Simenon, Georges

Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste Maigret-Romane verfassend.

Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 Maigret-Romanen und über 120 Non-Maigrets beschloss, statt Romane ausgreifende autobiographische Arbeiten (wie die monumentalen ›Intimen Memoiren‹) zu diktieren.

Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.
(Quelle: Diogenes-Verlag)


Buchbesprechungen, News

(35 Beiträge in dieser Rubrik)

Georges Simenon: Maigret macht Ferien
Maigrets 28. Fall

Georges Simenon: Maigret macht Ferien verfasst am 13.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Maigret und Urlaub: das passt nicht gut zusammen. Auch wenn er das Jahr über, in Paris, gelegentlich von Entspannung und einer angeblichen Vorfreude auf den nächsten Urlaub sprechen mag, so kann er mit dieser Zeit wenig anfangen. Wäre nicht Madame Maigret, würde der Kommissar nie zu so etwas wie Freizeit und Abschalten kommen. weiter »


Georges Simenon: Chez Krull

Chez Krull verfasst am 06.07.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Besondere an diesem Roman ist das Jahr seines Erscheinens: 1939. Vor diesem Hintergrund muss man die Themen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile verstehen, das Georges Simenon hier in den Mittelpunkt stellt. Während zur selben Zeit im Nachbarland Deutschland die Fremdenfeindlichkeit, der Rassimus und der Antisemitismus zur Staatspolitik wurden, erzählt „Chez Krull“ von den Anfeindungen, mit denen sich Einwanderer aus Deutschland in Frankreich konfrontiert sehen. weiter »


Georges Simenon: Maigrets Jugendfreund
Maigrets 69. Fall

Georges Simenon: Maigrets Jugendfreund verfasst am 21.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Auftauchen seines ehemaligen Schulkameraden Leon Florentin erfreut Maigret nicht im Geringsten. Im Gegenteil, mit dem großgewachsenen Mann, der in seinem Büro erscheint, verbinden ihn eher unangenehme Erinnerungen, Freundschaft gab es zwischen den beiden nie. weiter »


Georges Simenon: Maigret stellt eine Falle
Maigrets 48. Fall

Georges Simenon: Maigret stellt eine Falle verfasst am 16.04.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Maigret ist am Ende mit seinem Latein: fünf Frauen wurden in den letzten Monaten in Montmatre ermordet und der Kommissar hat nicht die kleinste Spur, der er nachgehen könnte. Das  Gespräch mit einem Psychiater bringt Maigret auf einen neuen Gedanken: wenn man den Mörder nicht verfolgen kann, dann lockt man ihn aus seinem Versteck. weiter »


Georges Simenon: Maigret im Haus der Unruhe
Maigrets 0. Fall

Georges Simenon: Maigret im Haus der Unruhe verfasst am 18.02.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Alle Maigret-Romane schon gelesen? Im April 2019 musste man sagen: nein! Denn da erschien dieser Roman, der aus dem Jahr 1929 stammt und gewissermaßen ein „Vor-Maigret“ ist; einer von vier Maigrets, die im Kampa-Verlag erstmals in deutscher Sprache erscheinen. Der Untertitel „Maigrets 0. Fall“ ist somit kein Schreibfehler. weiter »


Georges Simenon: Maigrets Nacht an der Kreuzung
Maigrets 7. Fall

Maigrets Nacht an der Kreuzung verfasst am 25.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Haus an der Kreuzung der drei Witwen starben vor einigen Jahren Mutter und zwei Töchter unter niemals geklärten Umständen. Nun wird in der Garage eben dieses Hauses ein Wagen gefunden, am Steuer ein Toter. Eine undurchsichtige Geschichte nimmt ihren Lauf, die Maigret an einen Ort voller Geheimnisse und seltsamer Vorgänge führt. weiter »


Georges Simenon: Maigret im Haus des Richters
Maigrets 21. Fall

Maigret im Haus des Richters verfasst am 22.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman aus der Zeit, als Maigret noch nicht der legendäre Kommisar war. Maigret wurde in ein Nest an der Küste strafversetzt, Paris und seine gewohnten Mitarbeiter sind weit weg. weiter »


Georges Simenon: Weihnachten in Paris
Zwei Erzählungen

Weihnachten in Paris verfasst am 22.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Paris am Weihnachtsabend. In der Einsatzzentrale der Polizei leuchtet für jede gemeldete Straftat ein Lämpchen auf dem Plan der Stadt auf. Ein ganz gewöhnlicher Weihnachstabend für den Polizisten Lecœur. weiter »


Georges Simenon: Weihnachten bei den Maigrets
Maigrets 103. Fall

Georges Simenon: Weihnachten bei den Maigrets verfasst am 29.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist der 25. Dezember. In Paris herrscht beschauliche Ruhe nach dem Weihnachtsabend, die Stimmung bei den Maigrets ist da keine Ausnahme. Das ändert sich, als Maigret zu einem seltsamen Fall gerufen wird, der sich gleich im Haus gegenüber ereignet hatte. weiter »


Georges Simenon: Madame Maigrets Liebhaber
Maigrets 94. Fall

Madame Maigrets Liebhaber verfasst am 30.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Natürlich hat Madame Maigret keinen Liebhaber (nur damit das gleich klargestellt ist)!

Der in Frage kommende Herr wird von Kommissar Maigret nur so bezeichnet, weil er tagtäglich auf dem Platz vor dem Fenster der Wohnung der Maigrets auf und ab geht, oder dort auf einer Bank sitzt. Ein Mann unbestimmten Alters, der bald Madame Maigrets Interesse weckt (freilich nur ihr detektivisches). weiter »


Georges Simenon: Schlusslichter

Schlusslichter verfasst am 07.09.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Eheleben von Nancy und Steve Hogan erschöpft sich schon seit längerer Zeit in Gewohnheiten. Jeder neue Tag bringt doch wieder die alten Routinen – ob sie nach der Arbeit gemeinsam nach Hause fahren, ob Nancy wieder länger im Büro bleiben muss, ob Steve sein Heil im heimlichen Trinken sucht. weiter »


Georges Simenon: Maigret und Inspektor Griesgram
Maigrets 101. Fall

Maigret und Inspektor Griesgram verfasst am 19.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist eine sehr eigenwillige Art und Weise, Selbstmord zu begehen: der Mann nimmt über eine Notrufsäule Verbindung mit der Polizei auf, beschimpft die Beamten und dann hört man nur noch einen Schuß.

Am Tatort angekommen, findet Maigret einen Toten vor, erschossen mit dessen eigener Waffe (wie der Kommissar wenig später heraus findet). weiter »


Georges Simenon: Maigret und Stan der Killer
Maigrets 92. Fall

Maigret und Stan der Killer verfasst am 04.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Kurzgeschichte mit Kommissar Maigret. Das kann deshalb gut funktionieren, weil man über Maigret aus so vielen Bücher und Filmen schon beinahe alles weiß und weil sich George Simenon es sich deshalb ersparen kann, uns über den Kommissar aufzuklären. weiter »


Georges Simenon: Maigret und der Treidler der Providence
Maigrets 4. Fall

Maigret und der Treidler der Providence verfasst am 23.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Fernab von Paris, am Marne-Kanal. Die Stimmung ist so wie das Land: grau, nasskalt, schmutzig. Das ist die Welt der Kanalschiffer, die sich von Schleuse zu Schleuse voran arbeiten. Eine in sich geschlossene Welt, in die nur hin und wieder Touristen (wenigstens würde man sie heutzutage so nennen) eindringen, wenn sie mit ihren Booten auf der Durchreise vorbei kommen. weiter »


Georges Simenon: Der Mann, der den Zügen nachsah

Der Mann, der den Zügen nachsah verfasst am 24.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was hat dieser Mann vor? Kees Popinga läuft Amok – so wenigstens würde man heutzutage nennen. 

Georges Simenon hat mit diesem Roman eine Vorlage zu TV-Serien wie „Breaking Bad“ oder Filmen wie „Falling Down“ geschaffen. Ein bislang biederer, unauffälliger Mann mittleren Alters wird von einem Moment auf den anderen aus der Bahn geworfen. weiter »


Georges Simenon: Maigret und die junge Tote
Maigrets 45. Fall

Maigret und die junge Tote verfasst am 05.04.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die junge Frau liegt auf einer regennassen Straße in Paris; zuerst wurde sie geschlagen, dann wurde ihr wurde der Schädel eingeschlagen. Die junge Frau hat keinen Namen, es lassen sich keine Papiere finden. weiter »


Georges Simenon: Das Rätsel der Maria Galanda
Vier Fälle für Kommissar G7

Das Rätsel der Maria Galanda verfasst am 07.02.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kennen Sie den Kommissar „G7“?
Also ich kannte ihn nicht, bis ich jetzt dieses Buch unter den neu aufgelegten Romanes von Georges Simenon fand. weiter »


Georges Simenon: Fremd im eigenen Haus

Fremd im eigenen Haus verfasst am 08.01.2019 von | 1 Kommentar

Nachdem seine Frau vor 18 Jahren das Haus verließ wurde Anwalt Hector Loursat immer mehr zum Sonderling: Eremit, Säufer, fremd mit der Welt, fremd mit den Menschen. Das große Haus bewohnt er mit seiner Tochter Nicole und der alten Haushälterin Fini – auch mit diesen beiden meidet er jeden Kontakt, wenn immer es möglich ist. weiter »


Georges Simenon: Maigret als möblierter Herr
Maigrets 37. Fall

Georges Simenon: Maigret als möblierter Herr verfasst am 01.01.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Frau Maigret ist für einige Tage zu ihrer Schwester ins Krankenhaus gefahren, in Paris ist die Lage ruhig und Maigret fühlt sich ein wenig verloren in seiner Wohnung. Auch ein Streifzug durch Kino und Bars ändert daran nichts. Beinahe schon freudig nimmt er den Anruf aus dem Kommissariat entgegen – wenn es nur nicht darum ginge, dass sein enger Mitarbeiter Inspektor Janvier niedergeschossen wurde. weiter »


Georges Simenon: Maigret und die widerspenstigen Zeugen
Maigrets 53. Fall

Maigret und die widerspenstigen Zeugen verfasst am 13.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Zeichen stehen auf Abschied. Maigret fühlt sich müde und das Wissen, dass er nur noch 2 Jahre bis zur Pensionierung vor sich hat, trägt dazu bei, dass er sich alt fühlt. Es ist November, es nieselt. Ein Tag, der erst Besserung verspricht, als Maigret zu einem Mord gerufen wird. weiter »


Georges Simenon: Brief an meinen Richter

Brief an meinen Richter verfasst am 18.08.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Briefschreiber ist Dr. Charles Alavoine: Arzt, Mörder. Sein Prozess ist abgeschlossen, ein allzu wohlwollendes Gericht hat ihn nicht mit der Höchstrafe belegt, wohl aber zu vielen Jahren hinter Gittern. weiter »


Georges Simenon: Sonntag

verfasst am 10.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieser Sonntag ist jener Tag, auf den Émile sich monatelang vorbereitet hat. An diesem Tag sollen sich für ihn alle Probleme, die sein Leben mit Berthe, seiner Ehefrau, mit sich brachte, für immer auflösen. Ab diesem Tag wird er frei sein für alles das, was er sich in der vergangene Jahren versagen musste und er wird allles das hinter sich lassen, was er in den vergangenen Jahren ertragen musste. weiter »


Georges Simenon: Der Buchhändler von Archangelsk

verfasst am 05.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wozu den Titel ändern? „Der kleine Mann aus Archangelsk“, so die direkte Übersetzung des Original-Titels und auch der deutschsprachigen Erstauflage aus dem Jahr 1978, würde es besser treffen. Umso mehr, als der Buchhändler auch ein Briefmarkenhändler ist. Das ist meine einzige Beschwerde über dieses Buch und Simenon hat damit gar nichts zu tun. weiter »


Georges Simenon: Die Witwe Couderc

verfasst am 10.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Witwe Tati Cuderc: 45 Jahre ist sie alt, lebt mit dem Vater ihres verstorbenen Mannes in dessen Haus. Der Alte, krank, verwirrt, lebt nur noch vor sich hin, zu einer Beschäftigung reicht es bei ihm nicht mehr. Seine Tage verbringt er mit Essen, Schlafen, bei den Kühen und, wenn ihm danach ist, im Bett der Witwe oder er stellt den Mädchen nach. weiter »


Georges Simenon: Die Komplizen

verfasst am 22.07.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es kann ja nicht immer ein tolles Buch sein. Bei einem Autor wie Georges Simenon, der derart viel geschrieben hat, kann wohl der eine oder andere Roman dabei sein, der ein wenig hinter die anderen zurück fällt. „Die Komplizen“ ist für mich ein solcher Roman; er lässt aber sicherlich breiten Raum für sehr unterschiedliche Interpretationen. weiter »


Georges Simenon: Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes
Maigrets 5. Fall

verfasst am 12.07.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Maigret ist ja schon unter normalen Bedingungen kein Sonnenschein. Nun aber hat er sich in eine Sache verbissen, die für ihn selbst leicht zu sehr unerfreulichen Konsequenzen führen kann. Und das macht den Kommissar noch mürrischer als gewohnt. weiter »


Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire

verfasst am 21.05.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Monsieur Hire ist einer von diesen Männern: ein Einzelgänger, kein Kontakt zu den Nachbarn, irgendwie unheimlich, undurchschaubar. Und damit ist er auch einer der ersten Verdächtigen beim Mord an einer Frau, deren verstümmelte Leiche nur wenige Meter von Hires Wohnung entfernt gefunden wurde. Wüsste die Polizei, dass Hire Freude daran hat, seine attrative, junge Nachbarin nächtens heimlich zu beobachten, dann hätte sie wohl noch mehr Grund, den Mann zu umgehend verhaften. weiter »


Georges Simenon: Der Präsident

verfasst am 02.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit seinem nun so eintönigen Leben kann und will sich der ehemalige Ministerpräsident der Republik nicht abfinden. Mit einem Alltag zwischen Krankheit, Untersuchungen, Spaziergängen; fernab aller Orte, an denen die Entscheidungen für das Land getroffen werden. weiter »


Georges Simenon: Maigret und die kopflose Leiche
Maigrets 47. Fall

verfasst am 23.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wären es die Teile einer weiblichen Leiche gewesen, dann hätte Maigret sich wahrscheinlich gar nicht selbst um den Fall gekümmert – zu oft entledigte sich ein Mörder auf diese Art seines Opfers. Doch es ist äußert ungewöhnlich, dass man die Körperteiles eines Mannes aus der Seine fischt: Es scheint, als ob Maigret ahnt, dass sich hinter dem Fund der Leichenteile mehr steckt, als nur der übliche gewaltsame Tod eines Menschen – der Kommissar nimmt sich von Anfang an selbst der Sache an. weiter »


Georges Simenon: Tropenkoller

verfasst am 22.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit nur wenigen Absätzen schafft Simenon eine ein wenig an „Casablanca“ erinnernde Atmosphäre. Da ist die Stadt in Afrika, Libreville in Gabun, da sind die wenigen Europäer, die ganz im Stile der Kolonialzeit hier ihren Geschäften nachgehen. Die schwüle Hitze vor der man sich nicht verstecken kann, die allgegenwärtigen Moskitos, die Bar im Hotel Central  – man kann sich den sich langsam drehenden und dabei Schatten an die Wände werfenden Deckenventilator förmlich vorstellen („You must remember this, a kiss is just a kiss …„). weiter »




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