Buchbesprechung/Rezension:

Janice Hadlow: Miss Bennet

Miss Bennet
verfasst am 09.05.2023 | einen Kommentar hinterlassen

Autorin/Autor: Hadlow, Janice
Genre: Liebesromane
Buchbesprechung verfasst von:
LiteraturBlog Bewertung:

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Das Buch handelt von der drittältesten Tochter der Familie Bennet aus dem Jane Austen-Roman „Stolz und Vorurteil“. Mary hat den Ruf eines „Blaustrumpfes“, ist im Gegensatz zu ihren Schwestern nicht mit Schönheit gesegnet und trägt, zur völligen Unbill ihrer Mutter, eine Brille.

Von klein auf wird sie vor allem von ihrer Mutter wegen ihres Aussehens kritisiert und schlecht gemacht. Darunter leiden ihr Selbstbild und Selbstbewusstsein. 


Der Roman erzählt in fünf Kapiteln Marys Lebensweg und den Prozess ihrer Selbstfindung, der mit einigen Rückschlägen und Kümmernissen behaftet ist. Man trifft im Buch auch auf alle wichtigen Personen aus dem Roman “Stolz und Vorurteil”, was für mich als Jane Austen-Fan ein großer Genuss war. So kann man einen Einblick in die Ehen von Jane und Elisabeth bekommen und auch Charlotte und ihr Ehemann Collins kommen vor.

Obwohl der Roman als Liebesroman tituliert ist, handelt er in Wahrheit die meiste Zeit davon, wie sich Mary vom hässlichen Entlein zu einer selbstbestimmten, selbstbewussten Frau entwickelt. Am Ende findet sie ihren Platz im Leben und auch die wahre Liebe.

Mein Fazit:

Einen wirklich guten Liebesroman zu finden, das gelingt mir wirklich nur sehr selten. Dieser Roman war für mich so ein Glücksgriff. Mir hat es große Freude gemacht, Marys Geschichte zu lesen und ich werde sie nach diesem Roman mit ganz anderen Augen sehen.

Es war rührend, Mary dabei zu begleiten, wie sie verzweifelt versucht sich Wertschätzung zu erkämpfen und einen Platz im Leben zu finden. Zuerst versucht sie es über ihren Verstand und stürzt sich in Studien. Sie ist der festen Meinung, sie müsse nur genügend Fleiß und Ausdauer beweisen, dann würden ihr auch Aufmerksamkeit und Zuwendung zuteil.

„Wie, überlegte sie, können wir Glück definieren und wie erkennen, worauf es gründet? Wird es von unserem Charakter bestimmt? Oder ist die Fähigkeit, Glück zu empfinden, nur eine Frage des Zufalls, eine Eigenschaft, die beliebig an manche Menschen weitergegeben wird und an andere nicht? Kommt es auf unsere Lebensumstände an? Sind Schönheit und Reichtum eher Ursache für Glück als Güte und Hingabe? Und gibt es irgendetwas, das ein Mensch tun kann, um sein persönliches Empfinden von Zufriedenheit und Behagen zu steigern?“

Mir gefällt es, dass sie es am Ende des Romanes schafft, sich von der Meinung anderer unabhängig zu machen und dass sie lernt, sich so anzunehmen wie sie ist.

Die Charaktere in diesem Buch waren mir alle sehr sympathisch. Sehr wertschätzend und gefühlvoll wurde mit ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten umgegangen. Die Sprache und Erzählweise der Autorin haben mich ebenso angesprochen und mich gut durch die Geschichte getragen.

Ein wirklich empfehlenswerter Roman, nicht nur für Fans von „Stolz und Vorurteil“.




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