Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 890 Beiträge:

Verena Moritz, Hannes Leidinger: Oberst Redl

verfasst am 30.05.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus einer Welt, die so ganz anders aussah als unsere Gegenwart. In dieser untergegangen Welt von Kaiser, Donaumonarchie, in der Österreich zu den Großmächten gehörte, konnte der Verrat von geheimen Plänen, die in den Kanzleien in Wien ersonnen wurden, noch das Machtgefüge eines ganzen Kontinents aus dem Gleichgewicht bringen. Der Fall des Oberst Redl erschütterte die Monarchie vor ziemlich genau 100 Jahren. Die damalige Welt ist untergegangen, die Umstände und Hintergründe aber beschäftigen die Wissenschaft bis heute. weiter »


Franz Werfel: Der Abituriententag

verfasst am 25.05.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Schon zu normalen Zeiten wird man bei einem Treffen zum 25-jährigen Maturajubiläum vielfältige Überraschungen erwarten dürfen. 25 Jahre, was wurde aus wem, wer hat nach dem Gymnasium ein Leben geführt, das man nach seinem Auftreten in de Schule erwarten durfen, wer ging einen gänzlich unerwartetet Weg. Wen wird man erkennen, wer wird völlig fremd erscheinen. weiter »


Georges Simenon: Die Verlobung des Monsieur Hire

verfasst am 21.05.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Monsieur Hire ist einer von diesen Männern: ein Einzelgänger, kein Kontakt zu den Nachbarn, irgendwie unheimlich, undurchschaubar. Und damit ist er auch einer der ersten Verdächtigen beim Mord an einer Frau, deren verstümmelte Leiche nur wenige Meter von Hires Wohnung entfernt gefunden wurde. Wüsste die Polizei, dass Hire Freude daran hat, seine attrative, junge Nachbarin nächtens heimlich zu beobachten, dann hätte sie wohl noch mehr Grund, den Mann zu umgehend verhaften. weiter »


Erich Kästner: Drei Männer im Schnee / Inferno im Hotel

verfasst am 19.05.2013 von | 1 Kommentar

Im Jahr 1927 schrieb Erich Kästner die kurze Erzählung „Inferno im Hotel“  über den Gewinner eines Preisausschreibens, dem sein Gewinn nichts als Unglück brachte. Es ist eine sehr düstere Erzählung.  Jahre später, im Jahr 1933, war die ganze Welt düster geworden und Erich Kästner machte aus seiner Erzählung einen scheinbar heiteren Roman. weiter »


Martin Walker: Femme fatale

verfasst am 12.05.2013 von | 1 Kommentar

Femme fataleSatanismus in der französischen Provinz? Nun, ein Wunder wäre es ja nicht, bei all den Höhlen mit den uralten Höhlenmalereien. Ist eine der Attraktionen des Perigord gleichzeitg etwa auch ein Zentrum der dunklen Mächte? Es sieht jedenfalls so aus, als ein Kanu den Fluss hinuntertreibt. weiter »


Hannes Stein: Der Komet

verfasst am 20.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Man nehme: das Jahr, nun sagen wir: 1905 (5 Jahre auf oder ab machen da keinen großen Unterschied). Man merke sich, ja man bewahre, was in dieser Zeit gesellschaftlich und politisch aktuell ist und transferiere es so rund hundert Jahr vorwärts in die Zukunft. Und dort (jetzt, heute, hier) trifft dieses Alte auf eine neue Welt der Technik und Wirtschaft; und schon hat man hat einen Was-wäre-wenn-Roman! weiter »


Peter Fröberg Idling: Pol Pots Lächeln

verfasst am 19.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das 20. Jahrhundert war übervoll mit grausamen, blutrünstigen, mörderischen Diktaturen und Dikatoren. Europa, Asien, Afrika, Südamerika: überall versanken ganze Staaten, oft ganze Kontinente in Schutt und Asche. Eine Bewertung, eine Reihung dieser Regime nach der Anzahl der Opfer, die sie forderten ist fehl am Platz, denn schon jedes einzelne Opfer einer Gewaltherrschaft ist eines zu viel. weiter »


Wolfgang Burger: Das vergessene Mädchen

verfasst am 17.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Alexander Gerlach und seine Töchter. Die Familiengeschichte des Chefs der Kriminalpolizei zieht sich wie ein roter Faden durch alle Heidelberg-Krimis. Und natürlich auch die Sache mit Freundin Teresa. Diesmal stehen diese vier nicht nur im Zentrum der Homestory sondern auch im Zentrum der Krimihandlung. In gewisser Weise zumindest. weiter »


Roberto Bolaño: Die Nöte des wahren Polizisten

verfasst am 15.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Im Bewusstsein, mich bei den vielen, eingefleischten Bolano-Fans unbeliebt zu machen: dieses Buch ist ausserordentlich entbehrlich! Diese Veröffentlichung von Fragmenten, zusammengefasst in einem Buch, folgt wohl vorrangig dem Wunsch, aus dem seit dem Roman „2666“ entstandenen Kult um Bolano Kapital zu schlagen. weiter »


Tanja Weber: Sommersaat

verfasst am 01.04.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

SommersaatErster Auftritt Postbote Johannes Stifter. In dem – in vieler Hinsicht – abseits gelegenen Ort Germerow in der Nähe von Berlin, fährt er seine Route gewissenhaft ab. Bei Annika Strelski, der Frau mit den kleinen Kindern, da liefert er noch gewissenhafter ab als anderswo, denn die jungen Frau fasziniert ihn. weiter »


Bill Bryson: Streiflichter aus Amerika

verfasst am 31.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

1998 veröffentlichte Bill Bryson (fast) 100 Kolumnen über das Leben als Amerikaner in Amerika (genauer: den USA). Als Amerikaner, der nach 2 Jahrzehnten in der Fremde (Großbritanninen) wieder nach Hause kommt und sich wundert. weiter »


Jan Kossdorff: Kauft Leute

verfasst am 25.03.2013 von | 1 Kommentar

Kauft LeuteBeginnen muss man mit dem korrekten Lesen des Buchtitels: Nein, „Kauft!Leute!“ ist falsch, so wie es auf dem Cover steht, stimmt es schon. So wie man sagt: „Kauft Autos“ oder „Kauft regionale Produkte“ so kann man auch sagen „Kauft Leute“. Wenn man zuvor die passende Geschäftsidee hatte. Obwohl: so neu ist die gar nicht, fragen Sie zum Beispiel all die Amerikaner mit afrikanischen Vorfahren, fragen Sie Barack Obama. weiter »


Wolfgang Korn: Mesopotamien

verfasst am 18.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mesopotamien, das Zweistromland mit dem Irak im Zentrum und Iran, Syrien und der Türkei angrenzend an den Randzonen ist seit jeher eine Region im Umbruch. Vor Jahrtausenden entwickelten sich hier viele der Wurzeln unserer heutigen Zivilisation, einiges davon wirkt auch in der Gegenwart nach. Heute ist es eine Weltregion, die für viele Menschen der Gegenwart nur noch ein Synonym für Extremismus, Terrorismus, Tyrannei und Krieg ist. weiter »


Arne Dahl: Zorn

verfasst am 16.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Hinweis für zart Besaitete: sobald man das erste Kapitel überstanden hat, ist das Schlimmste schon vorbei. Na ja; fast! Ab dann kann man lesen, ohne weitere Über-Grauslichkeiten befürchten zu müssen – aber ein Kindergeburtstag wird trotzdem nicht daraus. Also los: die Nerven geölt (damit sie nicht reissen, bei der kommenden  Spannung) und ab gehts ans Lesen. weiter »


Upton Sinclair: Öl!

verfasst am 10.03.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wieviel von der Welt vor hundert Jahren steckt in unserer Gegenwart? Wie haben sich Menschen und ihre Konstrukte, wie haben sich das Leben und seine Umstände weiter entwickelt? Wenn man ein Buch liest, dessen zentrale Inhalte in den 1910ern/1920ern stattfnden, dann stellt sich diese Frage nicht zwangsläufig. Liest man aber ein Epos wie „Öl!“, in dem sich so viel findet, das geradezu unheimlich vertraut und gegenwärtig wirkt, dann drängt sich ein solcher Vergleich auf. weiter »


Joey Goebel: Ich gegen Osborne

verfasst am 28.02.2013 von | 1 Kommentar

Ich hatte schon nach ein paar Seiten so eine Art Déjà-vu: Erinnerungen an die Fernsehserie „Wunderbare Jahre“ geisterten mir durch den Kopf, ich hörte fast die Stimme des Erzählers. Die inhaltliche Gemeinsamkeit dieses Buches mit der Serie erschöpft sich jedoch in der Highschool als Ort des Geschehens. Eine weitere Gemeinsamkeit stellte sich im Laufe des Lesens heraus : beides hat mir ausnehmend gut gefallen, beides lässt eine vergangene Zeit wieder-erleben! weiter »


Bad Fucking wird verfilmt

verfasst am 28.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wie der Residenz-Verlag meldet wird Kurts Palms Satire „Bad Fucking“ nun verfilmt. weiter »


Tanja Weber: Oberland

verfasst am 21.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

OberlandMan stelle sich das vor: die Betrogenen schlagen zurück. Und es gab viele Betrogene. Leute wie Du und Ich, Leute, die ihr ganzes Leben gearbeitet und gespart hatten und dann kam so ein Banker daher, versprach alles und hielt nichts. Und alle wurden betrogen, nur der Berater, der hatte seine Schäfchen im Trockenen; dachte er. Ja, so etwas passierte oft in den letzten Jahren. weiter »


Jörg Maurer: Unterholz

verfasst am 05.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist (endlich) wieder einmal soweit: in allen möglichen Ecken der Welt braut sich etwas zusammen, das in den bayrischen Alpen zu heftigen Entladungen führen wird. Auf einer Alm, ganz der in der Nähe von Garmisch, nicht weit zur Grenze nach Tirol, gibt es einen Brennpunkt. Dort ist früher schon einmal was passiert und heute, heute scheinen sich schon wieder ein paar böse Gesellen hier zu versammeln. weiter »


Georges Simenon: Der Präsident

verfasst am 02.02.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Mit seinem nun so eintönigen Leben kann und will sich der ehemalige Ministerpräsident der Republik nicht abfinden. Mit einem Alltag zwischen Krankheit, Untersuchungen, Spaziergängen; fernab aller Orte, an denen die Entscheidungen für das Land getroffen werden. weiter »


Robert Seethaler: Der Trafikant

verfasst am 01.02.2013 von | 1 Kommentar

Beeindruckend, wie man schon beim Lesen der allerersten Seite den Charakter ganzen Buches vor Augen hat. Nicht was den Inhalt, die Geschichte, die erzählt werden wird betrifft; nein: was den Stil, die Atmosphäre betrifft, was man vom Lesen behalten und woran man sich erinnern wird. Dass man hier etwas liest, das in seiner Sprache aus der Menge der Bücher herausragt, begreift man schon nach ein paar Wörtern. weiter »


Robert Neumann: Die Puppen von Poshansk

verfasst am 21.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Einer der (seltenen) Fälle, bei denen der Titel der deutschen Übersetzung noch besser zutrifft als der des Originales  (den man mit „Aufruhr in Poshansk“ übersetzten würde). Warum aber, wird man sich fragen, warum schreibt der Österreicher Robert Neumann denn überhaupt in Englisch? weiter »


Hugo Bettauer: Der Frauenmörder

verfasst am 20.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Inspektor Krause ist der beste Mann von Dr. Clusius, dem Chef der Berliner Kriminalpolizei. Er ist so eine Art deutscher Sherlock Holmes, der Mann für die unlösbaren Fälle im Berlin der 1920er-Jahre. weiter »


John Leake: Eiskalter Tod

verfasst am 19.01.2013 von | 1 Kommentar

Kennen Sie Duncan MacPherson? Oder Fabrizio Falchero, Raven Vollrath? Nur ein paar Namen von jungen Männern, die in der Gegend rund um den Stubaier Gletscher spurlos verschwanden. Einige von ihnen wurden nach vielen Jahren vom Eis frei gegeben, einige sind noch immer wie vom Erdboden verschluckt. Die Aufrollung des Falles des Duncan MacPherson – um diesen geht es in diesem Buch – bringt eine Aneinanderreihung von Fehlern, Vertuschungen und Irreführungen ans Tageslicht, die an ein System in der Behandlung derartiger Fälle glauben lässt. weiter »


Friedrich Torberg: Mein ist die Rache

verfasst am 18.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Aus der Sicht und mit den Worten eines Mannes, der dem Naziterror entfliehen konnte. Friedrich Torberg schrieb diese Novelle über Unmenschlichkeit und Hass in seinem Exil in den USA im Jahr 1943. weiter »


Joseph Roth: Die Flucht ohne Ende

verfasst am 14.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist eines der zentralen Themen der Werke von Joseph Roth: nach dem 1. Weltkrieg, nach dem Ende der Donaumonarchie, stehen Menschen vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens. Das Fundament, das noch vor wenigen Jahren so unverrücktbar, so unzerstörbar erschien, gibt es nicht mehr und ein neues ist noch nicht errichtet. weiter »


Ken Follett: Winter der Welt

verfasst am 10.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Fortsetzung der Familiensaga aus dem und über das 20. Jahrhundert beginnt im Februar 1933. Es ist das Jahr, in dem die Nazis die Herrschaft in Deutschland endgültig an sich rissen, das Monat, in dem der Brand des Reichtages in Berlin der höchst willkommene Vorwand für Hitler und seine Schergen war, ihre Gegner zu vertreiben, einzukerkern, zu ermorden . weiter »


Friedrich Ani: Süden und das heimliche Leben

verfasst am 09.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

SuedenManchmal möchte man einfach verschwinden, möchte das Bisherige hinter sich lassen. Pech hat man dann, wenn es Menschen gibt, die sich sorgen und die dann zu allem Überfluss einen Privatdetektiv wie Tabor Süden engagieren. Gerade den, für den das Auffinden verschwundener Menschen quasi ein Passion ist. weiter »


Stefan Zweig: Amerigo

verfasst am 06.01.2013 von | 1 Kommentar

Es gibt ein schier unübersehrbare Menge an Ereignissen, die entscheidend für die Entwicklung der Menschheit waren. Viele davon sind den meisten von uns gänzlich unbekannt, von vielen wissen wir zwar, kennen dazu aber kaum Hintergründe, und nur über einen ganz kleinen Teil wissen wir wirklich Bescheid. weiter »


Hugo Bettauer: Hemmungslos

verfasst am 01.01.2013 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gerade war mit dem Ende des 1. Weltkrieges auch das Ende der Monarchie gekommen. Die alten Regeln, die alten Verbindungen, die alten Verhältnisse gab es nicht mehr. Und als kleiner Adeliger galt man nichts mehr, alle Privilegien und all das, worauf man seit Jahrhunderten aufbauen konnte, waren verloren. weiter »




Top