Ernest Zederbauer : Da draußen im Wald
Ein Waldviertel-Krimi

verfasst am 11.02.2014 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Kriminalromane, Zederbauer, Ernest

Da draussen im WaldDer Oberförster Sepp geht an einem Sonntag in den Wald, er müsse, so zu seiner Frau Susanne, nachsehen, ob der Holztransporter schon da wäre. Seltsam. Ohne Hund. Ohne Gewehr. An einem Sonntag. Wo er doch an diesem Tag nie zu arbeiten pflegte. Im stillen Waldviertel wird Sepp in einer Felsspalte – im sogenannten Nonnenloch – tot aufgefunden.

Außergewöhnlich, dass Sepp an einem Sonntag seiner Arbeit nachgeht. Er und seine Frau Susanne gingen an diesem Tag immer in die Kirche. Nicht des Glaubens wegen, sondern um das Dorfgetratsche nicht zu schüren. Sie zeigten sich als glücklich verheiratetes, wenn auch kinderlos gebliebenes Ehepaar.

Als der Forstingenieur vor Jahren ins Dorf kam und ausgerechnet sie heiratete wurden andere „Überständige“ doch ziemlich neidisch. Zudem war er ein paar Jahre jünger als Susanne. So einfach ist das nicht. Da auf dem Land. Dass beide dann nach Jahren nicht mehr Liebe sondern eher Gleichgültigkeit verband, gaben sie in der Öffentlichkeit nicht preis. Sie spielten ihre aufrechte Ehe perfekt.

Nachdem Sepp nach seiner ungewöhnlichen sonntäglichen Nachschau des Holzverladens nicht mehr zurückkehrt schaltet Susanne die Polizei ein. Suchtrupps werden organisiert und die freiwilligen Helfer werden fündig.

Sepp wird ermordet im sogenannten Nonnenloch gefunden. Erschossen liegt er in der Felsspalte, Brust und Unterleib durchlöchert mit Schrotkugeln.

Bald ist die Polizei an Ort und Stelle. Werden zunächst Kleinkriminelle und Wirthausraufer verdächtigt, ist bald auch Susanne des Mordes an ihrem Ehemann verdächtigt. Immerhin hat ihr Exmann eine Lebensversicherung zu ihren Gunsten abgeschlossen. Der Gemeindekrimineser Raffl ist in den Ermittlungstätigkeiten sehr voreingenommen, er hat sich in die junge Witwe verliebt und kann nicht glauben, dass Susanne zu einem Mord imstande ist.

An einem Mittwoch ruft der Graf, der ehemalige Dienstgeber von Sepp, den Dorfpolizisten in sein Herrenhaus. Aristokratie – dafür hat Raffl eigentlich nichts übrig, auch nicht, dass sich ehemalige Adelige nach wie vor mit ihren Adelstitel schmücken. Der Graf allerdings setzt 5.000 Euro Belohnung für die Ergreifung des Täters aus. Eventuell bringt die Gier der Dorfbewohner weiterführende Hinweise. Ab dann ist im Dorf die Hölle los.

Inhaltlich ein rasanter kurzweiliger Krimi. Sprachlich hat mich das Buch allerdings nicht in den Bann gezogen.


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