Johannes Fischler: New Cage
Von Engeln, Energien, Geistern, Meistern und auch sonst allen (un)möglichen Ideen. Ein Buch über das Phänomen Esoterik, samt seinem breiten Umfeld, das nur einen einzigen Fehler hat: wie meistens bei derartigen Analysen von Themen, die sich mit Glaube, Glauben und Einbildung beschäftigen wird es kaum jemand derjenigen lesen, die selbst davon betroffen sind. Ein Buch vor allem für jene, die sich in ihre schon vorhandene Einschätzung bestätigt finden wollen. weiter »
Aus der Sicht der Nazis war es wohl nur logisch, die Werke eines Meisters des pointierten Dialoges zu verbieten. Denn Erich Kästner hielt den Braunen ihre eigene Dummheit und die Primitivität ihres eigenen Denkens so punktgenau und unwiderlegbar unter die Nase wie kaum ein anderer. 1931 schrieb er mit “Fabian” eine genial geistvolle Satire zwischen Lachen und Weinen, 2 Jahre später wurden seine Bücher von den Nazis verbrannt; alles Geistvolle war für sie “entartete Kunst”.
Diese Frage muss ich mir stellen: wie ist es möglich, so viele Lesejahre hinter sich zu bringen, ohne dabei ein einziges Mal etwas von Ödön von Horváth zu lesen? Ich kann mich nicht erinnern, ob es vielleicht die Folgen einer literarischen Zwangsbeglückung im Gymnasium war? Jedenfalls ist das Ergebnis, dass mir dieser literarische Schatz bis jetzt verborgen blieb. Ein Versäumnis.
Dieses Buch ist nicht neu. Dennoch ist diese Geschichte aus Syrien heute, da uns derzeit tagtäglich der Bürgerkrieg mit tausenden Toten aus der Zivilbevölkerung in diesem Land medial erreicht, hoch aktuell. Und umso berührender ist die Geschichte eines Jungen, der so gerne Journalist werden möchte und uns über sein Tagebuch an seinem Leben in Damaskus teilhaben lässt.
Aus einer Welt, die so ganz anders aussah als unsere Gegenwart. In dieser untergegangen Welt von Kaiser, Donaumonarchie, in der Österreich zu den Großmächten gehörte, konnte der Verrat von geheimen Plänen, die in den Kanzleien in Wien ersonnen wurden, noch das Machtgefüge eines ganzen Kontinents aus dem Gleichgewicht bringen. Der Fall des Oberst Redl erschütterte die Monarchie vor ziemlich genau 100 Jahren. Die damalige Welt ist untergegangen, die Umstände und Hintergründe aber beschäftigen die Wissenschaft bis heute.
„Selbst denken“ ist kein Appell an andere mit erhobenem Zeigefinger: Denke gefälligst selbst! Der Sozialpsychologe regt zur Reflexion des eigene Handelns an, das Konzept der Überflussgesellschaft kritisch zu hinterfragen und den eigenen bequemen Konsum zu überdenken. Und dabei bei sich selbst zu beginnen!
Schon zu normalen Zeiten wird man bei einem Treffen zum 25-jährigen Maturajubiläum vielfältige Überraschungen erwarten dürfen. 25 Jahre, was wurde aus wem, wer hat nach dem Gymnasium ein Leben geführt, das man nach seinem Auftreten in de Schule erwarten durfen, wer ging einen gänzlich unerwartetet Weg. Wen wird man erkennen, wer wird völlig fremd erscheinen.
Monsieur Hire ist einer von diesen Männern: ein Einzelgänger, kein Kontakt zu den Nachbarn, irgendwie unheimlich, undurchschaubar. Und damit ist er auch einer der ersten Verdächtigen beim Mord an einer Frau, deren verstümmelte Leiche nur wenige Meter von Hires Wohnung entfernt gefunden wurde. Wüsste die Polizei, dass Hire Freude daran hat, seine attrative, junge Nachbarin nächtens heimlich zu beobachten, dann hätte sie wohl noch mehr Grund, den Mann zu umgehend verhaften.
Vorab ein Hinweis – dieses Buch kann man nicht einfach einmal so lesen. Es bedarf einer ziemlichen Konzentration und Ausdauer um den Faden nicht zu verlieren. Mein Rat: soviel Zeit wie möglich darauf zu verwenden, um das Buch mit möglichst wenigen Unterbrechungen zu lesen.
Wie der Residenz-Verlag meldet wird Kurts Palms Satire “
Rechtzeitig vor Weihnachten: der neue Roman von Christian Klinger
Für alle die vielleicht nicht wussten, dass “Verteidigung der Missionarsstellung ” Ende August erscheint, veranstaltete der ORF eine fast beispiellose PR-Kampagne: Online, im TV, im Radio – also überall, wo Österreichs Staatsfunk etwas zu melden hat, gefolgt von Interviews und Ankündigungen in praktisch allen Print- und Onlinemedien. Tolle Werbung für einen unserer Parade-Schriftsteller!
Ein Wintertag in einem kleinen Dorf in Schweden. Ein Sterbender, der vor seinem Tod von schrecklichen Ereignissen berichtet. Am Anfang des Buches findet man die gewohnten Ingredienzien, mit denen der Wallander-Erfinder seine Werke würzt. Aber es ist nicht der alte Kommissar, der sich auf die Spur der Ereignisse begibt, sondern Richterin Birgitta Roslin, die unwiderstehlich hinein gezogen wird.
Jerry hing jahrelang an der Nadel. Heroin war der Stoff, der ihn in Watte packte. „Harmlos“ dagegen sein heutiger Drogenkonsum: kiffen und hin und wieder gern auf einem LSD-Trip. Eines Tages, Jerry noch sehr umnebelt, meldet sich sein ehemaliger Schulkollege Paul bei ihm. Er bittet Jerry um Hilfe. Seine Freundin Simon ist verschwunden, abgetaucht im Wiener Untergrund. Eine angemessene Entlohnung vorausgesetzt, taucht Jerry wieder in das Wiener Drogenmilieu ab, um die junge Frau zu finden. 
Die neuesten Kommentare
Meine Freundinen und ich finden das voll geil...
Danke für den Tipp! Hab es schon auf meine Leseliste geschrieben...
Ich kann die Verfilmung von 1955 sehr empfehlen!...
Ein überragendes Buch und ein absolut unterschätzter Schriftstell...
Also ich weiß ja nicht. Ich habe milerweile schon 3 bücher von Pe...
Das Lektorat würde ich allerdings mal unter vier Augen sprechen!!...
Wann lebt man in der verkehrten Welt? Sobald Mut nötig ist, die W...
Das ist definitiv eines der besten zeitgenössischen Bücher - habe...
Kritik darf durchaus angebracht werden :))...
Ich hab das buch gelesen und war leider erst ab seite 1, absatz 1...