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Buchbesprechungen, News

( Beiträge in dieser Rubrik)

Ken Follett: Das zweite Gedächtnis

verfasst am 17.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bevor und nachdem Ken Follett mit den „Säulen der Erde“ zu einem der meistgelesenen Schriftsteller wurde, veröffentlichte er eine ganze Reihe von Agententhrillern, die meistens die Zeit des Kalten Krieges zum Leitthema hatten. Bei Bastei-Lübbe-Verlag wurde in diesem Jahr „Das zweite Gedächtnis“ aus dem Jahr 2000 neu aufgelegt. Eine gute Gelegenheit, sich die Follett-lose Zeit bis zum Herbst zu verkürzen*). weiter »


Christian Klinger: Winzertod

verfasst am 16.05.2012 von | 1 Kommentar

Damit man gleich weiß, wohin man von diesem Krimi entführt wird: zu Beginn steht eine kurze Gebrauchsanweisung für Wien, eine, aus der man leicht heraus lesen kann, dass der Autor nicht nur dort lebt, sondern das auch sehr gerne tut. So eingestimmt, ist es an der Zeit ein neues Mitglied der ( soeben von mir erfundenen) Vereinigung der österreichischen Kriminalliteratur-Helden kennen zu lernen:  Marco Martin (spricht man das eigentlich mit Betonung auf der 1. oder der 2. Silbe aus?), Privatdetektiv mit gehobener Klientel und Wohnsitz mitten im noblen Heurigengürtel der Stadt. weiter »


Helga Schimmer: Mord in Wien: Wahre Kriminalfälle

verfasst am 10.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Auch wenn das Buch „Mord in Wien“ heisst, so bedient die Autorin Helga Schimmer doch nicht (und das ist erfreulich) irgendwelche Klischees über ein ach so morbides Wien. Mord in Wien ist vielmehr eine rein geografische Betrachtung, gäbe es da nicht viele bekannte Straßennamen, wäre auch „Mord in der Großstadt“ ein passender Titel. weiter »


Christian Kracht: Imperium

verfasst am 07.05.2012 von | 1 Kommentar

Zur Wende vom 19. zum 20. Jarhundert sonnen sich die Menschen Europas in ihrer vermeintlichen Rolle als Gipfel der Schöpfung, sind die Einheimischen in Asien, Afrika und anderswo wenig mehr Tagelöhner, die zum Wohle ihrer Herren zu arbeiten arbeiten. Noch scheint der Kolonialismus eine Einrichtung für die Ewigkeit zu sein. In jene Zeit führt und der Roman über die Reise des August Engelhardt. weiter »


Martin Walker: Delikatessen
Der vierte Fall für Bruno, Chef de police

verfasst am 04.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als Ortspolizist versteht Bruno sich weniger als strenger Hüter von Recht und Ordnung, sondern mehr als Vermittler zwischen Einheimischen und Touristen, Durchreisenden und sonstigen Gästen im Tal rund um Saint Denise. Getreu dem Motto, dass es allen Menschen gut gehen soll, denn dann herrscht Frieden und Beschaulichkeit – typisches Landleben in Frankreich eben. Aber leider lässt sich dieses Vorhaben nicht immer durchhalten. weiter »


Jasper Fforde: Es ist was faul

verfasst am 28.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Völlig ausser Rand und Band. Jasper Fforde ignoriert jegliche Grenze der Fantasie und reiht einen genialen Einfall an den anderen. Das mag vielleicht ein wenig über-euphorisch klingen, aber was soll ich machen: es ist einfach genial! weiter »


Wolfgang Burger: Der Mord des Hippokrates

verfasst am 23.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie im Kino. Sagen wir: wie im Kino bei einem Hitchcock-Klassiker.  Die Hauptrolle ist zwar nicht mit Gregory Peck oder James Steward besetzt, aber auch der weniger bekannte Dr. Quentin ist ein würdiger Hauptdarsteller. weiter »


Wolfgang Burger: Die falsche Frau

verfasst am 20.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als Universitätsstadt beherbergt Heidelberg schon zu normalen Zeiten ein buntes Gemisch aus Menschen aus der ganzen Welt. Wenn sich dann noch ein internationaler Wirtschaftgipfel mit Beteiligung eines US-Ministers und vielleicht sogar der deutschen Kanzlerin ankündigt, dann besteht durchaus die reale Gefahr, dass aus dem fröhlichen Gemisch eine leicht chaotische Mischkulanz wird. weiter »


Emily Walton: Mein Leben ist ein Senfglas

verfasst am 12.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Emily Walton erzählt in ihrem episodenhaften Debutroman eine zartbittere Geschichte über Integration ihrer Figur ‚Poppy Simmons‘, die in Cambridge geboren, wobei der Vater Engländer und die Mutter Deutsche war, und die im Volksschulalter nach Österreich, ins Salzkammergut, verpflanzt wurde.  weiter »


Yoko Ogawa: Das Geheimnis der Eulerschen Formel

verfasst am 11.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der alte Professor lebt in einer Welt, die zum einen Teil aus Vergessen und zum anderen Teil aus Mathematik besteht. Allen, die vielleicht nicht nur positive Erinnerungen an das Fach Mathematik in der Schule haben, sei gesagt: im richtigen Umfeld werden auch Formel und Zahlen zu Poesie und mit Hilfe dieses Buches wird man es herausfinden. weiter »


Paul Collins: Der Mord des Jahrhunderts

verfasst am 05.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gehen wir auf eine Zeitreise zurück in das Jahr 1897 und tauchen wir ein in die Welt des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Doch bevor es um dieses Buch geht, ein (ganz) kurze Einstimmung auf das Jahr 1897 – was geschah auf der Welt zu jener Zeit? weiter »


Monika Helfer: Die Bar im Freien

verfasst am 04.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Die Bar im Freien“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten über ganz unterschiedliche Menschen, ihre Gedanken, Erlebnisse, Wünsche und Eigenheiten oder über ihren grausamen Alltag. weiter »


Andreas Pittler: Zores

verfasst am 03.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

In Wien stehen im März 1938 die Fahnen auf Sturm. Nicht nur, dass die verbotenen Nationalsozialisten die Machtübernahme vorbereiten. Nein. Nicht nur Österreich geht quasi die Luft aus. Auch David Bronstein fühlt sich morgens durch eine Herzattacke ziemlich beengt. Das Herz rast, der Brustkorb eng und der Atem wie abgeschnürt.
Jessasmarandana! weiter »


Petra Ivanov: Tiefe Narben
Ein Fall für Flint und Cavalli

verfasst am 02.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Kriminalpolizist Bruno Cavalli und die Staatsanwältin Regina Flint haben einen grausamen Mord aufzuklären.  Eine Frau, deren Rippen mit einer Gartenschere durchtrennt wurden, die jahrelang in einer Erdgrube gelegen hat, macht dem Duo in ihrer Ermittlungsarbeit schwer zu schaffen. weiter »


Thomas Raab: Der Metzger bricht das Eis

verfasst am 01.04.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Willibald Adrian Metzger vertreibt sich neuerdings seine Zeit als Babysitter. So fährt er die Tochter seines besten, leider verstorbenen Freundes, im Kinderwagen durch den Park. Zu Beginn hört er noch anderen Müttern zu, die über ihre Kleinsten spannende Ereignisse zu berichten wissen. Der erste Zahn, die schwerste Windel unter allen anderen Windeln… weiter »


Haruki Murakami: Die Bäckereiüberfälle

verfasst am 29.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit Haruki Murakami erlebt man, wie weit sich Gedanken an den Hunger ausbreiten lassen. Ein Gefühl, das wahrscheinlich jeder Mensch schon einmal erlebt hat: so richtig Hunger zu haben – sei es aus Not oder sei es, weil man schlicht vergessen hatte, dieses Bedürfnis zu stillen. weiter »


Mechtild Borrmann: Morgen ist der Tag nach gestern

verfasst am 28.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Haus brennt bis auf die Grundmauern ab und Gustav Horstmann, der Besitzer ist mit verbrannt. Dass aber weder Feuer noch Rauch die Ursache für seinen Tod waren, das stellt die Polizei schon beim Auffinden der Leiche fest. weiter »


Francis Spufford: Rote Zukunft

verfasst am 23.03.2012 von | 1 Kommentar

Francis Spufford legt sich in der Einleitung zum Buch selbst nicht fest, als was man diesem Roman betrachten bzw. wie man ihn einordnen solle. Und weil sich beim Lesen dann heraus stellt, dass man sich wirklich schwer tut, die „Rote Zukunft“ in irgendeine Schublade einordnen zu wollen, ich erspare mir einfach diese Einordnung und schreibe einen Lesebericht über ein Exemplar aus der Liga der „Ganz Aussergewöhnlichen Bücher“. weiter »


Jörg Juretzka: Sense

verfasst am 22.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

 

Kristof Krysinski soll im Auftrag von Frau Sentz ihren abgängigen Gatten, den Casinobesitzer Sacha, finden. weiter »


Don Winslow: Die Sprache des Feuers

verfasst am 17.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Keine Zeit für Formalitäten“, meint Don Winslow, „hinein in das Thema und dann Tempo, Tempo meine Herrschaften…“. Ja, so ist er der Herr Winslow und so war er auch schon im Jahr 1999. Damals veröffentlichte er den Thriller „California Fire & Life“. Der erscheint nun, 13 Jahre später, auch bei uns und der Suhrkamp-Verlag möchte damit seinen Erfolgsrun mit Don Winslow-Büchern prolongieren. weiter »


Rob Reef: Stableford

verfasst am 15.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Krimi für Golfer. Ist man keine/r, macht es aber auch nichts, denn die kleinen Wissenslücken, die man als Golf-Laie beim Lesen hin und wieder hat, die stören nicht – dem Krimi kann man auch sehr gut folgen, ohne Insider zu sein. Und ausserdem findet man am Ende des Buches ein kleines Glossar zum Thema. weiter »


José Saramago: Eine Zeit ohne Tod

verfasst am 13.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

So lautet der erste Satz im Buch: „Am darauffolgenden Tag starb niemand“. Auch wenn es nur in diesen einen Land geschah, auch wenn kein Unfall, kein Verbrechen, keine Krankheit, einfach gar nichts ein Menschenleben forderte, so bedeutete diese auf den ersten Blick so verheissungsvolle Nachricht, doch nicht nur Gutes. weiter »


Manfred Wieninger: 223 oder Das Faustpfand

verfasst am 11.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon nach wenigen Zeilen ist klar: das wird keine leichte Lesekost, das ist nicht einfach irgendeine historische Kriminalgeschichte. Hier geht es um mehr: es geht um Bewusstsein für begangenes Unrecht, es geht um die Erinnerung an Ereignisse, die niemals aus dem Gedächtnis verschwinden dürfen. weiter »


Ethan Bayce: Mount Maroon

verfasst am 09.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Da soll man nicht verwirrt sein: ein Junge ist in einem brennenden Auto gefangen. Zwei Freunde werden auf einer Wanderung von einem unhemlichen Gewitter überrascht. Ein Experiment geht schief und zwei Männer sterben. Ein Mann taucht auf, der nicht zu existieren scheint. weiter »


Arne Dahl: Gier

verfasst am 07.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Früher, so in etwa bis Ende der 1980er-Jahre, da war es relativ überschaubar. Der Kalte Krieg definierte Gut und Böse, je nachdem auf welcher Seite des Eisernen Vorhanges man lebte und damit hatte man jederzeti einen guten Stoff für einen Thriller. Heutzutage benötigt man ein paar mehr Zutaten. Man nimmt z.B. die Mafia oder eine andere weltweit operierende Verbrecherorganisation, ein wenig Umweltkriminalität dazu, eine Prise Finanzhai, einen Schuss Drogenhandel und hat den Stoff für den Thriller von heute zusammen. weiter »


Roberto Ampuero: Tod in der Atacama

verfasst am 02.03.2012 von | 1 Kommentar

Ein geschichtsträchtiges und hartes Land: die Atacama-Wüste ist seit Jahrtausenden Siedlungsgebiet und sie ist gleichzeitig eine der wasserärmsten Gegenden auf unserer Erde. Und ein Verbrechen: Willi Balsen, ein deutscher Entwicklungshelfer wird ermordet. Das, was von der örtlichen Polizei schnell als einfacher Raubmord eingestuft und langsam zu einer verstaubten Akte wird, das soll in Wahrheit nur der sichtbare Teil einer weit über die Grenzen Chiles reichenden Verschwörung zu sein. weiter »


Leonardo Padura: Der Schwanz der Schlange

verfasst am 27.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie kann man sich das Havanna am Ende der 1980er-Jahr vorstellen? Die Sowjetunion existiert noch, Mao ebenfalls, Kuba ist also wenigstens nicht alleine in seinem sozialistischen Weltbild. Alleine aber sind wohl die Menschen in der Stadt. Der alte Glanz ist in vielen Jahrzehnten vergangen und obwohl schon so vieles zerfallen ist, bröckelt es an allen Ecken weiter. weiter »


T.C. Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist

verfasst am 26.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit viel Trara und Tamtam in dem Medien brach dieser Roman über uns herein. T.C.Boyle hier, T.C. Boyle da. Keine Frage, das Thema Umwelt ist brisant und wichtig und hochaktuell  (in den USA wahrscheinlich noch brisanter und wichtiger als bei uns) und eine Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen Strömungen innerhalb dieser Bewegung ist ein neuer Aspekt für einen Roman.  Viele Vorschusslorbeeren, da kommt man ums Lesen praktisch nicht herum. weiter »


Peter Henisch: Vom Wunsch, Indianer zu werden

verfasst am 25.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Franz steht an der Reling des Ozeanschiffes und krümmt sich vor Übelkeit. Karl und seine weibliche Begleitung machen sich Sorgen um den jungen Mann. Er beugt sich zu weit vor, er wird doch nicht in den Atlantik fallen? Das Paar geleitet ihn ins Untere des Schiffes. weiter »


Robert Louis Stevenson: Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde

verfasst am 24.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine von jenen Erzählungen, die die meisten zuerst als (schwarz/weiß) Film kennen gelernt haben. Und die meisten, so wie ich, haben es wahrscheinlich dabei belassen und das Buch, das Original von Robert Loius Stevenson, niemals gelesen. weiter »




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