Stefan Slupetzky: Halsknacker

7 skurille Kurzgeschichten, in denen der Autor knackig und kurz gefasst von Ermittlungen kuriosester Morde berichtet.

So geht es im „Dopplermord“ um den toten Winzer und Grundbesitzer Alois Moser, der in der Kaiserstadt Wien tot auf dem Gehsteig gefunden wird, und Strotzka, ein honetter Beamter, bei Kaiserwetter den Mord (?) aufklärt.

„Halsknacker“ wiederum ist eine witzige Geschichte, in der zwei ehemalige Heumarktringer bisher unverdaute Niederlagen zu einem finalen Showdown bringen. Polivka, der ermittelnde Krimineser, wundert sich im Grunde überhaupt nicht mehr, aufgrund welcher Motive Menschen ihr Leben lassen müssen.

In den weiteren kurzen Krimis geht es um Fußball mit regem Geplänkel über die gegnerische Mannschaft der Österreicher „… die Krawotn reißen nix gegen uns, Armutschgerln sind das, tuttelige Balkanpflanzerln, Krepierln, schwachmatische….“

… um einen gescheiterten Auftragsmord  an dem weißgelockten Engel Puppi von Haindlfing, bei dem der Auftraggeber eigentlich einen besonderen hässlichen Tod des Opfers wünscht, quasi eine Inszenierung…

… um Olga, einer dem Original nachgebauten zusammenlegbaren Dame für körperliche Befriedigung, die auf einer Bohrinsel ein zweites Mal ihr Leben lassen muss…

Der Autor hat einen sensationellen Schreibstil, der die Bauchmuskeln insofern sehr beansprucht, weil eben Lachen genau diese Muskeln deutlich beansprucht :o)



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