Stichwort: Zwischenkriegszeit


Buchbesprechungen, News

(71 Beiträge in dieser Rubrik)

Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe
Eine Kriminalgeschichte aus dem Berlin der 30er Jahre

Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe verfasst am 01.09.2020 von | 1 Kommentar

Der praktische Arzt Dr. Erich Mühe betreibt seine Praxis in Berlin-Kreuzberg. Was man von ihm sicher sagen kann ist, dass er viel arbeitet, dass er sich und seiner Frau Charlotte mit dieser Arbeit einen gewissen Wohlstand verschafft hat, dass er sich als einzigen Luxus einen Wagen, Modell Adler, zugelegt hat, den er stolz über die Straßen Berlins bewegt. weiter »


Emily Walton: Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

Emily Walton: Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte verfasst am 29.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Sommer wie damals. Es ist das Jahr 1926, als F. Scott Fitzgerald gemeinsam mit seiner Frau Zelda in Südfrankreich die Arbeit an seinem neuen Roman beginnen möchte. Ein Jahr zuvor haten er den „Der Große Gatsby“ veröffentlicht, damit aber nicht den von ihm erhofften Verkaufserfolg erzielt. Mit seinen neuen Roman wollte er sich und endgütlig in den Olymp der Literaten katapultieren. weiter »


Christian Klinger: Die Liebenden von der Piazza Oberdan

Christian Klinger: Die Liebenden von der Piazza Oberdan verfasst am 26.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Diese 26 Jahre von 1916 bis 1945 sind ein kurzer Zeitraum, der jedoch gleich mehrere Zeitalter umfasste, in denen ganze Generationen kamen und vergingen. Es sind drei Generationen der Familie Robusti, die im Zentrum der Ereignisse stehen. 26 Jahre, die schicksalhaft für die Familie sind.

Am Anfang steht Giuseppe Robusti, der als Beamter im Triestiner Lloyd ein treuer Untertan des Habsburger-Kaisers in Wien ist. weiter »


Alex Beer: Das schwarze Band
Ein Fall für August Emmerich - Band 4

Alex Beer: Das schwarze Band verfasst am 03.07.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was über diesen Roman zu sagen ist: 1. Nach 348 Seiten ist er leider schon zu Ende. 2. Es hätten noch viele Seiten mehr sein können, denn es ist 3. aufregend, spannend und versetzt die Leserin/den Leser zurück in das Jahr 1921, man hat das Gefühl, diese Zeit mitzuerleben.

Als Kriminalinspektor August Emmerich bei einem offiziellen Empfang über den neuen Bundeskanzler Johann Schober nicht gerade schmeichelhaft herzieht, hört der Betroffene leider alles mit. weiter »


Leo Perutz: Wohin rollst du, Äpfelchen …

Wohin rollst du, Äpfelchen ... verfasst am 11.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Manche kommen aus dem Krieg zurück und finden in ihr normales Leben zurück. Manche kehren zurück, bleiben aber für immer im Krieg und seinen Schrecken gefangen.

Im Kriegsgefangenenlager in Sibirien schwören die fünf Kameraden einen heiligen Eid, sich nach dem Krieg an dem brutalen Lagerkommandanten Seljukow zu rächen. An dem Mann, der für Tod, Krankheit und Leid der Gefangenen verantwortlich ist. weiter »


F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby verfasst am 07.06.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist wie eine Zeitreise: zurück in die 1920er, als die Herren weißen Anzüge trugen und Gamaschen an den Schuhe, als die Damen die Haar kurz und die Zigarettenspitzen lang trugen, als die Cabrios mit Weißwandreifen unterwegs waren, als die Schwarze Freitag noch in weiter Ferne war. weiter »


Antonio Scurati: M. Der Sohn des Jahrhunderts

M. Der Sohn des Jahrhunderts verfasst am 18.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Machtergreifung, betrachtet und beschrieben wie aus der Perspektive eines Beobachters, direkt aus dem Inneren der Ereignisse: der Aufstieg Mussolinins von einer gescheiterten Randfigur der Geschichte zum faschistischen Diktator Italiens wird von Antonio Scurati in einer Weise erzählt, die es die Leserin/den Leser hautnah begreifen lässt, wie dieser Aufstieg überhaupt möglich war und wie er sich vollzog. weiter »


Martín Caparrós: Väterland

Martín Caparrós: Väterland verfasst am 22.04.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Raquel Gleizer ist eine Frau, die auf den ersten Blick vielleicht sogar dem Musical „Cararet“ entsprungen sein könnte. Sehr attraktiv, trägt die Haare glatt gegeelt und gerne Herrenanzüge. Nur, dass sie nicht im Berlin der 1920er sondern im Buenos Aires der 1930er lebt. Von ihr weiß man wenig, auch Andrés Rivarola wüsste nicht mehr von ihr zu erzähen, als sie selbst preisgeben möchte. weiter »


Bernard von Brentano: Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Bernard von Brentano: Der Beginn der Barbarei in Deutschland verfasst am 07.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kein Buch zum Lesen, im eigentlichen Sinne. Bernard von Betrano bewertete die Lage in Deutschland zu Beginn der 1930er Jahre aus einer marxistisch-leninistischen Sicht in einem Buch, das vielmehr eine Bestandsaufnahme darstellt. weiter »


Leo Perutz: Der Meister des Jüngsten Tages

Leo Perutz: Der Meister des Jüngsten Tages verfasst am 04.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein mehrfach verschlungenes Verwirrspiel: würde Leo Perutz‘ Roman heute veröffentlicht werden, so müsste man ihn irgendwo zwischen Mystery, Suspense und Psychothriller einordnen. Und vor allem in einem Genre, das man „Leser-Irreführung“ nennen könnte. Denn das Führen in die Irre ist der vorrangige  Anspruch dieses Romanes, der erstmals im jahr 1923 erschien. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Die Standarte

Die Standarte verfasst am 04.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman über die Vergänglichkeit, über eine untergegangene Epoche, mit der verschwand, was über Jahrhunderte hinweg als festes und ewiges Fundament der Gesellschaft erschien. Als die Donaumonarchie im Jahr 1918 zerbrach und die aus ihren Teilen entstandenen Staaten eigene Wege gingen, stellte sich für viele Menschen ein neues Gefühl der Freiheit ein; etwas, das sich in den folgenden Jahren aber für die meisten als sehr trügerische Hoffnung heraus stellte. weiter »


Eugen Ruge: Metropol

Eugen Ruge: Metropol verfasst am 03.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

In den 1930er-Jahren geriet Europa immer mehr unter den Einfluß von Gewaltherrschern: Hitler, Mussolini, Franco, Stalin und die ganze Reihe von Diktatoren in den kleineren Ländern Mittel- und Osteuropas. Doch gleichgültig, ob diese Herrschaft nun unter dem Namen Faschismus, Nationalsozialismus oder Kommunismus ausgeübt wurde: das Ergebnis war für die Menschen in den betroffenen Ländern immer gleich dramatisch. weiter »


Beate Maly: Mord auf der Donau

Mord auf der Donau verfasst am 10.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Ähnlichkeiten zu Agatha Christies „Tod auf dem Nil“ sind nicht zu verleugnen. Ganz offensichtlich hat sich Beate Maly diesen Krimi-Klassiker als Vorbild genommen. Nicht nur im Titel – es ist der gesamte Aufbau der Handlung, der sich ganz augenscheinlich am berühmten Vorbild anlehnt. weiter »


Alex Beer: Der dunkle Bote
Ein Fall für August Emmerich - Band 3

Der dunkle Bote verfasst am 12.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien ist der Schauplatz dieses dritten Krimis mit August Emmerich. Ein Wien, das jene, die die Stadt heute kennen oder hier wohnen, wohl kaum wieder erkennen würden. Denn zu Beginn der 1920er-Jahre gab es zwar meistens die selben Namen für Straßen und Plätze, aber es sah dort ganz anders aus als heute, das Verhalten der Menschen und die Atmosphäre der Stadt schienen nichts als den kommenden Untergang anzukündigen. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Der Graf von Saint-German

Der Graf von Saint-German verfasst am 09.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Tagebuch des Philip Branis, sein Leben zwischen den beiden Weltkriegen – was das mit dem „Graf von Saint-German“  zu tun hat, ist unter anderem auch darin zu lesen.

Mein Resumee gleich zu Beginn: auch bei einem so großartigen Erzähler wie Lernet-Holenia kann einmal etwas daneben gehen – für mein Gefühl fällt dieses Buch darunter. weiter »


Andreas Pittler: Bronstein
Sein vergessener Fall

Bronstein verfasst am 26.04.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 1936: in Österreich regieren die Christlich-Sozialen, Schuschnigg ist Kanzler und gibt sich als gläubiger Christ, kniet jeden Sonntag drinnen in der Kirche während er draußen diktatorische Macht ausübt, in überhaupt nicht christlichem Geist. Die Nazis, obwohl verboten, drängen immer unverhohlener an die Macht und verstecken sich nicht; ihre Anhänger sind überall zu finden, sie durchdringen die Strukturen des Staates. weiter »


H.G. Wells: Menschen, Göttern gleich

Menschen, Göttern gleich verfasst am 11.01.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Welche wunderbare Vorstellung: in einer Zukunft (oder in einer anderen Gegenwart) sind alle Menschen schön und niemand neidet dem anderen etwas, die Vernunft regiert und nicht die Ideologie. Wäre das nicht traumhaft? weiter »


Alma Johanna Koenig: Schibes

Schibes verfasst am 03.01.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schibes ist der Hund von Pawel, dem Schmied. Den kleinen Welpen hatte er geschenkt bekommen und nun waren sie schon drei Jahre lang durch gegenseitiges Vertrauen verbunden. Drei Jahre, bis eine fremde Frau vor der Hütte des Schmieds auftauchte. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Ich war Jack Mortimer

Ich war Jack Mortimer verfasst am 23.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dem Titel nach könnte er von Agatha Christie oder Arthus Conan Doyle sein; aber es ist Alexander Lernet-Holenia, der im Jahr 1933 diesen beinahe wahnwitzig zu nennenden Krimi schrieb. Wahnwitzig, ein bisschen verrückt und sehr temporeich! weiter »


Volker Kutscher: Marlow
Der siebte Rath-Roman

Marlow verfasst am 11.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Deutschland im Sommer 1935: mehr als zwei Jahre sind die Nazis schon an der Macht und sie haben sich in einer Weise darin eingerichtet, dass jeder merken muss, dass sie nicht bereit sind, diese Macht jemals freiwillig wieder abzugeben. Alles ist von ihren Symbolen und den Anhängern durchdrungen. Geron Rath und seine seine Frau Charlotte leben als stille Gegner des Regimes in einer Welt, in der man niemandem mehr vertrauen kann, in der jeder, der ein falsches Wort über die Machthaber fallen lässt, von Nachbarn, Familienmitgliedern, Freunden oder zufälligen Zuhörern ganz schnell an die Gestapo verraten werden kann. weiter »


Sophia von Dahlwitz: Das Licht zwischen den Zeiten

Das Licht zwischen den Zeiten verfasst am 15.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Westpreußen im Jahr 1918. Der erste Weltkrieg ist vorbei, er hat die Welt verändert. Auf Gut Frommberg lebt, wie vor dem Krieg, noch immer die Familie von Dahlwitz. Donata, die strenge und stolze, weniger geliebte, mehr gefürchtete Hausherrin, und ihr Mann Heinrich, der ruhige, ausgleichende Hausherr. weiter »


Nathalie Boegel: Berlin – Hauptstadt des Verbrechens
Die dunkle Seite der Goldenen Zwanziger

Hauptstadt des Verbrechens verfasst am 17.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Weimarer Republik überdauert nur 14 Jahre – 14 turbulente, verwirrende, chaotische Jahre. Zwischen Revolutionen und Inflation, Gewalt und Ausschweifungen erlebten die Menschen ein stetes Auf und Ab.

Berlin war dabei der Brennpunkt innerhalb Deutschlands, in keiner anderen Stadt des Landes lebte es sich in dieser kurzen Zeitspanne auch nur annähernd so intensiv. weiter »


Alex Beer: Die rote Frau

Die rote Frau verfasst am 19.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Österreich im Jahr 1920: ein Staat, an dem von allen Seiten gezerrt wird. Nationalisten und Kommunisten versuchen, die Gewalt an sich zu reißen, der Kaiser sitzt im Exil und könnte jederzeit wieder in die Hofburg zurück wollen, Teile der Republik „Deutsch-Österreich“  versuchen sich von diesem armseligen Rest der einst mächtigen Monarchie abzuspalten. Und die Unruhen und  Umsturzversuche in den Nachbarstaaten sorgen für zusätzliche Unruhe weiter »


Alex Beer: Der zweite Reiter
Ein Fall für August Emmerich

Der zweite Reiter verfasst am 01.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kriminalromane, die in historischem Umfeld spielen, mag ich einfach. Denn da kommt zur Spannung auch noch das Gefühl für die Lebensumstände in der Vergangenheit hinzu; wenn es gut gemacht ist – zum Beispiel so wie in „Der zweite Reiter“.

Es ist das Jahr 1919, das Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges, das Jahr nach dem Ende der Habsburger-Herrschaft, nach dem Ende der K.u.K. Monarchie. In Wien herrscht das Elend vor, unter Hunger und Kälte leidet der Großteil der Bevölkerung. weiter »


Jean Cocteau: Thomas der Schwindler

Thomas der Schwindler verfasst am 23.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Guillaume Thomas stammt aus dem Ort Fontenay. Als man ihn einmal fragt, ob er mit dem berühmten General de Fontenay verwandt wäre, nimmt er diese Gelegenheit gerne wahr um fortan als dessen Neffe aufzutreten. Er erdichtet seinen Lebenslauf, der ihn zu einem Soldaten macht, der er nicht ist. Die berühmte Verwandschaft und die Aura des Helden öffnen ihm Tür und Tor und man liebt es, sich mit seiner Gegenwart zu schmücken. weiter »


Felix Kucher: Kamnik

Kamnik verfasst am 11.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

In der Zwischenkriegszeit herrschte, auch in Österreich, großes Elend. Die Menschen hatten beinahe nichts zu essen, viele fassten deshalb den Entschluss, ihr Glück in der Ferne zu suchen.

Anton, ein Kärntner Slowene von einem Bauernhof in der Nähe von Klagenfurt, beschließt auszuwandern. weiter »


Franz Werfel: Der Tod des Kleinbürgers

Der Tod des Kleinbürgers verfasst am 03.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien im Jahr 1925. Es ist erst wenige Jahre her, da war Karl Fiala ein respektabler Beamter in der Finanzlandesdirektion seiner Majestät. Geachten, streng, unbestechlich – eine Respektsperson. Sein Stolz ist die Fotografie, die ihn inmitten der hohen Beamten des Amtes zeigt, er, Karl Fiala, in der Uniform des Portiers unter den wichtigen Herren. weiter »


Franz Werfel: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig verfasst am 20.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vater-Sohn Konflikt. Darum geht es in Werfels Novelle. Ein ewiges Thema der Literatur und sicher auch in der Psychoanalyse. Im Jahr 1920 schrieb Franz Werfel sein Gedanken zu diesem Thema in einer etwas über 100 Seiten langen Novelle nieder. weiter »


Hugo Bettauer: Faustrecht

Faustrecht verfasst am 24.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Krimi aus dem Jahr 1920, der mich stellenweise in Aufbau und Handlung an einen dieser typischen englischen Krimis erinnert. Nur eben verlegt in das Wien im Jahr 2 nach dem 1. Weltkrieg. Die beiden Hauptakteure sind alte Freunde, die gemeinsam als Offiziere die Schützengräben des Krieges überlebt haben und nach dessen Ende unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben. weiter »


Volker Kutscher: Durchmarsch
Eine Gereon-Rath-Story

Durchmarsch verfasst am 07.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Berlin im Sommer 1933, ein halbes Jahr nachdem Hitler als neuer Reichkanzler die Parade der mit Fackeln in der Hand marschierenden SA-Leute unter seinem Balkon in der Reichskanzlei abgenommen hatte (diese gespentischen Filmaufnahmen kennen wohl die meisten). Als Gereon Rath abends auf dem Heimweg beim Brandenburger Tor vorbei kommt, gerät er mitten in Filmaufnahmen: die Szenerie mit den Fackelzügen wird dort nachgedreht weiter »




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