Goscinny & Uderzo: Der Goldene Hinkelstein

Meine Zusammenfassung: Dieser Band ist eine Frotzelei! Denn was als deutschsprachige Erstveröffentlichung eines Asterix & Obelix – Abenteuers groß angekündigt wurde, ist nichts anderes als ein völlig uninspiriertes Drehbuch zu einem Hörspiel aus dem Jahr 1967.

Die Vorankündigung ließ so etwas wie „verstaubt auf einem Dachboden gefunden – ein verschollenes Abenteuer“ erwarten, doch es ist leider weitaus banaler: Aus zusammengewürfelten Texten aus anderen Abenteuern (so jedenfalls entsteht der Eindruck)  hat Rene Goscinny damals eine neue Geschichte gebastelt, die dann – mit wenig Erfolg – als Hörspiel auf Schallplatte veröffentlicht wurde. Der Platte beigelegt war ein 12-seitiges Booklet mit dem Text und ganzen 13 (dreizehn) Zeichnungen. Dieses Booklet wurde nun vom Egmont-Verlag nachgedruckt, auf die 48 Seiten kommt man nur deshalb, weil die Zeichnungen jeweils auf eine halbe oder ganze Seite aufgeblasen wurde.

Nun könnte man sich online ein neu aufgenommenes Hörspiel anhören (Der Link dorthin steht im Heft) und dazu die Texte mitlesen. Aber nach dem „Durchlesen“ dieser Ausgabe hatte ich dazu überhaupt keine Lust mehr; denn alleine schon die Billig-Aufmachung ist überaus ärgerlich, von der durchaus gewollten (aber jedenfalls nicht verhinderten) Irreführung der Leserinnen und Leser und dem banalen Text ganz zu schweigen, der bar jeglicher Originalität ist.

Falls jemand wissen möchte, wie man aus Nichts Geld machen kann („Reste verwerten“ nennt man das): Der Egmont-Verlag zeigt es in beeindruckender Weise mit dieser angeblichen Sensation vor.

Von einem Kauf ist definitiv abzuraten (ich bereue es, auch wenn es nur rund € 13,- waren).



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