Stichwort: Sachbuch


Buchbesprechungen, News

(23 Beiträge in dieser Rubrik)

Johannes Krause, Thomas Trappe: Die Reise unserer Gene
Eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren

Die Reise unserer Gene verfasst am 07.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

In weiten Teilen ist das für mich das spannendes Buch über Naturwissenschaften, das ich seit langem gelesen habe. Die Mischung aus Fakten und Spannung funktioniert deshalb so ausgezeichnet, weil sich hier ein Wissenschaftler (Krause) und ein Wissenschaftsjounalist (Trappe) zusammengetan haben. weiter »


Nathalie Boegel: Berlin – Hauptstadt des Verbrechens
Die dunkle Seite der Goldenen Zwanziger

Hauptstadt des Verbrechens verfasst am 17.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Weimarer Republik überdauert nur 14 Jahre – 14 turbulente, verwirrende, chaotische Jahre. Zwischen Revolutionen und Inflation, Gewalt und Ausschweifungen erlebten die Menschen ein stetes Auf und Ab.

Berlin war dabei der Brennpunkt innerhalb Deutschlands, in keiner anderen Stadt des Landes lebte es sich in dieser kurzen Zeitspanne auch nur annähernd so intensiv. weiter »


Bernhard Kegel: Ausgestorben, um zu bleiben
Dinosaurier und ihre Nachfahren

Ausgestorben um zu bleiben verfasst am 14.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Geschichte der Dinosaurier und die Geschichte ihrer Erforschung. In diesem Buch wird beides zu einem spannenden und sehr verständlichen Ganzen zusammen gefasst. Womit man sich auf dem aktuellen Stand der Forschung befindet – jedenfalls jenem, der im April 2018, dem Erscheinungstermin des Buches – gerade letztgültig war.

Denn die Erforschung der Dinosaurier ist keine gerade Linie. weiter »


Peter Heather: Die Wiedergeburt Roms
Päpste, Herrscher und die Welt des Mittelalters

Die Wiedergeburt Roms verfasst am 16.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mein Wissen über das frühe Mittelalter erschöpft sich in dem, woran ich mich aus dem lange zurück liegenden Geschichtsunterricht erinnern kann. Das ist außer ein paar Namen wie Odoaker, Theoderich und Konstantin nicht mehr wirklich viel.

Gleich zu Beginn: das Wissen und die Art, wie es in „Die Wiedergeburt Roms“ aufbereitet ist, lassen sich in keiner Weise mit meinem Geschichtunterricht vergleichen. weiter »


Hannes Leidinger, Verena Moritz, Berndt Schippler: Schwarzbuch der Habsburger
Die unrühmliche Geschichte eines Herrscherhauses

Schwarzbuch der Habsburger verfasst am 14.07.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kontroversen vorprogrammiert: das wird wohl die häufigste Meldung gewesen sein, als dieses Buch im Jahr 2003 erschien. Denn hier geht es um nichts weniger, als den Mythos Habsburgs nachhaltig zurecht zu rücken. Zu zerstören mag ich nicht schreiben, denn im Titel steht ja „Schwarzbuch“; folgerichtig findet man überwiegend die negativen, die stillschweigend verdrängten Informationen aus den Jahrhunderten, in denen die Habsburger die Geschichte Europas (mit) bestimmten. weiter »


Manfred Wieninger: Aasplatz
Eine Unschuldsvermutung

Aasplatz verfasst am 03.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch über einen (noch immer!) oft verdrängten Abschnitt der jüngeren österreichischen Geschichte, eine romanhafte Aufarbeitung der vermeintlichen Opferrolle Österreichs im Dritten Reich, eine Dokumentation über Opfer, denen die Verhältnisse nach dem Krieg viel zu oft ihr Recht auf Gerechtigkeit raubten und über Täter, die sich nie ihrer Veranwortung stellen mussten. weiter »


Pieter M. Judson: Habsburg
Geschichte eines Imperiums 1740-1918

Habsburg verfasst am 01.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man könnte beinahe  das Fazit ziehen, dass es die gute, alte Zeit in einem gewissen Rahmen doch gab – nämlich damals, als Österreich noch eine Großmacht war, als wir alle Untertanen im Reich der Habsburger waren.

Diesen vereinfachten Schluß könnte man ziehen, wenn man Judsons Buch über die Donaumonarchie liest, ohne sie den wissenschaftlichen Erkenntnissen anderer Historiker gegenüber zu stellen. Erst in einer solchen Gesamtsicht wird das komplette, differenzierte Bild erkennbar. weiter »


Laura Spinney: 1918 – Die Welt im Fieber
Wie die Spanische Grippe die Gesellschaft veränderte

1918 - Die Welt im Fieber verfasst am 07.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert voller Errungenschaften und Entdeckungen; in Erinnerung wird es aber hauptsächlich als Jahrhundert der Gewalt und der Katastrophen bleiben. Weltkriege, Hitler, Stalin, Mao, der Holocaust – eine schier endlose Liste. Weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt wurde dabei eine Katastrophe, die wohl mehr Opfer gefordert hat als alle anderen: die Spanische Grippe, die in den Jahren 1918-1920 über den Globus wütete. weiter »


Katrin Unterreiner: Meinetwegen kann er gehen
Kaiser Karl und das Ende der Habsburgermonarchie

Meinetwegen kann er gehen verfasst am 04.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der letzte Kaiser der Donaumonarchie war unbestritten eine sehr unglückliche Figur. Nach dem Tod von Franz Joseph I musste er im Kriegsjahr 1916 den Thron eines Staates besteigen, dem von allen Seiten der baldige Untergang prophezeit wurde.

Immer wieder wurde und wird die Frage gestellt, ob die Chance bestanden hätte, die Doppelmonarchie noch zu erhalten, die im Jahr 1916 nur noch durch den alten Kaiser zusammengehalten wurde. Wäre Karl in der Lage gewesen, den drohenden Zusammenbruch zu verhindern? Im Jahr 2018, genau 100 Jahre nach dem Ende der Monarchie, werden wir zu diesem Thema sicher noch viel lesen, hören und sehen. weiter »


Hannes Leidinger: Der Untergang der Habsburgermonarchie

Der Untergang der Habsburgermonarchie verfasst am 14.12.2017 von | 1 Kommentar

Abseits der Sissi-Foklore und der Nostalgie vom „Guten Alten Kaiser“: Hannes Leidinger taucht tief ein in die Anatomie eines sterbenden Staates und den Niedergang einer Dynastie. Seine Geschichte beginnt nicht mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo im Sommer 1914 sondern schon mehr als 100 Jahre zuvor; als das Habsburgerreich schon an dem krankte, was ihm im Jahr 1918 die Existenz kosten sollte. weiter »


Mark Twain: Reportagen aus dem Reichsrat 1898/1899

verfasst am 18.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Über die Habsburger, den Kaiser Franz Josef, die Kaiserin Sisi, über das Attentat in Sarajewo gibt es unzählige Bücher und Reportagen. Wissen über das Parlament – den Reichsrat – ist dem gegenüber für ein breites Publikum weit weniger interessant und und somit wohl nicht sehr verbreitet. Doch es gab ein Abgeordnetenhaus und obwohl die Rolle und der Einfluss dieses Reichsrates in der Monarchie nicht mit jenen des Parlamentes in unserer Republik vergleichbar sind, so wurden auch dort einige Grundlagen für den späteren Zerfall Österreich-Ungarns geschaffen. weiter »


Timothy Snyder: Black Earth
Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann

verfasst am 17.11.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die widerliche Fratze des Antisemitismus und des Rassenwahns hieß Adolf Hitler. Der war aber weder der Erfinder noch der einzige, der von jüdischer Weltverschwörung und von minderwertigen Rassen phantasierte: all das war ein beinahe über den ganzen Globus verbreiteter Wahn, der von Herrschenden geschürt, von den Massen willig aufgenommen wurde. weiter »


Helmut Andics: Luegerzeit
Das Schwarze Wien bis 1918

verfasst am 25.09.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die drei Jahrzehnte vor dem 1. Weltkrieg: das Wien jener Zeit und die Rolle und Bedeutung der Stadt für die Habsburger-Monarchie und die Bedeutung der Habsburger für die Stadt. Es ist eine Zeit voller Umbrüche und Weichenstellungen für das 20. Jahrhundert. Da sind einerseits die beharrenden Kräfte, die möglichst wenig an Veränderung zulassen wollen, während andererseits der Fortschritt (jedenfalls das, was man damals für Fortschritt hielt) nicht aufhaltbar ist. weiter »


Hellmut Andics: Ringstrassenwelt
Wien 1867-1887, Luegers Aufstieg

verfasst am 26.08.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der zweite Band von Andics‘ Reihe über die Entwicklung Wiens und der Donaumonarchie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat die Jahre zwischen 1867 und 1887 zum Inhalt. An der Ringstraße wird noch immer gebaut, rundherum entstehen gerade die Gebäude, die das Bild Wiens noch heute prägen und in Wissenschaft, Kunst und Architektur prägen Namen die Zeit, deren Ruhm und Vermächtnis im kollektiven Gedächtnis Österreichs noch für lange Zeit verankert bleiben werden. weiter »


Hellmut Andics: Gründerzeit
Das schwarzgelbe Wien bis 1867

verfasst am 14.08.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bereits im Jahr 1981 erschienen und derzeit leider vergriffen: Hellmuth Andics‘ 3-bändige Geschichte Wiens (und der Donaumonarchie) in der Zeit zwischen 1848 und 1914. Der erste Band „Gründerzeit“ befasst sich mit den Jahren bis 1867, dem Vorabend zu den größten Veränderung Wiens in 1.000 Jahren. weiter »


Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944

verfasst am 17.12.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus heutiger Sicht ist diese Situation kaum  mehr nachvollziehbar: die britischen Soldaten drängten die Deutsche Wehrmacht von der Normandie bis hinter die Grenzen Deutschlands zurück. Dabei trafen die Briten auf ein Land und dessen Bewohner, von dem seit Jahren nur Gewalt, Tod und Vernichtung ausgegangen waren.

Es muss wohl ein ähnliches Gefühl gewesen sein, als ob man einen fremden Planeten (oder zumindest einen neu entdeckten Kontinent) betreten würde, der von Aliens bewohnt wird. weiter »


Christopher Clark: Die Schlafwandler
Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog

verfasst am 04.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Egal, wieviele Bücher man zum Thema 1. Weltkrieg schon gelesen hat: es gibt noch viel zu erfahren über die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Ein enorm spannender Aspekt bei vielen der jetzt, zum Gedenken an den Ausbruch des Krieges vor 100 Jahren, erscheinenden Bücher ist der Versuch der objektiven Bewertung der damaligen Ereignisse. weiter »


Johannes Sachslehner: Der Henker
Leben und Taten des SS-Hauptsturmführers Amon Leopold Göth

verfasst am 07.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dank Steven Spielberg ist der Name „Amon Göth“ nicht in Vergessenheit geraten. Einer der unzähligen Verbrecher aus der Nazizeit bleibt durch den großartigen Film „Schindlers Liste“ für ewig ein Symbol der Barbarei, des Sadismus, der Unmenschlichkeit und des Verbrechens. Und Amon Göth ist ein in aller Welt sichtbarer Beweis, dass Österreich kein unschuldiges Opfer Hitlers war, sondern ein Land der zahllosen willfährigen Gehilfen und der besonders eifrigen Nazis. weiter »


Verena Moritz, Hannes Leidinger: Oberst Redl
Der Spionagefall, der Skandal, die Fakten

verfasst am 30.05.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer Welt, die so ganz anders aussah als unsere Gegenwart. In dieser untergegangen Welt von Kaiser, Donaumonarchie, in der Österreich zu den Großmächten gehörte, konnte der Verrat von geheimen Plänen, die in den Kanzleien in Wien ersonnen wurden, noch das Machtgefüge eines ganzen Kontinents aus dem Gleichgewicht bringen. Der Fall des Oberst Redl erschütterte die Monarchie vor ziemlich genau 100 Jahren. Die damalige Welt ist untergegangen, die Umstände und Hintergründe aber beschäftigen die Wissenschaft bis heute. weiter »


Wolfgang Korn: Mesopotamien
Wiege der Zivilisation und aktueller Krisenherd

verfasst am 18.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mesopotamien, das Zweistromland mit dem Irak im Zentrum und Iran, Syrien und der Türkei angrenzend an den Randzonen ist seit jeher eine Region im Umbruch. Vor Jahrtausenden entwickelten sich hier viele der Wurzeln unserer heutigen Zivilisation, einiges davon wirkt auch in der Gegenwart nach. Heute ist es eine Weltregion, die für viele Menschen der Gegenwart nur noch ein Synonym für Extremismus, Terrorismus, Tyrannei und Krieg ist. weiter »


John Freely: Platon in Bagdad
Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam

verfasst am 08.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Untertitel „Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam“ beschreibt das Thema des Buches noch weit genauer als der Titel selbst. Der Umstand, dass in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends n.Chr. und dann noch bis in die Mitte des 2. Jahrtausends hinein, die Wissenschaften vor allem im islamischen Teil der Welt blühten, während bei uns in Europa das Mittelalter für Rückschritt und Verelendung sorgten, das ist wohl bekannt. weiter »


Manfred Wieninger: Das Dunkle und das Kalte

verfasst am 11.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer mehr über St. Pölten weiß als „Landeshauptstadt“ , „Überschwemmung“ und „Autobahnraststätte“ möge bitte die Hand heben (St. PöltnerInnen und Menschen aus der dortigen Umgebung ausgenommen), Niemand? Ah, doch: 2, 3 Hände sind oben. Mehr wird man, schätze ich, unter jeweils 100 ÖsterreicherInnen wohl nicht finden (und ich weiß auch nichts darüber, war nicht ofter als 2 oder 3 Mal dort). weiter »


Timothy Snyder: Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin

verfasst am 09.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch aus der Rubrik „Geschichte, die nie in Vergessenheit geraten darf“. Dürfte, das wäre wohl passendere Wort, denn das, was zur Mitte des 20. Jahrhunderts mitten in Europa geschah, das ist für viele schon längst vergessene oder – noch schlimmer – zu vergessende Vergangenheit. Weil es ist nun einmal so: je weniger Menschen leben, diese Zeit selbst miterlebt haben, desto mehr wird sie aus unserem kollektiven Gedächtnis verdrängt. weiter »




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