Voosen & Danielsson: Schneewittchensarg
Ein Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss - Band 7

Ein Fall, der nach 47 Jahren wieder aktuell wird: als in einer Ausstellung die sterblichen Überreste der vor  47 Jahren verschwundenen Berit wird ein Vermisstenfall wieder aktuell. Ingrid Nyström und Stina Forss versuchen gemeinsam mit ihrem Kolleginnen und Kollegen alten Spuren zu folgen und neue Hiwneise zu finden.

Berit war während ihrer eigenen Hochzeit verschwunden. Sie, die Braut, sollte nach einem alten Brauch entführt werden, doch an dem Ort, an dem geplant war, sie wiede rzu finden, war niemand. Es gab keine Spur – bis jetzt.

Mit diesem Krimi ist dem Autorenduo Voosen & Danielsson ein wirklich guter und spannender Roman gelungen. Von Anfang an fühlt man sich als LeserIn wie direkt an den Ermittlungen beteiligt, denkt mit, sucht mit, ermittelt mit.

Das Team macht sich auf die Suche nach noch lebenden Zeugen, was nach 47 Jahren natürgemäß nicht einfach ist. Doch es gibt Spuren, wenige sind online zu finden, viele müssen mühevoll händisch – Internet gab es damals noch nicht – gefunden und ausgewertet werden. Die Fülle der Informationen, die zusammengetragen werden, könnte in einem weniger gut strukturierten Roman für Verwirrung sorgen; hier aber bleibt man durch einen ganz einfachen Kunstgriff der AutorInnen immer vollständig im Bild. Was tagsüber ermittelt wird, wird am folgenden Morgen, bei der Teambesprechung, zusammen gefasst und eingeordnet.

Schritt für Schritt erweitert sich das Bild und Schritt für Schritt zeigen sich mögliche Lösungen des Falles. Einige der Erkenntnisse führen nicht weiter, einige lassen immer mehr der damaligen Ereignisse wieder aufleben.

Die Spannung hält vom Anfang bis zum Ende; „Schneewittchensarg“ gehört zu den am besten durchdachten und aufgebauten Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe und ist – für mich – jedenfalls der bislang beste dieser Krimireihe.



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