Über Literatur Blog

Von Leserinnen für LeserInnen: wir lesen, was uns interessiert und schreiben darüber. Ob Altes oder ganz Neues, vom Krimi bis zur zeitgenössischen Literatur, im Literatur Blog gibt es keine Einschränkung. Wir sind keinem Verlag und keiner Autorin, keinem Autor verpflichtet.

Seit Dezember 2008 veröffentlichen wir hier unsere sehr persönlichen Meinung zum Gelesenen. Das Literatur Blog bietet auch Raum für die Stellungnahmen unserer LeserInnen – Kommentare, Meinungen, Ergänzungen, Diskussionen – für alles ist Platz.

Viel Spaß dabei !

Die neuesten Buchbesprechungen

Steve Toltz: Fließsand oder Eine todsichere Anleitung zum Scheitern

verfasst am 09.01.2017 von

Zwei Freunde – Liam und Aldo, zwei total seelisch kaputte Typen, zwei, die sich nicht einmal durchs Leben wurschteln, sondern mehr dahin siechen. Das ist mein erster Eindruck nach den ersten Seiten dieses mehr als 500 Seiten umfassenden Buches, das vom Scheitern und sonstigen Unbillen dieser zwei bejammernswerten Seelen erzählt. Der Autor macht das mit großem Können; trotzdem ist sein Stil, seine Wortfindungen für mich teilweise ziemlich anstrengend zu lesen. weiter »

Christian Kracht: Die Toten

Die Toten verfasst am 15.12.2016 von

Ein Roman, dessen Geschehen in der Zeit der Weimarer Republik, an der Schwelle zur Machtübernahme durch die Nazis angesiedelt ist und der auch direkt aus dieser Zeit entsprungen scheint. Krachts Sprache ist in diesem Roman definitiv nicht in unserer Jetztzeit angesiedelt, sie ist ausformulierend, übertreibend, verfeinernd, melodisch und distanziert. weiter »

Gudrun Lerchbaum: Lügenland

verfasst am 09.12.2016 von

Als Georg Orwell 1948 über das Jahr 1984 schrieb, da hatte er Stalins Staat im Sinn. Weniger wird er wohl daran gedacht haben, dass wenige Jahrzehnte später die kommunistischen Unterdrückungsstaaten Gesichte sind und dafür inmitten der westlichen, demokratischen Welt, der überwunden geglaubte Geist der Populisten, Nationalisten und Faschisten zur Bedrohung unserer Freiheiten werden würde. weiter »

Thomas Biermann: Morbus Meeting

verfasst am 08.12.2016 von

Berichte aus dem Leben eines Managers. Und wenn schon nicht aus seinem eigenen, dann aus den Leben vieler, die ihm bisher über den Weg liefen: wenn man nur die Augen und Ohren offen hält, dann begegnen einem jede Menge an Kuriositäten, Skurrilitäten, Absonderlichem und Alltäglichen. weiter »

Stefan Zweig: Buchmendel & Die unsichtbare Sammlung

verfasst am 06.11.2016 von

Der Verlag  TOPALIAN & MILANI macht aus der Kombination zweier Novellen Stefan Zweigs mit Illustrationen von Joachim Brandenberg und Florian L. Arnold ein kleines, feines Buch für viele Sinne.

Für mich stehen  – natürlich – dabei die beiden Novellen Stefan Zweigs im Vordergrund. Es gibt aus seiner Feder noch so viel zu lesen, das ich noch nicht kenne, sodass ich mich sehr freute, als dieses Buch im Postkasten lag. weiter »

Heinrich Steinfest: Das Leben und Sterben der Flugzeuge

verfasst am 01.11.2016 von

Ein Wandern zwischen zwei Welten: eine ist die Traumwelt der anderen – und umgekehrt. Da passiert es eben, dass man auf der einen Seite ein Kriminalkommissar in München namens Blind ist und von sich selbst als Quimp, einem Spatz im Paris der anderen Welt, träumt.

Überhaupt ist alles gegenseitig verwoben. Jede/r und alles hat ein Gegenstück in der anderen Welt, nur ist es meist nicht so unterschiedlich, wie bei Blind und Quimp.  weiter »

Jakob Wassermann: Faber oder Die verlorenen Jahre

verfasst am 31.10.2016 von

Eugen Faber, ein 30jähriger Architekt, kehrt 1919 aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurück. Er ist über einen langen Weg aus der Gefangenschaft geflohen. Sein erster Weg führt ihn zu seinem alten Hauslehrer Dr. Jakob Fleming.  Fleming unterrichtete Faber um die Jahrhundertwende. Faber ist ein Entwurzelter. Die Kriegsjahre, die strapaziöse Flucht haben ihn zu einem anderen Menschen gemacht. weiter »

Michael Krüger: Das Irrenhaus

verfasst am 18.10.2016 von

Man könnte auch sagen  „Ein Haus voller Narren“ zu diesem Haus, das ein Mann in bester Münchner Lage geerbt hat. Und zwar von der Tante einer Tante. Der Mann ist Archivar und gibt seinen Job sofort nach Erhalt des Erbes auf. Die Mieterträge des Zinshauses ermöglichen ihm ein komfortables Leben. weiter »

Jack London: Mord auf Bestellung

verfasst am 05.10.2016 von

Das Buch wird als eines der ersten Bücher dieses Genres bezeichnet. Erdacht von Sinclair Lewis und großartig von Jack London, teils amüsant, teils philosophisch und teils abenteuerlich in Szene gesetzt. “Mord auf Bestellung“ wurde erst 1963 von Robert L. Fish fertig gestellt weiter »

Eva Rossmann: Gut, aber tot

verfasst am 02.10.2016 von

Rote Blockbuchstaben auf einem weißen Tor „MÖRDERIN!“ Das R etwas verronnen – wie eine Blutspur, die sich nicht stoppen ließ. Eine Drohung? Darunter die beiden Buchstaben V.A.

Wofür steht diese Abkürzung? Vegane Anarchie? Victory Animal? Aktuelle Ernährungstrends sind diesmal im neuen Mira Valensky-Krimi sauber recherchiert und spannend zu einem Krimipaket geschnürt. weiter »

Alle Buchbesprechungen: im Archiv »

News, Berichte, Informationen:

Japan Foundation Übersetzerpreis an Michael Stein für die Neuübersetzung des «Kopfkissenbuchs» von Sei Shōnagon

verfasst am 31.10.2016 von

Seit 1999 verleiht das Japanische Kulturinstitut (The Japan Foundation) einen Übersetzerpreis in Höhe von 5000 Euro für das beste in den letzten drei Jahren aus der japanischen in die deutsche Sprache übersetzte und im deutschsprachigen Raum als Buch erschienene literarische Werk. weiter »

Schweizer Buchpreis 2016 – Die Nominierten stehen fest

verfasst am 21.09.2016 von

Sacha Batthyany, Christoph Höhtker, Christian Kracht, Charles Lewinsky und Michelle Steinbeck sind auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2016. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 40‘000 Franken dotiert. Der Preisträger erhält 30‘000 Franken; die vier anderen Finalisten erhalten jeweils 2’500 Franken. Die öffentliche Preisverleihung findet am Sonntag, 13. November um 11 Uhr im Rahmen des Literaturfestivals BuchBasel im Theater Basel statt.   weiter »

Literaturpreis Alpha: Shortlist 2016 steht fest

verfasst am 07.09.2016 von

Aus insgesamt 57 eingereichten Werken wurden neun Titel für die Shortlist ausgewählt, darunter sechs Romandebüts. Der Literaturpreis der Casinos Austria wird am 27. Oktober zum bereits siebten Mal vergeben. weiter »


Aus dem LiteraturBlog - Archiv:

Alfred Komarek: Doppelblick

verfasst am 01.11.2010 von

Heinz ist tot. Er steht am Grab seines Bruders und erkennt, wie sehr er ihn vermisst. Hamburg ist einsam. Nach der Rückkehr aus Graz fehlt ihm Sabine, die gerade irgendwo in Europa Schafe fotografiert. Für Daniel Käfer beginnt das Jahr wahrhaft nicht freudigen Ereignissen. weiter »

Loriot: Der ganz offene Brief

verfasst am 26.09.2014 von

Es ist einfach nur großartig: ich konnte es ganz genau vor mir sehen und ebenso genau hören, wie Viktor von Bülow (Loriot) in der Ecke seines Sofas sitzt, ein Arm auf die hohe Lehne gestützt und wie er – mit einem leisen, ironischen Lächeln – seine Briefe vorliest; und uns auch gleich – falls vorhanden –  ein paar der Reaktionen seiner damaligen Leserinnen dazu erzählt. Zwischendurch blickt er immer wieder über den Rand seiner Lesebrille zu uns herüber und man sieht den Schalk in seinen Augen. weiter »


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