Rob Reef: Tod eines Geistes
Ein Stableford-Krimi aus Devon (5)

verfasst am 05.12.2020 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Reef, Rob
LiteraturBlog Bewertung:

Es gibt etwas zu feiern auf Slane House in Devonshire: John Stablefords Freund und Detektiv-Partner Percy Holmes wird seine Verlobte Penelope auf Holmes‘ Landsitz heiraten. Eine Gelegenheit, bei der sich die Familie versammeln – Familie, das sollte man dabei im Hinterkopf behalten – das sind Leute, die man sich oft nicht aussuchen kann.

Stableford und seine Harriet sind sehr wohl ausgesucht und dürfen als Freunde der Familie natürlich keinesfalls fehlen. Definitiv nicht eingeladen, aber trotzdem dabei Ethel, das Hausgespenst. England, Landhaus, Hausgespenst – das hat insgesamt natürlich einen gewissen folkloristischen Charme, doch so wirklich glaubt ja niemand an solche Spukgeschichten.

Gar nicht mehr nach Folklore sieht es aus, als ein Mord geschieht. Ganz klassisch wird wird die Leiche in einer Kammer gefunden, die von innen abgeschlossen ist. Da es sich aber ganz zweifelsfrei um einen Morf handelt, stellt sich nun doch die Frage, ob es das Haushespenst nicht vielleicht doch gibt, wo doch der Mörder das Zimmer nicht auf herkömmlichem Weg verlassen haben kann.

Percy Holmes kann seinen Freund  Stableford davon überzeugen, vorerst die Polizei nicht zu informieren. Denn die Tat musste von jemandem begangenen worden sein, die oder der Gast des Hauses oder sogar Familienmitglied ist. Eine brisante Situation, denn wer möchte schon eine Person des Mordes überführen, der man nahesteht?

Es ist angerichtet: ein richtig schöner Whodunit-Krimi, in dem die atmosphärische Nähe zu Poirot & Co noch viel mehr zu spüren ist, als in den bisherigen Stableford-Krimis. Auch wenn es, es muss eben so sein, eine Leiche gibt, so ist auch dieser 5 Krimi der Reihe wieder ein Roman, in den man sich so richtig hineinversetzen kann, man sich fühlt wie in einem englischen Landhaus bei Tee und prasselndem Kaminfeuer.

Eine leichte und kurzweilige Leseunterhaltung habe ich erwartet und zu 100 % bekommen. „Tod eines Geistes“ ist einer jener Krimis, bei deren Lektüre man sich selbst gerne an der Suche nach dem Täter beteiligt und jeden Hinweis sogleich verwerte – oder es jedenfalls versucht, so selbst auf die Lösung zu kommen.

Die Stableford-Krimis sind weiterhin eine ganz wunderbare Krimireihe, die man unbedingt lesen sollte. Und, glaubt man dem Ende der Geschichte, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach auch einen Band 6 geben. Da freue ich mich darauf!




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