Stichwort: Südamerika


Buchbesprechungen, News

(15 Beiträge in dieser Rubrik)

Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele

Das Verschwinden des Josef Mengele verfasst am 20.12.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Beklemmende an diesem Roman ist, dass er Raum gibt, sich das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. In der Schilderung des Lebens des Josef Mengele (das Wort „Mensch“) möchte ich in diesem Zusammenhang nicht verwenden) ist einerseits über seine abwegige Geisteswelt zu lesen; und andereseits über die Nazi-Netzwerke und ihre Dulder und Förderer, die eine erfolgreiche Verfolgung dieses Verbrechers vereitelten. weiter »


Mercedes Rosende: Krokodilstränen

Krokodilstränen verfasst am 08.08.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das ist kein Krimi im üblichen Sinn, jedenfalls für meine Begriffe.  Die Geschichte hangelt sich von einem Kapitel zum nächsten, die Klammer einer schlüssigen Handlung fehlt (oder sie ist mir entgangen…). weiter »


Roberto Bolaño: Mörderische Huren

verfasst am 17.10.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Hier ist er: der wahre Erzähler Roberto Bolaño. In diesen kurzen Geschichten zeigt sich, wie vituos, wie meisterhaft Bolaño erzählen kann. Es sind Geschichten, die weder von etwas Weltbewegendem berichten noch etwas Ausserordentliches zum Inhalt haben; sie überzeugen alleine mit Worten und Sätzen. weiter »


Rodrigo Rey Rosa: Stallungen

verfasst am 21.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Stallungen „Über das hier sollten Sie schreiben“ – ein Fremder spricht den Erzähler an, wohl wissend, dass es sich bei diesem um einen bekannten Schriftsteller handelt. Anlässlich des Geburtstagsfestes zu Ehren des Großgrundbesitzers und Pferdezüchters Don Guido Carrion findet dieser Kontakt zwischen dem Erzähler und, wie sich herausstellt, dem Rechtsanwalt der Familie Carrion statt. weiter »


Roberto Bolaño: Die Nöte des wahren Polizisten

verfasst am 15.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Bewusstsein, mich bei den vielen, eingefleischten Bolano-Fans unbeliebt zu machen: dieses Buch ist ausserordentlich entbehrlich! Diese Veröffentlichung von Fragmenten, zusammengefasst in einem Buch, folgt wohl vorrangig dem Wunsch, aus dem seit dem Roman „2666“ entstandenen Kult um Bolano Kapital zu schlagen. weiter »


Eduardo Sacheri: In ihren Augen

verfasst am 21.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist das Jahr 1993 in Buenos Aires. Der Justizbeamte Benjamin Miguel Chaparro befindet sich ab sofort im Ruhestand. Drei Wochen Vorbereitung investierten seine Mitarbeiter in die Abschiedsfeier. Doch auf dem  Weg zum Restaurant El Candil beschließt er nicht hinzugehen. Sein Weg führt ihn in den Justizpalast. Zur Richterin Irene Hornos. Chaporro betet die Richterin an, er liebt sie, verzweifelt, ohne ihr seine Gefühle zu gestehen. weiter »


Roberto Bolaño: Das Dritte Reich

verfasst am 20.09.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

In einer Anmerkung am Ende des Buches schreibt Christian Hansen, der Übersetzer, dass man hier ein Buch in der Hand habe, von dem niemand weiß, ob Bolaño selbst es veröffentlicht wissen wollte. Denn obwohl bereits im Jahr 1989 in einem praktisch druckreifen Manuskript fertig gestellt, hat es Bolaño zu seinen Lebzeiten nicht an seinen Verlag weiter gegeben. Ein Werk aus dem Nachlass, ein Frühwerk erwartet uns, doch ob es in dieser Form, in diesem Inhalt und Umfang den Vorstellungen des Autors entspricht, ob es aus seiner Sicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt war, das bleibt wohl unbekannt. weiter »


Mario Vargas Llosa: Tod in den Anden

verfasst am 13.08.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Land, zwei Welten. Durch Peru zieht sich eine unsichtbare Grenze zwischen Menschen. Auf der einen Seite die aus den Städten, von der Küste, auf der anderen Seite die, die oben leben in den Anden, die hinter sich jahrtausendealte Geschichte wissen, die immer schon hier waren. Die beiden Welten vernischen sich miteinander, ohne einander zu berühren. weiter »


Roberto Bolaño: Stern in der Ferne

verfasst am 13.06.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

1973, das Jahr der Machergreifung durch die Militärs, das Jahr, in den Allende starb, das Jahr, in dem Chile für viele Jahre hinter einem Vorhang aus Terror, Mord, Diktatur verschwand. Roberto Bolano ist ein literarischer Chronist dieser Zeit,  „Stern in der Ferne“ ist eine der Chroniken und sie beginnt in diesem Jahr. weiter »


Roberto Bolaño: Die Naziliteratur in Amerika

verfasst am 25.03.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieses Buch ist eine Fiktion, keine Dokumentation. Auch wenn es im Stil manchmal wie eine Enzyklopädie daher kommt. Es ist eine Sammlung von erfundenen Lebensläufen von SchriftstellerInnen aus und in Süd- und Nordamerika, die eines gemeinsam haben: ihre Vorliebe für das faschistoide, das rechte Gedankengut. weiter »


Roberto Bolaño: Telefongespräche

verfasst am 17.01.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bolaño erzählt: kurze, einfühlsame Geschichten aus seinem Leben, aus seiner eigenen Erinnerung, aus der Erinnerung und dem Leben anderer. weiter »


Roberto Bolaño: Lumpenroman

verfasst am 27.09.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von einem unbekannten Ort aus, zu einer unbekannten Zeit erzählt Bianca ihr Leben. Sie erzählt vom Tod ihrer Eltern, die bei einem Verkehrsunfall starben, unterwegs zu ihrem ersten Urlaub zu zweit. Erzählt, wie sie und ihr Bruder in der Zeit danach langsam in Monotonie verfielen, wie  zuerst das Fernsehen mit seinen Quizshows zum Lebensmittelpunkt wurde, stundenlang, nächtelang. weiter »


Roberto Bolaño: Der unerträgliche Gaucho

verfasst am 29.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Jahr 2003, ein Jahr vor Roberto Bolaños Tod, erschien diese Sammlung von 7 Erzählungen. So unterschiedlich sie im Inhalt sind, gemeinsam haben alle eine Art von melancholischer Grundstimmung. weiter »


Roberto Bolaño: Chilenisches Nachtstück

verfasst am 23.08.2010 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus den Gedanken des sterbenden Literaturkritikers entsteht ein subjektiver, von Selbstrechtfertigung triefender, ausschweifender Blick zurück auf sein Leben. Voll von den nebensächlichen Details, an die er sich erinnern möchte um sich sein eigenes Lebensbild zu erhalten, voll von Auslassungen, die dieses Bild stören. weiter »


Roberto Bolaño: 2666

verfasst am 25.05.2010 von | 2 Kommentare

Die Suche nach Benno von Archimboldi, dem verschollenen deutschen Schriftsteller, dessen Werk sie sich verschrieben haben, führt vier europäische Literaturwissenschaftler nach Mexiko, ins Grenzgebiet zur USA. Es ist jene Region in der seit Jahren unzählige Frau ermordet wurden. weiter »




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