Andreas schreibt im LiteraturBlog

Bisher 801 Beiträge:

Luca D’Andrea: Das Böse, es bleibt

Das Böse, es bleibt verfasst am 26.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Marlene verlässt ihren Mann. In einer Welt, in der es nichts Böses gibt, wäre das keine erwähnenswerte Sache. In der Welt von Herrn Wegener – des verlassenen Ehemannes – verlässt ihn keine Frau. Sie nimmt nichts aus dem Safe mit, sie hintergeht ihren Mann nicht. In dieser Welt von Herrn Wegener muss die Ehefrau, die ihn verlässt, sterben.

Marlene weiß, dass sie ihre Spuren verwischen muss, um zu überleben. Alles ist vorbereitet, der Ablauf ihrer Flucht genau geplant. weiter »


Franz Werfel: Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig verfasst am 20.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Vater-Sohn Konflikt. Darum geht es in Werfels Novelle. Ein ewiges Thema der Literatur und sicher auch in der Psychoanalyse. Im Jahr 1920 schrieb Franz Werfel sein Gedanken zu diesem Thema in einer etwas über 100 Seiten langen Novelle nieder. weiter »


John Williams: Nichts als die Nacht

Nichts als die Nacht verfasst am 18.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

„Nichts als die Nacht“ ist eine Erzählung, bei der die Umstände ihrer Entstehung weitaus mehr über den Inhalt aussagen als der Inhalt selbst. Der 22-jährige John Williams schrieb sie in einem Lager in Burma, während des 2. Weltkrieges. Gerade erst zur Air Force eingezogen, wurde er mit sein Flugzeug von den Japanern abgeschossen und er überlebte nur wie durch ein Wunder. Im Lager musste er wochenlang ausharren, bis es endlich möglich war, ihn und den zweiten Überlebenden zu evakuieren. weiter »


Thomas Baum: Tödliche Fälschung

Tödliche Fälschung verfasst am 15.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Worschädl. Robert „Bertl“ Worschädl. Den Herr Hauptkommissar aus Linz kannte ich bislang noch nicht, lernte ihn somit hier, in dessen zweitem Fall kennen. Rund um den „besten Mann“ (so sein Chef) bei der Polizei geschehen gleich ein paar Verbrechen: ein Mord, eine Entführung, Falschgeld, Einbruch, Unterschlagung, …

Genug zu tun. Auch für den Autor, der sich mehrere Geschichten ausgedacht hat und nun seinen Kommissar damit befasst, alles unter einen  Hut zu bringen. weiter »


Laura Spinney: 1918 – Die Welt im Fieber

1918 - Die Welt im Fieber verfasst am 07.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert voller Errungenschaften und Entdeckungen; in Erinnerung wird es aber hauptsächlich als Jahrhundert der Gewalt und der Katastrophen bleiben. Weltkriege, Hitler, Stalin, Mao, der Holocaust – eine schier endlose Liste. Weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt wurde dabei eine Katastrophe, die wohl mehr Opfer gefordert hat als alle anderen: die Spanische Grippe, die in den Jahren 1918-1920 über den Globus wütete. weiter »


Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore Band 1

Die Ermordung des Commendatore Band 1 verfasst am 01.02.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Er ist 36 Jahre alt. Als Porträt-Maler hat er sich einen guten Ruf erarbeitet und findet mit den Honoraren für seine Bilder ein befriedigendes Auslangen. Dorthin zu gelangen war damals, in seiner Zeit als Student aber nicht sein Ziel gewesen. Eigene Werke wollte er schaffen, nicht Bilder, die in irgendwelchen Vorstandsetagen oder Ämtern zu Ehren der Porträtierten hingen. Talent für das Zeichnen und Malen von realen Gegenständen hatte er immer gehabt, doch darin ein Lebensziel zu sehen, kam ihm nie in den Sinn. weiter »


Hugo Bettauer: Faustrecht

Faustrecht verfasst am 24.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Krimi aus dem Jahr 1920, der mich stellenweise in Aufbau und Handlung an einen dieser typischen englischen Krimis erinnert. Nur eben verlegt in das Wien im Jahr 2 nach dem 1. Weltkrieg. Die beiden Hauptakteure sind alte Freunde, die gemeinsam als Offiziere die Schützengräben des Krieges überlebt haben und nach dessen Ende unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben. weiter »


Daniel Kehlmann: Tyll

Tyll verfasst am 21.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Zeitreise, das Eintauchen in die Welt von vor 400 Jahren.

Das Jahr 2018 ist reich an Jubiläen und Gedenktagen – einer davon ist der 23.Mai 1618, als der Prager Fenstersturz in weiterer Folge den 30-jährigen Krieg auslöste. In diese Zeit wird man von Daniel Kehlmann versetzt, wenn er in „Tyll“ über Gaukler, Aberglauben, Könige ohne Länder und über Hexen und Hexenjäger erzählt. weiter »


David Grann: Die versunkene Stadt Z

Die versunkene Stadt Z verfasst am 15.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zwischen Allan Quatermain und Indiana Jones: was wir heute nur aus Abenteuerfilmen kennen, das hat sich im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts tatsächlich so zugetragen. Überall auf dem Planeten brachen Forscher und Abenteurer auf, um die unbekannten Regionen der Kontinente zu erkunden und versunkene Zivilisationen und Stätten zu entdecken.

Es ist die Zeit, als man zwar die Umrisse der Welt kannte, es aber noch viele weiße Flecken auf den Landkarten gab, vor allem im Inneren der großen Wüsten- und Dschungelgebiete. weiter »


Max Frisch-Preis 2018 für Maja Haderlap

Maja Haderlap verfasst am 11.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Stadt Zürich verleiht den mit 40 000 Franken dotierten Max Frisch-Preis 2018 an die österreichisch-slowenische Schriftstellerin Maja Haderlap. Der erstmals vergebene Max Frisch-Förderpreis in der Höhe von 10 000 Franken geht an Dorothee Elmiger. Die Preise werden am Sonntag, 16. September 2018, 11 Uhr, in einer öffentlichen Feier im Schauspielhaus Zürich übergeben. weiter »


Marc-Uwe Kling: QualityLand

QualityLand verfasst am 09.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Nimmt man die Gegenwart, erinnert sich an den Lauf der Dinge in den letzten Jahren und stellt sich dann eine annähernd gleich laufende Weiterentwicklung in den kommenden Jahren vor, dann landet man unweigerlich in QualityLand. … brrrr, was für eine Vorstellung! weiter »


Volker Kutscher: Durchmarsch

Durchmarsch verfasst am 07.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Berlin im Sommer 1933, ein halbes Jahr nachdem Hitler als neuer Reichkanzler die Parade der mit Fackeln in der Hand marschierenden SA-Leute unter seinem Balkon in der Reichskanzlei abgenommen hatte (diese gespentischen Filmaufnahmen kennen wohl die meisten). Als Gereon Rath abends auf dem Heimweg beim Brandenburger Tor vorbei kommt, gerät er mitten in Filmaufnahmen: die Szenerie mit den Fackelzügen wird dort nachgedreht weiter »


José Saramago: Das steinerne Floß

Das steinerne Floß verfasst am 05.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eines von diesen Büchern, die durch spätere Geschehnisse Jahre nach ihrem Erscheinen erneut an Bedeutung gewinnen (mit der Betonung auf „erneut“). In Zeiten von Brexit und Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens ist Saramagos Erzählung über den Abbruch der iberischen Halbinsel vom europäischen Kontinent so aktuell, wie nur irgend möglich.

Dieser Abbruch beginnt – und damit unterschiedet er sich doch vom Aktuellen – nicht in den Köpfen sondern in der Gegend der Pyrenäen, dort wo Frankreich und Spanien aneinander stoßen.  weiter »


Katrin Unterreiner: Meinetwegen kann er gehen

Meinetwegen kann er gehen verfasst am 04.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der letzte Kaiser der Donaumonarchie war unbestritten eine sehr unglückliche Figur. Nach dem Tod von Franz Joseph I musste er im Kriegsjahr 1916 den Thron eines Staates besteigen, dem von allen Seiten der baldige Untergang prophezeit wurde.

Immer wieder wurde und wird die Frage gestellt, ob die Chance bestanden hätte, die Doppelmonarchie noch zu erhalten, die im Jahr 1916 nur noch durch den alten Kaiser zusammengehalten wurde. Wäre Karl in der Lage gewesen, den drohenden Zusammenbruch zu verhindern? Im Jahr 2018, genau 100 Jahre nach dem Ende der Monarchie, werden wir zu diesem Thema sicher noch viel lesen, hören und sehen. weiter »


Christian Klinger: Blutschuld

Blutschuld verfasst am 30.12.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Leicht verdientes Geld; eine einfacher Auftrag in Triest, inklusive kostenloser Übernachtung in einer Stadtwohnung und ein wenig Zeit für eine Stadtbesichtigung. Das hört sich gut an, aber vielleicht hätte Marco Martin doch länger als ein paar Sekunden darüber nachdenken sollen, warum sein Auftraggeber ausgerechnet einen Privatdetektiv aus Wien damit beauftragt, ein Möbel in Triest entgegen zu nehmen. weiter »


John Williams: Augustus

Augustus verfasst am 23.12.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für ein Roman! Das Leben des ersten römischen Kaisers in einer Mischung aus historischen und dazu erdachten Fakten, Lebensgeschichten, Episoden und Ereignissen. Zusammen genommen ein großartiger Roman, der zwar die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt, dabei jedoch immer überzeugend und glaubhaft bleibt.

Gehen wir also mehr als 2.000 Jahre zurück in das Jahr 45 v.Chr.: Julius Caesar ist die dominierende Gestalt Roms und sein 18-jähriger Großneffe und Adoptivsohn Octavianus ist der von ihm favorisierte Nachfolger. weiter »


David Grann: Das Verbrechen

Das Verbrechen verfasst am 20.12.2017 von | 1 Kommentar

Kaum zu glauben, dass das, was in diesem Buch beschrieben ist, genau so passiert ist. Ein Tatsachen-Thriller, über die 1920er-Jahre in den USA, über eine Zeit voller Diskriminierung, Korruption und Rechtlosigkeit.

Die amerikanischen Ureinwohner wurden im Zuge der Expansion der Vereinigten Staaten verjagt, ermordet und entmündigt. Man beraubte sie ihres Landes und sperrte sie in Reservate, die dort eingerichtet wurden, wo die weißen Siedler kein Interesse an einer Landnahme hatten. Also dort, wo das Land unfruchtbar und unwirtlich war. weiter »


Manfred Wieninger: St. Pöltner Straßennamen erzählen

St. Pöltner Straßennamen erzählen verfasst am 16.12.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was soll denn an einem Buch über Straßennamen so interessant sein?  Berechtigte Frage, denn Straßennamen sind ja doch nur dazu da, Taxis und Navigationsgeräten den Weg zu weisen. Das wäre die eine Sicht. Die andere Sicht eröffnet durchaus spannende Einblicke in die Geschichte und das Werden eines Ortes. weiter »


Hannes Leidinger: Der Untergang der Habsburgermonarchie

Der Untergang der Habsburgermonarchie verfasst am 14.12.2017 von | 1 Kommentar

Abseits der Sissi-Foklore und der Nostalgie vom „Guten Alten Kaiser“: Hannes Leidinger taucht tief ein in die Anatomie eines sterbenden Staates und den Niedergang einer Dynastie. Seine Geschichte beginnt nicht mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo im Sommer 1914 sondern schon mehr als 100 Jahre zuvor; als das Habsburgerreich schon an dem krankte, was ihm im Jahr 1918 die Existenz kosten sollte. weiter »


Mechtild Borrmann: Trümmerkind

Trümmerkind verfasst am 30.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein unglaublich faszinierender Roman. Er beginnt an drei Orten, zu drei Zeiten: im Osten Deutschlands, als die Russische Armee im Jahr 1945 immer näher rückt; im Hamburg des Jahres 1947, als im unglaublich kalten Winter die Menschen, die in den Trümmern hausen, täglich ums Überleben kämpfen müssen; im Jahr 1993, als zwei Menschen, die einander nicht kennen, auf die Spur ihrer Vergangenheit stoßen, die seit dem Ende des Krieges hinter dem Eisernen Vorhang verborgen war. weiter »


Sinclair Lewis: Das ist bei uns nicht möglich

Das ist bei uns nicht möglich verfasst am 27.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Einwanderer sind die Quelle allen Übels. Ein narzistischer Sprücheklopfer im Weißen Haus. Steuern hinunter und Militärausgaben hinauf. Die Überlegenheit der Weißen. So weit, so 2017 – mit diesen und weiteren uns wohl bekannten Szenarien der Rückwärtsgewandheit  ist Sinclair Lewis‘ Roman ist stellenweise unheimlich in seiner Aktualität und Präsenz. weiter »


Deon Meyer: Fever

Fever verfasst am 20.11.2017 von | 1 Kommentar

Kommt es mir nur so vor oder gibt es gegenwärtig mehr Romane über eine Zukunft nach einer Katastrophe als früher? Oder sind sie einfach nur bei den Autorinnen und Autoren, die ich lese als Thema angekommen? Nun ja, wir können uns heute sicher mehr Weltuntergangsszenarien vorstellen, als vor ein paar Jahrzehnten. Früher gab es da vor allem die Gefahr eines Atomkrieges, die wir für schon verschwunden hielten. weiter »


Stephan Porombka: Da ist noch Luft nach oben

Da ist noch Luft nach oben verfasst am 06.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Floskeln: das sind doch diese Wortspenden, die, würde man sie sich im realen Wortsinn anhören oder durchlesen, meist etwas ganz anderes bedeuten würden. Und sind darum für Menschen, die Deutsch lernen möchten, eine nicht kleine Hürde im Umgang mit uns, die wir damit aufgewachsen sind.

Aufgewachsen? Nun ja, das stimmt auch nur bedingt, denn jede Generation, jedes Jahr bringt neue Modefloskeln ans Licht und in den Sprachgebrauch; ist man da nicht immer auf der Höhe der Zeit (!), dann versagt oft und bald das Verständnis für die Ausdrucksweise der anderen. weiter »


Jonas Lüscher: Kraft

Kraft verfasst am 01.11.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ich schreibe das jetzt nur, um es nicht zu vergessen: zu allen hochjubelnden Anmerkungen und Buchbesprechungen zu diesem Buch konnte ich für mich rein gar nichts finden.

Nach 100 Seiten wurden mir das übertriebene In-die-Länge-Ziehen von Sätzen zu viel, das andauernde Lesen von eingeschobenen Querverweisen zu allem möglichen zu mühsam und die konsequente Bewegungslosigkeit von Handlung und Protagonisten zu langweilig und ich schloß die Deckel dieses Buches für immer. Jetzt steht es im Regal unter L wie Lüscher und wird alsbald in Vergessenheit geraten.


Maj Sjöwall & Per Wahlöö: Endstation für neun

Endstation für neun verfasst am 23.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gerade als es eine Zeit lang ruhiger in der Mordkommission geworden war, mobilisiert ein Verbrechen, das man in dieser Form bisher nur aus anderen Ländern kannte, alle verfügbaren Kräfte der Polizei.

In einem Doppeldecker-Linienbus an der Stadtgrenze von Stockholm werden neun Menschen gefunden. Acht sind tot, einer ist gerade noch so am Leben und sein Überleben ist fraglich. weiter »


Omar El Akkad: American War

American War verfasst am 22.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wäre dieses Buch vor 20,25 Jahren erschienen, dann wäre es wohl als reine Science Fiction betrachtet worden. Doch in der Zwischenzeit hat sich so viel geändert, dass „American War“ als eines der möglichen Zukunftszenarien gesehen werden kann. Wer hat vor 25 Jahren etwas von steigende Meeresspiegeln gehört, wer hätte nur im Ansatz daran gedacht, dass China zur führenden Nation auf dem Globus erwachsen würde; wer hätte annehmen können, dass jemand aus der Verwendung von fossilen Brennstoffen ein politsches Statement machen würde. weiter »


Ferri & Conrad: Asterix in Italien

Asterix in Italien verfasst am 20.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Senat in Rom: Lactus Bifidus, dem für die Straßen zuständigen Senator, werden Korruption, Unvermögen und Faulheit vorgeworfen. So weit, so gegenwartsnah. Der, nicht auf den Mund gefallen, lässt sich statt einer Verteidigung oder der Einsicht, Fehler gemacht zu haben, Brot und Spiele für das Volk einfallen; das kommt immer gut an, alle vergessen umgehend, worum es eigentlich ging und besser als Krieg ist es allemal. Heutzutage würde sich zwar mancher Poltiker lieber einen Krieg einfallen lassen, aber ansonsten ist uns auch eine solche Vorgangsweise gut bekannt. weiter »


Mark Twain: Reportagen aus dem Reichsrat 1898/1899

verfasst am 18.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Über die Habsburger, den Kaiser Franz Josef, die Kaiserin Sisi, über das Attentat in Sarajewo gibt es unzählige Bücher und Reportagen. Wissen über das Parlament – den Reichsrat – ist dem gegenüber für ein breites Publikum weit weniger interessant und und somit wohl nicht sehr verbreitet. Doch es gab ein Abgeordnetenhaus und obwohl die Rolle und der Einfluss dieses Reichsrates in der Monarchie nicht mit jenen des Parlamentes in unserer Republik vergleichbar sind, so wurden auch dort einige Grundlagen für den späteren Zerfall Österreich-Ungarns geschaffen. weiter »


Georges Simenon: Maigret und die widerspenstigen Zeugen

Maigret und die widerspenstigen Zeugen verfasst am 13.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Zeichen stehen auf Abschied. Maigret fühlt sich müde und das Wissen, dass er nur noch 2 Jahre bis zur Pensionierung vor sich hat, trägt dazu bei, dass er sich alt fühlt. Es ist November, es nieselt. Ein Tag, der erst Besserung verspricht, als Maigret zu einem Mord gerufen wird. weiter »


Sinclair Lewis: Babbitt

verfasst am 11.10.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Diesen Roman heute, beinahe 100 Jahre nach der Erstveröffentlichung, zu lesen hat zwei ungemeine Vorteile: 1. kann man mit Erstaunen und Interesse einen Einblick in das tägliche Leben der 1920er-Jahre nehmen und 2. dabei feststellen, dass sich vieles überhaupt nicht geändert hat. Denn abgesehen von all den technischen Spielereien und Hilfsmitteln, von denen wir heute natürlich viel mehr haben, haben sich die Menschen selbst, ihre Ansichten, ihre Vorlieben und Abneigungen kaum geändert.

„Babbitt“ ist somit nicht nur ein Roman über einen Mann in mittleren Jahren sondern auch eine Reportage aus der Vergangenheit. weiter »



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