Daphne du Maurier: Der Apfelbaum

verfasst am 21.11.2011 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: du Maurier, Daphne, Romane

Es ist die Geschichte von einem Mann und einem Apfelbaum aus dessen Garten. Der Mann ist unzufrieden, ja sogar unglücklich in seiner Ehe, kommt aber auch nie auf den Gedanken etwas zu ändern. Stattdessen leidet er unter der depressiven und wichtigtuerischen Art seiner Frau. Er ärgert sich Tag für Tag über sie weil sie ihm ständig unterschwellige Vorwürfe jeglicher Art macht.

Er zieht sich immer mehr in sein Arbeitszimmer oder ins Pub zurück. Als sie nach kurzer schwerer Krankheit stirbt kommt er zu der Erkenntnis dass er sogar erleichtert ist und ab diesem Zeitpunkt ein völlig freies Leben führen kann und er genießt dieses neue Leben sehr. Eines Tages im Spätherbst fällt ihm bei einem Rundgang durch seinen Garten ein alter knorriger Apfelbaum auf der noch nie getragen hat und zudem einem jungen Apfelbaum das Licht und den Platz wegnimmt.

Er steht armselig da mit seinen durchhängenden Ästen und es kommt dem Mann so vor als würde ihm der Baum, wie seine Frau zu ihren Lebzeiten, Vorwürfe machen. Das möchte er sich nicht täglich mit ansehen müssen und er beschließt dass der Baum weg muss. Als er jedoch mit dem Gärtner darüber spricht ergreift dieser Partei für den Apfelbaum. Er solle ihm noch eine Chance geben denn er (der Gärtner) sei sich sicher dass er (der Apfelbaum) im nächsten Frühjahr blühen würde.

So lässt sich der Alte überreden und wird von diesem Tag an vom Apfelbaum regelrecht schikaniert. Es ist äußerst unterhaltsam wie viele Möglichkeiten der Autorin einfallen wie ein Baum einen Menschen schikanieren kann. Im Laufe des Lesens hatte ich zwei mögliche Enden für das Buch im Kopf.

Das Eine: Der Mann realisiert dass er seine Frau doch vermisst!

Das Zweite: Das der Apfelbaum schlussendlich über den Mann siegt und diesen fertig macht. Ob eine dieser Möglichkeiten zutrifft müsst ihr schon selbst herausfinden.

Jedenfalls ist dieses Buch wirklich empfehlenswert, eine nette kleine Geschichte für zwischendurch!


Einen Kommentar hinterlassen

* erforderlich. Beachten Sie bitte die Datenschutzerklärung


Top