Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 984 Beiträge:

Arne Dahl: Gier

verfasst am 07.03.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Früher, so in etwa bis Ende der 1980er-Jahre, da war es relativ überschaubar. Der Kalte Krieg definierte Gut und Böse, je nachdem auf welcher Seite des Eisernen Vorhanges man lebte und damit hatte man jederzeti einen guten Stoff für einen Thriller. Heutzutage benötigt man ein paar mehr Zutaten. Man nimmt z.B. die Mafia oder eine andere weltweit operierende Verbrecherorganisation, ein wenig Umweltkriminalität dazu, eine Prise Finanzhai, einen Schuss Drogenhandel und hat den Stoff für den Thriller von heute zusammen. weiter »


Roberto Ampuero: Tod in der Atacama

verfasst am 02.03.2012 von | 1 Kommentar

Ein geschichtsträchtiges und hartes Land: die Atacama-Wüste ist seit Jahrtausenden Siedlungsgebiet und sie ist gleichzeitig eine der wasserärmsten Gegenden auf unserer Erde. Und ein Verbrechen: Willi Balsen, ein deutscher Entwicklungshelfer wird ermordet. Das, was von der örtlichen Polizei schnell als einfacher Raubmord eingestuft und langsam zu einer verstaubten Akte wird, das soll in Wahrheit nur der sichtbare Teil einer weit über die Grenzen Chiles reichenden Verschwörung zu sein. weiter »


Leonardo Padura: Der Schwanz der Schlange

verfasst am 27.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie kann man sich das Havanna am Ende der 1980er-Jahr vorstellen? Die Sowjetunion existiert noch, Mao ebenfalls, Kuba ist also wenigstens nicht alleine in seinem sozialistischen Weltbild. Alleine aber sind wohl die Menschen in der Stadt. Der alte Glanz ist in vielen Jahrzehnten vergangen und obwohl schon so vieles zerfallen ist, bröckelt es an allen Ecken weiter. weiter »


T.C. Boyle: Wenn das Schlachten vorbei ist

verfasst am 26.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit viel Trara und Tamtam in dem Medien brach dieser Roman über uns herein. T.C.Boyle hier, T.C. Boyle da. Keine Frage, das Thema Umwelt ist brisant und wichtig und hochaktuell  (in den USA wahrscheinlich noch brisanter und wichtiger als bei uns) und eine Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen Strömungen innerhalb dieser Bewegung ist ein neuer Aspekt für einen Roman.  Viele Vorschusslorbeeren, da kommt man ums Lesen praktisch nicht herum. weiter »


Robert Louis Stevenson: Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde

verfasst am 24.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine von jenen Erzählungen, die die meisten zuerst als (schwarz/weiß) Film kennen gelernt haben. Und die meisten, so wie ich, haben es wahrscheinlich dabei belassen und das Buch, das Original von Robert Loius Stevenson, niemals gelesen. weiter »


Jörg Maurer: Oberwasser

verfasst am 22.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Mal im Jahr wird es ernst, dort im Kurort in den bayrischen Alpen. Man mag es Zufall nennen, aber genau ein Mal im Jahr rückt Kommissar Jennerwein mit seinem Team an und löst einen kniffligen Fall. Der ist, ob der, aus Verbrechersicht, geografisch günstigen Lage an der an der Grenze zu Österreich meist auch international vernetzt. Und es sieht so aus, als wäre es heuer, im Jahr 2012, auch nicht anders. weiter »


Julian Barnes: Vom Ende einer Geschichte

verfasst am 14.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Schulzeit und drei Freunde. Bis Adrian Finn neu in ihre Klasse kommt und der Vierte in ihrer Runde wird. Dann das Ende der Schulzeit, der Wechsel, das Studium in jeweils anderen Städten, die Freundschaft besteht weiter, nur beschränkt sie sich nun hauptsächlich auf das Briefe schreiben, unterbrochen von gelegentlichen Treffen. Die Verbindung zueinander löst sich, kaum merklich mehr und mehr, jeder geht seinen eigenen Weg, findet neue Freunde – und Freundinnen. weiter »


Edith Kneifl (Hrsg.): Tatort Beisl

verfasst am 13.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Wiener Beisl ist als gastronomischer Kategoriebegriff noch weniger eindeutig als das „Wiener Kaffeehaus“. Da greift die Übersetzung des Peter-Alexander-Hits „Die kleine Kneipe …“ viel zu kurz, denn Beisl ist, übersetzt man es in allgemein Verständliches, entweder Kneipe oder Gasthaus oder Restaurant, in der Vorstadt oder in der City, Treffpunkt der Schickeria oder ein Szenelokal, mit oder ohne Schanigarten, Wein aus dem Doppler oder vom Edelwinzer, etc., etc. weiter »


Daniel Glattauer: Ewig Dein

verfasst am 03.02.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Versprechen oder eine Drohung?  Oder ein Versprechen, das sich mehr und mehr als Drohung entpuppt? Auf die Spur der bedrohlichen Bedeutung dieser Phrase macht sich Daniel Glattauer und kehrt damit, nach seinem phänomenal erfolgreichen Ausflug in das Genre der „Email-Romane“,  zurück in die Welt der „normalen Romane“. weiter »


Benjamin Stein: Replay

verfasst am 02.02.2012 von | 1 Kommentar

Wenn man von Geburt an mit einem Handicap zu leben hat, dann ist es doch die beste Chance, die man bekommen kann: über eine Technik zu verfügen, die nicht nur über dieses Handicap hinweg hilft, sondern viel mehr Möglichkeiten eröffnet, als sie ein Mensch von Natur aus haben könnte. weiter »


Wiens erster Buch-Expressdienst: soziales Engagement inklusive

verfasst am 26.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ab sofort gibt es einen Buch-Webshop mit einem Buch-Expressbotendienst für ganz Wien. Wer jemanden mit einem Geschenk überraschen möchte oder keine Zeit für Besuche hat… – kann nun völlig unkompliziert und kostengünstig ‚ein Buch auf Besuch’ schicken. weiter »


Georges Simenon: Der Mörder

verfasst am 26.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Hans Kuperus ist ein Mörder. Ein eiskalter Mörder, der seine Tat ein Jahr lang vorbereitete. Von dem Moment vor einem Jahr an, als er den anonymen Brief erhielt, durch den er von der Affäre seiner Frau erfuhr. Von diesem Moment an wuchs in ihm die Wut und nun hatte er es getan. weiter »


Wolfgang Ruge: Gelobtes Land

verfasst am 24.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Von einem, der, wie er glaubte und hoffte,  ins Land der Verheissung zog und dessen Überzeugung dort auf eine harte Probe gestellt wurde. Der Weg des Wolfgang Ruge aus Nazideutschland in Stalins Sowjetunion und wieder zurück in die DDR. weiter »


Walter Fanta: Puschnig

verfasst am 23.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Politik in Kärnten ist seit vielen Jahren ein praktisch unerschöpflicher Quell an Kuriositäten, Peinlichkeiten und ein paar weiteren Eigenschaften, die beim Namen zu nennen die Gefahr eines gerichtlichen Nachspieles in sich bergen (weshalb ich sie nicht nenne, sondern es die Leserin/den Leser ersuche, sich selbst etwas auszusuchen). weiter »


H.G. Wells: Von kommenden Tagen

verfasst am 22.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist ein richtiger utopischer Roman. Aus der Sicht des ausgehenden 19. Jahrhunderts erzählt H.G. Wells über das 22. Jahrhundert. Heraus gekommen ist dabei die Beschreibung einer Welt, die einerseits einiges enthält, das schon wahr geworden ist, andererseits wird von einer Gesellschaft berichtet, die noch weiter auseinander gedriftet ist, als wir es schon heute erleben. weiter »


Josef Rainer: Das Leben des Benvenuto Cellini und der Diebstahl der Saliera

verfasst am 21.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das „Leben“ der Saliera, des berühmtesten Salzfasses der Welt, erzählt in einer Form, die dem durchaus bewegten Leben des kleinen Kunstwerkes und seines Schöpfers entspricht. weiter »


Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt: Der Mann, der kein Mörder war

verfasst am 19.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Sie werden es lieben, ihn zu hassen“ steht auf dem Buchrücken hinten drauf und das trifft es genau. Gemeint ist damit aber nicht der Mörder, der ja laut Titel gar keiner ist, sondern der Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann. Und dann ist der Untertitel auch noch „Die Fälle des Sebastian Bergmann“ – na toll, ein bekennender Ungustl, ein, Zitat,  „sozialer Super-Gau“ als Hauptdarsteller eines Krimis! weiter »


Miriam Pharo: Isar 2066 Fall 1 – Jimmy der Mops

verfasst am 17.01.2012 von | 2 Kommentare

Kaum gerät man etwas mehr als 50 Jahre in die Zukunft,  schon erkennt man die eigene Welt nicht mehr. Detektiv Lucio Verdict lebt und arbeitet neuerdings (wir schreiben das Jahr 2066) in München. Nehmen wir aber einfach einmal an, dass es zu dieser Zeit auch anderswo so ähnlich ausieht: viel Technik, wenig Platz, kaum Natur und ein Hauch von Big Brother – nun eben genau so wie es unweigerlich kommen muss, wenn wir es in unserer Gegenwart einfach so weiter treiben. weiter »


Helmut A Gansterer, Christiane Scholler: Erwin Pröll – Profil eines Politikers

verfasst am 15.01.2012 von | 1 Kommentar

Wenn ausserhalb des Landes Niederösterreich der Name „Erwin Pröll“ fällt, dann rollen die meisten mit den Augen, fallen wenig schmeichelhafte Bezeichungen wie „Landeskaiser“, „Parteibonze“ (das sind noch die freundlichsten, weiteres dazu lasse ich unerwähnt, sonst verklagt mich noch jemand) und alle freuen sich, dass in ihrem eigenen Bundesland der Pröll nicht an der Spitze der Landesregierung sitzt. weiter »


Hugo Portisch: Was jetzt

verfasst am 04.01.2012 von | 2 Kommentare

Hugo Portisch hat den Österreicherinnen und Österreichern bis in die 1990er-Jahre hinein fast im Alleingang Zeitgeschichte in Büchern und TV-Dokumentationen vermittelt und erklärt. Die aktuell angespannte Lage Europas bewog ihn zu einer Stellungnahme. Heraus kam ein kleines Büchlein, eine Art niedergeschriebener Vortrag, mit dem etwas irreführenden Titel „Was jetzt“ (ohne Fragezeichen). weiter »


Don Winslow: Zeit des Zorns

verfasst am 02.01.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schön, wenn man ein Buch liest und die Erwartungen daran erfüllen sich: Don Winslow ist wieder da! Nach der, für meinen Geschmack, schwer verunglückten Auftragsarbeit „Satori“ meldet er sich mit einem typischen Winslow zurück. So cool, so lässig, so rasant wie man es sich wünscht. weiter »


Bill Bryson: Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge

verfasst am 13.12.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Weil wir es meistens vergessen, oder einfach nicht daran denken: neben den paar ganz großen, weltbewegenden Erfindungen/Errungenschaften gibt es eine schier unendliche Zahl an kleinen, unbekannten, nicht beachteten. Aber die haben es in sich, denn ohne sie gäbe es unsere heutige Welt nicht (zumindest nicht in dieser Form). weiter »


Haruki Murakami: 1Q84 Buch 3

verfasst am 14.11.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist von Anfang an wieder da:  eingefangen von der klaren, manchmal fast übertrieben einfachen Sprache des Buches versinkt man in der Welt von Aomame und Tengo, hat das gleiche vertraute Gefühl wie schon beim Lesen des ersten Buches (eigentlich Buch 1+2), ist mitten im Buch, mitten in der Erzählung, mitten in dieser anderen Welt. weiter »


Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts

verfasst am 01.11.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nach nur 2, 3 Sätzen hatte ich das Gefühl, dass mir in diesem Buch alles vertraut ist. So schnell in einen Roman hinein zu finden, das ist mir bis jetzt nur selten passiert. Eugen Ruge macht es mit seinem sehr persönlichen Stil möglich, dass schon nach wenigen Seiten das Gefühl aufkommt, hier schon ewig zu lesen und noch ewig lesen zu können. weiter »


E.L.Doctorow: Der Marsch

verfasst am 29.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Marsch beschreibt das Leben im Rahmen des Feldzuges von General William Tecumseh Sherman im Jahr 1865. Eine breite Spur der Gewalt und Verwüstung lässt der Heerestross auf seinem Marsch  durch die US-Staaten Georgia, South – und North Carolina hinter sich. Am Ende steht die Kapitulation von Joe Johnston, General der Südstaatenarmee und schärfster Gegner von Sherman. weiter »


Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte

verfasst am 28.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer denkt , da setzt sich jemand hin, hat eine Idee und schreibt daraus einen Roman, irrt sich! Aber dieser Irrtum ist verzeihlich, denn dieses Buch, das die Erkenntnisse über Literatur über den Haufen warf, erschien erst im Jahr 2003 – davor kannte wohl kaum jemand die wahre Geschichte zwischen Buchdeckeln. weiter »


Koytek & Stein: Der Posamentenhändler

verfasst am 27.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Conrad Orsini geht spazieren. Stundenlang, viele Kilometer weit. Die Gegend rund um die Ringstaße in Wien ist dabei bevorzugtes Gebiet für seine Streifzüge. Jedenfalls in diesem Fall, denn der hat seinen Ausgangspunkt gleich hinter dem Volktheater, am Spittelberg. weiter »


Mechtild Borrmann: Mitten in der Stadt

verfasst am 22.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Am Anfang ist es ein Überfall auf einen Juwelier, mitten in der Stadt. Bei den Tätern kann sich dem ersten Anschein nach nur um die Bande halten, die schon einige Überfälle in dieser Art durchgeführt hat. Mit einem schweren Wagen durch die Schaufensterscheibe donnern, alles ausräumen und schnell wieder weg. Das Markenzeichen der Bande: auf keinen Fall dürfen Menschen zu Schaden kommen. weiter »


José Saramago: Kain

verfasst am 19.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gott erschuf Adam und Eva als erste Menschen. So weit, so übereinstimmend. Darüber, was sich danach zutrug, herrscht zwischen José Saramago und der Bibel dann doch die eine und andere unterschiedliche Auffassung. In „Kain“ spielt sich alles ein wenig anders ab (und wer weiß, in welche, vielleicht bessere, oder doch schlechtere Welt uns Saramagos Altes Testament geleitet hätte). weiter »


Victor Hugo: Der letzte Tag eines Verurteilten

verfasst am 16.10.2011 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn im Jahr 2011 etwas geschieht, das Abscheu, Entsetzen und Unverständnis auslöst, dann muss das nicht immer ein Terroranschlag oder ähnliches sein. Es kann sich auch, und es geschieht in der Tat viel zu oft, um eine Hinrichtung in den Vereinigten Staaten handeln – wie zuletzt die staatlich angeordnete Tötung von Troy Davis, der im September mittels eine Giftspritze hingerichtet wurde. Trotz weltweiter Proteste, trotz erheblicher Zweifel an seiner Schuld. weiter »




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