Arne Dahl: Vier durch vier

verfasst am 22.03.2020 von | einen Kommentar hinterlassen
Rubriken: Dahl, Arne, Thriller

Sam Berger erhält den Auftrag, eine entführte Frau sicher aus den Händen der Entführer zu befreien.  Ein Fall, der sich bald als nur die Spitze eines Eisberges entpuppt. Denn Nadja, die Entführte, wurde vor Jahren von der Mafia aus der Ukraine nach Schweden geschleust; hinein in ein Netz von Zwangsprostitution und Ausbeutung, aus dem niemand entrinnen kann, der einmal darin gefangen ist.

„Vier durch vier“ ist der vierte Roman der Reihe mit Sam Berger und Molly Blom. Das ist der Grund, warum ich es als unglaublich mühsam empfand, überhaupt in die Geschichte hinein zu finden. Die ersten 130/140 Seiten hätten sich spielend auf ein Drittel des Umfanges verringern lassen, ohne auch nur irgendetwas zu versäumen. Viel zu viel an Abschweifungen und Pseudo-Psychologischem mengte Arne Dahl zusammen, was in Summe keine Spannung sondern nur Langeweile hervor ruft.

Wie ich anderen Stimmen zu diesem Buch entnehme, ist es zum Verständnis der Zusammenhänge weitaus besser (bzw. erforderlich), schon die ersten drei Romane der Reihe gelesen zu haben. Dann wäre es von Anfang an eine spannende Sache, ist dort zu erfahren.

Somit liegt der Fehler wohl bei mir; allerdings ist es auch nicht besonders leserfreundlich, diese „Vorbedingung“ nirgends zu erwähnen. Es gibt ja durchaus andere Buch-Reihen, die es ermöglichen, auch problemlos zwischendurch einzusteigen. Hier sollte man das jedenfalls nicht tun.

Ab der Hälfte des Buches (nach Seite 200) wird es dann zunehmend übersichtlicher und damit auch rasanter. Obwohl ich in der ersten Hälfte sehr viel übersprungen habe, ist es kein Problem, der Handlung zu folgen und die weit ausholenden Zusammenhänge zu verstehen. Die letzten 100 Seiten sind dann eine ununterbrochene Aneinanderreihung von Showdowns: Dramatik pur.  Jedes Mal, wenn sich alles aufgelöst zu haben scheint, ändert sich ein Faktor und es geht wieder los – das ist spannend!

Das versöhnt mich ein wenig mit dem für mich mühsamen Beginn. Am Ende stellt sich auch noch heraus: das war gar kein richtiges Ende – der nächste Thriller mit Berger & Blom kommt ganz sicher …

PS: Vor ein paar Jahren habe ich die Reihe rund um die OPCOP-Gruppe gelesen und dabei Arne Dahl als grandiosen Thriller-Autor erlebt. Aber es kann ja nicht immer passen …



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