Rob Reef: Ein unmöglicher Mord
Ein Stableford-Krimi (3)

verfasst am 22.08.2020 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Reef, Rob

Professor John Stableford und Dr. Perceval Holmes sind nach zwei gemeinsam gelösten Kriminalfällen gute Freunde und gemeinsam ein klassisches Ermittlerteam. Dabei ist Stableford weder Polizist noch Detektiv, sondern lediglich Autor von Detektivromanen. Holmes ist vom Spürsinn seines Freundes überzeugt – als Mitglied des Geheimdienstes zieht er diesen deshalb sehr gerne hinzu, um knifflige Fälle zu lösen.

„Ein unmöglicher Mord“ ist ein typisch englischer Krimi, mit allen Zutaten, die man von diesem Genre erwarten kann. Ein Landhaus, eine Gruppe von Verdächtigen, ein Ermittlerduo mit Humor und ein Fall, der mit vielen Geistesblitzen gelöst wird. Very british, auch wenn der Autor aus Deutschland kommt.

Es beginnt mit einem Golfball, der plötzlich im Garten von Stablefords Schwiegervater liegt. Der Ball kann nur vom nebenan gelegenen Anwesen von Sir Edmund Rogie gekommen sein, doch der dortige Golfplatz ist doch schon seit vielen Jahren vernachlässig und wird überhaupt nicht mehr benützt?

Es stellt sich heraus, dass in der Nachbarschaft tatsächlich viel geschehen ist, das unbemerkt blieb. Dr. Holmes bittet seinen Freund Stableford zu einem Empfang bei Sir Edmund, denn dort soll ein Golfturnier stattfinden, unter durchaus brisanten Vorzeichen. Wir befinden uns nämlich in den 1930er-Jahren, also mitten in der Zeit als die Spannungen zwischen England und Deutschland jederzeit zu einem Konflikt führen konnten. Das Turnier ist als Revanche geplant für die Niederlage der Deutschen gegen die Engländer bei einen kürzlich stattgefundenen Golfturnier in Deutschland. Zu diesem Zweck wurde der Platz in aller Heimlichkeit auf Vordermann gebracht, so heimlich, dass es in der ganzen Gegend niemand mitbekam.

Alles soll geheim bleiben, niemand von außerhalb darf erfahren, was auf dem Anwesen geschieht; und zwar ganz egal, was auf dem Anwesen geschieht. Der Geheimdienst schirmt alles ab.

Es ist deshalb mit keiner Unterstützung von außen zu rechnen, als am ersten Tag des Turniers ein Mord geschieht. Ein Mord, bei den es einen Toten gibt, aber keinen Spur vom Täter oder davon, wie dieser Mord überhaupt begangen werden konnte. Stableford und Holmes sind also ganz auf sich alleine gestellt, die Polizei darf keinesfalls eingeschaltet werden.

Amüsant und mit Tempo. Der Roman liest sich unglaublich leicht und man kann sich kaum davon los reissen.

„Ein unmöglicher Mord“ ist, ganz simpel gesagt, eine perfekte Lektüre für einen entspannten und entspannenden Nachmittag. Davon kann man mehr lesen!



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