Georges Simenon: Maigret stellt eine Falle
Maigrets 48. Fall

verfasst am 16.04.2020 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Simenon, Georges

Maigret ist am Ende mit seinem Latein: fünf Frauen wurden in den letzten Monaten in Montmatre ermordet und der Kommissar hat nicht die kleinste Spur, der er nachgehen könnte. Das  Gespräch mit einem Psychiater bringt Maigret auf einen neuen Gedanken: wenn man den Mörder nicht verfolgen kann, dann lockt man ihn aus seinem Versteck.

Maigret beginn ein riskantes Spiel, in das er nur wenige seiner engsten Mitarbeiter einweiht. Denn jeder, auch jemand aus Polizei oder Staatsanwaltschaft, könnte der Täter sein. Maigret stellt eine Falle; alle seine Hoffnungen knüpft er daran, dass der Unbekannte den Köder schlucken wird.

Maigrets Plan funktioniert zwar, doch der Mörder kann trotz aller Vorkehrungen entkommen – doch nun hat man zum ersten Mal eine kleine Spur.

„Maigret stellt eine Falle“ ist ein wirklich spannender Krimi. Maigret ist hier nicht der geniale Ermittler, der durch pure Kombinationsgabe den Fall löst, sondern muss sich in kleinen Schritten an die Lösung heran arbeiten. Es wird zu einem Psychoduell zwischen dem Kommissar und dem Mörder … ein Mörder, an dem alle Vorwürfe und Verhörmethoden abzuprallen scheinen und der dann auch noch ein scheinbar unwiderlegbares Alibi vorweisen kann. Maigrets Können ist in diesem Fall gefordert wie selten zuvor.

Wie eine Reportage liest sich dieser Krimi, in Echtzeit gewissermaßen kann man Maigret bei der Arbeit beobachten. Spannend!



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