Stichwort: Zwischenkriegszeit

Literatur aus der und über die Zwischenkriegszeit.



Alex Beer: Der zweite Reiter

Der zweite Reiter verfasst am 01.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kriminalromane, die in historischem Umfeld spielen, mag ich einfach. Denn da kommt zur Spannung auch noch das Gefühl für die Lebensumstände in der Vergangenheit hinzu; wenn es gut gemacht ist – zum Beispiel so wie in „Der zweite Reiter“.

Es ist das Jahr 1919, das Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges, das Jahr nach dem Ende der Habsburger-Herrschaft, nach dem Ende der K.u.K. Monarchie. In Wien herrscht das Elend vor, unter Hunger und Kälte leidet der Großteil der Bevölkerung. weiter »


Jean Cocteau: Thomas der Schwindler

Thomas der Schwindler verfasst am 23.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Guillaume Thomas stammt aus dem Ort Fontenay. Als man ihn einmal fragt, ob er mit dem berühmten General de Fontenay verwandt wäre, nimmt er diese Gelegenheit gerne wahr um fortan als dessen Neffe aufzutreten. Er erdichtet seinen Lebenslauf, der ihn zu einem Soldaten macht, der er nicht ist. Die berühmte Verwandschaft und die Aura des Helden öffnen ihm Tür und Tor und man liebt es, sich mit seiner Gegenwart zu schmücken. weiter »


Felix Kucher: Kamnik

Kamnik verfasst am 11.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

In der Zwischenkriegszeit herrschte, auch in Österreich, großes Elend. Die Menschen hatten beinahe nichts zu essen, viele fassten deshalb den Entschluss, ihr Glück in der Ferne zu suchen.

Anton, ein Kärntner Slowene von einem Bauernhof in der Nähe von Klagenfurt, beschließt auszuwandern. weiter »


Franz Werfel: Der Tod des Kleinbürgers

Der Tod des Kleinbürgers verfasst am 03.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wien im Jahr 1925. Es ist erst wenige Jahre her, da war Karl Fiala ein respektabler Beamter in der Finanzlandesdirektion seiner Majestät. Geachten, streng, unbestechlich – eine Respektsperson. Sein Stolz ist die Fotografie, die ihn inmitten der hohen Beamten des Amtes zeigt, er, Karl Fiala, in der Uniform des Portiers unter den wichtigen Herren. weiter »


Franz Werfel: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig verfasst am 20.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vater-Sohn Konflikt. Darum geht es in Werfels Novelle. Ein ewiges Thema der Literatur und sicher auch in der Psychoanalyse. Im Jahr 1920 schrieb Franz Werfel sein Gedanken zu diesem Thema in einer etwas über 100 Seiten langen Novelle nieder. weiter »


Hugo Bettauer: Faustrecht

Faustrecht verfasst am 24.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Krimi aus dem Jahr 1920, der mich stellenweise in Aufbau und Handlung an einen dieser typischen englischen Krimis erinnert. Nur eben verlegt in das Wien im Jahr 2 nach dem 1. Weltkrieg. Die beiden Hauptakteure sind alte Freunde, die gemeinsam als Offiziere die Schützengräben des Krieges überlebt haben und nach dessen Ende unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben. weiter »


Volker Kutscher: Durchmarsch

Durchmarsch verfasst am 07.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Berlin im Sommer 1933, ein halbes Jahr nachdem Hitler als neuer Reichkanzler die Parade der mit Fackeln in der Hand marschierenden SA-Leute unter seinem Balkon in der Reichskanzlei abgenommen hatte (diese gespentischen Filmaufnahmen kennen wohl die meisten). Als Gereon Rath abends auf dem Heimweg beim Brandenburger Tor vorbei kommt, gerät er mitten in Filmaufnahmen: die Szenerie mit den Fackelzügen wird dort nachgedreht weiter »


David Grann: Das Verbrechen

Das Verbrechen verfasst am 20.12.2017 von | 1 Kommentar

Kaum zu glauben, dass das, was in diesem Buch beschrieben ist, genau so passiert ist. Ein Tatsachen-Thriller, über die 1920er-Jahre in den USA, über eine Zeit voller Diskriminierung, Korruption und Rechtlosigkeit.

Die amerikanischen Ureinwohner wurden im Zuge der Expansion der Vereinigten Staaten verjagt, ermordet und entmündigt. Man beraubte sie ihres Landes und sperrte sie in Reservate, die dort eingerichtet wurden, wo die weißen Siedler kein Interesse an einer Landnahme hatten. Also dort, wo das Land unfruchtbar und unwirtlich war. weiter »


Sinclair Lewis: Das ist bei uns nicht möglich

Das ist bei uns nicht möglich verfasst am 27.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Einwanderer sind die Quelle allen Übels. Ein narzistischer Sprücheklopfer im Weißen Haus. Steuern hinunter und Militärausgaben hinauf. Die Überlegenheit der Weißen. So weit, so 2017 – mit diesen und weiteren uns wohl bekannten Szenarien der Rückwärtsgewandheit  ist Sinclair Lewis‘ Roman ist stellenweise unheimlich in seiner Aktualität und Präsenz. weiter »


Arne Jysch, Volker Kutscher: Der nasse Fisch

Der nasse Fisch verfasst am 04.08.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich bin erst mit Band 4 in die Geron Rath-Reihe eingestiegen. „Der nasse Fisch“ ist Band 1 und somit auch die Quelle für ein paar „Wie alles begann“-Hintergrundinformationen. Mit dieser Graphik Novel kommt man weitaus schneller an diese, als würde man den ganzen Roman aus dem Jahr 2008 lesen. Gibt es auch ein ABER? weiter »


Volker Kutscher: Lunapark

Lunapark verfasst am 02.08.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 1934: ein Jahr ist Hitler schon Reichkanzler und die Braunen Horden übernehmen unaufhaltsam alle Bereiche des Lebens. 1934: das Jahr, in dem endgültig alles gleichgeschaltet wurde. weiter »


Jakob Wassermann: Faber oder Die verlorenen Jahre

verfasst am 31.10.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eugen Faber, ein 30jähriger Architekt, kehrt 1919 aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurück. Er ist über einen langen Weg aus der Gefangenschaft geflohen. Sein erster Weg führt ihn zu seinem alten Hauslehrer Dr. Jakob Fleming.  Fleming unterrichtete Faber um die Jahrhundertwende. Faber ist ein Entwurzelter. Die Kriegsjahre, die strapaziöse Flucht haben ihn zu einem anderen Menschen gemacht. weiter »


Ulrike Schmitzer: Die gestohlene Erinnerung

verfasst am 11.09.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Über die unendlich vielen katastrophalen Ereignisse in Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt es sicher noch unendlich viele Geschichten zu erzählen, gilt es noch Wahrheiten zu ergründen und Fakten aufzuschreiben. Ulrike Schmitzer stellt für „Die gestohlene Erinnerung“ ein kleines Kapitel dieser Zeit(geschichte) in den Mittelpunkt: das Leben und Schicksal der Donauschwaben. weiter »


Alfred Polgar: Marlene

verfasst am 18.05.2015 von | 1 Kommentar

Im Jahr 1926 begann Alfred Polgars immerwährende Zuneigung zu Marlene Dietrich. Auf der Bühne der Wiener Kammerspiele sah und hörte er sie zum ersten Mal; sie, die eine noch vielerorts unbekannte Schauspielerin war, deren weltweiter Ruhm mit dem Film „Der Blaue Engel“ noch ein paar Jahre in der Zukunft lag. weiter »


Volker Kutscher: Märzgefallene

verfasst am 04.01.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Anfang 1933: Hitler ist seit kurzem Kanzler und neue Reichstagswahlen stehen vor der Türe. Polizei und Alltag sind schon von den Braunhemden durchsetzt und Opposition gegen die Machthaber wird unterdrückt.  Der Reichtag wird am 27. Februar 1933 in Flammen aufgehen und das liefert dem Regime den willkommenen Anlass, gegen alle anders denkenden mit Gewalt vorzugehen. Die Polizei wird zum Werkzeug der Nazis und für die Bekämpfung wirklicher Verbrechen stehen immer weniger Ressourcen zur Verfügung. weiter »


Hugo Bettauer: Der Herr auf der Galgenleiter

verfasst am 19.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Roman zur Finanzkrise. Zur Finanzkrise der 1920er-Jahre zwar, aber wer mag da schon einen Unterschied zu der aus dem Jahr 2008 erkennen? Der Roman über den Weg eines jungen Mannes vom unbeschwerten Reichtum zur schier ausweglosen Mittellosigkeit in nur 24 Stunden. weiter »


Joseph Roth: Hotel Savoy

verfasst am 16.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

864 Zimmer hat das Hotel Savoy, auf 8 Stockwerken verteilt. Als Gabriel Dan aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück kehrt, nimmt er ein Zimmer im Hotel Savoy. Nur solange, bis er genug Geld hat, um zu seinem eigentlich Ziel, Paris, weiter zu reisen. weiter »


Stefan Zweig: Die Welt von Gestern

verfasst am 13.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Geboren in Wien im Jahr 1881. Gestorben in Brasilien im Jahr 1942. Dazwischen liegen 61 Jahre, in denen sich für ihn selbst und die ganze Menschheit mehrfach alles von oben nach unten kehrte, in denen Welten untergingen und neue entstanden. 61 Jahre, in denen so viel geschah, wie in keiner ähnlich langen Zeitspanne zuvor und danach. weiter »


Erich Kästner: Die verschwundene Miniatur

verfasst am 03.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine ausserordentlich vergnügliche Krimi-Komödie der (Verw)Irrungen. In der Hauptrolle der Fleischermeister Oskar Külz aus Berlin, der daheim plötzlich genug von dem ganzen alltäglichen Kram hatte und, auf der Suche nach Abwechslung und Erlebnissen, einfach in den nächstbesten Zug stieg. Hauptsache einmal raus aus dem Trott. weiter »


Erich Kästner: Der kleine Grenzverkehr

verfasst am 27.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, das zwei Zeitalter umspannt: im ersten Zeitalter, in dem Kästner diese kleine Geschichte schrieb, gab es bei Salzburg eine Grenze zu Deutschland. Im zweiten Zeitalter, als dieses Buch erschien, hatte sich diese Grenze unter dem „Heim ins Reich“-Jubel der Österreicherinnen und Österreicher geöffnet und aus Österreich war die Ostmark geworden. Dazwischen lang nicht einmal ein Jahr. weiter »


Stefan Zweig: Brief einer Unbekannten

verfasst am 15.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von der Liebe einer Frau, die bis in den Tod andauert. Von der Gedankenlosigkeit des Mannes, der nimmt, aber alles sofort wieder vergisst. weiter »


Hugo Bettauer: Das blaue Mal

verfasst am 07.10.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Amerika, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: der Wiener Biologe Dr. Rudolf Zeller ist auf Studienreise in den USA unterwegs. Eine Erbschaft ermöglichte es ihm, seine Tätigkeit als Professor für längere Zeit zu unterbrechen. Nun ist er auf dem Weg nach Georgia um einen Bekannten zu besuchen und für eine Weile dort zu bleiben. Für Zeller ist es der Weg in eine fremde Welt der Vorurteile und des Rassenhasses. weiter »


Andrea Maria Schenkel: Täuscher

verfasst am 20.09.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon nach den ersten Worten war mir dieses Buch ungemein sympathisch. Wie der Kriminalbeamte Wurzer nach einem Kinobesuch seine Frau beruhigen muss; so sehr hat die der Krimi auf der Leinwand aufgeregt. Frau und Herr Wurzer: eine Einstiegsszene, bei der ich gleich das Gefühl hatte, im richtigen Roman gelandet zu sein. weiter »


Edith Wharton: Dämmerschlaf

verfasst am 12.09.2013 von | 1 Kommentar

1927: noch zwei Jahre bis zum Schwarzen Freitag. Die New Yorker Gesellschaft hat sich schon längst ihre ganze eigene Welt gebaut. Das Leben der „Oberen Zehntausend“ ist zwar schon lange in ewig gleichen Vergnügungen erstarrt, doch innerhalb dieser Welt merkt man es nicht. Genauso wie man nicht merkt, was ausserhalb vor sich geht. weiter »


Joseph Roth: Hiob

verfasst am 08.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zuerst liest es sich wie die Geschichte vom Leben auf einem anderen Stern. Eine Welt, die es nicht mehr gibt, eine Welt voll von Glauben und Tradition, geprägt von der Kleinheit der Dörfer, dem Misstrauen gegenüber Neuem und der Furcht vor dem Fremden. Das Leben der Ostjuden, die sich vor langer Zeit in den Weiten Osteuropas von Polen über die Ukriainer bis nach Russland angesiedelt hatten und dort noch wie in den längst vergangenen Zeiten lebten. weiter »


Hugo Bettauer: Bobbie oder die Liebe eines Knaben

verfasst am 05.08.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bob Holgermann ist 13 Jahre alt. Gertie Sehring ist zwei Jahre jünger. Beide zusammen sind unzertrennlich und das schon seit geraumer Zeit. Zwei Kinder wie aus dem Bilderbuch: hübsch, gut erzogen, folgsam und freundlich. Fast wie im Märchen. weiter »


Hugo Bettauer: Die freudlose Gasse

verfasst am 08.07.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Kriminalroman, der sich tief in jene Zeit der Gegensätze, der bitteren Armut  und des unglaublichen Reichtums vergräbt. Ein Gesellschaftroman, der die Zustände in Wien der 1920er Jahre im Rahmen eines Kriminalfalles beschreibt. Hugo Bettauer schrieb zwei Bücher in einem; in beiden ein ungeschminktes Bild der Zeit. weiter »


Joseph Roth: Das falsche Gewicht

verfasst am 21.06.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das, was Joseph Roth beschreibt, das spielt nur wie zufällig an der fernen Grenze der Donaumonarchie. Die Menschen aber, die er beschreibt, die könnten irgendwo auf der Welt zu jeder beliebigen Zeit gelebt und ihnen könnte es ganz ähnlich ergangen sein wie dem Eichmeister Anselm Eibenschütz. weiter »


Erich Kästner: Fabian

verfasst am 06.06.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht der Nazis war es wohl nur logisch, die Werke eines Meisters des pointierten Dialoges zu verbieten. Denn Erich Kästner hielt den Braunen ihre eigene Dummheit und die Primitivität ihres eigenen Denkens so punktgenau und unwiderlegbar unter die Nase wie kaum ein anderer. 1931 schrieb er mit „Fabian“ eine genial geistvolle Satire zwischen Lachen und Weinen, 2 Jahre später wurden seine Bücher von den Nazis verbrannt; alles Geistvolle war für sie „entartete Kunst“. weiter »


Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott

verfasst am 03.06.2013 von | 2 Kommentare

Diese Frage muss ich mir stellen: wie ist es möglich, so viele Lesejahre hinter sich zu bringen, ohne dabei ein einziges Mal etwas von Ödön von Horváth zu lesen? Ich kann mich nicht erinnern, ob es vielleicht die Folgen einer literarischen Zwangsbeglückung im Gymnasium war? Jedenfalls ist das Ergebnis, dass mir dieser literarische Schatz bis jetzt verborgen blieb. Ein Versäumnis. weiter »


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