Buchbesprechung/Rezension:

Persephone Haasis: Das Glück schmeckt honigsüß


verfasst am 23.05.2022 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Haasis, Persephone, Liebesromane
LiteraturBlog Bewertung:

Über die Autorin:
Persephone Haasis wurde 1989 geboren. Sie studierte Kreatives Schreiben und Literaturwissenschaften in Hildesheim und Bamberg. „Das Glück schmeckt honigsüß“ ist ihr dritter Roman.

Über das Buch:
Das Buch beginnt mit einem Prolog und endet mit einem Epilog. Lena Hendriksen lebt mit ihrem langjährigen Freund und Geschäftspartner Mats in Bremen. Gemeinsam betreiben sie seit Kurzem eine eigene Schreinerei, für die sie sich hoch verschuldet haben. Die Auftragslage ist noch nicht besonders gut. Um die Kosten halbwegs zu decken, arbeiten sie auch fast die ganze Freizeit hindurch in der Schreinerei. In der Beziehung kriselt es. Trotz gemeinsamer Paartherapie schafft es Lena nicht, Mats nach seinem Seitensprung wieder vollkommen zu vertrauen. Sie sehnt sich nach einem „echten“ Zuhause, nach Liebe und sie vermisst das Meer, mit dem sie aufgewachsen ist.

Unter ihr rauschte der Feierabendverkehr der Gröpelinger Heerstraße, doch Lena nahm das Geräusch der Autos nur aus der Ferne wahr. Wenn sie die Augen schloss, klang es fast ein wenig wie das Meeresrauschen, das sie schon so lange vermisste.

Als ihre Oma Alva überraschend an einem Herzinfarkt stirbt, wird Lena von ihren Eltern gebeten auf das kleine Eiland Hallig Hooge zu fahren, um den Nachlass zu regeln und das Begräbnis zu organisieren. Ihre Mutter Rieke schämt sich dafür, dass sie nach dem großen Streit mit ihrer Mutter nicht mehr in der Lage war, Frieden zu schließen. Ihr Vater Magnus verspricht sofort nachzukommen, sobald er mit seinem Bauantrag fertig ist.

Mats will und kann Lena wegen der offenen Aufträge, die noch abgearbeitet werden müssen, nicht begleiten. So reist sie alleine nach Hallig Hooge. Am Tag der Testamentseröffnung begegnet Lena ihrem Ex-Freund Jacob, der mit Lena jeweils eine Hälfte von Alvas Kate erbt. Jacob ist immer noch in Lena verliebt und kann bis heute nicht verstehen, warum Lena damals ohne sich zu verabschieden aufs Festland gezogen ist.

Neben der Dreiecksbeziehung zwischen Lena, Mats und Jacob wird auch eine heimliche Liebe zwischen Alva und dem Urlaubsgast Gunnar erzählt. Zwischen den Kapiteln finden sich immer wieder kurze Rückblenden in die Vergangenheit, die von Alva und Gunnar erzählen, oder E-Mail-Entwürfe von Jakob an Lena, die er nie versendet hat.

Mein Fazit:
Der Roman las sich gut an, da er für mich wirkte wie ein frisch erzählter Sommerroman zum Seele baumeln lassen. Lena, die man in ihren Selbstfindungsprozess begleitet, fing mich aber nach einiger Zeit an zu nerven. Hätte sie Jacob einfach von Anfang an erzählt, warum sie damals ohne Erklärung das Eiland verließ, wäre die Geschichte nach vermutlich 50 Seiten erzählt gewesen. So ist es ein Hin und Her voller Zweifel und Missverständnisse.

Nebenher erfährt man noch einiges über das Imkern, da Lena auch viele Bienenstöcke ihrer Oma erbt. Weil sie davon keine Ahnung hat, lässt sie sich von Jacob viel über die Pflege von Bienenvölkern erklären. Mich hat das Buch dazu animiert, wieder mehr Honig zu essen. Den Buchtitel finde ich wirklich gelungen,
wobei ich ihn jetzt mit Bienen assoziiere.




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