Arne Jysch, Volker Kutscher: Der nasse Fisch

Ich bin erst mit Band 4 in die Geron Rath-Reihe eingestiegen. “Der nasse Fisch” ist Band 1 und somit auch die Quelle für ein paar “Wie alles begann”-Hintergrundinformationen. Mit dieser Graphik Novel kommt man weitaus schneller an diese, als würde man den ganzen Roman aus dem Jahr 2008 lesen. Gibt es auch ein ABER?

Das Jahr 1929: Gereon Rath lässt sich von Köln nach Berlin versetzen. Nunmehr im Sittendezernat bleibt sein Ziel doch, in die Mordkommission zum berühmten Ernst Gennert versetzt zu werden (Gennert ist eine historische Figur: er entwickelte einige, noch heute verwendete Verfahren in der Kriminalistik).

Schon bald hat sich Rath bei einigen Leuten unbeliebt gemacht und auch seine Methoden verzichten gelegentlich auf eine gesetzliche Basis. Denn um an sein Ziel zu gelangen, bedient sich Rath aller möglichen Mittel außerhalb seines eigentlichen Aufgabenbereiches. Damit kann er zwar einerseits die Aufmerksamkeit seiner Vorgesetzten auf sich ziehen, doch es bleibt fraglich, ob seine Ermittlungen zu einem tatsächlichen Ergebnis führen.

Im ersten Roman der Reihe tauchen schon einige Personen auf, die auch in den späteren Bänden zentrale Rollen speilen werden: zB. Charly (der Beginn der Beziehung mit ihr ist durchaus als holprig zu bezeichen) oder Marlow (ein Mann mit Einfluß).

Und wo ist das ABER?
Die grafische Darstellung ergänzt die Romane um ein Element, das für die Abrundung des Gelesenen sorgt. Beinahe wie im Film wird alles plastischer und greifbarer. Was aber fehlt, das ist die Dichte, die Atmosphäre – das schafft dann doch nur der Original-Roman.

Mir hat es gut gefallen, eine schöne Ergänzung zu den großartigen Romanes!


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