Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 983 Beiträge:

Philip Roth: Die Prager Orgie

verfasst am 14.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Prager OrgieIm Jahr 1985 konnte man sich die Umwälzungen der Jahre 1989,1990, das Ende des Kommunismus in Osteuropa, kaum vorstellen. Ein Roman, den Philip Roth in diesem Jahr über die Schriftsteller in der Tschechoslowakei schrieb, musste beinahe zwangsläufig davon ausgehen, dass es dort Gedankenfreiheit nie wieder geben würde. Jedenfalls nicht in der Spanne eines Lebensalters. weiter »


Stefan Zweig: Die Welt von Gestern

verfasst am 13.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Geboren in Wien im Jahr 1881. Gestorben in Brasilien im Jahr 1942. Dazwischen liegen 61 Jahre, in denen sich für ihn selbst und die ganze Menschheit mehrfach alles von oben nach unten kehrte, in denen Welten untergingen und neue entstanden. 61 Jahre, in denen so viel geschah, wie in keiner ähnlich langen Zeitspanne zuvor und danach. weiter »


John Cheever: Ach, dieses Paradies

verfasst am 12.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im ersten Abschnitt entstand für mich das Bild einer Szene, wie aus einem kurzen Film: Kameraschwenk über eine traumhaft schöne Landschaft, Menschen genießen die Natur (fröhliche Musik). Dann: Stopp, kurz wackelt das Bild (der Sound hört sich an, als ob etwas reißt) – und dann ist da anstatt des Sees, der Menschen, der Natur nur noch aufgetürmter Müll. weiter »


Rauriser Literaturpreis für Saskia Hennig von Lange

verfasst am 07.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Saskia Hennig von Lange erhält für ihren Debütroman „Alles, was draußen ist“ (Jung und Jung 2013) den Rauriser Literaturpreis 2014 in der Höhe von 8.000 Euro.

Der ganze Artikel auf buecher.at


Karen Russell: Vampire im Zitronenhain

verfasst am 05.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Karen Russel lässt ihrer Fantasie einfach freien Lauf. So vieles, das in unserer wirklichen Welt geschieht, lässt sich in Gedanken weiter träumen, verdrehen, erweitern, umdeuten. Das passiert wahrscheinlich uns allen, mehr oder weniger oft. Wie bezaubernd und überraschend es sein kann, wenn jemand dann diese Gedanken, Idee und Fantasien nicht nur denkt sondern auch aufschreibt, das lässt sich in diesen Erzählungen nachzulesen. weiter »


Erich Kästner: Die verschwundene Miniatur

verfasst am 03.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine ausserordentlich vergnügliche Krimi-Komödie der (Verw)Irrungen. In der Hauptrolle der Fleischermeister Oskar Külz aus Berlin, der daheim plötzlich genug von dem ganzen alltäglichen Kram hatte und, auf der Suche nach Abwechslung und Erlebnissen, einfach in den nächstbesten Zug stieg. Hauptsache einmal raus aus dem Trott. weiter »


Günter Neuwirth: Der blinde Spiegel

verfasst am 29.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nach einem Rundumblick auf das derzeitige Angebot an PolitikerInnen ist man schnell verleitet sich den Kaiser zurück wünschen, ohne dabei als ewiggestriger Monarchist gelten zu müssen. So ein bisserl kaiserlicher Glanz anstatt sesselklebender Langeweiler: das wäre doch etwas.. weiter »


Ted Chiang: Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes

verfasst am 25.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Phantastische Kurzgeschichten, die in den Jahren 1990 bis 2008 entstanden. Phantastisch in beiden Bedeutungen des Wortes: Fantasievoll und großartig! weiter »


Deutscher Krimipreis 2014 für Fredrich Ani

verfasst am 24.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Friedrich AniBereits zum sechsten Mal wurde Friedrich Ani mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. weiter »


Julia Engelmann: Die wahre Kunst des Poetry Slam

verfasst am 21.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

In Bielefeld trat Julia Engelmann im vergangenen Jahr vor das Mikrofon. Was sie dort von sich gab ist einfach nur großartig. weiter »


Don Winslow: Vergeltung

verfasst am 20.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

A wüde Gschicht! Die Umschlaggestaltung als reisserischer Thriller (geprägter Titel, große, silberne Lettern, wird vornehmlich in Bahnhofsbuchhandlungen gekauft) passt somit ganz genau zum .. nennen wir es Inhalt. Man steigt in Wien in den Zug, ist bis Innsbruck mit diesem .. nennen wir es Buch .. fertig und hat sich geistig mit nichts belastet, ist vielleicht eingenickt und hat einige Seiten überblättert, ohne auch nur irgendetwas zu vermissen. weiter »


Haruki Murakami: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

verfasst am 18.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es traf ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es war im zweiten Jahr seinens Studiums an der Universität in Tokio, als er seine Geborgenheit, seine Zugehörigkeit verlor. Seine vier Freunde brachen jeden Kontakt zu ihm ab; warum, welchen Grund es dafür gab, warum sie von heute auf morgen nicht einmal mehr mit ihm sprechen wollten, ihn nicht sehen wollten, jede Begegnung mit ihm strikt ablehnten, das hatte Tsukuru Tazaki nie erfahren und hatte auch nie danach geforscht. weiter »


Georges Simenon: Der Buchhändler von Archangelsk

verfasst am 05.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wozu den Titel ändern? „Der kleine Mann aus Archangelsk“, so die direkte Übersetzung des Original-Titels und auch der deutschsprachigen Erstauflage aus dem Jahr 1978, würde es besser treffen. Umso mehr, als der Buchhändler auch ein Briefmarkenhändler ist. Das ist meine einzige Beschwerde über dieses Buch und Simenon hat damit gar nichts zu tun. weiter »


C.S. Forester: Tödliche Ohnmacht

verfasst am 01.01.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als Marjorie Grainger durch die Türe ihres Hauses tritt kann sie es gleich riechen: Gas! Als sie dann, voller entsetzlicher Vorahnungen, die Küche im Erdgeschoß betritt, kann, muss sie es sehen: da liegt Dot, ihre jüngere Schwester. Der Kopf im Gasherd, genau so, wie man es bei einem Selbstmord erwarten könnte. Aber warum Selbstmord? Warum Dot? Sie war gekommen, um an diesem Abend auf die Kinder aufzupassen und nun ist sie tot. weiter »


John Williams: Stoner

verfasst am 26.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

StonerWilliam Stoner kann den Moment, an dem sich sein eigener Lebensweg von den Wünschen seiner Eltern löste, für den Rest seines Lebens wohl jederzeit benennen. Im zweiten Jahr auf dem College, als er sich, warum, das konnte er zunächst nicht so genau begründen, zu einem Literaturseminar anmeldete. Es geschieht während eines dieser Seminare und Auslöser ist ein Sonett von Shakespeare. Bald danach beendet er seine Studien der Landwirtschaft und wendet sich der Sprache und der Literatur zu. weiter »


Niki Glattauer: Mitteilungsheft: Leider hat Lukas …

verfasst am 23.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Schreiben liegt den Glattauers im Blut. Wobei sich die Brüder Glattauer nicht nur die Leidenschaft fürs Schreiben selbst sondern auch die verwendeten Stilmittel teilen. Wer sich mit dem Aufbau von „Gut gegen Nordwind“ anfreunden konnte, wird auch dieses Buch gerne lesen. Und wer auf viel Ironie steht, der wird dieses Buch lieben. weiter »


Stephen King: Doctor Sleep

verfasst am 19.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Oder auch: „Shining nur ohne das Hotel in den Bergen“. Sobald ich wusste, dass dieses Buch eine Fortsetzung von Shining ist, brachte ich das Bild des dämonisch grinsenden Jack Nickolson nicht mehr aus dem Kopf. Macht aber nichts, denn das war, wie sich heraus stellte, genau die richtige Einstimmung auf „Doctor Sleep“. weiter »


Erich Kästner: Die Konferenz der Tiere

verfasst am 15.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wäre das nicht traumhaft? Wenn wieder einmal eine dieser mit großen Tam-Tam inszenierten Konferenzen praktisch ergebnislos über die Bühnen geht (Weltklimakonferenz, Bankengipfel, irgendeine Friedenskonferenz,…), dann nehmen die Betroffenen und die klar Denkenden die Sache selbst in die Hand; und die Betonköpfe und Verhinderer aller Coleurs einigen sich endlich auf Sinnvolles und Positives. weiter »


Philip Roth: Empörung

verfasst am 13.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

EmpörungEin für Philip Roth beinahe typisches Szenario: der jüdische Junge, gerade 18 Jahre alt, der aus der Enge seiner Heimat Newark ausbricht. Sein Studienbeginn am College markiert zugleich seine Abnabelung von seinem Vater; und er markiert den Beginn der Verzweiflung und Ratlosigkeit und Angst, die diese Veränderung bei Vater und Mutter auslöst. weiter »


TV-Tipp: Am 28. Dezember 2013 um 20:15 Uhr auf ORF 2 – Der neue Polt-Film!

verfasst am 12.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Julian R. Pölsler inszeniert die fünfte „Polt“-Verfilmung nach Alfred Komarek weiter »


Georges Simenon: Die Witwe Couderc

verfasst am 10.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Witwe Tati Cuderc: 45 Jahre ist sie alt, lebt mit dem Vater ihres verstorbenen Mannes in dessen Haus. Der Alte, krank, verwirrt, lebt nur noch vor sich hin, zu einer Beschäftigung reicht es bei ihm nicht mehr. Seine Tage verbringt er mit Essen, Schlafen, bei den Kühen und, wenn ihm danach ist, im Bett der Witwe oder er stellt den Mädchen nach. weiter »


Johannes Sachslehner: Der Henker

verfasst am 07.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dank Steven Spielberg ist der Name „Amon Göth“ nicht in Vergessenheit geraten. Einer der unzähligen Verbrecher aus der Nazizeit bleibt durch den großartigen Film „Schindlers Liste“ für ewig ein Symbol der Barbarei, des Sadismus, der Unmenschlichkeit und des Verbrechens. Und Amon Göth ist ein in aller Welt sichtbarer Beweis, dass Österreich kein unschuldiges Opfer Hitlers war, sondern ein Land der zahllosen willfährigen Gehilfen und der besonders eifrigen Nazis. weiter »


Alice Munro: Zu viel Glück

verfasst am 05.12.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Erzählungen über Ereignisse aus dem Alltag, die nicht alltäglich sind. Auf knapp 360 Seiten finden 10 solcher Erzählungen Platz, jede von ihnen ein ganzer Roman. Mein Lesedebüt bei Alice Munro stellte sich schon nach wenigen Seiten als wahrhafter Glücksfall heraus. weiter »


Erich Kästner: Der kleine Grenzverkehr

verfasst am 27.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Buch, das zwei Zeitalter umspannt: im ersten Zeitalter, in dem Kästner diese kleine Geschichte schrieb, gab es bei Salzburg eine Grenze zu Deutschland. Im zweiten Zeitalter, als dieses Buch erschien, hatte sich diese Grenze unter dem „Heim ins Reich“-Jubel der Österreicherinnen und Österreicher geöffnet und aus Österreich war die Ostmark geworden. Dazwischen lang nicht einmal ein Jahr. weiter »


Rob Reef: Das Geheimnis von Benwick Castle

verfasst am 26.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Gentleman-Detektiv, sein Assistent – optimalerweise Arzt – die Damen der beiden Herren: wer da nicht an große Vorbilder denkt … hat solche nie gelesen.  Während die Szenerie sich liest und anfühlt wie England vor hundert Jahren (ein paar mehr oder weniger spielt da keine Rolle), ist der Roman selbst ein Kind des 21. Jahrhunderts: gerade erst neu erschienen. weiter »


Advent-Buchverlosung: TATORT Rathaus

verfasst am 25.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vom Falter-Verlag wurde ein Exemplar der kürzlich neu erschienenen Krimianthologie  “Tatort Rathaus” zur Verfügung gestellt. Eignet sich hervorragend als Geschenk für Weihnachten (für andere oder sich selbst!). Wer dieses Exemplar gerne besitzen möchte, kann ganz einfach an der Verlosung teilnehmen: weiter »


Tex Rubinowitz: Die sieben Plurale von Rhabarber

verfasst am 23.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ja, ja – so ein menschliches Gehirn wandelt oft auf gar wunderlichen Pfaden. Schön zu sehen, dass man mit seinen eigenen Wandlungen nicht alleine ist: durch Tex Rubinowitz weiß ich nun, dass Schräges und Skurriles auch bei anderen Leuten fröhlich gedeiht. weiter »


Bad Fucking: ab 20.12.2013 in den Kinos

verfasst am 19.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Bad FuckingKurt Palms preisgekrönte Krimi-Groteske ab 20.12.2013 österreichweit im Kino! weiter »


Roman Maria Koidl: WebAttack

verfasst am 18.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Kaum ein (gesellschaftliches) Thema ist derzeit so aktuell wie Datenspionage und Privatsphäre, selten noch gab es einen solchen Hype wie jenen um Facebook, Twitter & Co, selten eine so große Empörung, wie jene über das Ausspionieren unseres ganzen Lebens durch NSA, MI6 und Konsorten. Und selten gab es mehr Heuchelei als bei der gespielten Empörung der Politiker, als all dies bekannt wurde. weiter »


Cay Rademacher: Der Trümmermörder

verfasst am 17.11.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als wäre es ein anderes Universum: Trümmer, wo immer man hinblickt, ausgebrannte Ruinen, zerborstene Fenster, ausgemergelte Menschen in Lumpen gekleidet, auf der Suche nach einem wärmenden Platz in der klirrenden Kälte. Was aussieht wie die Szenerie aus einem Endzeit-Thriller ist die Realität des Winters 1946/1947. Die Städte in Deutschland im zweiten Jahr nach dem Ende des Krieges sind noch immer duchzogen von Zerstörung und die Menschen leben ein Leben voller Entbehrung und des Hungers. weiter »




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