Eva Rossmann: Männerfallen
Ein Mira-Valensky-Krimi

verfasst am 10.09.2013 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Rossmann, Eva

Mira Valensky ist Journalistin bei der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift „Magazin“. Ihre Beiträge versucht sie möglichst seriös und fair und zu verfassen. Das fällt ihr bei ihrer jüngsten Reportage gar nicht so leicht. Diese beschäftigt sich mit dem Newcomer unter den Bestsellerautoren Thomas Pauer und seinem „Werk“ „Sei ein Mann“.

Darin beklagt er die Unterdrückung und die nicht artgerechte Haltung der Spezies Mann. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Vergewaltigungsvorwürfe werden laut. Das Opfer eine Studentin die den Autor für eine Facharbeit interviewen hätte wollen. Die Rollen scheinen klischeehaft verteilt zu sein, doch irgendwie verhalten sich alle von diesem Skandal betroffenen Personen ein bisschen anders als sie sollten. Das Opfer taucht unter und der Täter tut Mara Valensky sogar leid, als er auf einem Literaturfestival auf Sardinien dem öffentlichen Spott preisgegeben wird.

Die Reportage schlägt Wellen. Nicht nur bei den Lesern des „Magazins“, sondern auch in dessen Redaktion. Der Geschlechterkampf hat offensichtlich von seiner alten Brisanz nichts eingebüßt.

Es ist das erste mal, dass ich Mira Valenskys journalistische Recherchen und die detektivischen Ermittlungsarbeiten ihrer Freundin Vera lesend begleite. Es treten einige Personen in Erscheinung die in den vorherigen Bäden wohl teilweise schon größere Rollen gespielt haben könnten. Trotz meines fehlenden Vorwissens lassen sich die Beziehungen schnell durchschauen.

Obwohl es meines Erachtens schon zu viele kochende und schlemmende Krimiheldinnen gibt, hat sich bei diversen kulinarischen Beschreibungen doch Hunger eingeschlichen und nebenbei auch die Überzeugung völlig urlaubsreif zu sein. Sardinien wäre doch ein nettes Ziel?!

Die Sprache im Roman passt sich dem Handlungsablauf an. Schwärmerisch und detailliert wenn Essen und Urlaubsdestination gehuldigt werden. Spannend und mitreißend wenn Krimi angesagt ist.

Es macht Spaß Mira Valensky zu begleiten. Eine sympathische Heldin mit ganz wenig heldenhaften Zügen.

Etwas überraschend ist das Ende:
Wenn ich nicht wüsste, dass die Autorin die einzige Person ist, die das Ende des Romans anders hätte verfassen können, würde ich darauf wetten, dass sich Eva Rossmann über den Ausgang der Geschichte geärgert hat.


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