Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 871 Beiträge:

Georges Simenon: Der Präsident

verfasst am 02.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit seinem nun so eintönigen Leben kann und will sich der ehemalige Ministerpräsident der Republik nicht abfinden. Mit einem Alltag zwischen Krankheit, Untersuchungen, Spaziergängen; fernab aller Orte, an denen die Entscheidungen für das Land getroffen werden. weiter »


Robert Seethaler: Der Trafikant

verfasst am 01.02.2013 von | 1 Kommentar

Beeindruckend, wie man schon beim Lesen der allerersten Seite den Charakter ganzen Buches vor Augen hat. Nicht was den Inhalt, die Geschichte, die erzählt werden wird betrifft; nein: was den Stil, die Atmosphäre betrifft, was man vom Lesen behalten und woran man sich erinnern wird. Dass man hier etwas liest, das in seiner Sprache aus der Menge der Bücher herausragt, begreift man schon nach ein paar Wörtern. weiter »


Robert Neumann: Die Puppen von Poshansk

verfasst am 21.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Einer der (seltenen) Fälle, bei denen der Titel der deutschen Übersetzung noch besser zutrifft als der des Originales  (den man mit „Aufruhr in Poshansk“ übersetzten würde). Warum aber, wird man sich fragen, warum schreibt der Österreicher Robert Neumann denn überhaupt in Englisch? weiter »


Hugo Bettauer: Der Frauenmörder

verfasst am 20.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Inspektor Krause ist der beste Mann von Dr. Clusius, dem Chef der Berliner Kriminalpolizei. Er ist so eine Art deutscher Sherlock Holmes, der Mann für die unlösbaren Fälle im Berlin der 1920er-Jahre. weiter »


John Leake: Eiskalter Tod

verfasst am 19.01.2013 von | 1 Kommentar

Kennen Sie Duncan MacPherson? Oder Fabrizio Falchero, Raven Vollrath? Nur ein paar Namen von jungen Männern, die in der Gegend rund um den Stubaier Gletscher spurlos verschwanden. Einige von ihnen wurden nach vielen Jahren vom Eis frei gegeben, einige sind noch immer wie vom Erdboden verschluckt. Die Aufrollung des Falles des Duncan MacPherson – um diesen geht es in diesem Buch – bringt eine Aneinanderreihung von Fehlern, Vertuschungen und Irreführungen ans Tageslicht, die an ein System in der Behandlung derartiger Fälle glauben lässt. weiter »


Friedrich Torberg: Mein ist die Rache

verfasst am 18.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht und mit den Worten eines Mannes, der dem Naziterror entfliehen konnte. Friedrich Torberg schrieb diese Novelle über Unmenschlichkeit und Hass in seinem Exil in den USA im Jahr 1943. weiter »


Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende

verfasst am 14.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist eines der zentralen Themen der Werke von Joseph Roth: nach dem 1. Weltkrieg, nach dem Ende der Donaumonarchie, stehen Menschen vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Das Fundament, das noch vor wenigen Jahren so unverrücktbar, so unzerstörbar erschien, gibt es nicht mehr und ein neues ist noch nicht errichtet. weiter »


Ken Follett: Winter der Welt

verfasst am 10.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Fortsetzung der Familiensaga aus dem und über das 20. Jahrhundert beginnt im Februar 1933. Es ist das Jahr, in dem die Nazis die Herrschaft in Deutschland endgültig an sich rissen, das Monat, in dem der Brand des Reichtages in Berlin der höchst willkommene Vorwand für Hitler und seine Schergen war, ihre Gegner zu vertreiben, einzukerkern, zu ermorden . weiter »


Friedrich Ani: Süden und das heimliche Leben

verfasst am 09.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

SuedenManchmal möchte man einfach verschwinden, möchte das Bisherige hinter sich lassen. Pech hat man dann, wenn es Menschen gibt, die sich sorgen und die dann zu allem Überfluss einen Privatdetektiv wie Tabor Süden engagieren. Gerade den, für den das Auffinden verschwundener Menschen quasi ein Passion ist. weiter »


Stefan Zweig: Amerigo

verfasst am 06.01.2013 von | 1 Kommentar

Es gibt ein schier unübersehrbare Menge an Ereignissen, die entscheidend für die Entwicklung der Menschheit waren. Viele davon sind den meisten von uns gänzlich unbekannt, von vielen wissen wir zwar, kennen dazu aber kaum Hintergründe, und nur über einen ganz kleinen Teil wissen wir wirklich Bescheid. weiter »


Hugo Bettauer: Hemmungslos

verfasst am 01.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gerade war mit dem Ende des 1. Weltkrieges auch das Ende der Monarchie gekommen. Die alten Regeln, die alten Verbindungen, die alten Verhältnisse gab es nicht mehr. Und als kleiner Adeliger galt man nichts mehr, alle Privilegien und all das, worauf man seit Jahrhunderten aufbauen konnte, waren verloren. weiter »


David Mitchell: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

verfasst am 28.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es gibt alle möglichen Wege, in den Besitz eines Buches zu kommen. Dieses hier habe ich bestellt, weil gerade jetzt die Verfilmung des Buches „Der Wolkenatlas“ unter dem Originaltitel „Cloud Atlas“ mit Halle Berry und Tom Hanks in den Kinos startet. Cloud Atlas erschien im Jahr 2004, „Die tausend Herbste des Jacob de Zoet “ erschien im Original im Jahr 2010 und im Herbst 2012 in der deutschen Übersetzung und ist somit der neueste Roman von David Mitchell (mit dem er es im Jahr 2010 auf die Longlist für den Man Booker-Preis schaffte.) weiter »


Koytek & Stein: Pagat ultimo

verfasst am 27.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Prequel zum ersten Roman des Autorenduos Kyotek & Stein: in „Der Posamentenhändler“ hat Conrad Orsini der Polzei schon den Rücken gekehrt und arbeitet als Privatdetektiv, jetzt – wir befinden uns im Jahr 2005 – ist er noch Inspektor und Leiter einer Mordkommission. weiter »


Christian Klinger: Das Don Juan Gen

verfasst am 24.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich fange jetzt einmal nicht mit dem Inhalt, sondern mit der Verpackung an: das Cover ist, sagen wir … überraschend! Ist das eine Art menschlicher Hybrid? Was kommt da auf die Leserin/den Leser zu? Einer von diesen gerade so modischen Sado-Maso-Schmökern? Ein schwülstiger Erotikthriller? Knapp daneben; ein kleiner Tipp: lassen Sie sich nicht auf allzu viele Spekulationen in diese Richtung ein und überlegen Sie erst nach der Lektüre, in welche Abteilung sie dieses Buch einreihen wollen! weiter »


Marilyn Monroe: Tapfer lieben

verfasst am 22.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als im Jahr 2007 ein Karton mit handschriftlichen Notizen auftauchte stellte sich bald heraus, dass es sich um gesammelte Aufzeichungen von Marilyn Monroe handelt. weiter »


Thomas Frank: Arme Milliardäre!

verfasst am 21.12.2012 von | 1 Kommentar

Ein Rätsel, vor dem viele EuropäerInnen stehen: wir lieben die gleiche Musik, lachen über die gleichen Witze, sehen die gleichen Filme, haben die gleiche Mimik und doch unterscheiden sich US-Amerikaner von Europäern oft wie Tag und Nacht. Ich persönlich bin mir dabei nicht sicher, ob sich dieses Unverständnis in den vergangenen Jahren (na, sagen wir so ab 2000, dem Jahr in dem Bush-Junior kam)  nicht noch verstärkt hat. weiter »


Rainer Nikowitz: Volksfest

verfasst am 14.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vorsicht!! Akute Ansteckungs- und Suchtgefahr!! Übermäßiges Nutzen der von Rainer Nikowitz verwendeten Sprache im Privatbereich könnte Ihre Sozialkontakte nachhaltig beeinflussen!!

Wenn so ein Hinweis auf den Zigarettenpackerln steht, dann hat das seine Richtigkeit. Warum also nicht auch einmal auf einem Buch? Weil es nicht so ungesund ist? Na, ich weiß nicht – zu viel Lachen kann die Gesundheit sicherlich auch schädigen. weiter »


Tatort Tannenbaum

verfasst am 12.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was sind das nur für Zeiten?! Nicht einmal unter dem Tannenbaum ist man sicher. Unbill lauert einfach überall und in der Anthologie „Tatort Tannenbaum“ wird endlich einmal mit der Mär von der ach so friedlichen, fröhlichen, seligen Weihnachtszeit aufgeräumt. Das war wirklich schon längst überfällig! weiter »


Neu von Christian Klinger: Das Don Juan Gen

verfasst am 10.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Rechtzeitig vor Weihnachten: der neue Roman von Christian Klinger weiter »


Franz Werfel: Eine blaßblaue Frauenschrift

verfasst am 08.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wer könnte es Leonidas verdenken, wenn er sich für einen Liebling der Götter hält, Wer wie er schon früh auf einer Welle der glücklichen Fügungen in ein wohl geordnetes Leben gleiten konnte, der kann wohl gar nicht anders denken. Der muss fast, in all seinem Glück und Wohlbefinden, vergessen , dass es andere gibt, denen das Glück nicht so hold war. weiter »


Horst Evers: Der König von Berlin

verfasst am 05.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Ratten bestimmen die Politik der Hauptstadt. Und, werden ein paar jetzt fragen, soll das originell sein? Nein, soll es nicht, denn die Ratten um die es geht, haben tatsächlich 4 Beine. Ratten, die sich bekanntlich vermehren wie die Karnickel, eignen sich hervorragend für den Aufbau einer regelrechten Untergrund-Streitmacht. weiter »


Voosen & Danielsson: Später Frost

verfasst am 01.12.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist sozusagen ein halber Schwedenkrimi: das AutorInnen-Duo lebt in Hamburg – sie ist Schwedin, er Deutscher. Und es ist ein Schwedenkrimi mit Ambition: denn laut Untertitel ist dies erst der erste Fall der beiden Polizistinnen Nyström und Forss – was dann ja wohl die kommende Veröffentlichung einer ganzen Reihe impliziert. weiter »


Tilman Rammstedt: Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

verfasst am 28.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meistens funktioniert es doch so: nach 20,30,40 Seiten hat man herausgefunden worum es geht. Eine Meinung zum Buch hat man auch schon und oft kann man sich vorstellen, wie es weitergeht. Meistens, aber nicht hier. Denn wer hat schon jemals zuvor die Worte „Abenteuer“ und „Bankberater“ in einem Satz gelesen, geschweige denn in einem Atemzug ausgesprochen? Wohl kaum jemand! Buchmäßges Neuland gewissermaßen. weiter »


Hans Rath: Und Gott sprach: Wir müssen reden!

verfasst am 15.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus dem Titel des Buches kann man sich so viele Geschichten vorstellen, die unter dieses thematische Dach passen würden. Das könnte eine satirische, eine dramatische oder eine visionäre Abrechnung mit unserer Gegenwart sein. Oder mit den Menschen unserer Gegenwart. Oder sonst etwas tolles. Oder es könnte eben auch so wie dieses Buch sein: vergebene Chancen, so weit die Lesebrille reicht. weiter »


Simon Mawer: Die Frau, die vom Himmel fiel

verfasst am 12.11.2012 von | 1 Kommentar

Auch Jahrzehnte nach dem Ende des 2. Weltkrieges gibt es immer noch bislang ungehörte und unerzählte Geschichten über Menschen, die damals ihr Lebens einsetzten, um mitzuhelfen Europa von den Nazis zu befreien.  Viele von ihnen arbeiteten im Geheimen, und ihre Erfolge, ihre Schicksale fanden sich, wenn überhaupt, nur in den Fußnoten der Geschichtsbücher. weiter »


Albert Camus: Der Fremde

verfasst am 05.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit dem Tod seiner Mutter stirbt nicht nur seine letzte Verwandte. Mit ihrem Tod verliert Meursault den einzig verbliebenen, oder überhaupt  je existenten, Faden, der ihm, weit in der Vergangenheit, Geborgenheit, der ihm Halt  gegeben hatte. Die letzte Zeit aber trieb es ihn durch sein Dasein ohne Ziel und ohne jede Ambition. weiter »


Deon Meyer: Sieben Tage

verfasst am 04.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dreizehn Stunden, Sieben Tage: immer wenn Bennie Griessel einen Fall auf den Schreibtisch bekommt, tickt anscheinend irgendwo eine Uhr laut mit. Während diese Uhr tickt, wird diesmal auf Polizisten geschossen. So lange, bis Griessel den Fall gelöst hat. Kein Wunder, dass der dabei gehörig unter Druck gerät. Aber es ist nicht nur durch diesen Fall, auch sein Privatleben steuert einen bedeutenden Beitrag bei, ihm einige unruhige Tagen zu bescheren. weiter »


Martin Walker: Schatten an der Wand

verfasst am 01.11.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman aus der Zeit vor Bruno: Martin Walker verfrachtete seine Charaktere auch schon ins Perigord, bevor er dort seinen „Chef de Police“ erschuf. Vor 10 Jahren im englischen Original erschienen, bringt der Diogenes-Verlag nun erstmals eine deutschsprachige Übersetzung von „The Caves of Périgord“ heraus.  Und da stellt sich die Frage, ob der Verlag damit nur die Erfolgswelle der „Bruno-Reihe“ nützen will, oder ob dieser Roman wirklich lesenswert ist. weiter »


Edith Kneifl (Hrsg.): Tatort Friedhof

verfasst am 28.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wenn man sich denkt, dort ist sowieso schon alles vorbei, dort kann nichts mehr passieren – dann, schwupp, ist es doch passiert:  zwischen Grabsteinen geschehen die unglaublichsten Dinge, vor allem dann, wenn man sich auf einem Friedhof in Wien befindet. weiter »


Georges Simenon: Maigret und die kopflose Leiche

verfasst am 23.10.2012 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wären es die Teile einer weiblichen Leiche gewesen, dann hätte Maigret sich wahrscheinlich gar nicht selbst um den Fall gekümmert – zu oft entledigte sich ein Mörder auf diese Art seines Opfers. Doch es ist äußert ungewöhnlich, dass man die Körperteiles eines Mannes aus der Seine fischt: Es scheint, als ob Maigret ahnt, dass sich hinter dem Fund der Leichenteile mehr steckt, als nur der übliche gewaltsame Tod eines Menschen – der Kommissar nimmt sich von Anfang an selbst der Sache an. weiter »




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