Stichwort: Zwischenkriegszeit


Buchbesprechungen, News

(60 Beiträge in dieser Rubrik)

Erich Kästner: Die verschwundene Miniatur

verfasst am 03.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine ausserordentlich vergnügliche Krimi-Komödie der (Verw)Irrungen. In der Hauptrolle der Fleischermeister Oskar Külz aus Berlin, der daheim plötzlich genug von dem ganzen alltäglichen Kram hatte und, auf der Suche nach Abwechslung und Erlebnissen, einfach in den nächstbesten Zug stieg. Hauptsache einmal raus aus dem Trott. weiter »


Erich Kästner: Der kleine Grenzverkehr
oder Georg und die Zwischenfälle

verfasst am 27.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, das zwei Zeitalter umspannt: im ersten Zeitalter, in dem Kästner diese kleine Geschichte schrieb, gab es bei Salzburg eine Grenze zu Deutschland. Im zweiten Zeitalter, als dieses Buch erschien, hatte sich diese Grenze unter dem „Heim ins Reich“-Jubel der Österreicherinnen und Österreicher geöffnet und aus Österreich war die Ostmark geworden. Dazwischen lang nicht einmal ein Jahr. weiter »


Stefan Zweig: Brief einer Unbekannten

verfasst am 15.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von der Liebe einer Frau, die bis in den Tod andauert. Von der Gedankenlosigkeit des Mannes, der nimmt, aber alles sofort wieder vergisst. weiter »


Hugo Bettauer: Das blaue Mal

verfasst am 07.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Amerika, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: der Wiener Biologe Dr. Rudolf Zeller ist auf Studienreise in den USA unterwegs. Eine Erbschaft ermöglichte es ihm, seine Tätigkeit als Professor für längere Zeit zu unterbrechen. Nun ist er auf dem Weg nach Georgia um einen Bekannten zu besuchen und für eine Weile dort zu bleiben. Für Zeller ist es der Weg in eine fremde Welt der Vorurteile und des Rassenhasses. weiter »


Andrea Maria Schenkel: Täuscher

verfasst am 20.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon nach den ersten Worten war mir dieses Buch ungemein sympathisch. Wie der Kriminalbeamte Wurzer nach einem Kinobesuch seine Frau beruhigen muss; so sehr hat die der Krimi auf der Leinwand aufgeregt. Frau und Herr Wurzer: eine Einstiegsszene, bei der ich gleich das Gefühl hatte, im richtigen Roman gelandet zu sein. weiter »


Edith Wharton: Dämmerschlaf

verfasst am 12.09.2013 von | 1 Kommentar

1927: noch zwei Jahre bis zum Schwarzen Freitag. Die New Yorker Gesellschaft hat sich schon längst ihre ganze eigene Welt gebaut. Das Leben der „Oberen Zehntausend“ ist zwar schon lange in ewig gleichen Vergnügungen erstarrt, doch innerhalb dieser Welt merkt man es nicht. Genauso wie man nicht merkt, was ausserhalb vor sich geht. weiter »


Joseph Roth: Hiob
Roman eines einfachen Mannes

verfasst am 08.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zuerst liest es sich wie die Geschichte vom Leben auf einem anderen Stern. Eine Welt, die es nicht mehr gibt, eine Welt voll von Glauben und Tradition, geprägt von der Kleinheit der Dörfer, dem Misstrauen gegenüber Neuem und der Furcht vor dem Fremden. Das Leben der Ostjuden, die sich vor langer Zeit in den Weiten Osteuropas von Polen über die Ukriainer bis nach Russland angesiedelt hatten und dort noch wie in den längst vergangenen Zeiten lebten. weiter »


Hugo Bettauer: Bobbie oder die Liebe eines Knaben

verfasst am 05.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bob Holgermann ist 13 Jahre alt. Gertie Sehring ist zwei Jahre jünger. Beide zusammen sind unzertrennlich und das schon seit geraumer Zeit. Zwei Kinder wie aus dem Bilderbuch: hübsch, gut erzogen, folgsam und freundlich. Fast wie im Märchen. weiter »


Hugo Bettauer: Die freudlose Gasse

verfasst am 08.07.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Kriminalroman, der sich tief in jene Zeit der Gegensätze, der bitteren Armut  und des unglaublichen Reichtums vergräbt. Ein Gesellschaftroman, der die Zustände in Wien der 1920er Jahre im Rahmen eines Kriminalfalles beschreibt. Hugo Bettauer schrieb zwei Bücher in einem; in beiden ein ungeschminktes Bild der Zeit. weiter »


Joseph Roth: Das falsche Gewicht

verfasst am 21.06.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das, was Joseph Roth beschreibt, das spielt nur wie zufällig an der fernen Grenze der Donaumonarchie. Die Menschen aber, die er beschreibt, die könnten irgendwo auf der Welt zu jeder beliebigen Zeit gelebt und ihnen könnte es ganz ähnlich ergangen sein wie dem Eichmeister Anselm Eibenschütz. weiter »


Erich Kästner: Fabian
Die Geschichte eines Moralisten

verfasst am 06.06.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht der Nazis war es wohl nur logisch, die Werke eines Meisters des pointierten Dialoges zu verbieten. Denn Erich Kästner hielt den Braunen ihre eigene Dummheit und die Primitivität ihres eigenen Denkens so punktgenau und unwiderlegbar unter die Nase wie kaum ein anderer. 1931 schrieb er mit „Fabian“ eine genial geistvolle Satire zwischen Lachen und Weinen, 2 Jahre später wurden seine Bücher von den Nazis verbrannt; alles Geistvolle war für sie „entartete Kunst“. weiter »


Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott

verfasst am 03.06.2013 von | 3 Kommentare

Diese Frage muss ich mir stellen: wie ist es möglich, so viele Lesejahre hinter sich zu bringen, ohne dabei ein einziges Mal etwas von Ödön von Horváth zu lesen? Ich kann mich nicht erinnern, ob es vielleicht die Folgen einer literarischen Zwangsbeglückung im Gymnasium war? Jedenfalls ist das Ergebnis, dass mir dieser literarische Schatz bis jetzt verborgen blieb. Ein Versäumnis. weiter »


Franz Werfel: Der Abituriententag
Die Geschichte einer Jugendschuld

verfasst am 25.05.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon zu normalen Zeiten wird man bei einem Treffen zum 25-jährigen Maturajubiläum vielfältige Überraschungen erwarten dürfen. 25 Jahre, was wurde aus wem, wer hat nach dem Gymnasium ein Leben geführt, das man nach seinem Auftreten in de Schule erwarten durfen, wer ging einen gänzlich unerwartetet Weg. Wen wird man erkennen, wer wird völlig fremd erscheinen. weiter »


Erich Kästner: Drei Männer im Schnee / Inferno im Hotel

verfasst am 19.05.2013 von | 1 Kommentar

Im Jahr 1927 schrieb Erich Kästner die kurze Erzählung „Inferno im Hotel“  über den Gewinner eines Preisausschreibens, dem sein Gewinn nichts als Unglück brachte. Es ist eine sehr düstere Erzählung.  Jahre später, im Jahr 1933, war die ganze Welt düster geworden und Erich Kästner machte aus seiner Erzählung einen scheinbar heiteren Roman. weiter »


Robert Seethaler: Der Trafikant

verfasst am 01.02.2013 von | 1 Kommentar

Beeindruckend, wie man schon beim Lesen der allerersten Seite den Charakter ganzen Buches vor Augen hat. Nicht was den Inhalt, die Geschichte, die erzählt werden wird betrifft; nein: was den Stil, die Atmosphäre betrifft, was man vom Lesen behalten und woran man sich erinnern wird. Dass man hier etwas liest, das in seiner Sprache aus der Menge der Bücher herausragt, begreift man schon nach ein paar Wörtern. weiter »


Hugo Bettauer: Der Frauenmörder
Ein Berliner Kriminalroman

verfasst am 20.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Inspektor Krause ist der beste Mann von Dr. Clusius, dem Chef der Berliner Kriminalpolizei. Er ist so eine Art deutscher Sherlock Holmes, der Mann für die unlösbaren Fälle im Berlin der 1920er-Jahre. weiter »


Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende
Ein Bericht

verfasst am 14.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist eines der zentralen Themen der Werke von Joseph Roth: nach dem 1. Weltkrieg, nach dem Ende der Donaumonarchie, stehen Menschen vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Das Fundament, das noch vor wenigen Jahren so unverrücktbar, so unzerstörbar erschien, gibt es nicht mehr und ein neues ist noch nicht errichtet. weiter »


Ken Follett: Winter der Welt
Die Jahrhundert-Saga

verfasst am 10.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Fortsetzung der Familiensaga aus dem und über das 20. Jahrhundert beginnt im Februar 1933. Es ist das Jahr, in dem die Nazis die Herrschaft in Deutschland endgültig an sich rissen, das Monat, in dem der Brand des Reichtages in Berlin der höchst willkommene Vorwand für Hitler und seine Schergen war, ihre Gegner zu vertreiben, einzukerkern, zu ermorden . weiter »


Hugo Bettauer: Hemmungslos

verfasst am 01.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gerade war mit dem Ende des 1. Weltkrieges auch das Ende der Monarchie gekommen. Die alten Regeln, die alten Verbindungen, die alten Verhältnisse gab es nicht mehr. Und als kleiner Adeliger galt man nichts mehr, alle Privilegien und all das, worauf man seit Jahrhunderten aufbauen konnte, waren verloren. weiter »


Franz Werfel: Eine blaßblaue Frauenschrift

verfasst am 08.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer könnte es Leonidas verdenken, wenn er sich für einen Liebling der Götter hält, Wer wie er schon früh auf einer Welle der glücklichen Fügungen in ein wohl geordnetes Leben gleiten konnte, der kann wohl gar nicht anders denken. Der muss fast, in all seinem Glück und Wohlbefinden, vergessen , dass es andere gibt, denen das Glück nicht so hold war. weiter »


Joseph Roth: Die Kapuzinergruft

verfasst am 13.10.2012 von | 1 Kommentar

Die Geschichte „der anderen“ Trottas. Die Linie des Helden von Solferino erlosch mit dem Tod Carl Joseph, dem Enkel des Helden, im Jahr 1914 auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriges. Diese andere Linie, deren letzter Vertreter Franz Ferdinand Trotta ist, muss das Ende der Monarchie, das Ende von Adel und Gesellschaft und schlussendlich den Niedergang und das Verschwinden des übrig gebliebenen Staates Österreich im Jahr 1938 erleben. weiter »


Hugo Bettauer: Die Stadt ohne Juden
Ein Roman von übermorgen

verfasst am 11.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer Zeit, in der es alltäglich war, zum guten Ton gehörte, sich niemand etwas dabei dachte. Als die Saat, die der unsägliche Bürgermeister Lueger und all seine Genossen gesät hatten, schon weit aufgegangen war. Als der Hass auf Juden so selbstverständlich war, dass Antisemitismus nicht verpönt sondern gesellschaftlich anerkannt war. Aus  so einer Zeit stammt dieser „Utopische Roman“ von Hugo Bettauer. weiter »


Volker Kutscher: Die Akte Vaterland

verfasst am 09.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

1932 – was für ein verhängnisvolles Jahr in Deutschland! Nur noch wenige Monate, bis der Gröfaz und seine Nazis an die Macht kommen und die Weimarer Republik vom „1000jährigen Reich“ abgelöst wird. Doch schon seit langer Zeit verbreiten die braunen Schlägerhorden der SA Angst und Schrecken. Nur noch wenige Monate, bis die neuen Machthaber beginnen werden die Polizei in eine Organisation des Staatsterrors umzuwandeln. 1932 – als noch vieles hätte anders kommen können. weiter »


Hugo Bettauer: Der Kampf um Wien
Ein Roman vom Tage

verfasst am 01.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bevor es um den Inhalt des Buch geht: schon nach ein paar Seiten war mir, als würde ich in diesem Buch seit langem lesen. Als wäre ich ein guter, langjähriger Freund des Patrick Ralph O’Flanagan. Und als könne die Schilderung jener Zeit, mit meinem guten Freund im Zentrum, noch ewig weiter gehen. weiter »


Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht

verfasst am 06.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Erzähler erzählt über einen Erzähler. Ein Zielloser (wohl Joseph Roth in der Rolle des Ich-Erzählers) im Paris der Zwischenkriegszeit tritt auf einen Getriebenen. In einer einzigen Nacht breitet sich dabei die Geschichte eines ganzen Lebens aus, das am Ende so ganz anders verläuft als man es erwarten musste. weiter »


Joseph Roth: Das Spinnennetz

verfasst am 17.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Blick auf eine Zeit, in der Hass und Ziellosigkeit die schlimmsten Instinkte der Menschen hervorriefen. Theodor Lohse steht als Beispiel für viele, die für ihr eigenes Versagen die anderen – die Russen, die Kommunisten, die Sozialisten, die Juden – verantwortlich machten und daraus die Legitimation für den Aufbau des Regimes der Rechten herleiteten. weiter »


Friedrich Torberg: Die Erben der Tante Jolesch

verfasst am 07.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sollte einem Schriftsteller die Gnade zuteil werden sein einen Bestseller zu verfassen, spürt er möglicherweise den inneren Drang oder den äußeren Zwang, eine Fortsetzung zu schreiben. Dieses Vorhaben kann von Erfolg gekrönt sein oder fürchterlich in die Hose gehen. Davon abgesehen scheint es eine wichtige Funktion zu sein, den Rubel am Rollen zu halten, wenn er sich endlich in Bewegung gesetzt hat. Selbst der große Friedrich Torberg konnte nicht widerstehen und musste die Kuh nochmals durchs Dorf treiben, so lange sie eben noch Milch gibt, um es ein wenig salopp zu formulieren. weiter »


Stefan Zweig: Sternstunden der Menschheit

verfasst am 17.04.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sternstunden der Menschheit – das sind 14 Momente, Geschehnisse, die die Geschichte der Welt und der Menschheit entscheidend geprägt haben, subjektiv ausgewählt von Stefan Zweig. weiter »


Friedrich Torberg: Die Tante Jolesch
oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten

verfasst am 17.03.2011 von | 3 Kommentare

„Was ein Mann schöner is wie ein Aff, is ein Luxus.“ Dieser Ausspruch der legendären Tante Jolesch, aufgrund des unbestreitbaren Wahrheitsgehaltes nicht von der Hand zu weisen, ist wohl das berühmteste Zitat in dieser an „Sagern“ überreichen Anekdotensammlung über das alte, vergangene Österreich von Friedrich Torberg. weiter »


Andrea Maria Schenkel: Kalteis

verfasst am 29.08.2009 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kalteis! Schon der Name klingt bedrohlich! Scheint Programm des Romans zu sein. Zieht sich wie ein gefrorener Faden der Angst durch das ganze Werk. Andrea Maria Schenkel erzählt die Geschichte von Josef Kalteis, der eigentlich Johann Eichhorn hieß und als „Schrecken des Münchner Westens“ in die Polizeigeschichte einging. weiter »




Top