Marita Schröder: Schattenkünstler

verfasst am 11.02.2019 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Schröder, Mariata

Ein Buch, das man lesen sollte, wenn man ganz schnell eine Ansammlung von Banalitäten, ohne viel geistiger Anstrengung, in sich aufnehmen möchte. Zugegeben, das ist wohl zu kritisch kommentiert, denn Zitate von Kandinsky, Mark Tobey, Franz Marc und einigen anderen Künstlern bringen dem Buch etwas Intellektualität.

Das Thema des Buches ist die Geschichte einer sehr talentierten Malerin, die durch ihre Lebensumstände geglaubt hat, ihre Kreativität verloren zu haben. Die Idee, in ihrem Elternhaus auf dem Land Mal- und Töpferkurse abzuhalten, bringen sie wieder auf den rechten Weg der Kunst. Eine Gruppe von Menschen, deren Ziel es ist, von der Kunst der Künstlerin zu profitieren, einer von ihnen ist ein Galerist, versammelt sich um Anna Wagenbach. Der Galerist will sie dazu bringen wieder zu malen, um

mit ihren Bildern Geld zu verdienen. Eine junge Kunststudentin will sich die Maltechnik der Wagenbach erschwindeln, und so hat jeder sein persönliches Motiv.

in idyllischer Umgebung, versorgt mit den Früchten und dem Obst aus biologischem Anbau, mit frisch gebackenen Morgenbrötchen beginnt das Tagwerk der Möchtegern-Künstler.

Der Schreibstil der Autorin erinnert mich ein bisschen an Heftchen-Romane; für meine Begriffe ist es ein Buch das man sehr schnell durchlesen kann. Ausnahme sind wohl die Zitate, zu denen teilweise ein etwas größerer Zeitaufwand notwendig ist.

Die Schilderungen der Natur, der zwischenmenschlichen Beziehungen, der Anbahnung einer Liebesgeschichte sind recht gefällig und beinhalten teilweise eine große Portion Romantik. Eine Straftat, ein Bild wurde gestohlen, bringt auch ein bisschen Krimiatmosphäre.

Letztlich löst sich alles in Wohlgefallen auf, die Straftat wird aufgeklärt, Anna und Ben (der Galerist) kommen zusammen, alle,  die mit dubiosen Vorstellungen und Erwartungen zum Kurs gekommen sind, gestehen ihre Absichten und Anna malt wieder. Der große Erfolg für ihre Bilder, anlässlich einer Ausstellung in Bens Galerie, stellt sich natürlich ein. Alle sind glücklich und zufrieden.


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