Stichwort: Österreich


Buchbesprechungen, News

(407 Beiträge in dieser Rubrik)

Stefan Slupetzky: Im Netz des Lemming

Stefan Slupetzky: Im Netz des Lemming verfasst am 16.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine schon unheimlich wirkende Gleichzeitigkeit: Anfang des Jahres 2020 erscheint dieser neue Lemming-Roman, in dem das Thema Cybermobbing der Auslöser für schreckliche Ereignisse ist; und zur selben Zeit starten widerliche Rassisten und Chauvinisten, tatkräftig in den „sozialen“ Medien unterstützt von Repräsentanten der sog. „Freiheitlichen“ Partei Österreichs, eine rassistische und frauenfeindliche Kampagne gegen die neu ernannte Justizministerin Alma Zadic. weiter »


Leo Perutz: Der Meister des Jüngsten Tages

Leo Perutz: Der Meister des Jüngsten Tages verfasst am 04.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein mehrfach verschlungenes Verwirrspiel: würde Leo Perutz‘ Roman heute veröffentlichgt werden, so müsste man ihn irgendwo zwischen Mystery, Suspense und Psychothriller einordnen. Und vor allem in einem Genre, das man „Leser-Irreführung“ nennen könnte. Denn das Führen in die Irre ist der vorrangige  Anspruch dieses Romanes, der erstmals im jahr 1923 erschien. weiter »


Elisabeth Schmidauer: Mord für Anfänger und Fortgeschrittene

Mord für Anfänger und Fortgeschrittene verfasst am 01.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schauplatz dieses, für meine Begriffe, fälschlicherweise als Krimi bezeichneten Romans, ist die Insel Zakynthos. Warum fälschlicherweise – weil sich die Zutaten für einen Krimi erst sehr spät „outen“. Fairerweise muss man der Autorin zugestehen, dass sie selbst das Buch nicht als Krimi bezeichnet, sondern als Roman. weiter »


Andreas Pittler: Wiener Himmelfahrt

Andreas Pittler: Wiener Himmelfahrt verfasst am 19.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nun liegt er also endlich vor, der von vielen Fans erwartete dritte Teil der Wiener Familiensaga, anhand dessen der anerkannte und einfühlsame Chronist Pittler einen Abriss des letzten Jahrhunderts aus dem Blickwinkel von drei unterschiedlichen Familien, deren Schicksale jedoch zusehends verwoben werden, liefert. weiter »


Alex Beer: Unter Wölfen
Nürnberg 1942: Isaak Rubinstein ermittelt

Alex Beer: Unter Wölfen verfasst am 10.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein jüdischer Antiquar in der Rolle eines Sonderermittlers der Gestapo. Auf so ein Szenario muss man erst einmal kommen!

Nürnberg, zu Beginn des Jahres 1942: die jüdische Bevölkerung ist immer größeren Repressalien ausgesetzt und jetzt beginnen die Nazis mit der letzten Phase ihres Planes, alle Juden aus Deutschland zu eliminieren – immer mehr Transporte rollen nach Osten, zu den Vernichtungslagern. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Die Standarte

Die Standarte verfasst am 04.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman über die Vergänglichkeit, über eine untergegangene Epoche, mit der verschwand, was über Jahrhunderte hinweg als festes und ewiges Fundament der Gesellschaft erschien. Als die Donaumonarchie im Jahr 1918 zerbrach und die aus ihren Teilen entstandenen Staaten eigene Wege gingen, stellte sich für viele Menschen ein neues Gefühl der Freiheit ein; etwas, das sich in den folgenden Jahren aber für die meisten als sehr trügerische Hoffnung heraus stellte. weiter »


Franzobel: Rechtswalzer

Franzobel: Rechtswalzer verfasst am 01.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wir befinden uns im Jahr 2024 und alles scheint wie früher. Man lebt sein Leben, die Kinder bekommen am ersten Schultag eine Schultüte, ein Spätsommertag sorgt für beschwingte Gefühle; ganz besonders bei Malte Dinger, Besitzer eines florierenden Getränkehandels, der an diesem Tag sehr zufrieden und entspannt in die Welt blickt. weiter »


Leo Perutz: Zwischen neun und neun

Zwischen neun und neun verfasst am 19.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Stanislaus Demba ist Hypochonder und Aufschneider, er ist Lügner und Poet, er ist aufbrausend und unterwürfig, er ist angsteinflößend und bemitleidenswert. „Zwischen neun und neun“ hetzt er durch Wien, denn er muss – er MUSS! – den nötigen Betrag zusammen bekommen um die Reise mit Sonja nach Venedig bezahlen zu können. weiter »


Bert Rebhandl: Der dritte Mann
Die Neuentdeckung eines Filmklassikers

Bert Rebhandl: Der dritte Mann verfasst am 08.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist einer jener Filme, von dem bei denjenigen, die ihn gesehen haben, ganz unterschiedliche Elemente im Gedächtnis geblieben sind. Aber etwas wird wohl bei fast allen in Erinnerung geblieben sein. weiter »


Edith Kneifl: Tatzeit Weihnachten

Tatzeit Weihnachten verfasst am 01.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für die einen ist Weihnachten die schönste Zeit des Jahres, für die anderen sind es Tage, die möglichst schnell vorüber gehen sollten.

Für (ängstliche) LeserInnen dieses Buches könnte das Weihnachtsfest ab sofort noch etwas ganz anderes werden: ein Fest, an dem man wachsam bleiben soll, denn man könnte durchaus in Gefahr laufen, ein paar schlimme Erfahrungen zu machen; falls man es überhaupt überlebt. weiter »


Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn

Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn verfasst am 18.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Johann Carl von Sothen war in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Wien ein Beispiel für einen Kapitalisten und unbarmherzigen Ausbeuter seiner Arbeiter. Selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, gelang es Sothen, sich durch, wie man annahm, Betrug ein großes Vermögen anzuhäufen, das er auf Kosten der Menschen, die für ihn arbeiteten, skrupellos vermehrte. weiter »


Michaela Lindinger: Hedy Lamarr
Filmgöttin – Antifaschistin – Erfinderin

Michaela Lindinger: Hedy Lamarr verfasst am 13.10.2019 von | 1 Kommentar

Hedy Lamarrs großes Idol war die ehemalige Kaiserin Sisi. Als 18-Jährige spielte sie in Fritz Kreislers Singspiel „Sissy“ die Titelrolle. Sie fühlte sich zur Lebensart der Kaiserin sehr hingezogen. weiter »


Bernhard Aichner: Der Fund

Bernhard Aichner: Der Fund verfasst am 07.10.2019 von | 1 Kommentar

Rita Dalek musste sterben, das war vorhersehbar. Als sie diesen Fund im Lagerraum des Supermarktes gemacht hatte, reagierte sie wie im Traum, sie tat nicht das, was vernüftige Menschen in so einem Fall vernüftigerweise tun würden. Alles, was nun folgte, hatte sie sich selbst zuzuschreiben.

Bernhard Aichner hat mit „Der Fund“ einen verzweigt gesponnenen Thriller geschrieben. Auf der einen Seite der Weg zum Tod der Rita Dalek und auf der anderen Seite der Polizist, der sich geduldig und unbeirrt daran macht, den oder die Täter zu finden. weiter »


Oliver Scheiber: Sozialdemokratie: Letzter Aufruf!

Oliver Scheiber: Sozialdemokratie: Letzter Aufruf! verfasst am 05.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man muss SPÖ oder SPD nicht unbedingt wählen, um den Niedergang dieser beiden Parteien bedenklich zu finden und darin eine Gefahr für unsere Demokratie zu sehen. Man muss SPÖ oder SPD nicht unbedingt wählen, um die historische und mögliche zukünftige Bedeutung dieser Parteien zu würdigen. Denn die sozialdemokratischen Parteien haben seit es diese Demokratie bei uns gibt, immer eine zentrale Rolle gespielt. weiter »


David Krems: Fast ein Wunder

Fast ein Wunder verfasst am 01.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Fast ein Wunder“ ist ein Roman der sich, nahe an der Realität, mit dem Schicksal von Menschen beschäftigt, die als Flüchtlinge zu uns kommen, wie sie bei uns aufgenommen und behandelt, wie sie ausgenutzt werden. weiter »


Paulus Hochgatterer: Fliege fort, fliege fort

Fliege fort, fliege fort verfasst am 23.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Psychiater Raffael Horn und Kommissar Ludwig Kovacs: neun Jahre nach dem letzten Roman mit seinen beiden Hauptdarstellern veröffentlicht Paulus Hochgatterer mit „Fliege fort, fliege fort“ den nunmehr dritten Roman über rätselhafte Ereignisse in Furth, der Stadt am See. weiter »


Wolfgang Salomon: Venedig und die Lagune
Für Fortgeschrittene

Venedig und die Lagune für Fortgeschrittene verfasst am 18.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Besuchen wir Venedig, solange es noch steht …

Wer das persönlich im Moment nicht schafft, hat jetzt als Alternative dieses Buch zur Verfügung. Etwas überspitzt ausgedrückt, fehlt zusätzlich zum Buch nur noch der Geruch der Lagune, um sich wirklich „dort“ zu fühlen (und die Touristenströme, von denen man hört, vermisst man sowieso nicht). weiter »


Eva Linsinger: Alles nur Fake!
Journalismus in den Zeiten von Postdemokratie, Message Control und Rechtspopulismus

Alles nur Fake! verfasst am 09.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

In letzter Zeit habe ich in einigen Büchern das Zitat „Wenn ich mich entscheiden sollte, ob wir eine Regierung ohne Presse oder eine Presse ohne Regierung haben sollten, so würde ich ohne Bedenken das Letztere wählen“ gelesen, das Thomas Jefferson zugeschrieben wird. Diese Bücher wurden von Journalisten bzw. über den Journalismus geschrieben und sie alle verwenden dieses Zitat aus gutem Grund: der freie Journalismus als korrigierende, enthüllende und offen berichtende Kraft unserer Demokratie wird von vielen Seiten bedroht. weiter »


Bastian Obermayer, Frederik Obermaier: Die Ibiza-Affäre
Innenansichten eines Skandals

Die Ibiza-Affäre verfasst am 03.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Phänomen macht sich breit: während die WählerInnen / Sympathisanten anderer Parteien durchaus flexibel darauf reagieren, wie „ihre“ Partei agiert und gegebenfalls auch einmal einer anderen Partei die Stimme geben, verhält sich der harte Kern der Wähler der FPÖ (oder AFD, Lega Nord, Trump – die Liste ist wahlweise erweiterbar) wie eine Sekte, die blindlings ihrem Guru folgt. weiter »


Pedro J. Colombo, Aintzane Landa, Salva Rubio: Der Fotograf von Mauthausen

Der Fotograf von Mauthausen verfasst am 26.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

So vieles kommt in diesem Buch zusammen: die Lebensgeschichte des spanischen Fotografen und Widerstandskämpfers Francisco Boix. Der Bericht über das Grauen im Konzentrationslager Mauthausen. Der Zorn über das nach dem Ende des Krieges zunehmend nachlassende Engagement, die Nazis-Verbrecher gerichtlich zu verfolgen und zu bestrafen. weiter »


Helmut Brandstätter: Kurz & Kickl
Ihr Spiel mit Macht und Angst

Kurz & Kickl verfasst am 16.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Helmut Brandstätter präsentiert in diesem Buch keine neuen, großen Enthüllungen; er fasst lediglich zusammen, was sich in den 17 Monaten der Schwarz-Blauen Regierung getan hat. Was sich Kurz, Strache und Kickl an Demokratiegefährdung zum eigenen Machtaufbau geleistet und vor allem die FPÖ-Regierungsmitglieder begonnen haben, um Österreich in ein Land nach dem Muster von Putin oder Orban zu verwandeln. Und das ist enthüllend genug. weiter »


Beate Maly: Mord auf der Donau

Mord auf der Donau verfasst am 10.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Ähnlichkeiten zu Agatha Christies „Tod auf dem Nil“ sind nicht zu verleugnen. Ganz offensichtlich hat sich Beate Maly diesen Krimi-Klassiker als Vorbild genommen. Nicht nur im Titel – es ist der gesamte Aufbau der Handlung, der sich ganz augenscheinlich am berühmten Vorbild anlehnt. weiter »


Tamara Scheer: Von Friedensfurien und dalmatinischen Küstenrehen
Vergessene Wörter aus der Habsburgermonarchie

Von Friedensfurien und dalmatinischen Küstenrehen verfasst am 26.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Abseits von Jahreszahlen und wichtigen Ereignissen fand das alltägliche Leben früher natürlich genauso statt, wie heute. Die Lebensumstände waren anders, der Gebrauch der Sprache und der Wörter unterschied sich teils ganz erheblich, selbst wenn wir die selbe Sprache sprechen wie unsere Ur-Großmütter und Ur-Großväter. weiter »


Jürgen Benvenuti: Das Lachen der Hyäne
Ein Großstadt-Thriller

Das Lachen der Hyäne verfasst am 06.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Krimis von Jürgen Benvenuti beginnen in gewisser Weise alle sehr ähnlich: ein kaputter Typ, im Grunde seines Herzens aber ein guter Mensch; dann ein paar sinistre Gestalten, ein paar hard-boiled Szenarien, Sex & Drugs. Alles also recht gemütlich bis zu dem Moment, an dem die Post abgeht! weiter »


Leo Perutz: Der Judas des Leonardo

Der Judas des Leonardo verfasst am 03.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gehen wir in der Zeit zurück ins Mailand am Ende des 15. Jahrhunderts: in die Welt von Leonardo da Vinci, der gerade zu dieser Zeit im Auftrag des Herzogs von Mailand am berühmt gewordenen Gemälde „Das Abendmahl“ arbeitet. weiter »


Alex Beer: Der dunkle Bote
Ein Fall für August Emmerich - Band 3

Der dunkle Bote verfasst am 12.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien ist der Schauplatz dieses dritten Krimis mit August Emmerich. Ein Wien, das jene, die die Stadt heute kennen oder hier wohnen, wohl kaum wieder erkennen würden. Denn zu Beginn der 1920er-Jahre gab es zwar meistens die selben Namen für Straßen und Plätze, aber es sah dort ganz anders aus als heute, das Verhalten der Menschen und die Atmosphäre der Stadt schienen nichts als den kommenden Untergang anzukündigen. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Der Graf von Saint-German

Der Graf von Saint-German verfasst am 09.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Tagebuch des Philip Branis, sein Leben zwischen den beiden Weltkriegen – was das mit dem „Graf von Saint-German“  zu tun hat, ist unter anderem auch darin zu lesen.

Mein Resumee gleich zu Beginn: auch bei einem so großartigen Erzähler wie Lernet-Holenia kann einmal etwas daneben gehen – für mein Gefühl fällt dieses Buch darunter. weiter »


Thomas Fatzinek: Der letzte Weg

Der letzte Weg verfasst am 23.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Immer wieder muss man sich verdeutlichen, dass Ereignisse, wie sie in „Der letzte Weg“ beschrieben werden, Tatsachen sind. Dass es so geschah, dass sich hier bei uns und an Orten, die wir heute in wenigen Stunden erreichen können, genau das ereignete, was uns jetzt so unwirklich, so undenkbar erscheint. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen

Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen verfasst am 14.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als sich der sehr junge Leutnant Keller nach einer fehlgeschlagenen Kavallerieattacke, nun ohne Pferd, hinter den russischen Linien wiederfindet, scheint sein Schicksal besiegelt. Was tun, so alleine, abgeschnitten von den Truppen des Kaisers, ausgeliefert den Häschern des Zaren? weiter »


Reinhard Kaiser-Mühlecker: Enteignung

Enteignung verfasst am 08.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jan ist Journalist. Wenigstens zeitweilig; früher schrieb er für bekannte Publikationen, was ihn später zu einer kleinen Provinzzeitung verschlagen hat, bleibt unerwähnt. Die Provinz, das scheint – immerhin stammnt auch Reinhard Kaiser-Mühlecker von hier, die Gegend in Oberösterreich zwischen Wels, und Kirchdorf/Krems zu sein. Die Erwähnung einer mittelgroßen Stadt (Wels?) mit einem Bürgermeister stramm-rechter Gesinnung deutet jedenfalls darauf hin. weiter »




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