Cordula Simon: Der Neubauer

verfasst am 17.03.2018 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Simon, Cordula

Die Autorin lässt einen Ich- Erzähler über sein hochstaplerisches, verpfuschtes Leben berichten. Über sein Eintauchen in den Pfuhl unbedeutender, haltloser Menschen, ohne Perspektive, ohne Wohnung, ohne Job. Die Couch seines Oberschicht-Freundes Wiesner verhindert kurzfristig, dass er in die Obdachlosigkeit abrutscht.

Soweit so gut! Doch schon nach den ersten Seiten des Buches stellte ich fest, dass das wohl  kein Buch für mich ist. Thematisch erwartete ich mir, aufgrund der Kurzbeschreibung, ein amüsantes Buch. Möglicherweise ist es das auch, aber wohl für Leser, die Spaß an schräger Literatur haben.

Derartige Literatur  lehne ich auch grundsätzlich nicht ab, aber zumindest die Sprache muss mich ansprechen. Das ist für mich hier keinesfalls gegeben. Die teilweise derbe, verquerte Sprache hat mich abgeschreckt, das Eine oder Andere fand auch nicht so richtig in meinen Verstand.

Der Ich-Erzähler, ein Ungustl, und seine nicht minder ungustiösen Haberer sind aber, wie ich glaube, gar nicht so weit von Realitäten entfernt, und spiegeln den Zeitgeist gesellschaftlichen Lebens mancher Menschen aus der Schicki-Micki Gesellschaft wider.

Deshalb wird dieses Buch seine Leserschaft finden und an der für mich etwas progressiven, provokanten Sprache Spaß haben.


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