Buchbesprechung/Rezension:

Agatha Christie: Der Dienstagabend-Klub
13 Fälle für Miss Marple

Der Dienstagabend-Klub
verfasst am 30.03.2024 | einen Kommentar hinterlassen

Autorin/Autor: Christie, Agatha
Genre: Kriminalromane Genre: Kurzgeschichten
Buchbesprechung verfasst von:
LiteraturBlog Bewertung:

In Miss Marples Haus in St. Mayr Mead trifft sich regelmäßig eine Runde von Leuten, die eines Abends, es ist ein Dienstag, auf die Idee kommen, den Dienstagabend-Club zu gründen. Mit ungelösten Kriminalfällen wird man sich die Zeit vertreiben, ein Vorhaben, an dem sich alle mit großem Engagement beteiligen.

Zu der Runde gehören Miss Marples Neffe Raymond West (Schriftsteller), Sir Henry Clithering (ehemals Kommissar bei Scotland Yard, nunmehr Pensionist), Joyce Lemprière (Künstlerin), Dr. Lloyd (Arzt) und Dr. Pender (Pfarrer von St. Mayr Mead). Bei weiteren Gelegenheiten kommen noch andere Bekannte hinzu, die sich alle mit Elan an der Auflösung der Rätsel beteiligten, die jeweils einer der Teilnehmer vorträgt.

Alle sind von dieser Art der Unterhaltung derart begeistert, dass einige von ihnen ähnliches auch für Abendgesellschaften an anderen Orten vorschlagen. Ganz gleich wo und in welcher Zusammensetzung verblüfft die alte Lady immer alle mit ihrem scharfen Blick auf Details.

Ganz gleich, ob Miss Marple die Gastgeberin ist, oder ob sie selbst als Gast an solch einer Gesellschaft teilnimmt: Keine Geschichte ist zu verschlungen, dass sie nicht mithilfe einer ähnlichen Begebenheit aus ihren eigenen Lebenserfahrungen rasch die Lösung findet.

Beim letzten, dem 13. Fall, handelt sich um ein Verbrechen, dass soeben in St. Mary Mead stattgefunden hat. Zum Glück hält sich Sir Henry Clithering gerade zu Besuch im Ort auf, weshalb ihn Miss Marple um Hilfe ersuchen kann. Denn ihre Lösung des Falles kann sie nicht beweisen, weshalb die Polizei ganz sicher nicht auf sie hören würde. Da sich Sir Henry aber bei den Krimirätseln vom Scharfsinn Miss Marples überzeugen konnte, ist er Genre bereit, sich in ihrem Sinn an den Ermittlungen zu beteiligen.

Es sind 13 unterhaltsame und vor allem sehr abwechslungsreiche Geschichten. Wenn man achtsam liest, dann wird kann spätestens nach den Zwischenfragen, die Miss Marple stellt, auch selbst auf die Lösung kommen. Mehr als die Miss Marple-Romane sind damit diese Kurzgeschichten richtig gehende Mitrate-Krimis. Wer schon ein paar der Krimis von Agatha Christie gelesen hat, kennt natürlich schon einige der Wendungen, die sie gerne in ihre Romane einbaut. Das ist bei Mitraten überaus hilfreich, denn damit kommt man meistens recht bald auf die richtige Spur. Nicht immer allerdings, denn gelegentlich bleibt es bis zur von Miss Marple gelieferten Lösung doch zu rätselhaft.

Überaus geeignet für vergnügliche und entspannte Stunden!




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