Monatsarchiv: Beiträge im September 2011

Douglas Coupland: JPod

verfasst am 30.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Während der Lektüre von „JPod“ drängte sich mir unweigerlich die Frage auf, ob es sich bei diesem Werk nicht teilweise um reine Papierverschwendung handelt. Weil die ersten hunderttausend Zahlen nach dem Komma von Pi benötigen schon einigen Platz, 30 Seiten genau genommen. Und in einer Liste von 58.894 willkürlich generierten Ziffern einmal den Buchstaben O zu verstecken, verschlingt ebenfalls auf einen Sitz gleich mal 30 Seiten. weiter »


Hermann Bauer: Philosophenpunsch

verfasst am 27.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im „Philosophenpunsch“ fühlte ich ich schon nach wenigen Zeilen ausgesprochen wohl. Also, weniger im Punsch natürlich, vielmehr in der Atmosphäre des Kaffeehauses Heller in Floridsdorf, die Hermann Bauer derart leicht und locker und stimmungsvoll beschreibt, dass ich dabei nur staunen – und, wie gesagt, mich darin wohl fühlen konnte. weiter »


Deon Meyer: Rote Spur

verfasst am 25.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wir befinden uns im Sommer des Jahres 2009, also rund ein Jahr vor dem Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Deon Meyer schreibt einen Thriller über einen möglichen Terroranschlag im Land am Kap und entwirft dazu ein Szenario, in dem nichts fehlt: Geheimdienst, Islamisten, Al-Qaida, Robert Mugabe, Diamantenschmuggler, Streetgangs, die südafrikanische Regierung und ein paar einsamer Helden. Und noch einiges mehr. weiter »


Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

verfasst am 21.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Allan Emmanuel Karlsson hat im letzten Jahrhundert wahrlich eine Menge erlebt. Kaum ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung wo er nicht seine Finger oder noch mehr von sich im Spiel hatte. Da er für sein Alter noch erstaunlich agil ist, steigt er aus dem Fenster des Seniorenheims, in dem er residiert und macht sich wie man so schön sagt vom Acker. Wir schreiben Montag, den 2. Mai 2005 und die Vorbereitungen zur Feier seines 100. Geburtstags sind in vollem Gange. Aber Herr Karlsson will lieber noch mal ein Abenteuer erleben und er sollte nicht enttäuscht werden. weiter »


Roberto Bolaño: Das Dritte Reich

verfasst am 20.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

In einer Anmerkung am Ende des Buches schreibt Christian Hansen, der Übersetzer, dass man hier ein Buch in der Hand habe, von dem niemand weiß, ob Bolaño selbst es veröffentlicht wissen wollte. Denn obwohl bereits im Jahr 1989 in einem praktisch druckreifen Manuskript fertig gestellt, hat es Bolaño zu seinen Lebzeiten nicht an seinen Verlag weiter gegeben. Ein Werk aus dem Nachlass, ein Frühwerk erwartet uns, doch ob es in dieser Form, in diesem Inhalt und Umfang den Vorstellungen des Autors entspricht, ob es aus seiner Sicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt war, das bleibt wohl unbekannt. weiter »


Eva Rossmann: Unterm Messer

verfasst am 19.09.2011 von | 1 Kommentar

Mira Valensky ist auf der Suche nach einer neuen Story für das „Magazin“. Sie landet in der Schönheitsklinik „Beauty Oasis“, die Herr Professor Grünwald höchst erfolgreich führt. Hier werden liebevoll Tränensäcke korrigiert, Wunsch-Nasen modelliert und Fettabsaugungen vorgenommen. Frauen und Männer sind zahlungskräftige Kundinnen und Kunden. weiter »


Manfred Baumann: Wasserspiele

verfasst am 17.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Er darf dort Arbeiten, wo andere hin auf Urlaub fahren. Zwischen Orten mit so weltberühmten Namen wie Hellbrunn, Hohensalzburg und Mirabell geht Kommissar Martin Merana seinem Job nach – Mörder fangen und das schöne Salzburg vor dem Verbrechen zu schützen, damit sich Einheimische wie Touristen wohl und sicher fühlen können. Das gelingt leider nicht immer, aktuell heisst es, den Tod des Salzburger Gartenamtsdirektors zu untersuchen. Der hat sein eigenes Geburtstagsfest nicht überlebt, wurde mitten in Hellbrunn erschlagen.  weiter »


Cormac McCarthy: Draußen im Dunkel

verfasst am 16.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Cormac McCarthy zählt neben Philip Roth, Thomas Pynchon und Don DeLillo zu den wohl bedeutendsten Romanschriftstellern unserer Zeit und wird alljährlich, wenn der Zirkus um die Vergabe des Literatur-Nobelpreises beginnt, wie das Amen im Gebet in die Manege getrieben. Weil es bald wieder so weit ist, kein schlechter Anlass ein Werk des Meisters genauer unter die Lupe zu nehmen, der sich vorwiegend mit Menschen beschäftigt, die sich an den Rändern der menschlichen Gesellschaft bewegen. weiter »


H.G. Wells: Die Zeitmaschine

verfasst am 15.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Würden wir es überhaupt wissen, wenn es schon Zeitreisen gäbe? Und würden wir glauben, wenn uns jemand erzählt, sie oder er käme gerade von einer Zeitreise zurück? Nein, wir würden den Kopf schütteln, unauffällig mit dem Finger an die Stirne tippen und weiter gehen. Obwohl: so wie es H.G. Wells seinen Zeitreisenden im 1. Kapitel erklären lässt, ist es logisch und wahrscheinlich, dass wir uns auch durch die „Dimension Zeit“ bewegen können, wenn wir es nur richtig angehen. weiter »


Thomas Hürlimann: Der große Kater

verfasst am 14.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Der Bundespräsident saß hinter dem Pult im Ledersessel. Er war am Ende. Er hatte keine Kraft mehr. Er liebte sein Land, seine Frau, und die Dämmerung liebte er auch. Es war der 19. Juli 1979, kurz nach 17 Uhr.“ Thomas Hürlimann erzählt im vorliegenden Werk eindringlich und wortgewaltig die Geschichte seines Vaters Hans, dem ehemaligen Schweizer Staatsoberhaupt, von seinen Landsleuten liebevoll der große Kater genannt. weiter »


Edith Kneifl: Zwischen zwei Nächten

verfasst am 13.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Edith Kneifls Krimi ist erstmalig 1991 erschienen und wurde 1992 mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman ausgezeichnet.

Der Roman handelt über die langjährige Frauenfreundschaft von Anna und Ann-Marie. Anna lebt in Wien, kommt aus gutbürgerlichem Hause und hat sich mit einem Architekturbüro selbständig gemacht. Ann-Marie hat ihr Kunststudium abgebrochen und ist nach New York ausgewandert, um dort ihrem Leben Sinn und Inhalt einzuhauchen. weiter »


Peter Temple: Wahrheit

verfasst am 12.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Down-Under im Sommer. Die Hitze hält alles umfangen. Auf dem Land verbrennt sie alles, Wälder, Häuser, Landschaften versinken in Asche. In der Stadt liegt sie wie eine lähmende Masse über allem. So ähnlich könnte man sich Australien vorstellen, wenn man dazu die Nachrichten der letzte Jahre verfolgt. weiter »


Arno Geiger: Alles über Sally

verfasst am 11.09.2011 von | 1 Kommentar

Alfred und Sally, seit 30 Jahren verheiratet, verbringen gerade ihren Urlaub in England, als sie einen Anruf bekommen, dass in ihrem Haus eingebrochen worden ist. Sofort machen sie sich auf den Weg zurück nach Wien, wo sie ihr kleines Häuschen am Stadtrand in absoluter Vernichtung vorfinden. Aufgrund der unterschiedlichen Verarbeitung dieses Traumas beginnen Alfred und Sally je für sich ein Resumee ihrer gemeinsamen Ehe zu ziehen. weiter »


Stefan Slupetzky: Halsknacker

verfasst am 10.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

7 skurille Kurzgeschichten, in denen der Autor knackig und kurz gefasst von Ermittlungen kuriosester Morde berichtet. weiter »


Georges Simenon: Maigret und Pietr der Lette
Maigrets 1. Fall

verfasst am 09.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein wenig Ehrfurcht schien mir angebracht, als ich den ersten Maigret, den ersten Simenon, meines Lebens zu lesen begann. Neben Agatha Christie und Conan Doyle der große Klassiker unter dem Krimiautorinnen.  Für dieses Ereignis nahm  ich mir natürlich auch den allerersten Maigret zur Hand, den, der im Jahr 1929 mit dem Titel „Pietr le Letton“ erschien.  Nur ganz verschwommen kann ich mich, glaube ich wenigstens, an ein paar Maigret-Filme im Fernsehen erinnern, schwarz-weiß natürlich, aber wirklich sicher bin ich nicht, jemals einen gesehen zu haben. Beim Lesen aber, da bin ich sicher: dies ist – spät aber doch – definitiv meine Maigret/Simenon-Premiere. weiter »


Haruki Murakami: Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah

verfasst am 08.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch mit besinnlichen, kurzen Erzählungen und es beginnt mit der Geschichte vom 100%igen Mädchen (oder dem 100%igen Mann). Eine kurzer Augenblick im Leben, den viele nützen, mindestens ebenso viele aber verstreichen lassen und nie wieder in ihrem Leben an einen vergleichbaren Punkt kommen. weiter »


Friedrich Torberg: Die Erben der Tante Jolesch

verfasst am 07.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sollte einem Schriftsteller die Gnade zuteil werden sein einen Bestseller zu verfassen, spürt er möglicherweise den inneren Drang oder den äußeren Zwang, eine Fortsetzung zu schreiben. Dieses Vorhaben kann von Erfolg gekrönt sein oder fürchterlich in die Hose gehen. Davon abgesehen scheint es eine wichtige Funktion zu sein, den Rubel am Rollen zu halten, wenn er sich endlich in Bewegung gesetzt hat. Selbst der große Friedrich Torberg konnte nicht widerstehen und musste die Kuh nochmals durchs Dorf treiben, so lange sie eben noch Milch gibt, um es ein wenig salopp zu formulieren. weiter »


Edith Kneifl (Hrsg.): Tatort Kaffeehaus

verfasst am 06.09.2011 von | 1 Kommentar

Die Menge der wirklich guten österreichischen KrimiautorInnen ist mittlerweile ja schon unüberschaubar geworden. Es sind so viele, dass sich immer wieder einige von ihnen für eine Anthologie zusammen finden, aber nie alle in einem Buch Platz finden. Diesmal sind es 13 (!) Geschichten rund rund um und über das Wiener Kaffeehaus, in dem gar merkwürdige Dinge geschehen. weiter »


Pete Dexter: Deadwood

verfasst am 05.09.2011 von | 1 Kommentar

Einige Kritiker, unter anderen auch jener der Washington Post meinten, DEADWOOD sei “wahrscheinlich der beste Western, der je geschrieben wurde.“ Bezüglich dieser Aussage wage ich es nicht, mir ein Urteil anzumaßen, da meine Kenntnisse der Westernliteratur nicht über Karl May und G.F.Unger (ich meine die Heftchenromane) hinausreichen. Was ich aber mit Fug und Recht behaupten kann ist, dass DEADWOOD der beste Western ist, den ich bisher gelesen habe. weiter »


Mechtild Borrmann: Wer das Schweigen bricht

verfasst am 04.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es mag tausende, zehntausende Male in den letzten Jahren und Jahrzehnten geschehen sein. Bei der Durchsicht des Nachlasses der Verstorbenen tauchen plötzlich Bilder, Dokumente auf, die an eine dunkle, an eine frühere Zeit erinnern. Jene Bilder, die in sepiabraunen verblassenden Farben Motive zeigten, über die all die Jahre niemand mehr sprach, Dokumente, die niemand jemals wieder sehen wollte. weiter »


Tony Black: Geopfert

verfasst am 03.09.2011 von | 1 Kommentar

Im wahren Leben braucht man ja normalerweise nur ein paar Sekunden, um einen Menschen einzuordnen – sympatisch oder unsympatisch. Umgelegt auf diese Buch bedeutetet das: drei Seiten und dann war mir Gus Dury, der „Held“ dieses Romans zur unsympatischten Romanfigur seit langem geworden. weiter »


Jasper Fforde: Grau

verfasst am 02.09.2011 von | 3 Kommentare

Nächster Lese-Halt: das Jasper-Fforde-Universum. Das ist jener Ort, an dem alles Surreale und Schräge derart normal und selbstverständlich wirkt, als ob es das Reale wäre.  Es erwartet uns ein langer Aufenthalt und es besteht die Gefahr, hier gefangen zu bleiben. Das macht aber nichts, es kann durchaus sein, dass man sich in diesem Universum sowieso weit besser aufgehoben fühlt als hier auf der Erde (vorausgesetzt man gehört zu den Leuten mit der richtigen Farbsicht). weiter »


Magne Hovden: Scheiß-Rentiere

verfasst am 01.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Roy und Lef angeln gerne an einem See in der Nähe von Kirkenes, im Norden Norwegens. Dort überlegen die beiden Postler auch spontan, wie sie möglichst schnell zu möglichst viel Geld kommen könnten. Und das – jawohl – auf ganz legale Art und Weise. Die beiden Männer sind sicher ihrer genialen Ideen immer sehr sicher. Allerdings sind einige ihrer höchst intelligenten Einfälle schon gescheitert. Beispielsweise die Produktion von „Artic Power Powder“, eine männlich-potenzfördernde Mischung aus gemahlenem Rentiergeweih und Staubzucker. Doch am See haben sie einen Gedankenblitz. Sie wollen ein Samenresort gründen. weiter »




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