamkeit in einer Familie. weiter »


Cordula Simon: Der Neubauer

Der Neubauer verfasst am 17.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Autorin lässt einen Ich- Erzähler über sein hochstaplerisches, verpfuschtes Leben berichten. Über sein Eintauchen in den Pfuhl unbedeutender, haltloser Menschen, ohne Perspektive, ohne Wohnung, ohne Job. Die Couch seines Oberschicht-Freundes Wiesner verhindert kurzfristig, dass er in die Obdachlosigkeit abrutscht. weiter »


Felix Kucher: Kamnik

Kamnik verfasst am 11.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

In der Zwischenkriegszeit herrschte, auch in Österreich, großes Elend. Die Menschen hatten beinahe nichts zu essen, viele fassten deshalb den Entschluss, ihr Glück in der Ferne zu suchen.

Anton, ein Kärntner Slowene von einem Bauernhof in der Nähe von Klagenfurt, beschließt auszuwandern. weiter »


Franz Werfel: Der Tod des Kleinbürgers

Der Tod des Kleinbürgers verfasst am 03.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien im Jahr 1925. Es ist erst wenige Jahre her, da war Karl Fiala ein respektabler Beamter in der Finanzlandesdirektion seiner Majestät. Geachten, streng, unbestechlich – eine Respektsperson. Sein Stolz ist die Fotografie, die ihn inmitten der hohen Beamten des Amtes zeigt, er, Karl Fiala, in der Uniform des Portiers unter den wichtigen Herren. weiter »


David Krems: Falsches Licht

Falsches Licht verfasst am 27.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schotter begann seinen beruflichen Lebensweg als erfolgreicher Fotograf. Als Vielreisender fotografierte er Mode, Natur etc. und alles das noch in traditioneller Art, so wie man das früher gemacht hat. Mit Beginn des digitalen Zeitalters fand er nicht mehr die Erfüllung in seinem Beruf. Es fehlte ihm das handwerkliche, seine Kameras landeten in einer Vitrine in seiner kleinen, eher ungemütlichen Wohnung. weiter »


Franz Werfel: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig verfasst am 20.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vater-Sohn Konflikt. Darum geht es in Werfels Novelle. Ein ewiges Thema der Literatur und sicher auch in der Psychoanalyse. Im Jahr 1920 schrieb Franz Werfel sein Gedanken zu diesem Thema in einer etwas über 100 Seiten langen Novelle nieder. weiter »


Thomas Baum: Tödliche Fälschung

Tödliche Fälschung verfasst am 15.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Worschädl. Robert “Bertl” Worschädl. Den Herr Hauptkommissar aus Linz kannte ich bislang noch nicht, lernte ihn somit hier, in dessen zweitem Fall kennen. Rund um den “besten Mann” (so sein Chef) bei der Polizei geschehen gleich ein paar Verbrechen: ein Mord, eine Entführung, Falschgeld, Einbruch, Unterschlagung, …

Genug zu tun. Auch für den Autor, der sich mehrere Geschichten ausgedacht hat und nun seinen Kommissar damit befasst, alles unter einen  Hut zu bringen. weiter »


Peter Rosei: Karst

Karst verfasst am 05.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon Peter Roseis Buch „Madame Stern“ hat mich begeistert. Auch Karst habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Obwohl, inhaltlich ist ja das Schicksal der Protagonisten gar nicht so vergnüglich. Rosei versteht es aber wunderbar mit seinem Stil, seinen Formulierungen auch die trostlosesten Momente der „Möchte gern mehr sein Menschen“ auszudrücken, ohne dass man als Leserin trübsinnig wird. weiter »


Hugo Bettauer: Faustrecht

Faustrecht verfasst am 24.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Krimi aus dem Jahr 1920, der mich stellenweise in Aufbau und Handlung an einen dieser typischen englischen Krimis erinnert. Nur eben verlegt in das Wien im Jahr 2 nach dem 1. Weltkrieg. Die beiden Hauptakteure sind alte Freunde, die gemeinsam als Offiziere die Schützengräben des Krieges überlebt haben und nach dessen Ende unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben. weiter »


Katrin Unterreiner: Meinetwegen kann er gehen

Meinetwegen kann er gehen verfasst am 04.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der letzte Kaiser der Donaumonarchie war unbestritten eine sehr unglückliche Figur. Nach dem Tod von Franz Joseph I musste er im Kriegsjahr 1916 den Thron eines Staates besteigen, dem von allen Seiten der baldige Untergang prophezeit wurde.

Immer wieder wurde und wird die Frage gestellt, ob die Chance bestanden hätte, die Doppelmonarchie noch zu erhalten, die im Jahr 1916 nur noch durch den alten Kaiser zusammengehalten wurde. Wäre Karl in der Lage gewesen, den drohenden Zusammenbruch zu verhindern? Im Jahr 2018, genau 100 Jahre nach dem Ende der Monarchie, werden wir zu diesem Thema sicher noch viel lesen, hören und sehen. weiter »


Christian Klinger: Blutschuld

Blutschuld verfasst am 30.12.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Leicht verdientes Geld; eine einfacher Auftrag in Triest, inklusive kostenloser Übernachtung in einer Stadtwohnung und ein wenig Zeit für eine Stadtbesichtigung. Das hört sich gut an, aber vielleicht hätte Marco Martin doch länger als ein paar Sekunden darüber nachdenken sollen, warum sein Auftraggeber ausgerechnet einen Privatdetektiv aus Wien damit beauftragt, ein Möbel in Triest entgegen zu nehmen. weiter »


Manfred Wieninger: St. Pöltner Straßennamen erzählen

St. Pöltner Straßennamen erzählen verfasst am 16.12.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was soll denn an einem Buch über Straßennamen so interessant sein?  Berechtigte Frage, denn Straßennamen sind ja doch nur dazu da, Taxis und Navigationsgeräten den Weg zu weisen. Das wäre die eine Sicht. Die andere Sicht eröffnet durchaus spannende Einblicke in die Geschichte und das Werden eines Ortes. weiter »


Hannes Leidinger: Der Untergang der Habsburgermonarchie

Der Untergang der Habsburgermonarchie verfasst am 14.12.2017 von | 1 Kommentar

Abseits der Sissi-Foklore und der Nostalgie vom “Guten Alten Kaiser”: Hannes Leidinger taucht tief ein in die Anatomie eines sterbenden Staates und den Niedergang einer Dynastie. Seine Geschichte beginnt nicht mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo im Sommer 1914 sondern schon mehr als 100 Jahre zuvor; als das Habsburgerreich schon an dem krankte, was ihm im Jahr 1918 die Existenz kosten sollte. weiter »


Stephan Porombka: Da ist noch Luft nach oben

Da ist noch Luft nach oben verfasst am 06.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Floskeln: das sind doch diese Wortspenden, die, würde man sie sich im realen Wortsinn anhören oder durchlesen, meist etwas ganz anderes bedeuten würden. Und sind darum für Menschen, die Deutsch lernen möchten, eine nicht kleine Hürde im Umgang mit uns, die wir damit aufgewachsen sind.

Aufgewachsen? Nun ja, das stimmt auch nur bedingt, denn jede Generation, jedes Jahr bringt neue Modefloskeln ans Licht und in den Sprachgebrauch; ist man da nicht immer auf der Höhe der Zeit (!), dann versagt oft und bald das Verständnis für die Ausdrucksweise der anderen. weiter »


Mark Twain: Reportagen aus dem Reichsrat 1898/1899

verfasst am 18.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Über die Habsburger, den Kaiser Franz Josef, die Kaiserin Sisi, über das Attentat in Sarajewo gibt es unzählige Bücher und Reportagen. Wissen über das Parlament – den Reichsrat – ist dem gegenüber für ein breites Publikum weit weniger interessant und und somit wohl nicht sehr verbreitet. Doch es gab ein Abgeordnetenhaus und obwohl die Rolle und der Einfluss dieses Reichsrates in der Monarchie nicht mit jenen des Parlamentes in unserer Republik vergleichbar sind, so wurden auch dort einige Grundlagen für den späteren Zerfall Österreich-Ungarns geschaffen. weiter »


Duden: Sprache in Bildern

Sprache in Bildern verfasst am 10.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

DUDEN einfach so zum Vergnügen lesen?
Aber ja, natürlich!

Danach hat man über unsere Sprache einige Dinge erfahren, auf die man ansonsten niemals gekommen wäre. Und das hat eine ganz interessante Auswirkung: ich höre mir beim Reden noch mehr zu (nun ja, das schadet ja sowieso nie …) und finde jetzt andauernd Beweise für einiges von dem, was in diesem kleinen DUDEN steht. weiter »



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