Stichwort: Historischer Roman


Buchbesprechungen, News

(42 Beiträge in dieser Rubrik)

Daniel Defoe: Die Pest in London

Daniel Defoe: Die Pest in London verfasst am 29.10.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es ist beinahe unheimlich, wie modern und aktuell dieses Buch ist. Erschienen im Jahr 1722 berichtet Daniel Defoe über die Pestepidemie im Jahr 1665 in England 100.000 Todesopfer forderte, 70.000 davon in der Stadt London – rund ein Fünftel der Bevölkerung. Der Originaltitel „A Journal of the Plague Year“ definiert genau, was man in Händen hält: eine Reportage und Chronik über diese Katastrophe, geschrieben in Form eines Berichtes eines Überlebenden. weiter »


Ken Follett: Kingsbridge
Der Morgen einer neuen Zeit

Ken Follett: Kingsbridge verfasst am 26.09.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

30 Jahre ist es schon her, dass Folletts „Die Säulen der Erde“ erschien. Einer der meistgelesenen historischen Romane überhaupt und nach wie vor einer meiner Favoriten in diesem Genre. Nach zwei Nachfolge-Romanen (die jeweils rund 200 Jahre in die Zukunft führen) liefert Follett mit „Kingsbridge“ nun einen Blick in die Vergangenheit – rund 150 Jahre vor den Ereignissen in „Die Säulen der Erde“. weiter »


Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe
Eine Kriminalgeschichte aus dem Berlin der 30er Jahre

Oliver Hilmes: Das Verschwinden des Dr. Mühe verfasst am 01.09.2020 von | 2 Kommentare

Der praktische Arzt Dr. Erich Mühe betreibt seine Praxis in Berlin-Kreuzberg. Was man von ihm sicher sagen kann ist, dass er viel arbeitet, dass er sich und seiner Frau Charlotte mit dieser Arbeit einen gewissen Wohlstand verschafft hat, dass er sich als einzigen Luxus einen Wagen, Modell Adler, zugelegt hat, den er stolz über die Straßen Berlins bewegt. weiter »


Emily Walton: Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte

Emily Walton: Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte verfasst am 29.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Sommer wie damals. Es ist das Jahr 1926, als F. Scott Fitzgerald gemeinsam mit seiner Frau Zelda in Südfrankreich die Arbeit an seinem neuen Roman beginnen möchte. Ein Jahr zuvor haten er den „Der Große Gatsby“ veröffentlicht, damit aber nicht den von ihm erhofften Verkaufserfolg erzielt. Mit seinen neuen Roman wollte er sich und endgütlig in den Olymp der Literaten katapultieren. weiter »


Christian Klinger: Die Liebenden von der Piazza Oberdan

Christian Klinger: Die Liebenden von der Piazza Oberdan verfasst am 26.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Diese 26 Jahre von 1916 bis 1945 sind ein kurzer Zeitraum, der jedoch gleich mehrere Zeitalter umfasste, in denen ganze Generationen kamen und vergingen. Es sind drei Generationen der Familie Robusti, die im Zentrum der Ereignisse stehen. 26 Jahre, die schicksalhaft für die Familie sind.

Am Anfang steht Giuseppe Robusti, der als Beamter im Triestiner Lloyd ein treuer Untertan des Habsburger-Kaisers in Wien ist. weiter »


Robert Seethaler: Der letzte Satz

Robert Seethaler: Der letzte Satz verfasst am 07.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Einsichten in das Leben von Gustav Mahler. Robert Seethaler blickt durch Mahlers Augen auf Abschnitte aus dessen Leben zurück.

Ein zerbrechlicher, sterbenskranker Mann ist es, nach unserem heutigen Maßstäben hätte er noch ein langes Leben vor sich, der an Bord des Ozeandampfers seinen Gedanken und Erinnerungen nachhängt. Gustav Mahler befindet sich auf seiner letzten Reise, von New York nach Wien im Jahre 1911. weiter »


Clemens Berger: Der Präsident

Clemens Berger: Der Präsident verfasst am 01.08.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Es wäre auch der Buchtitel „Der Mann, der Ronald Reagan war“ passend, denn Jay Immer IST bis zu einem gewissen Grad Ronald Reagan – äußerlich auf jeden Fall!

Als Nachkomme von aus dem Burgenland emigrierten Österreichern trägt er den Namen Julius Imre, was es seinen Mitbürgerinnen in den USA aber fast unmöglich macht, seinen Namen korrekt auszusprechen. weiter »


Antonio Scurati: M. Der Sohn des Jahrhunderts

M. Der Sohn des Jahrhunderts verfasst am 18.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Machtergreifung, betrachtet und beschrieben wie aus der Perspektive eines Beobachters, direkt aus dem Inneren der Ereignisse: der Aufstieg Mussolinins von einer gescheiterten Randfigur der Geschichte zum faschistischen Diktator Italiens wird von Antonio Scurati in einer Weise erzählt, die es die Leserin/den Leser hautnah begreifen lässt, wie dieser Aufstieg überhaupt möglich war und wie er sich vollzog. weiter »


Éric Vuillard: Der Krieg der Armen

Der Krieg der Armen verfasst am 16.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zum Ende des Mittelalters hatte die Kirche bereits rund eintausend Jahre lang an ihrem Status der Unfehlbarkeit gearbeitet. Jahrhunderte, die dazu führten, dass sich die Kirchenfürsten immer  weiter vom ursprünglichen Gedanken des Christentums entfernten. Die Zeit war reif für Reformatoren und Revolutionäre, die gegen die Allmacht der Kirche und des Adels aufstanden. weiter »


Leo Perutz: Der schwedische Reiter

Leo Perutz: Der schwedische Reiter verfasst am 12.05.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der Edelmann und der Dieb: ein Märchen, Gleichnis, Liebesroman, historischer Roman. Angesiedelt in der Mitte des 18. Jahrhunderts, geschrieben in ungewohnter Sprache, die wohl unterstreichen soll, dass dies eine Erzählung über Ereignisse ist, die ein paar Jahrhunderte zurück liegen.

Kein Roman, in den man sich gleich verlieben wird, dazu ist er zu spröde, zu verwunden. weiter »


Chris Inken Soppa: Der große Muntprat
Historische Romanbiografie

Chris Inken Soppa: Der große Muntprat verfasst am 06.04.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Leben aus der Zeit der Renaissance: die literarische Biografie des Kaufmanns Lütfrid Muntprat ist zugleich ein äußerst lesenswerter Roman über die Welt zu Beginn des 15. Jahrhunderts. weiter »


Markus Thiele: Echo des Schweigens

Markus Thiele: Echo des Schweigens verfasst am 11.03.2020 von | verfassen Sie einen Kommentar

Der reale Hintergrund dieses Romanes ist der gewaltsame Tod eines Flüchtlings in einem Polizeiarrest – Oury Jalloh aus Sierra Leone verbrannte im Jänner 2005 in einer Zelle im Polizeiarrest in Dessau. Die Umstände seines Todes wurden bis heute nicht endgültig gerichtlich geklärt. weiter »


Alexander Lernet-Holenia: Die Standarte

Die Standarte verfasst am 04.12.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Ein Roman über die Vergänglichkeit, über eine untergegangene Epoche, mit der verschwand, was über Jahrhunderte hinweg als festes und ewiges Fundament der Gesellschaft erschien. Als die Donaumonarchie im Jahr 1918 zerbrach und die aus ihren Teilen entstandenen Staaten eigene Wege gingen, stellte sich für viele Menschen ein neues Gefühl der Freiheit ein; etwas, das sich in den folgenden Jahren aber für die meisten als sehr trügerische Hoffnung heraus stellte. weiter »


Eric Vuillard: Ballade vom Abendland

Eric Vuillard: Ballade vom Abendland verfasst am 16.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Millionen junger Männer träumen von einem guten Leben, Familie, von Liebe, vielleicht von Erfolg. Diese jungen Männer kommen aus Frankreich, Deutschland, aus England, aus der Donaumonarchie. Noch im Frühjahr des Jahres 1914 erscheint ihnen alles wie in einem ganz normalen Jahr, nur das Grollen im Hintergrund war da. weiter »


Eugen Ruge: Metropol

Eugen Ruge: Metropol verfasst am 03.11.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

In den 1930er-Jahren geriet Europa immer mehr unter den Einfluß von Gewaltherrschern: Hitler, Mussolini, Franco, Stalin und die ganze Reihe von Diktatoren in den kleineren Ländern Mittel- und Osteuropas. Doch gleichgültig, ob diese Herrschaft nun unter dem Namen Faschismus, Nationalsozialismus oder Kommunismus ausgeübt wurde: das Ergebnis war für die Menschen in den betroffenen Ländern immer gleich dramatisch. weiter »


Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn

Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn verfasst am 18.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Johann Carl von Sothen war in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Wien ein Beispiel für einen Kapitalisten und unbarmherzigen Ausbeuter seiner Arbeiter. Selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, gelang es Sothen, sich durch, wie man annahm, Betrug ein großes Vermögen anzuhäufen, das er auf Kosten der Menschen, die für ihn arbeiteten, skrupellos vermehrte. weiter »


Michael Lichtwarck-Aschoff: Der Sohn des Sauschneiders
oder ob der Mensch verbesserlich ist

Michael Lichtwarck-Aschoff: Der Sohn des Sauschneiders verfasst am 11.10.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Dieses Buch und ich: wir werden keine engen Freunde werden. Das liegt am Schreibstil, der sich mir als viel zu sperrig und verwinkelt zeigt. Die von Michael Lichtwarck-Aschoff gewählten Verschachtelungen und Formulierungen machen es mir schwer, daran Gefallen zu finden; ich unternehme trotzdem den Versuch, mich dem Buch möglichst unvoreingenommen zu nähern. weiter »


Beate Maly: Mord auf der Donau

Mord auf der Donau verfasst am 10.08.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die Ähnlichkeiten zu Agatha Christies „Tod auf dem Nil“ sind nicht zu verleugnen. Ganz offensichtlich hat sich Beate Maly diesen Krimi-Klassiker als Vorbild genommen. Nicht nur im Titel – es ist der gesamte Aufbau der Handlung, der sich ganz augenscheinlich am berühmten Vorbild anlehnt. weiter »


Leo Perutz: Der Judas des Leonardo

Der Judas des Leonardo verfasst am 03.07.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Gehen wir in der Zeit zurück ins Mailand am Ende des 15. Jahrhunderts: in die Welt von Leonardo da Vinci, der gerade zu dieser Zeit im Auftrag des Herzogs von Mailand am berühmt gewordenen Gemälde „Das Abendmahl“ arbeitet. weiter »


Andreas Pittler: Bronstein
Sein vergessener Fall

Bronstein verfasst am 26.04.2019 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Jahr 1936: in Österreich regieren die Christlich-Sozialen, Schuschnigg ist Kanzler und gibt sich als gläubiger Christ, kniet jeden Sonntag drinnen in der Kirche während er draußen diktatorische Macht ausübt, in überhaupt nicht christlichem Geist. Die Nazis, obwohl verboten, drängen immer unverhohlener an die Macht und verstecken sich nicht; ihre Anhänger sind überall zu finden, sie durchdringen die Strukturen des Staates. weiter »


Judith Schalansky: Verzeichnis einiger Verluste

Verzeichnis einiger Verluste verfasst am 25.12.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Die erste Herausforderung: in welches Genre ordnet sich dieses Buch ein? Es sind Fakten und Fiktionen. Durchmischt, bis die Grenzen dazwischen verschwinden. Es geht um Dinge und Lebewesen, Ereignisse und Landschaften, Gebäude und Kunstwerke. Zuordnung quasi unmöglich. weiter »


Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele

Das Verschwinden des Josef Mengele verfasst am 20.12.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Das Beklemmende an diesem Roman ist, dass er Raum gibt, sich das Unvorstellbare vorstellbar zu machen. In der Schilderung des Lebens des Josef Mengele (das Wort „Mensch“) möchte ich in diesem Zusammenhang nicht verwenden) ist einerseits über seine abwegige Geisteswelt zu lesen; und andereseits über die Nazi-Netzwerke und ihre Dulder und Förderer, die eine erfolgreiche Verfolgung dieses Verbrechers vereitelten. weiter »


Paul Kohl: Der Jude, der Nazi und seine Mörderin

Der Jude, der Nazi und seine Mörderin verfasst am 10.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Wilhelm Kube, ein radikaler Antisemit, wird nach seinem tiefen Fall, ausgelöst durch seine Verschwendungssucht und seinen ausschweifenden Lebenswandel, von seinem Posten in Berlin – er hat wohl die Position eines hochrangigen Parteigenossen zu sehr für seine eigenen Zwecke ausgenutzt –  abberufen. weiter »


Lutz Wilhelm Kellerhoff: Die Tote im Wannsee

Die Tote im Wannsee verfasst am 03.09.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Berlin im Jahr 1968: Eine Stadt, eine Insel inmitten der DDR, umgeben und von der Welt abgeschnitten durch die sechs Jahre zuvor errichtete Mauer. Berlin ist zu dieser Zeit so etwas wie der Leuchtturm des demokratischen Westens im kommunistischen Osten und zugleich die Spielwiese der Geheimdienste, das Einfallstor der Agenten. weiter »


Daniel Kehlmann: Tyll

Tyll verfasst am 21.01.2018 von | verfassen Sie einen Kommentar

Eine Zeitreise, das Eintauchen in die Welt von vor 400 Jahren.

Das Jahr 2018 ist reich an Jubiläen und Gedenktagen – einer davon ist der 23.Mai 1618, als der Prager Fenstersturz in weiterer Folge den 30-jährigen Krieg auslöste. In diese Zeit wird man von Daniel Kehlmann versetzt, wenn er in „Tyll“ über Gaukler, Aberglauben, Könige ohne Länder und über Hexen und Hexenjäger erzählt. weiter »


John Williams: Augustus

Augustus verfasst am 23.12.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Was für ein Roman! Das Leben des ersten römischen Kaisers in einer Mischung aus historischen und dazu erdachten Fakten, Lebensgeschichten, Episoden und Ereignissen. Zusammen genommen ein großartiger Roman, der zwar die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt, dabei jedoch immer überzeugend und glaubhaft bleibt.

Gehen wir also mehr als 2.000 Jahre zurück in das Jahr 45 v.Chr.: Julius Caesar ist die dominierende Gestalt Roms und sein 18-jähriger Großneffe und Adoptivsohn Octavianus ist der von ihm favorisierte Nachfolger. weiter »


Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit

Das Fundament der Ewigkeit verfasst am 21.09.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Zurück in die Zeit, als England begann, sich zur Weltmacht zu entwickeln. Der Thronstreit zwischen Elisabeth I und Maria Stuart, das Erbe von Heinrich VIII, das sich in Form der Anglikanischen Kirche letztendlich durchsetzte, die Kriege mit Frankreich und Spanien. Die Fortsetzung der Kingsbridge Saga beginnt im Jahr 1558, als Mary I Tudor, Tochter von Heinrich dem VIII, als erste Königin auf dem englischen Thron saß.

Nun steht die Kathedrale von Kingsbridge schon seit 5 Jahrhunderten und Merthins Brücke wurde bereits vor mehr als 200 Jahren neu erbaut. Mehr muss man von der Vorgeschichte nicht wissen; denn obwohl in gewisser Weise eine Fortsetzung, ist „Das Fundament der Ewigkeit“ eine ganz eigene Geschichte. weiter »


Francis Spufford: Neu-York

Neu-York verfasst am 11.09.2017 von | verfassen Sie einen Kommentar

Als New York noch das kleine Dorf am Ende der Halbinsel Mannahatta war; als die Zeit der holländischen Siedler, die einst Neu Amsterdam gründeten, noch allgegenwärtig war; als der englische König noch der Herr über die Kolonien war: zu dieser Zeit, man schrieb das Jahr 1746, betrat ein gewisser Mister Smith den amerikanischen Kontinent im Hafen von New York. weiter »


Andreas Pittler: Der göttliche Plan

verfasst am 10.05.2016 von | verfassen Sie einen Kommentar

Andreas Pittler ist einem breiteren Publikum durch seine Krimis rund um den jüdisch-stämmigen Polizeiermittler David Bronstein bekannt und als solcher hat er sich mittlerweile einen fixen Platz in der deutschsprachigen Krimiszene und ebenso in den heimischen Bestsellerlisten erschrieben. Mit „der göttliche Plan“ nähert sich der studierte Historiker seinem eigentlichen Betätigungsfeld an und legt ein mit 850 Seiten durchaus als epochales Werk zu bezeichnendes Oeuvre vor, das seine Stärken schon in der ersten Szene unter Beweis stellt. weiter »


Günther Peer: Der Himmel der Hölle

verfasst am 14.02.2016 von | 1 Kommentar

Ich bewundere den Autor für den Mut, sich diesem Thema zu widmen: Homosexualität hinter Klostermauern! Leider war die Umsetzung nicht ganz nach meinem Geschmack.

Ein Buch mit einer Geschichte in der Geschichte. weiter »




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