Goscinny & Uderzo: Asterix bei den Schweizern
Asterix 16

Ein Druide, der sich seiner Standesehre bewusst ist, der macht keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, wenn jemand um Hilfe bittet. Das ist in diesem Fall der von Caesar entsandte Steuerprüfer Incorruptus, der nach einem Anschlag beinahe sein Leben verliert. Der korrupte Statthalter möchte sich nämlich nur sehr, sehr ungern in die Bücher sehen lassen.

Methusalix kennt natürlich das Heilmittel, um den Quästor wieder auf die Beine zu bringen. Nur ein Edelweiß aus den Alpen fehlt ihm noch von den Zutaten des Trankes; ein neuer Auftrag für Asterix und Obelix!

Der führt in die Schweiz, die von sehr typischen Schweizern bevölkert wird. Die haben schon damals ihre Eigenarten und Besonderheiten gepflegt: die Bedächtigkeit, die Sauberkeit (warum betonen Uderzo und Goscinny in diesem Punkt den Unterschied zu Gallien so sehr?), das Fondue als Nationalspeise. Auch Uhrenindustrie, Bankschließfächer und Genf als Versammlungsort interationaler Organisationen gehörte damals schon zu den Markenzeichen Helvetiens.

Viele witzige Details, die in den Zeichungen entdeckt werden sollen gibt es auch in diesem Band. Die Handlung selbst hält sich für meinen Geschmack zu oft an der wiederkehrende Erwähnung der Schweizer-Klischees auf, die bald schon nicht mehr so originell sind, wie zu Beginn.

Das macht “Asterix bei den Schweizern”, bei aller Wertschätzung für die perfekte grafische Umsetzung, zu einem eher durchschnittlichen Band aus der Feder von Goscinny & Uderzo.


Einen Kommentar hinterlassen

* erforderlich. Beachten Sie bitte die Datenschutzerklärung


Top