Frank Lauenroth: Black Ice

verfasst am 26.01.2015 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Lauenroth, Frank, Science Fiction

Zu Beginn ist Frankie nur einer von dieser (wahrscheinlich hunderttausenden) Kapitänen der Weltraumstraßen. Immer unterwegs von einem Planeten zum nächsten, immer auf der Suche nach Ware und Transportaufträgen. Beim Anflug auf den Planeten Clarion Prime ändern sich die Dinge jedoch ebenso überraschend wie blitzschnell. Ein Passagier, der es unbemerkt in einen Frachtraum der im Orbit des Planeten kreisenden “Corona”, Frankies Schiff und ganzer Stolz, geschafft hatte, zahlt viel Geld für eine Passage zu einem anderen Planeten.

Das Ziel ist eine Welt, deren Betreten zwar verboten ist, woran sich Frankie – überzeugt von der ihm gebotenen Geldmenge – aber nicht hält. Sein Passagier sowieso nicht, denn der muß dort einen Auftrag erfüllen. Müsste. Holly, der Passagier, kehrt aber zurück, ohne das erledigt zu haben, wofür er … konstruiert wurde. Holly nämlich ist ein Toy: ein äußerst menschenähnliches Produkt fortschrittlicher Nano-Technologie. Sein Problem ist nur, dass er sich nicht an sein bisheriges Dasein erinnen kann.

Zurück auf Clarion Prime sucht Frankie eine alten Bekannten auf, der ein Spezialist für das Ausgraben von Erinnerungen ist. Als ein paar Agenten von Hollys Auftraggebern auftauchen wird es gefährlich, denn der Umstand, dass Holly seinen Auftrag nicht erfüllte, gefällt denen gar nicht. Bei der überstürzten Flucht vom Planeten landen unbeabsichtig ein paar Container im Frachtraum der Corona.

Die brisante Fracht: Black Ice, die perfekte Droge. Es ist klar, dass man mit so etwas an Bord nicht lange ungeschoren bleiben kann.

Frankie entpuppt sich mehr und mehr als eine Art Robin Hood/Han Solo: er schart eine kleine Gruppe Mitstreiter um sich, die jede/r für sich eine ganz besondere Fähigkeit mitbringen.

Eine turbulente und sehr amüsante Weltraumodyssee beginnt: Frankie und seine unerschrockenen Freunde auf der Flucht vor Duistermach, dem ultimativen Bösewicht.

Es ist beinahe alles dabei, was man von einem Weltraumepos erwarten kann: Raumschlachten, Ungeheuer, Bösewichte, alle Arten von Aliens, geheime Planenten, eine versteckte Raumflotte. Und noch vieles mehr. Alles zusammen ein rasantes Abenteuer, das ich an einem verregneten Sonntag-Nachmittag in einem Zug durchgelesen habe; und dabei allerbestens unterhalten wurde.

PS: Absicht oder Zufall? Das ungleiche Duo (Mensch) Frankie und (Toy) Holly lässt doch sehr an die ähnlichnamigen Erfinder von “Relax (don’t do it)” denken. Und wenn dann noch ein Typ names “Wood” dazukommt muss es wohl Absicht sein.


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