Sirod schreibt im LiteraturBlog

Bisher 112 Beiträge:

Cornelia Pichler: Wenn der Wind sich dreht

verfasst am 11.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Meine Empfehlung zu diesem Buch – mitnehmen in den Urlaub, am besten auf die Insel Rhodos. „Wenn der Wind sich dreht“ ist ein lebensnahes Buch, ohne großartiger stilistischer Abenteuer, leicht zu lesen, sympathisch. Für mich eine Lektüre, wie ich sie mir für warme Sommertage wünsche. Das Buch hat Charme, versteht es in manchen Passagen zu fesseln, zu berühren, auf die Tränendrüse zu drücken, Freude am Leben zu vermitteln. weiter »


Ralf Bönt: Das kurze Leben des Ray Müller

verfasst am 06.05.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das ist ein eigenartiges Buch, ein *** Sterne, oder ***** Sterne – Buch? Ist es gute Literatur oder nur ein mäßig gutes Buch über das Leben des Hauptakteurs, eines Krimi-Autors, der sein Leben nicht in den Griff bekommt. Ich kann mich nicht so richtig entscheiden, neige aber für den Moment eher zu den *** Sternen. weiter »


Will Wiles: Kein Leben ohne Minibar

verfasst am 23.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein skurriles Buch. Will Wiles führt im ersten Teil des Buches die Leserinnen und Leser ein in das Leben eines Mannes, er heißt Neil Double. Neil Double ist ein Mann mit einem äußerst eigenartigen Beruf, er ist Messebesucher. Daran ist wohl noch nichts außergewöhnliches. Jedoch geht Double nicht zu seinem Vergnügen und für seine eigene Information auf Messen, er besucht die Messen im Auftrag von Kunden. Menschen, die selbst keine Zeit, keine Lust haben, sich dem Messetrubel zu unterwerfen. Sie schicken Double los, um Informationen über Mitbewerber, Neuheiten etc. einzuholen. Damit verdient der Mann seinen Lebensunterhalt. weiter »


Peter Wehle: Mord heilt alle Wunden

verfasst am 16.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Jetzt bin ich ein echter Peter Wehle Fan. Hat mich Teufelskoller schon sehr gut unterhalten, gelingt es Wehle mit „ Mord heilt alle Wunden“ wieder. Nicht nur der absonderliche Schauplatz – ein Wiener Kunstmuseum – auch der Anlass für das Morden schildert der Autor mit einem Augenzwinkern.

Seltsame Dinge ereignen sich zu später Stunde. Da gibt es doch tatsächlich ein sprechendes Gemälde. Und der Museumswärter Andreas Kandler wird durch dieses seltsame Gemälde bis zu einer Herzattacke getrieben. Was soll das alles, was ist der Hintergrund für diesen gespentischen Vorgang. weiter »


Heinrich Steinfest: Das grüne Rollo

verfasst am 08.04.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieses Buch habe ich mit Vergnügen gelesen. Zugegeben, nicht alles hat den Weg in meinen Verstand gefunden. Das Buch ist meine erste Begegnung mit Steinfest und sicher nicht meine Letzte.

Das besonders Aparte an dem Buch ist, es besteht aus drei Teilen, dass die Geschichte des grünen Rollos und seiner Konsequenzen grün gedruckt ist, der Rest des Buches, des realistischen Teils jedoch schwarz. Das Wort realistisch ist aber auch etwas überzeichnet. Was an dem Buch ist schon realistisch. weiter »


Wiebke Lorenz: Bald ruhest du auch

verfasst am 23.03.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Cover dieses Buches hat eine Erwartungshaltung (leicht gruselig) bei mir aufgebaut, die aber bedauerlicherweise für mich nicht erfüllt wurde.

Die Autorin schildert sowohl Gegenwärtiges als auch Vergangenes in überschaubarer Form. Es ist mir auf jeden Fall gelungen den Faden der beiden Zeiten zu verknüpfen. Aber für mich gehört zu einem spannenden Thriller mehr als das. weiter »


Anna Quindlen: Ein Jahr auf dem Land

verfasst am 07.03.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vorab: ich habe dieses Buch mit größtem Vergnügen gelesen.

Die 60jährige Rebecca Winter steht von einem Neuanfang. Selbst als ehemals berühmte Fotografin wird sie plötzlich zur unsichtbaren Person. Wo sind die Freunde, die aufdringlichen Adabeis, die sich an ihre Kittelfalten geheftet haben, als sie noch in der Öffentlichkeit stand und eine wohlbestallte Künstlerin, mit großartigen Honoraren war? Kaum etwas davon ist übrig geblieben. Unter den Habseligkeiten des vergangenen Ruhms befindet sich ihre New Yorker Eigentumswohnung. Aus finanzieller Not heraus – das seinerzeit verdiente Geld ist nahezu weg – vermietet sie die Wohnung für ein Jahr. weiter »


Peter Wehle: Teufelskoller

verfasst am 12.02.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Peter Wehle siedelt seinen dämonischen Kriminalroman im Salzburger Land an, in dem fiktiven Ort Sankt Nepomuk. Im 17. Jahrhundert wurden dort Frauen, die sich von „normalen“ Menschen unterschieden, als Hexen verfolgt und getötet. Bedauerlicherweise gibt es im Jahr 2008 noch immer ein paar Verrückte, die diesem Brauch nachhängen. weiter »


Gottfried Schatz: Postdoc

verfasst am 04.02.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gottfried Schatz, ein renommierter Wissenschaftler, wagte sich nach einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen, an einen Roman. Selbstverständlich angesiedelt im wissenschaftlichen Milieu. Ich meine, dass ihm dieser Roman sehr gut gelungen ist. Schatz lässt uns Einblick gewähren in die aufwendige wissenschaftliche Arbeit, in die damit verbundenen Entbehrungen, aber auch in die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit, teilweise stark geprägt von Eitelkeiten. weiter »


Felipe Pena: Das Diplomgeschäft

verfasst am 18.01.2015 von | verfassen Sie einen Kommentar

Brasilien – ein Synonym u.a. für Favelas, Korruption, ziemlich viele Verbrechen, Drogenhandel, aber auch für wunderschöne Landschaften, Lebensfreude, für schöne Frauen etc.

Letzteres hat Felipe Pena in seinem ersten Buch seiner Campus-Trilogie nicht erwähnt. Pena schildert, teils mit satirischem Einschlag, die Situation der Universitäten in Brasilien, konzentriert sich dabei auf die Privatuniversität Bartolomeu Dias in Rio de Janeiro, eine der größten Universitäten des Landes. weiter »


Eva Reichl: Der Lottospieler

verfasst am 21.12.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Glückseligkeit des Geldes – so ein Blödsinn, zumindest lt. Eva Reichl. Und damit hat sie nicht unrecht. Dieses Buch ist, dank des schnöden Mammons, der totale Wahnsinn. Das Geld zerstört die Familie, entzweit Freundschaften, beendet den bildungswilligen Weg einer Tochter – als Millionärstöchterl muss man ja nicht mehr arbeiten – und schließlich und endlich bringt es die Hauptperson Josef Klotz zu einem Rendevouz mit Petrus. weiter »


Sonia Laredo: Das Glück der Worte

verfasst am 14.12.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Sonia Laredo ist eine starke, sehr belesene Erzählerin. Ihr Debütroman ist gespickt mit Zitaten von spanischen Autoren, die mir allerdings (leider), bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht bekannt sind. Aber auch Aristoteles scheint mehrmals in dem Buch auf, zu dem sie anscheinend eine besondere Affinität hat. Grimms’ Märchen zitiert sie ebenso wie Seneca oder Shakespeare. weiter »


Cecilie Enger: Die Geschenke meiner Mutter

verfasst am 06.12.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Cecilies Mutter lebt seit einiger Zeit in einem Pflegeheim, sie ist an Alzheimer erkrankt, erkennt ihre Tochter Cecilie nicht mehr. Manchmal scheint aber doch ein Hauch von Vergangenheit durch und die Mutter umgibt dann ein Schleier von Traurigkeit; erkennt sie, dass sie ihr Leben vergessen hat – niemand weiß, was in einem an Alzheimer erkrankten Menschen wirklich vor sich geht.

Das Elternhaus muss ausgeräumt werden. Ihre Geschwister stehen ihr dabei nur sehr spärlich zur Seite, und so entdeckt Cecilie für sich ganz allein einen kostbaren Schatz in einer Lade des schon nahezu geleerten Hauses irgendwo in Norwegen. weiter »


Alexandre Dumas: Ein Liebesabenteuer

verfasst am 25.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dumas, ein Genussmensch durch und durch. Voll Lust und Leben, der Weiblichkeit sehr zugetan, ein leidenschaftlicher Schriftsteller, ein körperlicher Hüne, schildert in diesem Buch zwei Episoden aus seinem Leben. weiter »


Dietmar Wachter: Katharinas Rache

verfasst am 24.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was in Tirol so alles passiert! Soko Kitzbühel ist im Dauereinsatz, und jetzt ermittelt Matteo Steininger schon in seinem vierten Fall.

Und was für ein Fall. In dem fiktiven tirolerischen Ort Landstein am Inn zeichnen vier honorige Lokalgrößen das Zeitliche. Ein Instrumentbauer, ein Restaurator, ein Büchsenmacher, ein Lüftlmaler und ein Posamentenmacher sind diese lokalen Größen. weiter »


Helga Kolsky: Das Asmodeus-Prinzip

verfasst am 15.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

337 Seiten, 106 Kapitel und ein Haufen verrückter, ketzerischer, verbrecherischer Protagonisten. Das ist ein Spaß, der fallweise lautes Lachen hervorief (zumindest bei mir).

Wer ist Asmodeus, die mythische Plage – bei Helga Kolsky einer, der sich überall einmischt, einer der meint alles besser zu wissen. Womit er fallweise recht hat, und Anika, die Bibliothekarin in dem satirischen Polit Krimi, das eine oder andere mal besser hätte auf ihn hören sollen. weiter »


Elizabeth Haynes: Atemnot

verfasst am 05.11.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vorweg – ein durchaus lesenswertes Buch. Ich bezeichne es aber nicht als Thriller, sondern als ziemlich guten Krimi. Was mir an diesem Buch gut gefallen hat, ist die Aufarbeitung der täglichen Ergebnisse, Erfahrungen in der Schilderung von minutiöser Polizeiarbeit.

Im kleinen englischen Dorf Morden (ja, das heisst wirklich so) häufen sich immer mehr Delikte  zu einem wahren Berg an Straftaten auf. weiter »


Karine Giebel: Die Flügel, mein Engel, zerreiß ich dir

verfasst am 14.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Auf der ersten Umschlagseite steht als Fußnote „ein meisterhafter Thriller, der die Nerven seiner Heldin und die der Leser zum Zerreißen spannt“.

Meine Nerven haben die Schilderungen ziemlich leicht ausgehalten. Allerdings Cloe, die ehrgeizige, anscheinend in ihrem Beruf eiskalte Frau – sie arbeitet in einer Werbeagentur, mit dem Anspruch, nach dem Austritt des derzeitigen Chefs, die Geschäftsführung zu übernehmen – ist nur noch ein Nervenbündel. Sie vermeint, von einem Schatten, einem Mann, vollkommen schwarz gekleidet, verfolgt zu werden. weiter »


Frans Eemil Sillanpää: Frommes Elend

verfasst am 06.09.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Schicksal von Jussi, oder Juha, oder Janne wie er auch genannt wurde, zeichnet das Leben und Leiden der bäuerlichen Bevölkerung Finnlands in der zweiten Hälfte des 19enten Jahrhunderts auf.

Als ich das Buch bekam, wirkte der graue Umschlag, mit der düsteren Darstellung einer Kate, ziemlich deprimierend. Nach kurzer Zeit des Lesens stellte ich fest, dass dieser Umschlag genau zum Inhalt des Buches passt. weiter »


Stefanie Gercke: Ich kehre zurück nach Afrika

verfasst am 14.08.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Afrika – das war für mich während meiner Schulzeit im Gymnasium immer ein Zauberwort, dort wollte ich einmal hin. In den schwarzen Kontinent eintauchen, seine Wunder der Natur einsaugen, Löwen, Elefanten und alle anderen Tiere hautnah bestaunen. Erst später begriff ich, welch unsägliche Qualen Mensch und Tier, hervorgerufen durch die ach so kultivierten Europäer, über eine sehr lange Zeit erleiden mussten. weiter »


Walter Than: Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt

verfasst am 02.07.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Welch symbolischer Titel für dieses Buch. Walter Than schildert die letzten Jahre des zweiten Weltkrieges in Wien in eindringlichen Form. Wenn er seinen Protagonisten Georg Manhart – einen Halbjuden – unter der ständigen Belastung auch „entsorgt“ zu werden, durch Wien gehen lässt. Wenn Georg nach der Matura seine Stelle als technischen Zeichner in einem Flugzeugwerk antritt, ohne eine Ahnung von dieser Aufgabe zu haben, dann verlässt einen beim Lesen die bedrückende Atmosphäre der damaligen Zeit kaum mehr.

Zumindest ist es mir so ergangen. Ich war nahe daran, nach einiger Zeit nicht mehr weiter zu lesen. Doch Walter Than versteht es mit seiner Sprache, mit seinen Schilderungen zu fesseln. weiter »


Gudrun Büchler: Unter dem Apfelbaum

verfasst am 18.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Unter dem ApfelbaumEine Familiengeschichte, die sich auf vier Generationen von Frauen konzentriert, die mich erschüttert hat. Gudrun Büchler erzählt, wie die Frauen ausgebeutet wurden, wie sie unterdrückt wurden, wie ihnen nahezu kein Freiraum zur persönlichen Entfaltung gegeben wurde. weiter »


Elif Shafak: Ehre

verfasst am 03.05.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

EhreEhre ist ein wunderbarer, ein berührender Roman. Von der Autorin sehr emotional und wirklichkeitsnahe erzählt. Die traditionsverhaftete Tat des Sohnes der seine Mutter ersticht, um die Schande, die sie über ihre Familie gebracht hat zu rächen. Sie hatte sich in einen Mann verliebt. weiter »


Herman Bang: Ludvigshöhe

verfasst am 10.04.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

LudvigshöheHerman Bang, ein Dichter Ende des neunzehnten und des Beginns zum zwanzigsten Jahrhunderts erzählt die Geschichte von dem Sehnsuchtsort Ludvigshöhe. weiter »


Rodrigo Rey Rosa: Stallungen

verfasst am 21.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Stallungen „Über das hier sollten Sie schreiben“ – ein Fremder spricht den Erzähler an, wohl wissend, dass es sich bei diesem um einen bekannten Schriftsteller handelt. Anlässlich des Geburtstagsfestes zu Ehren des Großgrundbesitzers und Pferdezüchters Don Guido Carrion findet dieser Kontakt zwischen dem Erzähler und, wie sich herausstellt, dem Rechtsanwalt der Familie Carrion statt. weiter »


Olivier Rolin: Letzte Tage in Baku

verfasst am 18.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Rolin reist im Jahr 2009 von Paris nach Baku, in die aserbaidschanische Hauptstadt,  um sich dort im Hotel Abscheron einzumieten. Zu seiner Überraschung gibt es dieses Hotel nicht mehr, es wurde zwei Monate vor seiner Ankunft in Baku abgerissen. weiter »


Hubert Friedrich: Reifeprüfung in Prag

verfasst am 09.03.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Reifeprüfung in PragAugust 1968 – eine Gruppe von jungen Leuten aus der DDR – sie hatten gerade ihr Abitur gemacht, ihre Reifeprüfung – reist nach Prag, um an  dem Demokratisierungsprozess unter Alexander Dubcek, dem Prager Frühling, vor Ort teilzuhaben. weiter »


Daniel Woodrell: In Almas Augen

verfasst am 10.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

In Almas AugenEnde der 20iger Jahre  ereignete sich in einer Kleinstadt im Bundesstaat Missouri eine Katastrophe. Eine Explosion  zerstört die Dance Hall, in der sich zu diesem Zeitpunkt  viele Menschen aufhielten. Es sollte ein unbeschwertes, sommerliches Tanzvergnügen werden.  weiter »


Pierre Emme: Diamantenschmaus

verfasst am 08.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Diamantenschmaus vereinigt alles was eine amüsante Leselektüre garantiert.

Ein toter Kettenraucher und Hundefeind – der Karl Lesonic – wird auf dem Dachboden der Nachbarstiege des unglaublichen Kommissars Mario Palinski gefunden. Der hat es plötzlich mit drei Fällen gleichzeitig zu tun. weiter »


Johannes Zacher: Das Lachen der Hyänen

verfasst am 02.02.2014 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Lachen der Hyänen Zacher liefert mit diesem Buch eine Geschichte ab, in der sich eine erhebliche Anzahl kaputter Typen in einer Lebensspirale nach unten bewegt. Eine Reihe von grauslichen Morden (erinnerte mich an die Serie Criminal Minds) erzeugte bei mir anfangs nur mäßige Spannung.    weiter »



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