Über Literatur Blog

Von Leserinnen für LeserInnen: wir lesen, was uns interessiert und schreiben darüber. Ob Altes oder ganz Neues, vom Krimi bis zur zeitgenössischen Literatur, im Literatur Blog gibt es keine Einschränkung. Wir sind keinem Verlag und keiner Autorin, keinem Autor verpflichtet.

Seit Jänner 2009 veröffentlichen wir hier unsere sehr persönlichen Meinung zum Gelesenen. Das Literatur Blog bietet auch Raum für die Stellungnahmen unserer LeserInnen – Kommentare, Meinungen, Ergänzungen, Diskussionen – für alles ist Platz.

Viel Spaß dabei !

Die neuesten Buchbesprechungen

Edith Kneifl: Taxi für eine Leiche

Taxi für eine Leiche verfasst am 24.02.2015 von

Ein desolates Vorstadtkino in Wien und das Cafe“Nachtlberger” – was da nicht alles passiert. Im Vorstadtkino stehen (wirkliche) Morde wöchentlich auf dem Spielplan und auch der Killer zählt anscheinend zum Stammpublikum des Filmtheaters. Das ist jedoch ganz und gar keine willkommende Werbung sondern im Gegenteil ein Desaster für die Kinobesitzerin; denn Einnahmen sind schon unter normalen Umständen so gering, dass es ihr meist schwer fällt, ihr Auskommen zu finden. weiter »

Jörg Maurer: Der Tod greift nicht daneben

Der Tod greift nicht daneben verfasst am 23.02.2015 von

Alter Schwede! In so einer Gegend recht sicher niemand damit, dass einer aus dem Ort auf so grausliche Art ums Leben kommt. Auf eine so grausliche nämlich, dass man lange Zeit gar nicht herausfindet, was denn da überhaupt passiert ist; und ob es ein Unfall oder doch ein Verbrechen war. Deshalb gibt es erst einmal “nur so ein Gefühl” bei Kommissar Jennerwein und seinen Leuten, so eines, nach dem der Suderer Bartl nicht ganz freiwillig aus dem Leben schied. weiter »

John Banville: Die See

Die See verfasst am 15.02.2015 von

„They Departed, the gods, on the day of the strange tide.“ Warum lässt ein Autor seinen Roman so anfangen? Welche Eindrücke und Erwartungen weckt er damit bei uns, seinen Lesern? Während wir von diesem ersten Satz zum zweiten springen, kommen uns zwei Möglichkeiten in den Sinn: Entweder schreibt hier jemand, der wirklich ein Meister seiner Kunst ist, oder jemand, der fest davon überzeugt ist ein solcher zu sein. Für Banville jedoch scheint beides zu gelten.

Die See, Banvilles bereits vierzehnter Roman, der 2005 erschien, und im selben Jahr den prestigeträchtigen englischen Man Booker Prize gewann, ist ein vor allem linguistisch sehr anspruchsvoll angelegtes Projekt, das jedoch immer wieder über die Selbstüberzeugung seines Autors stolpert. weiter »

Peter Wehle: Teufelskoller

Teufelskoller verfasst am 12.02.2015 von

Peter Wehle siedelt seinen dämonischen Kriminalroman im Salzburger Land an, in dem fiktiven Ort Sankt Nepomuk. Im 17. Jahrhundert wurden dort Frauen, die sich von „normalen“ Menschen unterschieden, als Hexen verfolgt und getötet. Bedauerlicherweise gibt es im Jahr 2008 noch immer ein paar Verrückte, die diesem Brauch nachhängen. weiter »

O. P. Zier: Komplizen des Glücks

Komplizen des Glücks verfasst am 08.02.2015 von

Rolfi erzählt seine Familiengeschichte. Seine Erinnerungen ab seinem vierten Lebensjahr bis zu der Zeit in der er an seiner Dissertation schreibt. Da taucht ein bisher unbekannter Onkel in seiner Familie auf.

Mit seiner etwas unüblichen Familie lebt Rolf im Pongau in Salzburg – und wegen des ungewöhlichen Lebensstils ist Rolf seine Familie zeitweise peinlich. weiter »

Gottfried Schatz: Postdoc

Postdoc verfasst am 04.02.2015 von

Gottfried Schatz, ein renommierter Wissenschaftler, wagte sich nach einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen, an einen Roman. Selbstverständlich angesiedelt im wissenschaftlichen Milieu. Ich meine, dass ihm dieser Roman sehr gut gelungen ist. Schatz lässt uns Einblick gewähren in die aufwendige wissenschaftliche Arbeit, in die damit verbundenen Entbehrungen, aber auch in die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit, teilweise stark geprägt von Eitelkeiten. weiter »

Frank Lauenroth: Black Ice

Black Ice verfasst am 26.01.2015 von

Zu Beginn ist Frankie nur einer von dieser (wahrscheinlich hunderttausenden) Kapitänen der Weltraumstraßen. Immer unterwegs von einem Planeten zum nächsten, immer auf der Suche nach Ware und Transportaufträgen. Beim Anflug auf den Planeten Clarion Prime ändern sich die Dinge jedoch ebenso überraschend wie blitzschnell. Ein Passagier, der es unbemerkt in einen Frachtraum der im Orbit des Planeten kreisenden “Corona”, Frankies Schiff und ganzer Stolz, geschafft hatte, zahlt viel Geld für eine Passage zu einem anderen Planeten. weiter »

Joe Fischler: Veilchens Winter

Veilchens Winter verfasst am 25.01.2015 von

Der erste Arbeitstag von Valerie “Veilchen” Mauser als neue Leiterin der Abteilung Leib/Leben beim LKA in Innsbruck fängt nicht wahnsinning erfreulich an.

Zuerst muss Sie mit den noch leicht betäubenden Nachwirkungen ihrer Einstandsfeier vom Vorabend aufwachen, dann steht auf ihrem neuen Türschild “Valentin Mauser”(Wahrscheinlich, weil es in Tirol seit Andreas Hofer “Manda, s’isch Zeit” und nicht “Dirndln, s’isch Zeit” heisst) und die erste Begegnung mit ihren neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fühlt sich an wie eine Versammlung in einer Tiefkühltruhe: schwer unterkühlt. weiter »

Michael Köhlmeier: Drei Depeschen gegen den Krieg

Drei Depeschen gegen den Krieg verfasst am 22.01.2015 von

Drei kleine Erzählungen über die seit ewigen Zeiten andauernde Gewalt, die Menschen Menschen antun. Es geschieht seit Ewigkeiten, gerade jetzt hat man den Eindruck, als gäbe es ausser den täglichen Nachrichten über Gewalt an allen Orten auf der Welt gar nichts mehr, das berichtenswert wäre. Wir erleben die Gewalt heute und könnten meinen, sie gewinnt immer mehr Raum. weiter »

Felipe Pena: Das Diplomgeschäft

Das Diplomgeschäft verfasst am 18.01.2015 von

Brasilien – ein Synonym u.a. für Favelas, Korruption, ziemlich viele Verbrechen, Drogenhandel, aber auch für wunderschöne Landschaften, Lebensfreude, für schöne Frauen etc.

Letzteres hat Felipe Pena in seinem ersten Buch seiner Campus-Trilogie nicht erwähnt. Pena schildert, teils mit satirischem Einschlag, die Situation der Universitäten in Brasilien, konzentriert sich dabei auf die Privatuniversität Bartolomeu Dias in Rio de Janeiro, eine der größten Universitäten des Landes. weiter »

Alle Buchbesprechungen: im Archiv »

News, Berichte, Informationen:

Adolf Muschg erhält den “Grand Prix Literatur 2015″

verfasst am 21.02.2015 von Adolf Muschg

Adolf Muschg wurde am vergangenen Donnerstag mit dem Schweizer Grand Prix Literatur für sein Gesamtwerk geehrt. Bundesrat Alain Berset überreichte dem Schriftsteller die Auszeichnung an der Verleihung der Schweizer Literaturpreise in der Schweizer Nationalbibliothek. Die Jury hob den Humanismus und das Engagement hervor, die sein Schaffen prägen. Der Preis ist mit 40 000 Franken dotiert. weiter »

Literaturpreis Wartholz 2015 an Sara Schüller

verfasst am 16.02.2015 von Sara Schüller

Mit der Preisverleihung ist Sonntagvormittag der 8. Literaturwettbewerb Wartholz (13.–15. Februar 2015) in Reichenau an der Rax zu Ende gegangen: Die deutsche Schriftstellerin Sara Schüller wurde für ihren Text „Keine“ mit dem mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis Wartholz ausgezeichnet. Schüller überzeugte mit ihrem Text-Rap zum Thema Hannah Arendt und Abtreibung, mit dem sie „literarisch gekonnt jene hinterhältigen Tendenzen attackiert, die Frauen wieder auf vorgeblich ‚naturgegebenes’ Terrain zurückdrängen wollen. weiter »

Rauriser Literaturpreis 2015 für Karen Köhler

verfasst am 04.02.2015 von Julia Köhler

Den Rauriser Literaturpreis 2015 (vergeben vom Land Salzburg, dotiert mit EUR 8.000,-) erhält Karen Köhler für ihren Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ (Hanser 2014).

Karen Köhler wurde 1974 in Hamburg geboren und studierte Schauspiel in Bern. Nach einigen Jahren in Festengagements als Schauspielerin lebt sie heute wieder in Hamburg und schreibt Theaterstücke und Prosa. Sie erhielt verschiedene Preise, u. a. den Hamburger Literaturförderpreis 2011. weiter »


Aus dem LiteraturBlog - Archiv:

E.L.Doctorow: Der Marsch

verfasst am 29.10.2011 von Der Marsch

Der Marsch beschreibt das Leben im Rahmen des Feldzuges von General William Tecumseh Sherman im Jahr 1865. Eine breite Spur der Gewalt und Verwüstung lässt der Heerestross auf seinem Marsch  durch die US-Staaten Georgia, South – und North Carolina hinter sich. Am Ende steht die Kapitulation von Joe Johnston, General der Südstaatenarmee und schärfster Gegner von Sherman. weiter »

Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre

verfasst am 25.04.2011 von Der Fall Jane Eyre

Auf den ersten Blick sieht es hier aus wie bei uns: England, London, das Jahr 1985. So weit, so vertraut. Dann aber erkennt man: da stimmt was nicht, ganz und gar nicht, das ist hier überhaupt nicht wie bei uns. weiter »


wer schreibt im Literatur-Blog?



Themen und Genres



Top