Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 862 Beiträge:

Stefan Zweig: Amerigo

verfasst am 06.01.2013 von | 1 Kommentar

Es gibt ein schier unübersehrbare Menge an Ereignissen, die entscheidend für die Entwicklung der Menschheit waren. Viele davon sind den meisten von uns gänzlich unbekannt, von vielen wissen wir zwar, kennen dazu aber kaum Hintergründe, und nur über einen ganz kleinen Teil wissen wir wirklich Bescheid. weiter »


Hugo Bettauer: Hemmungslos

verfasst am 01.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gerade war mit dem Ende des 1. Weltkrieges auch das Ende der Monarchie gekommen. Die alten Regeln, die alten Verbindungen, die alten Verhältnisse gab es nicht mehr. Und als kleiner Adeliger galt man nichts mehr, alle Privilegien und all das, worauf man seit Jahrhunderten aufbauen konnte, waren verloren. weiter »


David Mitchell: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

verfasst am 28.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es gibt alle möglichen Wege, in den Besitz eines Buches zu kommen. Dieses hier habe ich bestellt, weil gerade jetzt die Verfilmung des Buches „Der Wolkenatlas“ unter dem Originaltitel „Cloud Atlas“ mit Halle Berry und Tom Hanks in den Kinos startet. Cloud Atlas erschien im Jahr 2004, „Die tausend Herbste des Jacob de Zoet “ erschien im Original im Jahr 2010 und im Herbst 2012 in der deutschen Übersetzung und ist somit der neueste Roman von David Mitchell (mit dem er es im Jahr 2010 auf die Longlist für den Man Booker-Preis schaffte.) weiter »


Koytek & Stein: Pagat ultimo

verfasst am 27.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Prequel zum ersten Roman des Autorenduos Kyotek & Stein: in „Der Posamentenhändler“ hat Conrad Orsini der Polzei schon den Rücken gekehrt und arbeitet als Privatdetektiv, jetzt – wir befinden uns im Jahr 2005 – ist er noch Inspektor und Leiter einer Mordkommission. weiter »


Christian Klinger: Das Don Juan Gen

verfasst am 24.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich fange jetzt einmal nicht mit dem Inhalt, sondern mit der Verpackung an: das Cover ist, sagen wir … überraschend! Ist das eine Art menschlicher Hybrid? Was kommt da auf die Leserin/den Leser zu? Einer von diesen gerade so modischen Sado-Maso-Schmökern? Ein schwülstiger Erotikthriller? Knapp daneben; ein kleiner Tipp: lassen Sie sich nicht auf allzu viele Spekulationen in diese Richtung ein und überlegen Sie erst nach der Lektüre, in welche Abteilung sie dieses Buch einreihen wollen! weiter »


Marilyn Monroe: Tapfer lieben

verfasst am 22.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als im Jahr 2007 ein Karton mit handschriftlichen Notizen auftauchte stellte sich bald heraus, dass es sich um gesammelte Aufzeichungen von Marilyn Monroe handelt. weiter »


Thomas Frank: Arme Milliardäre!

verfasst am 21.12.2012 von | 1 Kommentar

Ein Rätsel, vor dem viele EuropäerInnen stehen: wir lieben die gleiche Musik, lachen über die gleichen Witze, sehen die gleichen Filme, haben die gleiche Mimik und doch unterscheiden sich US-Amerikaner von Europäern oft wie Tag und Nacht. Ich persönlich bin mir dabei nicht sicher, ob sich dieses Unverständnis in den vergangenen Jahren (na, sagen wir so ab 2000, dem Jahr in dem Bush-Junior kam)  nicht noch verstärkt hat. weiter »


Rainer Nikowitz: Volksfest

verfasst am 14.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vorsicht!! Akute Ansteckungs- und Suchtgefahr!! Übermäßiges Nutzen der von Rainer Nikowitz verwendeten Sprache im Privatbereich könnte Ihre Sozialkontakte nachhaltig beeinflussen!!

Wenn so ein Hinweis auf den Zigarettenpackerln steht, dann hat das seine Richtigkeit. Warum also nicht auch einmal auf einem Buch? Weil es nicht so ungesund ist? Na, ich weiß nicht – zu viel Lachen kann die Gesundheit sicherlich auch schädigen. weiter »


Tatort Tannenbaum

verfasst am 12.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was sind das nur für Zeiten?! Nicht einmal unter dem Tannenbaum ist man sicher. Unbill lauert einfach überall und in der Anthologie „Tatort Tannenbaum“ wird endlich einmal mit der Mär von der ach so friedlichen, fröhlichen, seligen Weihnachtszeit aufgeräumt. Das war wirklich schon längst überfällig! weiter »


Neu von Christian Klinger: Das Don Juan Gen

verfasst am 10.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Rechtzeitig vor Weihnachten: der neue Roman von Christian Klinger weiter »


Franz Werfel: Eine blaßblaue Frauenschrift

verfasst am 08.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer könnte es Leonidas verdenken, wenn er sich für einen Liebling der Götter hält, Wer wie er schon früh auf einer Welle der glücklichen Fügungen in ein wohl geordnetes Leben gleiten konnte, der kann wohl gar nicht anders denken. Der muss fast, in all seinem Glück und Wohlbefinden, vergessen , dass es andere gibt, denen das Glück nicht so hold war. weiter »


Horst Evers: Der König von Berlin

verfasst am 05.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Ratten bestimmen die Politik der Hauptstadt. Und, werden ein paar jetzt fragen, soll das originell sein? Nein, soll es nicht, denn die Ratten um die es geht, haben tatsächlich 4 Beine. Ratten, die sich bekanntlich vermehren wie die Karnickel, eignen sich hervorragend für den Aufbau einer regelrechten Untergrund-Streitmacht. weiter »


Voosen & Danielsson: Später Frost

verfasst am 01.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist sozusagen ein halber Schwedenkrimi: das AutorInnen-Duo lebt in Hamburg – sie ist Schwedin, er Deutscher. Und es ist ein Schwedenkrimi mit Ambition: denn laut Untertitel ist dies erst der erste Fall der beiden Polizistinnen Nyström und Forss – was dann ja wohl die kommende Veröffentlichung einer ganzen Reihe impliziert. weiter »


Tilman Rammstedt: Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

verfasst am 28.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meistens funktioniert es doch so: nach 20,30,40 Seiten hat man herausgefunden worum es geht. Eine Meinung zum Buch hat man auch schon und oft kann man sich vorstellen, wie es weitergeht. Meistens, aber nicht hier. Denn wer hat schon jemals zuvor die Worte „Abenteuer“ und „Bankberater“ in einem Satz gelesen, geschweige denn in einem Atemzug ausgesprochen? Wohl kaum jemand! Buchmäßges Neuland gewissermaßen. weiter »


Hans Rath: Und Gott sprach: Wir müssen reden!

verfasst am 15.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus dem Titel des Buches kann man sich so viele Geschichten vorstellen, die unter dieses thematische Dach passen würden. Das könnte eine satirische, eine dramatische oder eine visionäre Abrechnung mit unserer Gegenwart sein. Oder mit den Menschen unserer Gegenwart. Oder sonst etwas tolles. Oder es könnte eben auch so wie dieses Buch sein: vergebene Chancen, so weit die Lesebrille reicht. weiter »


Simon Mawer: Die Frau, die vom Himmel fiel

verfasst am 12.11.2012 von | 1 Kommentar

Auch Jahrzehnte nach dem Ende des 2. Weltkrieges gibt es immer noch bislang ungehörte und unerzählte Geschichten über Menschen, die damals ihr Lebens einsetzten, um mitzuhelfen Europa von den Nazis zu befreien.  Viele von ihnen arbeiteten im Geheimen, und ihre Erfolge, ihre Schicksale fanden sich, wenn überhaupt, nur in den Fußnoten der Geschichtsbücher. weiter »


Albert Camus: Der Fremde

verfasst am 05.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit dem Tod seiner Mutter stirbt nicht nur seine letzte Verwandte. Mit ihrem Tod verliert Meursault den einzig verbliebenen, oder überhaupt  je existenten, Faden, der ihm, weit in der Vergangenheit, Geborgenheit, der ihm Halt  gegeben hatte. Die letzte Zeit aber trieb es ihn durch sein Dasein ohne Ziel und ohne jede Ambition. weiter »


Deon Meyer: Sieben Tage

verfasst am 04.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dreizehn Stunden, Sieben Tage: immer wenn Bennie Griessel einen Fall auf den Schreibtisch bekommt, tickt anscheinend irgendwo eine Uhr laut mit. Während diese Uhr tickt, wird diesmal auf Polizisten geschossen. So lange, bis Griessel den Fall gelöst hat. Kein Wunder, dass der dabei gehörig unter Druck gerät. Aber es ist nicht nur durch diesen Fall, auch sein Privatleben steuert einen bedeutenden Beitrag bei, ihm einige unruhige Tagen zu bescheren. weiter »


Martin Walker: Schatten an der Wand

verfasst am 01.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman aus der Zeit vor Bruno: Martin Walker verfrachtete seine Charaktere auch schon ins Perigord, bevor er dort seinen „Chef de Police“ erschuf. Vor 10 Jahren im englischen Original erschienen, bringt der Diogenes-Verlag nun erstmals eine deutschsprachige Übersetzung von „The Caves of Périgord“ heraus.  Und da stellt sich die Frage, ob der Verlag damit nur die Erfolgswelle der „Bruno-Reihe“ nützen will, oder ob dieser Roman wirklich lesenswert ist. weiter »


Edith Kneifl (Hrsg.): Tatort Friedhof

verfasst am 28.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn man sich denkt, dort ist sowieso schon alles vorbei, dort kann nichts mehr passieren – dann, schwupp, ist es doch passiert:  zwischen Grabsteinen geschehen die unglaublichsten Dinge, vor allem dann, wenn man sich auf einem Friedhof in Wien befindet. weiter »


Georges Simenon: Maigret und die kopflose Leiche

verfasst am 23.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wären es die Teile einer weiblichen Leiche gewesen, dann hätte Maigret sich wahrscheinlich gar nicht selbst um den Fall gekümmert – zu oft entledigte sich ein Mörder auf diese Art seines Opfers. Doch es ist äußert ungewöhnlich, dass man die Körperteiles eines Mannes aus der Seine fischt: Es scheint, als ob Maigret ahnt, dass sich hinter dem Fund der Leichenteile mehr steckt, als nur der übliche gewaltsame Tod eines Menschen – der Kommissar nimmt sich von Anfang an selbst der Sache an. weiter »


Georges Simenon: Tropenkoller

verfasst am 22.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit nur wenigen Absätzen schafft Simenon eine ein wenig an „Casablanca“ erinnernde Atmosphäre. Da ist die Stadt in Afrika, Libreville in Gabun, da sind die wenigen Europäer, die ganz im Stile der Kolonialzeit hier ihren Geschäften nachgehen. Die schwüle Hitze vor der man sich nicht verstecken kann, die allgegenwärtigen Moskitos, die Bar im Hotel Central  – man kann sich den sich langsam drehenden und dabei Schatten an die Wände werfenden Deckenventilator förmlich vorstellen („You must remember this, a kiss is just a kiss …„). weiter »


Georges Simenon: Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien

verfasst am 16.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein schlechter Start: Maigret wird unvermittelt zum Schuldigen am Tod eines Mannes. So, als hätte er selbst den Abzug betätigt. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Mann noch leben würde, zumindest zu diesem Zeitpunkt noch, hätte sich Maigret nicht an seine Fersen geheftet und über mehrere Grenzen hinweg verfolgt. weiter »


Peter Handke: Versuch über den Stillen Ort

verfasst am 15.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich bin ehrlich: gekauft habe ich dieses Büchlein nur deshalb, weil meine Erinnerung an das, was ich in grauer Vorzeit (!) von Handke gelesen habe, heute völlig verblasst ist. Und weil alles, was ich in den letzten Jahren über Handke gehört und gelesen habe, mehr Ver- als Bewunderung hervorgerufen hat. weiter »


Joseph Roth: Die Kapuzinergruft

verfasst am 13.10.2012 von | 1 Kommentar

Die Geschichte „der anderen“ Trottas. Die Linie des Helden von Solferino erlosch mit dem Tod Carl Joseph, dem Enkel des Helden, im Jahr 1914 auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriges. Diese andere Linie, deren letzter Vertreter Franz Ferdinand Trotta ist, muss das Ende der Monarchie, das Ende von Adel und Gesellschaft und schlussendlich den Niedergang und das Verschwinden des übrig gebliebenen Staates Österreich im Jahr 1938 erleben. weiter »


Hugo Bettauer: Die Stadt ohne Juden

verfasst am 11.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer Zeit, in der es alltäglich war, zum guten Ton gehörte, sich niemand etwas dabei dachte. Als die Saat, die der unsägliche Bürgermeister Lueger und all seine Genossen gesät hatten, schon weit aufgegangen war. Als der Hass auf Juden so selbstverständlich war, dass Antisemitismus nicht verpönt sondern gesellschaftlich anerkannt war. Aus  so einer Zeit stammt dieser „Utopische Roman“ von Hugo Bettauer. weiter »


Volker Kutscher: Die Akte Vaterland

verfasst am 09.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

1932 – was für ein verhängnisvolles Jahr in Deutschland! Nur noch wenige Monate, bis der Gröfaz und seine Nazis an die Macht kommen und die Weimarer Republik vom „1000jährigen Reich“ abgelöst wird. Doch schon seit langer Zeit verbreiten die braunen Schlägerhorden der SA Angst und Schrecken. Nur noch wenige Monate, bis die neuen Machthaber beginnen werden die Polizei in eine Organisation des Staatsterrors umzuwandeln. 1932 – als noch vieles hätte anders kommen können. weiter »


Martin Suter: Die Zeit, die Zeit

verfasst am 07.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie ergeht es einem Mann, dessen Frau hinterrücks, direkt vor der Haustüre erschossen wurde. Sie wurde getötet und es gibt keinen erkennbaren Grund, warum es geschah. Was bewegt ihn, mehr als ein Jahr nach der Tat, die noch immer nicht geklärt wurde. Was treibt ihn an, welche Gedanken beschäftigen ihn. weiter »


Don Winslow: Kings of Cool

verfasst am 05.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man nimmt das Buch in die Hand und denkt nur: Wow! Rundherum Schwarz, fühlt sich samten an, geprägter Deckel. Da hat der Suhrkamp-Verlag der ersten deutschsprachigen Hardcover-Ausgabe eines Winslow-Romanes (bisher ware es immer nur Taschenbücher) neben viel Optik auch gleich das passende Gefühl dazu verpasst. weiter »


Stefan Holtkötter: Fundort Jannowitzbrücke

verfasst am 02.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon der Titel: „Fundort Jannowitzbrücke“!. Klingt wie einer dieser legendären Krimi-Strassenfeger aus der Zeit des Schwarz/Weiß-Fernsehens in den 1960er Jahren. Jene Zeit, in der die Drehbuchautorinnen nicht krampfhaft irgendwelche seichten, optimalerweise sozialkritischen, Tatort-Fälle konstruierten, sondern als die Spannung wirklich noch im Vordergrund stand ( Gut, ich gestehe, das war jetzt böse, aber wenns doch wahr ist!). weiter »




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