Werner Stanzl: Hintermänner

verfasst am 01.01.2016 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Stanzl, Werner

Das ist ein gelungener „Wurf“ von Werner Stranzl. Er siedelt seinen Krimi in Gorizia an. Klagenfurt spielt aber auch eine nicht unbedeutende Rolle. Ebenso Triest und die slowenische Seite von Gorizia. Die Wiener Obergscheiterln tummeln sich fallweise auch in dem Geschehen.

Das ist meine erste Begegnung mit Commissario Bruno Vossi, dazu noch eine sehr sympathische. Natürlich werde ich mich auf ein neues Rendevouz mit ihm einlassen, in dem Buch Hinrichtung.

Stranzl versteht es kurzweilig zu erzählen, dabei aber nicht die Spannung aus den Augen zu verlieren. Natürlich gibt es auch einige grausliche Passagen, wenn Leichen aufgefunden werden. Aber auch das hat mir nicht meinen Schlaf geraubt. Der Autor schildert, für mein Verständnis, tatsächliche Geschehnisse aus der jüngeren Vergangenheit Österreichs, wunderbar. Natürlich macht er das verschleiert. Es ist aber nicht schwer zu erkennen, wer damit gemeint ist. Ob es die Bank Montana-Maritim aus Klagenfurt ist, oder der Kärntner „Landesvater“, oder andere angeblich honorige Personen, die gar nicht so honorig sind. Diese Bank besaß u. a. auch Jachten – das kommt uns doch bekannt vor. Auch erinnern wir uns sicher noch an die Bank, die im tatsächlichen Leben natürlich anders heißt.

Montenegro spielt u.a. eine nicht unwesentliche Rolle. Die ganz schlechten Menschen (auch ehemalige Schlächter aus Ex-Jugoslawien) kommen aus diesem Land.

Angefangen hat alles mit einer tiefgefrorenen Frauenleiche, aufgehängt in einem Kühlwagen. Ein Kühlwagen wird auch die eiskalte Umgebung für eine weitere Leiche. Und dann gibt es noch einen Toten, nicht tiefgefroren sondern erdrosselt.

Vossi, seine Mitarbeiter Rita und Roberta verstehen es, trotz des einen oder anderen Rückschlages, die Untaten aufzuklären. Die Hartnäckigkeit der Gruppe überführt auch die schweigsamsten und hartnäckigsten Verbrecher. Bedauerlicherweise gibt es in Vossis’s Kommissariat auch einen Verräter. Der ließ sich durch Geld verleiten, den Verbrechern Hinweise zu geben. Die Kollegen aus Triest mischen auch mit, allerdings nicht zu Freude von Vossi.

Alles in Allem ein wirklich gelungener Krimi, der auch fallweise zum Schmunzeln anregt. Nachdem ich in meinen Rezensionen nicht gerne auf eine detaillierte Inhaltsangabe eingehe, mache ich das in diesem Fall auch nicht. Ich finde es schade, zuviel nachzuerzählen. Ich möchte den Leserinnen und Lesern Lust darauf machen dieses Buch zu lesen.

Es macht wirklich Spass.



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