Buchbesprechung/Rezension:

Simone Paganini, Claudia Paganini: Die Biester der Bibel
Warum es in der Heiligen Schrift keine Katzen, aber eine Killer-Kuh gibt

verfasst am 18.10.2022 | einen Kommentar hinterlassen

AutorIn & Genre: Paganini, Claudia, Paganini, Simone, Sachbücher
Buchbesprechung verfasst von :
LiteraturBlog Bewertung:

Das Alte Testament ist, noch viel mehr als das Neue Testament, in gewisser Weise ein „Best Of“ der Sagen und Mythen aus vielen Kulturkreisen. Neben den Erzählungen über Naturereignisse oder kriegerische Konflikte tauchen in der Bibel auch Tiere bzw. tierähnliche Gestalten in Haupt- oder Nebenrollen auf.

Wer hätte gedacht, dass darunter auch Drachen, Einhörner und Basilisken zu finden sind?

Um die entsprechenden Stellen zu finden, muss man die Bibel entweder ganz genau lesen oder kann es sich leichter machen und einfach in diesem Buch blättern.

Wie in wahrscheinlich allen Abschnitten der Bibel, so verlangen auch die Erwähnungen dieser Fabelwesen einige Vorkenntnisse und Interpretation, unterlag doch die Bibel bei der schriftlichen oder mündlichen Übertragung und Übersetzung über die Jahrhunderte oft dem individuellen Ermessen derjenigen, die sie niederschrieben.

Simone und Claudia Paganini begaben sich auf die Spurensuche nach dem tatsächlichen Ursprung dieser überlieferten Geschichten. Wobei immer noch die Unsicherheit verbleibt, ob man wirklich schon weit genug vorgedrungen ist, um wirklich zum Ursprung gelangt ist, oder ob man vielleicht doch noch weiter in der Zeit zurückgehen muss . Ein sehr umfangreiche Aufgabe, wenn man bedenkt, das das Alte Testament sich aus Quellen speist, die Jahrtausende in die Vergangenheit reichen und die von Mesopotamien über den Fruchtbaren Halbmond in den Nahen Osten und weit darüber hinaus zu finden sind; verknüpft man das dann noch mit den Aufzeichnungen und Artefakten versunkener Kulturen wie die – unter anderem – der Assyrer, Babylonier, Sumerer, Ägypter, Griechen und Israeliten, dann kann man sich gut vorstellen, wie aufwändig eine solche Suche sein  kann.

Diese Spurensuche macht das Buch auch für all jene interessant, die weniger Wert auf die religiösen Aspekte legen, sondern auf die historische Fakten.

Nicht nur Fabelwesen:
Natürlich liest man auch über Schlangen im Paradies, einen Wal, der Jona verschluckt, die Tiere, die auch heute in keiner Weihnachtskrippe fehlen, Heuschrecken, als eine der sieben Plagen und vieles mehr. Dazu ein Überblick über die Rolle, die die Bibel den Tieren zuweist und wie dies Teil unserer Kultur wurde.

Ein Buch, in dem man „schmökern“ kann und das interessant, unterhaltsam und manchmal überraschend zugleich ist.




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