Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 821 Beiträge:

Gerd Schilddorfer: Falsch

verfasst am 05.09.2012 von | 1 Kommentar

Ein rasanter Ritt quer durch die Zeit und über die Kontinente: das hat der von ihm als Soloautor verfasste Thriller „Falsch“ mit Schilddorfers Koproduktion mit David Weiss gemeinsam. Verzichten muss man aber auf das Duo Sina & Wagner, deren Rolle als „Indiana Jones-Nachfolger“ nimmt der Pilot John Finch ein. weiter »


Jakob Arjouni: Bruder Kemal

verfasst am 02.09.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seit Jakob Arjouni seinen Romanhelden Kemal Kayankaya, Privatdetektiv  mit Migrationshintergrund, zuletzt in Frankfurt die Schurken jagen ließ. Das ist schon eine lange Zeit und man fragt sich, was all die Jahre wohl aus ihm gemacht haben! Das Wichtigste zuerst: er ist noch immer cool …

….dachte ich! weiter »


Nathanael West: Miss Lonelyhearts

verfasst am 31.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Achtung! Konzentration! Denn falls man sich nicht wirklich auf dieses Buch konzentriert, dann wird man sich darin heillos verirren. Ist man jedoch bei der Sache, dann liest man sich mitten hinein in einen Roman, der zwar Szenarien aus den 1930er beschreibt, mit Leichtigkeit aber auch als Beschreibung von Szenarien der 2010er durchgehen könnte (mit ein paar wenigen Anpassungen, aber doch). weiter »


Frisch gedruckt: Wolf Haas‘ Verteidigung der Missionarsstellung

verfasst am 31.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Für alle die vielleicht nicht wussten, dass „Verteidigung der Missionarsstellung “ Ende August erscheint, veranstaltete der ORF eine fast beispiellose PR-Kampagne: Online, im TV, im Radio – also überall, wo Österreichs Staatsfunk etwas zu melden hat, gefolgt von Interviews und Ankündigungen in praktisch allen Print- und Onlinemedien. Tolle Werbung für einen unserer Parade-Schriftsteller! weiter »


Mechtild Borrmann: Der Geiger

verfasst am 29.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nach vier Krimis folgt der erste Roman: gemeinsam haben alle Bücher von Mechthild Borrmann den Bezug zur Vergangenheit. Ein Ereignis, das weit zurück liegt, bekommt in der Gegenwart wieder höchste Aktualität.  Nicht anders ist es im Roman „Der Geiger“ – doch damit sind die Gemeinsamkeiten mit den früheren Büchern bereits vollständig aufgelistet. Denn dieser neue Roman ist anders. weiter »


Wolfgang Burger: Heidelberger Wut

verfasst am 17.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn man einen Krimi mit Alexander Gerlach liest, der 5 Jahre alt ist, dann ist das auch eine Reise zurück in seiner Familiengeschichte. Denn Autor Wolfgang Burger gibt seinem Krimihelden eine Lebensgeschichte mit, die in jedem neuen Buch um ein paar Facetten reicher wird. Ein Roman aus dem Jahr 2007 ist somit auch ein kleiner nostalgischer Rückblick auf damals, als Gerlach und seine Töchter noch nicht lange in Heidelberg wohnten und noch ein paar Jahre jünger waren. weiter »


Joseph Roth: Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht

verfasst am 06.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Erzähler erzählt über einen Erzähler. Ein Zielloser (wohl Joseph Roth in der Rolle des Ich-Erzählers) im Paris der Zwischenkriegszeit tritt auf einen Getriebenen. In einer einzigen Nacht breitet sich dabei die Geschichte eines ganzen Lebens aus, das am Ende so ganz anders verläuft als man es erwarten musste. weiter »


Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt: Die Frauen, die er kannte

verfasst am 01.08.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein paar Stunden Verspätung kosteten seiner Frau das Leben. Während er, auf dem Rückweg von einer Geschäftsreise, von Flugausfällen und Verspätungen aufgehalten wurde, starb seine Frau daheim einen grausamen Tod. Für ihn und seine Trauer ist es dabei gleichgültig, dass sie bereits das dritte Opfer eines Serienmörders wurde, das ist etwas, das im Moment nur die Polizei interessiert. Drei Frauen, drei vollständig identisch inszenierte Morde und Tatorte. Und alles nach dem Muster der Taten eines psychopatischen Mörders, der schon seit vielen Jahren hinter Gittern sitzt. weiter »


Jasper Fforde: Wo ist Thursday Next?

verfasst am 29.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Hinweis für alle Thursday Next-Debütantinnen und Debütanten: zweifeln Sie beim Lesen des ersten Kapitels nicht an ihren Augen oder an ihrem Verstand oder am Lektorat des Verlages! Das was sie glauben zu lesen, das steht da wirklich.  Aber auch wenn man schon mehrere Bücher von Jasper Fforde gelesen hat, dann gerät man zu Beginn dieses neuen ins Grübeln, worum es denn hier handeln könne und ob man denn all seine Sinne beisammen habe. weiter »


Paul Auster: Sunset Park

verfasst am 24.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist das Jahr, in dem der verlogene Fundamentalismus der Herren George W.Bush und Dick Cheney endlich beginnen konnte, im Dunkel der (schnell zu vergessenden) Geschichte zu versinken. Das Jahr 2008, in dem ein Ruck durch Amerika ging und die meisten begeistert „Yes we Can“ riefen und neue Hoffnung schöpften. weiter »


H.G. Wells: Die Insel des Dr. Moreau

verfasst am 22.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was H.G. Wells in diesem Roman vorweg nimmt, das sind gleich mehrere Aspekte des Lebens, mit denen wir uns heute, mehr als 100 Jahre nach dem Erscheinen des Buches, auseinandersetzen. Da finden sich Ansätze der Gentechnologie, der Tierexperimente, aber auch der Experimente an Menschen, wie sie in weiten Teilen der Welt im 20. Jahhundert stattfanden, bis hin zu den aus TV und Zeitschriften wohl bekannten exzessiven kosmetischen Eingriffen. weiter »


Georges Simenon: Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet

verfasst am 20.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Tote, den man im Hotel fand, logierte hier regelmäßig schon viele Jahre lange. Bekannt war er also Monsieur Clement, Pensionär, aber abgesehen davon wusste man so gut wie nichts über ihn. Man wusste vor allem nicht, dass er ein Doppelleben führte, für das er seiner Familie daheim das Bild eines fleissigen Handlungsreisenden vorspielte – eben das des Monsieur Gallet. weiter »


Miriam Pharo: Frikassee zum Frühstück (ISAR 2066)

verfasst am 18.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Inzwischen ist es wohl bekannt, das München des Jahres 2066: es nennt sich jetzt München City, liegt vor der Umwelt abgeschirmt in einer Biosphäre und ist das Revier des Privatdetektiv Lucio Verdict. Es ist sein 2. Fall, in dem ein Chefparfumeur seine Nase in einen Blumenkübel gesteckt hat. Nicht freiwillig, das muss man dazu sagen, sondern weil er tot ist – und den genaue Bedeutung von „in den Blumenkübel gesteckt“ muss man sich selbst erlesen. weiter »


Joseph Roth: Das Spinnennetz

verfasst am 17.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Blick auf eine Zeit, in der Hass und Ziellosigkeit die schlimmsten Instinkte der Menschen hervorriefen. Theodor Lohse steht als Beispiel für viele, die für ihr eigenes Versagen die anderen – die Russen, die Kommunisten, die Sozialisten, die Juden – verantwortlich machten und daraus die Legitimation für den Aufbau des Regimes der Rechten herleiteten. weiter »


Ronald A. Knox: Der Mord am Viadukt

verfasst am 16.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein aus einer verstaubten Truhe auf einem Dachboden hervorgekramter Krimi aus den 1920er-Jahren, der sich durch das Vermengen wohlbekannter und oft verwendeter Stilelemente, Schauplätze und Charaktere definiert. Und dabei keineswegs verheimlicht, dass er sich den Genre-Größen wie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle als Vorbild nimmt. weiter »


Franz Werfel: Jacobowsky und der Oberst

verfasst am 06.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

In eine Zeit, in der das Lachen verschwunden war, stellt Franz Werfel die Geschichte zweier Flüchtlinge. Ein polnischer Oberst und ein deutscher Jude mit polnischen Wurzeln, auf waghalsiger Flucht durch das Frankreich des Jahres 1940. Eine Zeit ohne Lachen, von Werfel verdichtet zu einem Drama mit Witz und Humor. weiter »


Haruki Murakami: Tony Takitani

verfasst am 05.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man nimmt es in die Hand, ein kleines Büchlein, es wirkt mehr wie ein Sammlerstück als etwas zum Lesen. Dann schlägt man es auf und findet aus dem Film zur Erzählung „Tony Takitani“ ein paar stimmungsvolle Bilder, aus Haruki Murakamis Feder ein paar stimmungsvolle Seiten. Und stellt fest: es ist sowohl Sammlerstück als auch Literatur. weiter »


Joseph Roth: Radetzkymarsch

verfasst am 04.07.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Roman über den Aufstieg und Niedergang derer von Trotta, deren Schicksal aufs engeste mit dem Leben des Kaisers Franz Josef I verknüpft ist. Im Jahr 1859 ist es der junge Leutnant Joseph Trotta, er entstammt einer  armen Bauernfamilie aus Slowenien, der dem jungen Kaiser in der Schlacht von Solferino das Leben rettet, der an seiner Stelle von der Kugel getroffen wird, die dem Kaiser galt. weiter »


Zachary Mason: Die verlorenen Bücher der Odyssee

verfasst am 29.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, das die Kritiker lieben, eines das man unter den Empfehlungen findet, welche Bücher man in diesem Sommer an den Strand, auf die Insel oder auf den Balkon in den Urlaub mitnehmen soll. Ein Buch, das als Debüt hochgejubelt wird. Das musste ich haben, nachdem es von Walter Sichrovsky im Literaturmagazin „Erlesen“ (auf ORF III) empfohlen wurde ! weiter »


Edith Kneifl (Hrsg.): Tatort Prater

verfasst am 17.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

3 Bücher sind schon eine Serie. „Tatort Prater“ ist die Nummer 3 der Edith Kneifl-Falter Verlag-Tatorte und das lässt hoffen, dass es noch lange so weiter geht. Denn Tatorte wird man in Wien, das in dieser Reihe immer den Rahmen liefert, wohl noch genügend finden. weiter »


Thomas Kanger: Der Geheimnisträger

verfasst am 16.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gleich vorweg: das ist ein wirklich feiner Thriller! Praktisch ab dem ersten Absatz ist man mitten drinnen in der Story und bleibt gefangen bis zum Ende. Genau so, wie ich mir einen Top-Thriller mit tagesaktuellem Hintergrund vorstelle (und dabei – das finde ich auch ausgesprochen positiv – nicht übertrieben detailgetreu bei den Grauslichkeiten, die Terrorismus, Bombenanschläge, etc.  so mit sich bringen). weiter »


Jean-Luc Bannalec: Bretonische Verhältnisse

verfasst am 12.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der legitime Nachfolger von Maigret ist bis heute noch nicht gefunden, jetzt macht sich Kommissar Dupin daran, diese Lücke in der Krimiliteratur zu füllen. Das zumindest kann man meinen, wenn man sich ein wenig in das Buch hinein gelesen hat: da geht einer ans Werk, der bei Maigret in die Lehre gegangen sein könnte – doch wieviel hat er dabei gelernt?. weiter »


John Freely: Platon in Bagdad

verfasst am 08.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Untertitel „Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam“ beschreibt das Thema des Buches noch weit genauer als der Titel selbst. Der Umstand, dass in der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends n.Chr. und dann noch bis in die Mitte des 2. Jahrtausends hinein, die Wissenschaften vor allem im islamischen Teil der Welt blühten, während bei uns in Europa das Mittelalter für Rückschritt und Verelendung sorgten, das ist wohl bekannt. weiter »


Paul Rosenhayn: Elf Abenteuer des Joe Jenkins

verfasst am 06.06.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man liest entspannt und freut sich an den Abenteuern des Detektives Joe Jenkins. An der Sprache erkennt man, dass diese Krimi-Kurzgeschichten nicht aus dem 21. Jahrhundert stammen sondern wohl schon vor einige Jahrzehnten geschrieben wurden . Dann sieht man genauer hin und da steht: erstmals erschienen im Jahr 1915 – und das ist dann doch ausgesprochen erstaunlich. weiter »


Miriam Pharo: Sektion 3: Hanseapolis – Präludium

verfasst am 31.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nimmt man das Heute des Jahres 2012 und rechnet es 54 Jahre in die Zukunft, dann könnte die Welt, die Miriam Pharo beschreibt, durchaus eine mögliche Realität sein.  Nur wenige Aspekte ihres Zukunftsszenarios haben ihren Ursprung nicht in unserer Gegenwart – und das Wenige, das sie von Grund auf dazu erfindet, passt ganz genau dazu. weiter »


Kathrine Kressmann Taylor: Adressat unbekannt

verfasst am 23.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

So wenige Seiten und so viel wird damit gesagt. Und alles aus der Sicht einer Zeit heraus, in der es so leicht war, nichts zu wissen. Es geht um nur ein paar Monate zwischen den Jahren 1932 und 1934, in denen sich alles für immer veränderte. Freunde wurden zu Feinden, Menschen wurden zu Bestien, vor dem Hass konnten sich nur wenige verschließen. weiter »


Georges Simenon: Die Überlebenden der Télémaque

verfasst am 19.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vom Hafenkai des Küstenortes Fécamp aus sieht Claude Canut wie sein Zwillingsbruder Pierre gleich nach dem Anlegen seines Schiffes noch an Bord verhaftet wird. Er wird beschuldigt, ein paar Tage zuvor, kurz bevor er mit seinem Kutter auslief, einen alten Mann getötet und beraubt zu haben. Der Kommissar scheint sich seiner Sache völlig sicher zu sein, liegen doch die allgemein bekannten Motive zu dieser Tat mehr als 30 Jahre in der Vergangenheit und die wenigen am Tatort gefundenen Spuren verweisen direkt auf Pierre. weiter »


Ken Follett: Das zweite Gedächtnis

verfasst am 17.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bevor und nachdem Ken Follett mit den „Säulen der Erde“ zu einem der meistgelesenen Schriftsteller wurde, veröffentlichte er eine ganze Reihe von Agententhrillern, die meistens die Zeit des Kalten Krieges zum Leitthema hatten. Bei Bastei-Lübbe-Verlag wurde in diesem Jahr „Das zweite Gedächtnis“ aus dem Jahr 2000 neu aufgelegt. Eine gute Gelegenheit, sich die Follett-lose Zeit bis zum Herbst zu verkürzen*). weiter »


Christian Klinger: Winzertod

verfasst am 16.05.2012 von | 1 Kommentar

Damit man gleich weiß, wohin man von diesem Krimi entführt wird: zu Beginn steht eine kurze Gebrauchsanweisung für Wien, eine, aus der man leicht heraus lesen kann, dass der Autor nicht nur dort lebt, sondern das auch sehr gerne tut. So eingestimmt, ist es an der Zeit ein neues Mitglied der ( soeben von mir erfundenen) Vereinigung der österreichischen Kriminalliteratur-Helden kennen zu lernen:  Marco Martin (spricht man das eigentlich mit Betonung auf der 1. oder der 2. Silbe aus?), Privatdetektiv mit gehobener Klientel und Wohnsitz mitten im noblen Heurigengürtel der Stadt. weiter »


Helga Schimmer: Mord in Wien: Wahre Kriminalfälle

verfasst am 10.05.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Auch wenn das Buch „Mord in Wien“ heisst, so bedient die Autorin Helga Schimmer doch nicht (und das ist erfreulich) irgendwelche Klischees über ein ach so morbides Wien. Mord in Wien ist vielmehr eine rein geografische Betrachtung, gäbe es da nicht viele bekannte Straßennamen, wäre auch „Mord in der Großstadt“ ein passender Titel. weiter »



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