Joshua Tree: Ganymed erwacht

verfasst am 31.03.2019 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Joshua Tree, Science Fiction

Die Gegenwart ist die Basis für die Geschichten in der Science Fiction. Es gibt im Jahr 2019 einiges, aus dem man Szenarien für die Zukunft entwerfen kann – in „Ganymed erwacht“ sind es die Umweltkatastophen und die Macht der Konzerne, die beide in schon wenigen Jahrzehnten (von heute an gerechnet), die Welt, wie wir sie heute kennen, grundlegend verändert haben.

Ein unbemanntes Raumschiff ist auf dem Rückweg vom neu entdeckten Transpluto-Planeten zur Station auf dem Jupitermond Ganymed. Bei der Landung kommt es zu einem unerklärlichen Zwischenfall, dem die gesamte Besatzung der Station zum Opfer fällt; nur Rachel Ferreira, die Kommandantin, kann mit einem Raumschiff und Proben von euen Planten in Richtung Erde entkommen.

Auf der Erde – und auch im gesamten Sonnensystem – haben Megakonzerne das Kommando übernommen. Sie sitzen in den politischen Gremien, sie betreiben ihre eigenen Armeen, sie entscheiden über das Schicksal der Welt. Um das Katastrophenszenario vollständig zu machen, wurde die Erde von Klima- und Naturkatastophen überzogen.

Auf diesem Planeten Erde landet Rachel Ferreira, im Gepäck die außerirdischen Proben.  Hier bekommt sie es bald mit dem Söldnerteam eines der Megakonzerne zu tun.

Soweit die Setting dieses Romanes.

Im Hintergrund der Geschichte steht eine sehr detailliert gezeichnete Welt im Jahr 2057, die man durchaus als eine unserer Zukunftsoptionen ansehen könnte. Vor diesen Hintergrund laufen zwei Geschichte nebeneinander ab: die von Rachel Ferreira und die von Theodores Söldnerteam. Es gibt Überschneidungen, aber es bleiben – es soll ja noch zwei Romane langt weiter gehen – viele Unklarheiten, was die beiden Handlungsstänge am Ende tatsächlich miteinander zu tun haben..

„Ganymed erwacht“ ist gewissermaßen eine Einleitung, die den Umfang eines ganzen Buches einnimmt. Das führt über weite Strecken zu ziemlichen Längen in der Erzählung.

Es ist eine Mischung zwischen reiner Action im Stile von „Terminator“, wenn die Söldnertruppe die Aufträge abarbeitet und dabei jede Menge Kollateralschäden verursacht; und einer klassischen Science Fiction-Story, in deren Mittelpunkt etwas auf „Ganymed erwacht“. Ich hätte auch ganz gut damit leben können, wären es auch tatsächlich zwei getrennte Romane, denn oft kann ich dem hin und her zwischen den beiden Handlungsebenen wenig abgewinnen. Es wird erzählt, aber es geschieht wenig.

Nach einem fesselnden Beginn verzettelt sich der Roman in allzu viele Nebensächlichkeiten. Erst gegen Ende (so ab Seite 250) wird sich aus dem Aufbau der Szenen ein zunehmend spannender werdender Roman: Auf der Erde herrscht das Recht des Stärkeren während aus den Tiefen des Alls etwas Unbekanntes naht …

PS: „Ganymed erwacht“ ist kein abgeschlossener Roman. Um zu erfahren, wie das Ganze endet, muss man auch die Bände 2 und 3 lesen.



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