Stichwort: Nationalsozialismus


Buchbesprechungen, News

(50 Beiträge in dieser Rubrik)

Gerhard Paul: Bilder einer Diktatur
Zur Visual History des Dritten Reiches

Gerhard Paul: Bilder einer Diktatur verfasst am 18.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es gab – wer kann sich erinnern? – vor vielen Jahren die Fernsehreihe „1000 Meisterwerke“: Gemälde wurden vorgestellt, beschrieben und als laienhafter Zuseher wurde man zu Details geführt, die man selbst nie erkannt hätte. „Bilder einer Diktaur“ nimmt sich ähnliches vor – aus Bildern, Momentaufnahme, vollständge Ereignisse zu machen, sie in den richtigen Konzext zu setzen und, wo es möglich ist, den gezeigten Personen Name und Schicksal zu geben. weiter »


Markus Thiele: Echo des Schweigens

Markus Thiele: Echo des Schweigens verfasst am 11.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der reale Hintergrund dieses Romanes ist der gewaltsame Tod eines Flüchtlings in einem Polizeiarrest – Oury Jalloh aus Sierra Leone verbrannte im Jänner 2005 in einer Zelle im Polizeiarrest in Dessau. Die Umstände seines Todes wurden bis heute nicht endgültig gerichtlich geklärt. weiter »


Rosa Liksom: Die Frau des Obersts

Die Frau des Obersts verfasst am 27.02.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

“Die Frau des Obersts“ ist ein sehr dramatischer Roman.

Die Protagonistin blickt als alte Frau auf ihr Leben zurück. Als Ich-Erzählerin führt sie durch ihr aufregendes, teilweise unmenschliches Leben. Ihren Namen lernen wir nicht kennen. weiter »


Bernard von Brentano: Der Beginn der Barbarei in Deutschland

Bernard von Brentano: Der Beginn der Barbarei in Deutschland verfasst am 07.01.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kein Buch zum Lesen, im eigentlichen Sinne. Bernard von Betrano bewertete die Lage in Deutschland zu Beginn der 1930er Jahre aus einer marxistisch-leninistischen Sicht in einem Buch, das vielmehr eine Bestandsaufnahme darstellt. weiter »


Alex Beer: Unter Wölfen
Nürnberg 1942: Isaak Rubinstein ermittelt

Alex Beer: Unter Wölfen verfasst am 10.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein jüdischer Antiquar in der Rolle eines Sonderermittlers der Gestapo. Auf so ein Szenario muss man erst einmal kommen!

Nürnberg, zu Beginn des Jahres 1942: die jüdische Bevölkerung ist immer größeren Repressalien ausgesetzt und jetzt beginnen die Nazis mit der letzten Phase ihres Planes, alle Juden aus Deutschland zu eliminieren – immer mehr Transporte rollen nach Osten, zu den Vernichtungslagern. weiter »


Michaela Lindinger: Hedy Lamarr
Filmgöttin – Antifaschistin – Erfinderin

Michaela Lindinger: Hedy Lamarr verfasst am 13.10.2019 von | 1 Kommentar

Hedy Lamarrs großes Idol war die ehemalige Kaiserin Sisi. Als 18-Jährige spielte sie in Fritz Kreislers Singspiel „Sissy“ die Titelrolle. Sie fühlte sich zur Lebensart der Kaiserin sehr hingezogen. weiter »


Pedro J. Colombo, Aintzane Landa, Salva Rubio: Der Fotograf von Mauthausen

Der Fotograf von Mauthausen verfasst am 26.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

So vieles kommt in diesem Buch zusammen: die Lebensgeschichte des spanischen Fotografen und Widerstandskämpfers Francisco Boix. Der Bericht über das Grauen im Konzentrationslager Mauthausen. Der Zorn über das nach dem Ende des Krieges zunehmend nachlassende Engagement, die Nazis-Verbrecher gerichtlich zu verfolgen und zu bestrafen. weiter »


Frederick Taylor: Der Krieg, den keiner wollte
Briten und Deutsche: Eine andere Geschichte des Jahres 1939

Der Krieg, den keiner wollte verfasst am 24.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

September 1938: noch ein Jahr bis zum Krieg! Es wurde das Jahr, in dem der Jahrtausendverbrecher Hitler die Welt vor sich her trieb, um sie am Ende in eine wahre Hölle zu stürzen.

Wie erlebten die Menschen diese 12 Monate vom September 1938 bis zum 1. September 1939, dem Tag als Hitler mit dem Befehl zur Invasion Polens den 2. Weltkrieg auslöste? Was passierte abseits der Vorgänge in den Staatskanzleien und den Generalstäben? weiter »


Jiří Weil: Mendelssohn auf dem Dach

Mendelssohn auf dem Dach verfasst am 06.06.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Tschechien in den der ersten Hälfte der 1940er Jahre ist ein besetztes Land. Die Deutschen sind die neuen Herren und sie regieren das Land wie eine Kolonie, die den Deutschen, den Herrenmenschen, zu dienen hat, sie nennen es „Protektorat Böhmen und Mähren“. Überall wird ausgebeutet, geraubt, willkürlich gemordet, die Menschen werden wie Sklaven benutzt, sie sidn Sklaven. Überall herrscht die Angst, durch unbedachtes Handeln oder ein unbedachtes Wort der Willkür ausgeliefert zu sein. weiter »


Thomas Fatzinek: Der letzte Weg

Der letzte Weg verfasst am 23.05.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Immer wieder muss man sich verdeutlichen, dass Ereignisse, wie sie in „Der letzte Weg“ beschrieben werden, Tatsachen sind. Dass es so geschah, dass sich hier bei uns und an Orten, die wir heute in wenigen Stunden erreichen können, genau das ereignete, was uns jetzt so unwirklich, so undenkbar erscheint. weiter »


Martin Horváth: Mein Name ist Judith

Mein Name ist Judith verfasst am 25.03.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, aus vielen Erzählungen zusammen gesetzt. Erzählungen, von denen man oft nicht weiß, ob sie real oder nur geträumt sind. Manche sind wie zusammenhanglos in andere eingebettet, manche erzählen eine fortlaufende Geschichte. weiter »


Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele

Das Verschwinden des Josef Mengele verfasst am 20.12.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Beklemmende an diesem Roman ist, dass er Raum gibt, sich das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. In der Schilderung des Lebens des Josef Mengele (das Wort „Mensch“) möchte ich in diesem Zusammenhang nicht verwenden) ist einerseits über seine abwegige Geisteswelt zu lesen; und andereseits über die Nazi-Netzwerke und ihre Dulder und Förderer, die eine erfolgreiche Verfolgung dieses Verbrechers vereitelten. weiter »


Christopher Clark: Von Zeit und Macht
Herrschaft und Geschichtsbild vom Großen Kurfürsten bis zu den Nationalsozialisten

Von Zeit und Macht verfasst am 22.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nicht einfach zu lesen und nicht einfach, darüber zu schreiben: Christopher Clark definiert Geschichte in diesem Buch aus einem anderen Blickwinkel, als man es gemeinhin in Geschichtsbüchern erwartet. Vier Abschnitte aus der Geschichte Preussens/Deutschlands dienen ihm dazu als Basis für den Versuch einer zeitlichen und historischen Einordnung der jeweiligen Protagonisten und deren Handlungen. weiter »


Andreas Eschbach: NSA – Nationales Sicherheits-Amt

NSA - Nationales Sicherheits-Amt verfasst am 21.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein spannendes Szenario: was wäre, wenn es schon zum Ende des 19. Jahrhunderts Computer gegeben hätte? Andreas Eschbach macht daraus eine neue Geschichte von Nazi-Deutschland und vom 2. Weltkrieg. weiter »


Volker Kutscher: Marlow
Der siebte Rath-Roman

Marlow verfasst am 11.11.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Deutschland im Sommer 1935: mehr als zwei Jahre sind die Nazis schon an der Macht und sie haben sich in einer Weise darin eingerichtet, dass jeder merken muss, dass sie nicht bereit sind, diese Macht jemals freiwillig wieder abzugeben. Alles ist von ihren Symbolen und den Anhängern durchdrungen. Geron Rath und seine seine Frau Charlotte leben als stille Gegner des Regimes in einer Welt, in der man niemandem mehr vertrauen kann, in der jeder, der ein falsches Wort über die Machthaber fallen lässt, von Nachbarn, Familienmitgliedern, Freunden oder zufälligen Zuhörern ganz schnell an die Gestapo verraten werden kann. weiter »


Manfred Flügge: Stadt ohne Seele
Wien 1938

Stadt ohne Seele verfasst am 21.10.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Untertitel dieses Buches kann etwas in die Irre führen. Denn nicht nur das Wien im Jahr 1938 ist das Thema, nicht nur die Ereignisse rund um den „Anschluß“ und das Verhalten der Österreicherinnen und Österreicher an diesen verhängnisvollen Tagen stehen im Mittelpunkt. Der Bogen spannt sich von der Zeit der Monarchie bis nach dem Ende der Naziherrschaft. weiter »


Paul Kohl: Der Jude, der Nazi und seine Mörderin

Der Jude, der Nazi und seine Mörderin verfasst am 10.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wilhelm Kube, ein radikaler Antisemit, wird nach seinem tiefen Fall, ausgelöst durch seine Verschwendungssucht und seinen ausschweifenden Lebenswandel, von seinem Posten in Berlin – er hat wohl die Position eines hochrangigen Parteigenossen zu sehr für seine eigenen Zwecke ausgenutzt –  abberufen. weiter »


David Schalko: Schwere Knochen

David Schalko: Schwere Knochen verfasst am 16.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Verleitet durch dem Umstand, dass sich „Schwere Knochen“ auf der ORF-Bestenliste im Juni 2018 findet, beschließe ich, ein Buch von David Schalko zu lesen. Was soll denn auch schief gehen, wenn groß hinten auf dem Buchdeckel steht, was Josef Hader über den Autor meint: „David Schalko sieht unbestritten aus wie ein Genie Es spricht aber auch einiges dafür, dass er eins ist.“ weiter »


Éric Vuillard: Die Tagesordnung

Die Tagesordnung verfasst am 10.06.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Geschichte, anders und viel weitergehend erzählt. Éric Vuillard beobachtet diejenigen, die Hitler und Göring begegneten. Die Ja-Sager, die Beschwichtiger, die Angstvollen.

Der Rahmen der Ereignisse beginnt kurz nach der Ernennung Hitlers zum Reichkanzler, zu Beginn des Jahres 1933. Als 24 deutsche Industriekapitäne durch ihre bereitwilligen Spenden  den weiteren Aufstieg der Nazipartei kräftig unterstützten, wenn nicht gar erst ermöglichten. weiter »


Manfred Wieninger: Aasplatz
Eine Unschuldsvermutung

Aasplatz verfasst am 03.04.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch über einen (noch immer!) oft verdrängten Abschnitt der jüngeren österreichischen Geschichte, eine romanhafte Aufarbeitung der vermeintlichen Opferrolle Österreichs im Dritten Reich, eine Dokumentation über Opfer, denen die Verhältnisse nach dem Krieg viel zu oft ihr Recht auf Gerechtigkeit raubten und über Täter, die sich nie ihrer Veranwortung stellen mussten. weiter »


Felix Kucher: Kamnik

Kamnik verfasst am 11.03.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

In der Zwischenkriegszeit herrschte, auch in Österreich, großes Elend. Die Menschen hatten beinahe nichts zu essen, viele fassten deshalb den Entschluss, ihr Glück in der Ferne zu suchen.

Anton, ein Kärntner Slowene von einem Bauernhof in der Nähe von Klagenfurt, beschließt auszuwandern. weiter »


Timothy Snyder: Black Earth
Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann

verfasst am 17.11.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die widerliche Fratze des Antisemitismus und des Rassenwahns hieß Adolf Hitler. Der war aber weder der Erfinder noch der einzige, der von jüdischer Weltverschwörung und von minderwertigen Rassen phantasierte: all das war ein beinahe über den ganzen Globus verbreiteter Wahn, der von Herrschenden geschürt, von den Massen willig aufgenommen wurde. weiter »


Verlagsgruppe Random House distanziert sich von Akif Pirinçci

verfasst am 21.10.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Verlagsgruppe Random House bestätigte in einer Pressemitteilung die bereits gestern bekannt gewordene Entscheidung, Bücher von Akif Pirinçci nicht mehr anzubieten. Eine gleichsam schnelle wie bemerkenswerte Reaktion, die zeigt, dass auch ein Unternehmen eine wirkungsvolle Rolle bei der Bewahrung unserer idellen Werte übernehmen kann. weiter »


Initiative zur Umbenennung der Birago-Kaserne in „Anton-Schmid-Kaserne“

verfasst am 16.10.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Selbst in schwierigsten Zeiten gab und gibt es Menschen, die ihr Gewissen über ihre Angst stellen. Der Feldwebel Anton Schmid, war einer dieser Menschen. Seinen Einsatz für andere bezahlte er im Jahr 1942 mit dem Leben. Manfred Wieninger beschrieb Schmids Leben eindrucksvoll in Die Banalität des Guten.
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Robert Streibel: April in Stein

verfasst am 13.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieses Buch hat mich sehr betroffen gemacht. Robert Streibel setzt sich mit einem Teil der Geschichte in der Zeit des Nazigewaltregimes in Krems auseinander. So deutlich wie in diesem Buch wurde – für mich jedenfalls – noch in keinem Buch der ehrgeizige Fanatismus, die reglementierte Grausamkeit, die menschenverachtende Perversion. weiter »


Manfred Wieninger: Die Banalität des Guten
Feldwebel Anton Schmid - Roman in Dokumenten

verfasst am 03.10.2014 von | 1 Kommentar

Über den Feldwebel Anton Schmied – da bin ich mir sicher – weiß bestenfalls ein Handvoll Menschen in Österreich Bescheid. Er war kein Kriegsheld, er hat keine Schlachten geschlagen, keinen Nobelpreis bekommen; Anton Schmid ist einfach Mensch und menschlich geblieben in einer Zeit, in der Menschlichkeit nicht als Tugend sondern als verachtenswerte Schwäche angesehen wurde. Anton Schmid hat seine Menschlichkeit mit dem Leben bezahlt. weiter »


Johann Skocek: Mister Austria
Das Leben des Klubsekretärs Norbert Lopper

verfasst am 10.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eines vorweg: meine Zeit als Fußball-Fan ist schon sehr lange her. Das „I wer narrisch“ von Edi Finger habe ich noch gehört aber danach war es mit meinem Interesse am Fußball vorbei.

Warum dann ein Buch über einen früheren Funktionär der Wiener Austria lesen? Weil er einer der wenigen ist, der als Jude aus Wien die Konzentrationslager überlebte und weil ich die Erinnerungen von Menschen, die die Nazizeit überleben konnten, für so ungemein wichtig halte. weiter »


Walter Than: Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt

verfasst am 02.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Welch symbolischer Titel für dieses Buch. Walter Than schildert die letzten Jahre des zweiten Weltkrieges in Wien in eindringlichen Form. Wenn er seinen Protagonisten Georg Manhart – einen Halbjuden – unter der ständigen Belastung auch „entsorgt“ zu werden, durch Wien gehen lässt. Wenn Georg nach der Matura seine Stelle als technischen Zeichner in einem Flugzeugwerk antritt, ohne eine Ahnung von dieser Aufgabe zu haben, dann verlässt einen beim Lesen die bedrückende Atmosphäre der damaligen Zeit kaum mehr.

Zumindest ist es mir so ergangen. Ich war nahe daran, nach einiger Zeit nicht mehr weiter zu lesen. Doch Walter Than versteht es mit seiner Sprache, mit seinen Schilderungen zu fesseln. weiter »


Dodo Kresse, Gerhard J. Rekel: Mona Lisas dunkles Lächeln

verfasst am 17.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die von den Nazis geraubten Kunstschätze: da gibt es einerseits die nach Jahrzehnten noch immer nicht vollständige erfolgte Rückgabe an die rechtmäßigen Besitzer. Andererseits verliehen zwei Ereignisse dem Thema gerade jetzt wieder Aktualität – die Gurlitt-Sammlung und der Clooney-Film „The Monuments Men“. weiter »


David Safier: 28 Tage lang

verfasst am 25.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein dunkles Kapitel aus dem an dunklen Kapiteln wahrlich nicht armen 20. Jahrhundert. Als die Deutschen in Warschau das Ghetto für hunderttausende Juden aus ganz Europa errichteten in dem unzählige Menschen starben und als sie später die Überlebenden zu den Gaskammern transportierten um sie alle zu ermorden. David Safier beschreibt jene Tage, als die Deutschen begannen das Ghetto zu räumen – er beschreibt den Aufstand einer kleinen Handvoll Juden gegen ihre Deportation in die Vernichtungslager: 28 Tage von April bis Mai 1943. weiter »




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