Buchbesprechung/Rezension:

Robert Benchley: Warum ich Weihnachten hasse

Warum ich Weihnachten hasse
verfasst am 21.09.2023 | einen Kommentar hinterlassen

Autorin/Autor: Benchley, Robert
Genre: Kurzgeschichten Genre: Satire
Buchbesprechung verfasst von:
LiteraturBlog Bewertung:

So viel Spaß hatte ich beim Lesen schon lange nicht mehr. Ein kleines Büchlein voller witziger Geschichten über Weihnachten und die bisweilen auftretende Diskrepanz zwischen Erwartungen und der Wirklichkeit.

Dass es sich dabei um Kurzgeschichten aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts handelt, ändert nichts daran, dass man sich das alles auch heutzutage vorstellen kann – wenn man ähnliches nicht schon selbst erlebt hat.

Wer hat es nicht schon bei Weihnachtsfeiern gehört oder selbst gedacht, dass Weihnachten früher – angeblich – viel besser gewesen wäre? Oder wie ist es mit den endlos langen Wartestunden bis zur Bescherung? Benchley kennt keine Gnade, wenn er die Völlerei im Familienkreis beschreibt und die gelegentlich abwesende Wertschätzung von Geschenken. Wenn er davon erzählt, mit welchen Werbetricks man den Leuten Geld aus der Tasche ziehen kann, wenn die Börse sowieso gerade weiter geöffnet ist als sonst im Jahr. Dazu gibt es noch den dann und wann beteiligten Gast am Familientisch, der alles besser weiß und den man nicht loswird.

Etwas aus dem Rahmen der Familienfeiern fällt die – natürlich überaus wahre – Geschichte, wie Weihnachtspostkarten erfunden und später sogar verboten wurden! Das wusste sicher niemand …

Alles erzählt Benchley unglaublich witzig und, so ehrlich muss man dann zu sich selbst sein, sehr nahe an der Wirklichkeit. :-)

Weihnachten ist, wir wissen das, die Zeit für Geschichten. Deshalb dürfen solche „Weihnachtsgeschichten“ auch hier nicht fehlen, wenn es auch nicht diese typischen Storys über das Christkind und Bethlehem und einen Stall sind. Wohingegen sich alle sieben Geschichten in diesem Büchlein ganz ausgezeichnet dafür eignen, an einem gemütlichen Weihnachtsabend die Stimmung mit einer Lesung daraus aufzulockern.

Am Ende wird man bestens unterhalten sein, wenngleich man auch etwas enttäuscht sein könnte, dass es nicht mehr davon zu lesen gibt.

Eine wunderbare Idee des Jung und Jung-Verlages, diese Erstveröffentlichung der Storys in deutscher Sprache!




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