Jürgen Benvenuti: Das Lachen der Hyäne
Ein Großstadt-Thriller

Krimis von Jürgen Benvenuti beginnen in gewisser Weise alle sehr ähnlich: ein kaputter Typ, im Grunde seines Herzens aber ein guter Mensch; dann ein paar sinistre Gestalten, ein paar hard-boiled Szenarien, Sex & Drugs. Alles also recht gemütlich bis zu dem Moment, an dem die Post abgeht!

Der kaputte Gute ist Rikki, verhinderter Gitarrist und insgesamt leicht verstrahlt. Der Oberboss der sinistren Gestalten heisst Cees Duremans und kauft Immobilien in Vierteln, die zukünftig saftige Renditen versprechen, immer begleitet von seinem Privatgorilla namens Lazlo Biscolli, der mit Vorliebe Pornos konsumiert und Leute vermöbelt.

Schuld daran, dass Riki und Duremans miteinander zu tun bekommen ist eine Frau: Linda. Der eine, Duremans, betrachtet sie als seine ganz persönliche Lustbereiterin, der andere, Rikki, hat keine Ahnung, dass diese rothaarige Schönheit – Linda eben -, die er in der Bar vor ein paar allzu aufdringlichen Verehrern beschützt, in festen Händen ist.

„Feste Hände“, das hat in diesem Fall natürlich auch die Bedeutung von „Hände, die sehr, sehr fest zupacken“ (also die von Biscolli).

Die Handlung ist nicht sonderlich originell aufgebaut, dafür aber überschaubar. Zum rasanten Thriller reicht es – im Gegensatz zu anderen Bücher von Benvenuti, die ich gelesen habe – leider nicht; leichter Lesestoff für regnerische Tage ist aber allemal.



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