Stichwort: Satire


Lena Greiner, Carola Padtberg: Verschieben Sie die Deutscharbeit – mein Sohn hat Geburtstag!

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag! verfasst am 01.12.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Allseits bekannt sind die morgendlichen Staus vor Kindergärten und Schulen. Wenn Eltern ihr kleinen (und auch schon größeren) Lieblinge möglichst bis zur Türschnalle bringen möchten. Man möchte dem Nachwuchs die wilde Welt da draußen wohl ersparen und bringt ihn wohlbehütet von Tür zu Tür. weiter »


Sinclair Lewis: Main Street

Main Street verfasst am 08.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine amerikanische Kleinstadt, weit von der nächsten Großstadt entfernt. Die Mainstreet, die Läden, die Männer, die sich selbst als die Bewahrer der Ordnung und des Pioniergeistes betrachten; und die Frauen, die als getreue Vasallinnen ihrer Ehemänner die Tage mit aus ihrer Kleinstadtsicht so ungemein wichtigen Tätigkeiten verbringen.

Ein Blick zurück in die USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ein nostalgischer Blick könnte man meinen. weiter »


Marc-Uwe Kling: QualityLand

QualityLand verfasst am 09.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nimmt man die Gegenwart, erinnert sich an den Lauf der Dinge in den letzten Jahren und stellt sich dann eine annähernd gleich laufende Weiterentwicklung in den kommenden Jahren vor, dann landet man unweigerlich in QualityLand. … brrrr, was für eine Vorstellung! weiter »


Sinclair Lewis: Das ist bei uns nicht möglich

Das ist bei uns nicht möglich verfasst am 27.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Einwanderer sind die Quelle allen Übels. Ein narzistischer Sprücheklopfer im Weißen Haus. Steuern hinunter und Militärausgaben hinauf. Die Überlegenheit der Weißen. So weit, so 2017 – mit diesen und weiteren uns wohl bekannten Szenarien der Rückwärtsgewandheit  ist Sinclair Lewis’ Roman ist stellenweise unheimlich in seiner Aktualität und Präsenz. weiter »


Sinclair Lewis: Babbitt

verfasst am 11.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Diesen Roman heute, beinahe 100 Jahre nach der Erstveröffentlichung, zu lesen hat zwei ungemeine Vorteile: 1. kann man mit Erstaunen und Interesse einen Einblick in das tägliche Leben der 1920er-Jahre nehmen und 2. dabei feststellen, dass sich vieles überhaupt nicht geändert hat. Denn abgesehen von all den technischen Spielereien und Hilfsmitteln, von denen wir heute natürlich viel mehr haben, haben sich die Menschen selbst, ihre Ansichten, ihre Vorlieben und Abneigungen kaum geändert.

“Babbitt” ist somit nicht nur ein Roman über einen Mann in mittleren Jahren sondern auch eine Reportage aus der Vergangenheit. weiter »


Doron Rabinovici: Die Außerirdischen

Die Außerirdischen verfasst am 01.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Außerirdischen sind da! Die Nachricht macht die Runde, rast um den Erdball. Noch hat niemand genaue Information, aber die Gerüchte brodeln, Meldungen verbreiten sich über die “sozialen” Medien, die Angst macht sich breit, was denn nun geschehen wird. Und als dann der Strom ausfällt, ist es klar: die Erde wird okkupiert, das Ende der Menschheit naht. weiter »


Francis Spufford: Neu-York

Neu-York verfasst am 11.09.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als New York noch das kleine Dorf am Ende der Halbinsel Mannahatta war; als die Zeit der holländischen Siedler, die einst Neu Amsterdam gründeten, noch allgegenwärtig war; als der englische König noch der Herr über die Kolonien war: zu dieser Zeit, man schrieb das Jahr 1746, betrat ein gewisser Mister Smith den amerikanischen Kontinent im Hafen von New York. weiter »


Jean Echenoz: Unsere Frau in Pjöngjang

Unsere Frau in Pjöngjang verfasst am 26.08.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch zum Hören (nein kein Hörbuch, ich halte da schon ein gedrucktes in Händen). Es liest sich von Beginn an so, als ob dort der Autor oder ein Schauspieler säße und beschwingt, immer wieder den Kopf für ein kleines amüsiertes Blinzeln hebend, immer mit einem verschmitzten Lächeln um die Lippen, diese Geschichte vorliest. Und sichtlich Spaß dabei hat. weiter »


Horst Evers: Alles außer irdisch

verfasst am 17.02.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Endlich: DAS Buch für alle Verschwörungstheoretiker ist da! Denn haben wir es nicht immer schon gewusst, dass hinter allem ein Plan dunkler Mächte steht? Seit Roswell waren es die Außerirdischen, dann kamen die USA und später die Banken und was-weiß-ich-noch wer hinzu. Man wusste schon gar nicht mehr, woran man glauben sollte. Aber jetzt ist alles klar: es sind die Außerirdischen. weiter »


Lars Berge: Der Büro-Ninja

verfasst am 03.11.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jens Jansen hat damit abgeschlossen: mit dem Streben nach Erfolg, der Liebe und Leidenschaft zu seiner Freundin, überhaupt mit dem Interesse an allem, was die Welt des 21. Jahrhunderts ausmacht. Also beschließt er zu verschwinden. Was sich als leicht einfach gedacht, aber kompliziert durchführbar erweist.

Eine ganze Menge der Klischees, die als Beinahe- oder Ganz-Realität  heutzutage durch die Arbeitswelt geistern, landen als Jens Jansens Lebensumstände in diesem Roman. weiter »


Oliver Jungwirth: Gehorsam

verfasst am 18.07.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Walter betreibt mit einer Freundin die Detektei „LAW“. Ob sein Einbruch in der Plattenfirma Motion Records etwas mit einem Auftrag zu tun hat, kann er niemandem mitteilen. Bei seinem unerlaubten Eindringen in die heiligen Hallen des reichen Musikproduzenten Strack wird Walter angeschossen und ins Koma befördert. Doch hat er tatsächlich einen Mord begangen? weiter »


Bruno Jonas: Vollhorst

verfasst am 02.06.2015 von | 1 Kommentar

Warum ausgerechnet Horst, was haben die Horste dieser Welt verbrochen, dass Bruno Jonas so mit ihnen umgeht. Aber, man muss dem Jonas zugestehen, dass er ziemlich bissig, teilweise bösartig, die Vollhorste , die ihn anscheinend sehr reizen, gut hingekriegt hat. weiter »


Helga Kolsky: Das Asmodeus-Prinzip

verfasst am 15.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

337 Seiten, 106 Kapitel und ein Haufen verrückter, ketzerischer, verbrecherischer Protagonisten. Das ist ein Spaß, der fallweise lautes Lachen hervorief (zumindest bei mir).

Wer ist Asmodeus, die mythische Plage – bei Helga Kolsky einer, der sich überall einmischt, einer der meint alles besser zu wissen. Womit er fallweise recht hat, und Anika, die Bibliothekarin in dem satirischen Polit Krimi, das eine oder andere mal besser hätte auf ihn hören sollen. weiter »


Loriot: Der ganz offene Brief

verfasst am 26.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist einfach nur großartig: ich konnte es ganz genau vor mir sehen und ebenso genau hören, wie Viktor von Bülow (Loriot) in der Ecke seines Sofas sitzt, ein Arm auf die hohe Lehne gestützt und wie er – mit einem leisen, ironischen Lächeln – seine Briefe vorliest; und uns auch gleich – falls vorhanden –  ein paar der Reaktionen seiner damaligen Leserinnen dazu erzählt. Zwischendurch blickt er immer wieder über den Rand seiner Lesebrille zu uns herüber und man sieht den Schalk in seinen Augen. weiter »


Edward St Aubyn: Der beste Roman des Jahres

verfasst am 03.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn schon auf der zweiten Seite von “mit den Genen der Giraffe gekreuzten Karotten” die Rede ist, die eine “erhebliche Erleichtung für die viel beschäftigte Hausfrau sind, die nur noch eine einzige anstatt eines ganzen Bündels Karotten schälen muss”, dann kann es nur gut werden!

Der Inhalt ist sehr schnell beschrieben: Industrieunternehmen, um den eigenen guten Ruf und um das Vertuschen diverser (Umwelt)Vergehen bemüht, stiftet Literaturpreis. Eitle und selbstverliebte Literaturschaffende bewerben sich, jede/r davon zutiefest davon überzeugt, den Elysia-Preis zu verdienen. weiter »


Klaus Oppitz und die Tafelrunde: Auswandertag

verfasst am 28.08.2014 von | 2 Kommentare

Dass Österreicherinnen und Österreicher einmal in die Türkei auswandern wollen, ist keine Utopie mehr! Die Familie Putschek flüchtet in dieses Land, das Arbeit und Wohlstand verspricht. Schlepper bringen sie in die Türkei, mittlerweile eines der reichsten Länder in der Europäischen Union. Doch werden sie dort freudig erwartet? weiter »


Anglberger & Duschlbauer: Der Matrose und der Legionär

verfasst am 16.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sudern auf hohem Niveau? Oder doch niveauvolles Sudern?

Ein reger Briefwechsel zwischen Herrn Thomas und Herrn Karl, die sich vom Leben betrogen fühlen. Und wer, wenn nicht alle Anderen und ihre Marotten, die Chinesen und Lipizzaner sind Schuld an ihrer verkrachten Existenz! Vorsicht Satire!

Zwei Meister der Empörungskunst raunzen auf Gott (?) und die Welt. Gescheitert in ihren Existenzen versuchen sie der Ursache auf den Grund zu gehen. Und ja. Es gibt viele Gründe, warum Herr Karl von der Fremdenlegion flüchtete und Herr Thomas ein verkannter Künstler ist. weiter »


Romain Puértolas: Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte

verfasst am 24.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Einen Roman, der gewissermaßen auf der (historisch nicht 100%ig verbürgten) Figur des “Erindyah (*)”, oder auf einem auch nur ähnlichen Charakter basiert, habe ich zuvor noch nicht gelesen.  Aber dazu musste ja einmal kommen. weiter »


Simon Urban: Gondwana

verfasst am 11.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie lässt es sich vermeiden, in einem Buch, in dem die großen Weltreligionen im Visier eines spitzzüngigen Autors stehen, alle möglichen Leute zu kränken und zu beleidigen? Gar nicht! Und wenn das schon so ist, dann kann man doch ruhig noch etwas dicker auftragen?!?! (Weil dann ist es sowieso schon egal) weiter »


Kurt Palm: Bringt mir die Nudel von Gioachino Rossini

verfasst am 17.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Helvetia, ein Dreimaster, sticht 1852 von Le Havre nach New York mit Auswanderern in See. Mit an Bord der italienische Opernkomponist Gioachino Antonio Rossini. Weit weg von Florenz will er sein Erbe in Missouri antreten. Doch so einfach wie geplant funktioniert das nicht. weiter »


Niki Glattauer: Mitteilungsheft: Leider hat Lukas… …

verfasst am 23.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Schreiben liegt den Glattauers im Blut. Wobei sich die Brüder Glattauer nicht nur die Leidenschaft fürs Schreiben selbst sondern auch die verwendeten Stilmittel teilen. Wer sich mit dem Aufbau von “Gut gegen Nordwind” anfreunden konnte, wird auch dieses Buch gerne lesen. Und wer auf viel Ironie steht, der wird dieses Buch lieben. weiter »


Timur Vermes: Er ist wieder da

verfasst am 21.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Adolf Hitler erwacht 2011 in Berlin am Boden liegend. Zuerst noch orientierungs- und planlos macht er sich auf die Suche nach dem Führerbunker und ist verwundert, wie „krank“ die Gesellschaft ist. Zudem attestiert er den amtierenden deutschen PolitikerInnen absolute Unfähigkeit, das Volk zu führen. Hitler sieht einen klaren Auftrag: er muss sich politisch dem Land wieder zur Verfügung stellen. Eine Satire? Ja. Allerdings eine bitterböse. weiter »


Casper Dolinar: Kugeltrauma

verfasst am 25.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon nach den ersten paar Seiten des Buches fällt mir der charmante und frische Stil des Autors positiv auf. Es liest sich richtig locker, leicht und fliessend dahin. Immer wieder muß ich schmunzeln und das liebe ich beim Lesen. weiter »


Nathanael West: Eine glatte Million

verfasst am 30.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für ein böses Buch! Da wird man als LeserIn von Sätzen im Stile der Gebrüder Grimm oder des Hans-Christian Andersen empfangen, als ob es ein Märchen wäre. Und dann geschehen in diesen Sätzen die unglaublichsten Dinge, einfach alles, was Menschen an Bösem und Unglück widerfahren kann. Böse, aber genial! weiter »


Edith Wharton: Dämmerschlaf

verfasst am 12.09.2013 von | 1 Kommentar

1927: noch zwei Jahre bis zum Schwarzen Freitag. Die New Yorker Gesellschaft hat sich schon längst ihre ganze eigene Welt gebaut. Das Leben der “Oberen Zehntausend” ist zwar schon lange in ewig gleichen Vergnügungen erstarrt, doch innerhalb dieser Welt merkt man es nicht. Genauso wie man nicht merkt, was ausserhalb vor sich geht. weiter »


Erich Kästner: Die Schule der Diktatoren

verfasst am 27.07.2013 von | 1 Kommentar

Zwanzig Jahre dauerte es, um aus der Idee dieses Theaterstück zu machen. 1936 war der Anfang, 1956 die Realisierung beendet und im März 1957 schon die Uraufführung in den Münchner Kammerspielen. Kästner schrieb ein Stück zwischen Komödie und Satire, zwischen Lachen und Weinen, zwischen Hoffnung und Scheitern. Womit Erich Kästner zugleich auch diese 20-Jahres-Zeitspanne, die Wahnsinn, Untergang und Neubeginn über das Land und die Welt brachte, zusammen fasste. weiter »


Erich Kästner: Fabian

verfasst am 06.06.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht der Nazis war es wohl nur logisch, die Werke eines Meisters des pointierten Dialoges zu verbieten. Denn Erich Kästner hielt den Braunen ihre eigene Dummheit und die Primitivität ihres eigenen Denkens so punktgenau und unwiderlegbar unter die Nase wie kaum ein anderer. 1931 schrieb er mit “Fabian” eine genial geistvolle Satire zwischen Lachen und Weinen, 2 Jahre später wurden seine Bücher von den Nazis verbrannt; alles Geistvolle war für sie “entartete Kunst”. weiter »


Ambrose Bierce: Des Teufels Wörterbuch

verfasst am 27.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ambrose Bierce scheint vom Berufsstand der PolitikerInnen nicht gerade die beste Meinung gehabt zu haben. Sein kleines Wörterbuch, dass erstmals 1911 veröffentlicht wurde, besteht aus einer Sammlung herrlich ironischer und pointierter Begriffe aus dem öffentlichen Leben.  weiter »


Hannes Stein: Der Komet

verfasst am 20.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man nehme: das Jahr, nun sagen wir: 1905 (5 Jahre auf oder ab machen da keinen großen Unterschied). Man merke sich, ja man bewahre, was in dieser Zeit gesellschaftlich und politisch aktuell ist und transferiere es so rund hundert Jahr vorwärts in die Zukunft. Und dort (jetzt, heute, hier) trifft dieses Alte auf eine neue Welt der Technik und Wirtschaft; und schon hat man hat einen Was-wäre-wenn-Roman! weiter »


Bill Bryson: Streiflichter aus Amerika

verfasst am 31.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

1998 veröffentlichte Bill Bryson (fast) 100 Kolumnen über das Leben als Amerikaner in Amerika (genauer: den USA). Als Amerikaner, der nach 2 Jahrzehnten in der Fremde (Großbritanninen) wieder nach Hause kommt und sich wundert. weiter »



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