Gerhard Loibelsberger: Der Bankert vom Naschmarkt
Ein Kriminalfall aus dem alten Wien

Das Jahr 1911 als der alte Kaiser noch lebte. Der Naschmarkt ist erst seit wenigen Jahren an seinen Standort auf dem (zu dieser Zeit noch nicht vollständig) überbauten Wienfluß in der Wienzeile angesiedelt und ist noch lange nicht so ein (wenigstens teilweise) schickes Einkaufsziel wie heute.

Es ist Jänner und eisig kalt, als eine Marktfrau sich über ein Bündel liegt, das an Boden liegt – zu ihrem Entsetzen findet sie darin einen erfrorenen Säugling.

Ein Fall für den k.k. Inspektor Joseph Maria Nechyba, der sich umgehend an die Aufklärung an diesen ungeheuerlichen Fall von Kindesweglegung macht. Da kommt ihm die Marktfrau als erste Auskunftsperson gerade recht, denn wer soll denn mehr über die Leute in den angrenzenden Bezirken wissen als eben eine Marktfrau.

Und wirklich findet sich in dem, was Nechyba erfährt, bald eine Spur, die es lohnt zu verfolgen. Aber einfach ist die Sache nicht, denn Verdächtige gibt es zwar einige, aber den Täter findet der Inspector nicht so einfach.

Gerhard Loibelsberger sorgt für die Story und lässt dafür seinen schon aus mehreren Krimis bekannten (und geschätzten) Inspector im alten Wien ermitteln. Loibelsberger und der Illustrator  Reinhard Trinkler geben mit millieugerechter Atmosphäre, kräftigen Bildern und realistischen Typen der Welt vor hundert Jahren ein Gesicht – und das sieht nicht so sehr nach “gute, alte Zeit” aus.

Geschichte und Zeichnungen vermengen sich im Kopf zu einem ungemein stimmigen Gesamtbild und der Naschmarkt und seine Typen erleben eine regelrechte Auferstehung.


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